Dienstag, 14. Juli 2015

[Autoreninterview] Marie-Luisa Sandt

Endlich gibt es hier auf meinem Blog mal wieder ein interessantes Autoreninterview mit Marie-Luisa Sandt, die gerade ihr Buch „SCHNEE VON GESTERN“ herausgebracht hat!

Hallo Marie-Luisa,
stell dich doch den Lesern erst einmal mit eigenen Worten kurz vor!

Guten Tag und erst einmal ein herzliches Dankeschön an Jessi, die mir die Gelegenheit gegeben hat, mich und meine Arbeit hier ein wenig intensiver vorzustellen.
Mein Name ist Marie-Luisa Sandt, ich bin eine Berliner Pflanze und ich schreibe – am liebsten dramatische Geschichten mit romantischen wie spannenden Elementen, aber auch humorvolle Romane mit "frechen Frauen" wird es demnächst von mir geben.

Wann hast du denn mit dem Schreiben angefangen?

Von den üblichen Schreibversuchen eines Teenagers mal abgesehen, habe ich die Freude am Geschichten erzählen erst spät für mich entdeckt, da war ich schon Ende dreißig. Dann habe ich mich erst einmal ausgiebig in den verschiedensten Genres und Formaten ausgetestet – das war ein langer Prozess, aber auch eine spannende Zeit, in der ich viel über die Schreibkunst gelernt habe. So sind einige Jahre ins Land gezogen. Als mein Berufsleben dann vor einer entscheidenden Veränderung stand, nutzte ich die günstige Gelegenheit, um dem Schreiben mehr Raum zu geben und inzwischen widme ich mich Vollzeit dem Entwickeln und Bearbeiten von Film- und Buchideen sowie der Umsetzung eigener Werke.

Du hast ja zuvor in der kaufmännischen Verwaltung gearbeitet. Wie kam es zu dem Entschluss dich als Autorin zu versuchen?

Das war eine ganz spontane Idee. Ich erzählte einer Freundin von meinen Träumen, die sehr fantasievoll und spannend sein können. Das wären tolle Filme, sagte sie – und die Idee war geboren, Drehbuchautorin zu werden. Doch wenn ich was anstrebe, dann will ich es auch richtig machen, also habe ich mich erst einmal ausgiebig mit den Ansprüchen dieses Berufes auseinandergesetzt und eine mehrjährige Weiterbildung absolviert. Aber erst die Arbeit mit Autoren an ihren Buch-Ideen, regte mich an, meine eigenen Geschichten in Roman-Form zu verwirklichen.

Hast du auch schon ein Drehbuch für Film und Fernsehen geschrieben?

Ich habe hauptsächlich TV-Movie-Stoffe entwickelt und dabei zahlreiche Exposés, Treatments und auch Drehbücher geschrieben, von denen einige optioniert wurden. Da ich eine Freundin von Details bin, fand ich das Schreiben von reinen Ideen-Papieren auf Dauer nicht befriedigend, sodass ich mich anderen Formaten zugewandt habe und letztendlich beim Roman gelandet bin.

Wie sieht dein normaler Arbeitstag aus?

Momentan habe ich durch äußere Einflüsse einen sehr unbeständigen Arbeitstag mit vielen kleinen Arbeitsblöcken. Idealerweise verteilt sich meine Arbeitszeit auf je einen großen Block am Vormittag und am Nachmittag, am frühen Abend erledige ich dann meine Korrespondenz. Das ergibt in der Regel ein Zeit-Volumen von insgesamt ca. sieben Stunden.

Erzähl uns doch einmal mehr über dein Buch „SCHNEE VON GESTERN“. Hast du darin eigene Erlebnisse/Erfahrungen verarbeitet?


Es ist die Freiheit, in andere Lebenswelten einzutauchen und diese praktisch miterleben zu können, die das Schreiben für mich so interessant macht, daher ist das Verarbeiten eigener Erlebnisse und Erfahrungen von mir nicht unbedingt gewünscht, dennoch lässt es sich meines Erachtens nicht vermeiden, dass diese unbewusst in die Geschichten einfließen, ich sehe dies aber eher als Inspiration, denn die Handlung verändert sie doch so sehr, dass sie am Ende voll und ganz die der betreffenden Figur sind.

Es ist ja ein romantisches Drama. Wie bist du zu diesem Genre gekommen?

Das Genre hat sich aus dem Thema „Vergangenheitsbewältigung“ ergeben, das sehr emotional ist. Und da ich heillos romantisch bin, habe ich den Stoff als Romanze mit Happyend konzipiert (auch wenn es für meine Protagonisten lange Zeit nicht gut aussieht).

Hast du noch andere Bücher geschrieben, die noch friedlich in der Schublade schlummern?

Fertig Geschriebenes schlummert da nicht, aber meine Schublade ist ein gut gefülltes Schlaflabor mit zahlreichen Stoffen, die darauf warten, geweckt zu werden.

Arbeitest du aktuell auch an einem Buch?

Nicht nur an einem *g*, ich habe leider die Angewohnheit, an mehreren Projekten gleichzeitig zu arbeiten. Das nächste Buch ist bereits in der Überarbeitungsphase, diesmal ist es eine kurzweilige Frauen-Komödie. – Ich liebe es, zwischen den Genres Drama und Komödie zu wechseln, das gibt mir den nötigen Abstand, um an dem jeweils anderen Projekt „erfrischt“ weiterarbeiten zu können. – Und dann bereite ich zurzeit das nächste romantische Drama vor, in dem das Thema Wahrheit eine große Rolle spielt.

Wo siehst du dich in 5 Jahren? Was sind deine Ziele?

Meine Antwort auf diese Frage hat mich selbst ein wenig überrascht, denn eine große Veränderung kommt in meiner Vision nicht vor. Ich sehe mich in fünf Jahren an genau dem gleichen Platz, nämlich beim Schreiben (ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dies je wieder aufzugeben) allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich hoffe, dann einen festen Leserkreis zu haben. Und genau das ist auch mein vordringliches Ziel: ich möchte LeserInnen nicht nur unterhalten, sondern sie mit meinen Geschichten auch erreichen, sodass sie mir gerne folgen.

Ich wünsche dir, liebe Marie-Luisa auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem weiteren Weg. Ich hoffe, euch hat das Interview genauso spaß gemacht wie mir und falls ihr noch Fragen an die Autorin habt oder sonst etwas loswerden wollt, könnt ihr das gerne in den Kommentaren tun!

Kommentare:

  1. Hallo, ich finde du solltest mehr Interviews geben! Es ist immer interessant zu lesen, wie andere Autoren drauf sind. Frage an Marie: Was liest du selbst gerne? Wahrscheinlich auch Romane, oder gibt es da ab und zu mal ein ausgefallenes Buch/Genre das du liest?

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    1. Hallo und danke für deinen Kommentar! Ich lese hauptsächlich reale Geschichten, gerne Romane mit Familiengeheimnissen, dabei ist mir eine vielschichtige Handlung wichtig. Ausgefallenes ist selten darunter, aber aus der Reihe tanzen häufig die Bücher, die ich in Rahmen meiner Tätigkeit für andere Autoren lese. Diese sind dann eine spannende Abwechslung zu meiner gewohnten Lektüre.

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  2. Wirklich tolles Interview - die Autorin muss ich mir mal merken. :)

    Grüßchen

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