Titel: Inmitten der Nacht
Autor: Rumaan Alam
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2021
Seitenzahl: 320
Cover: © btb
Begonnen: 19.12.2025
Beendet: 23.12.2025
Amanda und Clay fahren mit ihren beiden Kindern in ein teures und sehr abgelegenes Ferienhaus auf Long Island. Es soll ein Urlaub werden, wie viele Familien ihn verbringen und der vorwiegend aus Nichtstun besteht, um Kraft für ihren gewohnten Alltag zu sammeln. Doch dann taucht ein älteres, schwarzes Ehepaar auf, das behauptet, dieses Haus würde ihnen gehören und mit der Welt außerhalb würde etwas nicht stimmen ... Steht etwa der Weltuntergang bevor?
Erst beim Lesen fiel mir auf, dass ich die unter einem anderen Titel erschienene Verfilmung zu diesem Roman bereits vor einiger Zeit gesehen hatte. Die Idee selbst rund um das Spiel mit der Unsicherheit und Ungewissheit der Menschen empfand ich sowohl im Buch als auch im Film als sehr gelungen. Wir haben hier eine typische, etwas festgefahrene Familie, die einfach nur einen normalen Urlaub verbringen will, aber damit konfrontiert wird, dass von allen Seiten ein totaler Zusammenbruch ihres gewohnten droht. Gemeinsam mit den Besitzern des Hauses, die für sie nur Fremde sind, klammern sie sich noch an einen Alltag, den es wohl so niemals mehr geben wird.
So genial ich die Ideen rund um dieses Endzeitszenario fand, so ernüchternd war manchmal die Erzählweise in diesem Roman. Mir waren manche Themen einfach zu aufgezwungen, die stereotypische weiße Familie zu eindimensional und der ganze Small Talk zwischen den beiden Ehepaaren sehr ermüdend. Zudem fehlte es mir an einem Umdenken, denn vieles wird nur kurz angeschnitten. Film und Buch ähneln sich schon sehr. Beides endet offen und für mich leider etwas unbefriedigend. So genial ich dieses Endzeitszenario auch fand, Buch und Film greifen es einfach zu oberflächlich auf. Da wäre mehr möglich gewesen!




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