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Dienstag, 15. April 2014

Nickel - Aric Davis

„Nickel“ ist ein Buch, das man gar nicht so recht beschreiben kann. Schon allein die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht und so musste ich das Hörbuch einfach hören.

Inhalt

Nickel ist ein kleiner Junge mit roten Haaren, blasser Haut und kleiner Statur. Zudem ist ein Computerfreak, baut Drogen an und jagt Perverse im Internet. Das einzige was er nicht hat: Eine normale Kindheit....



Charaktere

Der Protagonist Nickel ist ein Junge, der komplett anders ist. Er hat keine Familie, wohnt alleine und schlägt sich durch. Man könnte meinen, dass er bemitleidenswert ist, doch das Gegenteil ist der Fall. Er hat gelernt, allein klar zu kommen, hat ein eigenes Haus, baut Drogen an und verdient ne Menge Kohle indem er Pädophile erpresst. Er wirkt sehr cool und selbstbewusst, doch der Leser erfährt auch etwas von seiner emotionalen Seite und so erkennt man, dass er tief im Inneren noch der kleine Junge ist – oder dieser noch immer sein möchte.


Meine Meinung

Das Buch ist „anders“, als alles was ich je gehört oder gelesen habe. Schon allein die Tatsache, dass der Hauptcharakter ein kleiner Junge ist, dem man beim hören beziehungsweise beim lesen diese Tatsache aber nicht ansieht. Er wirkt wie ein Erwachsener, handelt wie ein Erwachsener und als Leser erkennt man, dass Nickel viel zu früh seine Kindheit verloren hatte. Die Geschichte über seine Vergangenheit ist sehr traurig, fast schon herzzerreißend. Der Autor hat dies sehr gut beschrieben und einen tollen Charakter erschaffen, der schon allein wegen seinem Aussehen und seiner Art nicht dem „Mainstream“ folgt.

Am Anfang des Buches bekommt Nickel einen neuen Auftrag von Arrow, einem Mädchen, das er trotz seines Jungen Alters sehr anziehend findet. Schnell steht fest, dass er ihre verschwundene Schwester finden muss, doch das stellt sich als extrem schwierig heraus. Wie es scheint ist diese nämlich nicht nur von Zuhause ausgerissen. Nickel wäre aber nicht Nickel wenn er keinen Plan hätte. So verfolgt der Leser eine sehr spannende und interessante Herangehensweise an diesem Fall und es wird’ schnell klar, dass viel mehr dahinter steckt.

Ich fand das Buch durchweg spannend, doch leider fand ich das die Befreiung von Arrows Schwester viel zu schnell ablief und das Buch zum Ende hin etwas zäher wurde. Der Spannungsbogen war zwar noch vorhanden, ist allerdings etwas gesunken, da man schon ahnte, wie es ausgehen wird. Dies war für mich aber der einzige Minuspunkt, der fast durch die tolle Charakterdarstellung von Nickel wieder gut gemacht werden konnte.

Fazit

Ein tolles Buch mit einer spannenden Geschichte über einen Jungen, der sein Leben selbst in die Hand nimmt.

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.





Mittwoch, 13. Februar 2013

Virtuosity - Jessica Martinez

Dieses Hörbuch hat mich die letzten Tage verfolgt und nun will ich natürlich meine Meinung mit euch teilen.


Zum Inhalt:

Carmen ist ein Superstar. Sie tourt mit ihrer Geige durch die ganze Welt. Doch die Konkurrenz ist hart, das muss sie feststellen als der Guaneri Wettbewerb vor der Tür steht. Sie lernt Jeremy kennen, ihren Stärksten Konkurrenten und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch der Wettbewerb rückt immer näher und es kann nur einen Sieger geben....

Meine Meinung:

Irgendwie fällt es mir sehr schwer eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, denn es irgendwie ganz anders, als alles andere was ich bisher so gelesen oder gehört habe. Ich hatte vielleicht nach dem Lesen des Klappentextes auch andere Erwartungen vom Buch. Vielleicht dachte ich, es würde um eine romantische Liebesgeschichte gehen vermischt mit der Liebe zu Musik, letztendlich kann man schwer einschätzen, welches Genre das Buch angehört.

Zu Anfang muss ich gestehen, dass ich mich nicht so sehr für klassische Musik interessiere. Mein Verlobter hört ab und an einmal etwas klassisches und kann diesem auch viel abgewinnen, aber für mich ist Musik immer mit Gesang verbunden. Natürlich können aber auch Instrumente tolle Töne und Klänge erzeugen, wie Carmens Geige in dieses Buch,

Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und lernt viel von dieser anderen Welt kennen, einer Welt die ein harter Wettkampf um Sieg und Niederlage ist. Man wird zudem zugleich mit dem Druck konfrontiert, der auf Carmen lastet, erfährt, dass sie Tabletten nimmt und in eine Art Abhängigkeit hinein rutscht. Alles in allem wurde mir das alles viel zu Oberflächlich beschrieben. Ich konnte mich nur schwer in Carmen hinein versetzen und verstehen, wie sie sich fühlt. Klar, die Autorin hat versucht ihre Ängste zu beschreiben, den Druck deutlich werden zu lassen, doch meiner Meinung hat das nicht so richtig geklappt. Carmen, sowohl auch Jeremy waren für mich irgendwie leblos, nach dem Hören hatte ich überhaupt nicht das Gefühl, Zeit mit ihnen verbracht zu haben und ein Stück ihres Lebens kennengelernt zu haben und das fand ich wirklich traurig. Genau das ist es nämlich, was das Lesen doch so spannend macht.

Die Liebesgeschichte hat mich irgendwie auch nicht wirklich berührt, weil alles so Oberflächlich beschrieben wurde. Gefallen hat mir jedoch Jeremys Konzert, dass mich irgendwie wirklich fühlen gelassen hat, vor Ort zu sein. Dieses war wirklich sehr gut beschrieben.

Vom Ende war ich auch nicht wirklich überrascht, da man so etwas bereits am Anfang geahnt hat. Ich war etwas enttäuscht, vielleicht weil ich, nachdem ich viele gute Rezensionen gelesen habe, einfach zu viele Erwartungen in das Buch hineingesteckt habe.

Für einen netten Lesenachmittag ist es allerdings sehr gut geeignet, da man das Buch sicher schnell durch hat und gut unterhalten wird.

Wir vergeben 3 von 5 Leseratten.