Sonntag, 25. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Bloodrain Drive In

 



Und nun sind wir beim Creepy October in Rainfield auch schon in diesem Jahr angekommen, in dem ja zwei Slasher von mir erschienen sind.

Seit meiner Jugend bin ich großer Fan von Horrorfilmen und besonders Slashern wie "Scream" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast". Zudem habe ich vor einigen Jahren meine Liebe zu Autokinos entdeckt, auch wenn ich leider sagen muss, dass sie mir mittlerweile zu teuer geworden sind. Ich mag allerdings die Stimmung und vor allem die Tatsache, dass man durch das Auto einen persönlichen Raum behält beim Schauen eines Films. Echte Kinos sind irgendwie nichts für mich.

Das Autokino, das sich im Dew Wood befindet, wurde erstmal in "Shy or Evil" erwähnt und damals habe ich mir fest vorgenommen, es


einmal als Schauplatz zu benutzen. Nun habe ich aber tatsächlich erst viele Jahre später mal ergründen können, wie und vor allem von wem das Autokino geführt hat. Die Tremaynes haben mich beim Schreiben dabei ganz schön herausgefordert. Ich wünschte, ich hätte die drei Jungs irgendwie aus dieser Familie retten können.

Ich hatte beim Schreiben auf jeden Fall sehr großen Spaß und da das Finale hier an Halloween spielt, halte ich es tatsächlich für das perfekte Rainfield-Buch für diesen Tag!

Na, wollt ihr euch einen Film im Autokino anschauen? Vergesst aber nicht, die Türen abzuschließen!



Samstag, 24. Oktober 2026

[Rezension] Neun Fremde - Liane Moriarty

 


 Titel: Neun Fremde

Autor:  Liane Moriarty

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2019

Seitenzahl: 528
Cover: © Diana Verlag
Begonnen: 21.09.2026
Beendet: 24.09.2026


Als ich "Neun Fremde" im Bücherschrank entdeckt habe, fiel mir erst gar nicht auf, dass ich bereits die wirklich sehr fesselnde Serie dazu kannte. Ich wollte dem Buch dennoch eine Chance geben, denn ich mag die Thematik und auch das Setting sehr.

Neun Fremde treffen in einem luxuriösen Wellnessresort aufeinander. Mit ihnen angereist sind zahlreiche Probleme, die sie mit Hilfe der Leiterin Masha lösen wollen. Mir gefielen die unterschiedlichen Charaktere. Da ist zum Beispiel die Autorin Frances, deren neues Buch abgelehnt wurde, ein Paar, das sich nach einem Lottogewinn verloren hat und eine Familie, die einen Verlust nicht verarbeiten kann.

Durch den sehr leichten Stil kann man die Charaktere perfekt auseinander halten. Ich mag so viele verschiedene Sichtweisen in Büchern ja sehr, weswegen ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Masha mit ihrer ganz eigenen Art, die Leute zu therapieren, besitzt einen gewissen Charme, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Allerdings gehen dadurch, daß sie so sehr im Mittelpunkt steht, andere Charaktere etwas unter. Vorallem Lars und Tony empfand ich als sehr blass dargestellt.

Zudem muss ich gestehen, dass ich mir etwas mehr Tiefe erhofft habe, da doch sehr viele Probleme angesprochen werden. Um ehrlich zu sein fand ich die Serie einen Hauch intensiver, was mich tatsächlich überrascht hat, denn ich hätte gedacht, dass es bei der hohen Seitenzahl hier doch noch mehr Erkenntnisse gäbe. Zum Ende hin plätschert leider vieles einfach nur etwas lieblos aus.

Ich denke, das Buch liest sich am besten vor dem Schauen der Serie, die tatsächlich noch einmal tiefere Einblicke ermöglicht. Es kam mir so vor, als wäre das Buch bereits eher als Vorlage für eine Verfilmung geschrieben worden. Mir hat der Aufenthalt in Tranquillum House aber dennoch gefallen und einige der Charaktere habe ich wirklich ins Herz geschlossen!


Ein Buch mit originellen Charakteren und einem tollen Setting, allerdings muss ich sagen, dass ich die Serie dazu intensiver und tiefgründiger als das Buch fand, was mich doch sehr überrascht hat. Dennoch lesenswert, am besten jedoch vor dem Schauen der Serie!

Ich vergebe 4 von 5.

Freitag, 23. Oktober 2026

[Rezension] Fear Street Geisterstunde - Das Erwachen der Geister - R. L. Stine


Titel:
Fear Street Geisterstunde - Das Erwachen der Geister (Doppelband, enthält: "Die Geistervilla" und "Im Wald der Gefahren")

Autor:  R. L. Stine

Genre: Grusel

Erscheinungsjahr: 2006

Seitenzahl: 248
Cover: © Loewe

Begonnen: 10.08.2026
Beendet: 19.09.2026


Mit meinem Mann gemeinsam habe ich wieder einmal ein Buch von R. L. Stine gelesen. Ich liebe ja die Fear-Street-Reihe noch immer sehr, die auch großes Vorbild für meine Rainfield-Welt ist. Allerdings muss ich sagen, dass die "Geisterstunde"-Bücher immer etwas stiefmütterlich behandelt habe, weil sie mir manchmal etwas zu kindlich ist.

In diesem Doppelband geht es in beiden Geschichten um Geister. In "Die Geistervilla" geht es um zwei Geister, die eine Wette abschließen, wer von ihnen Oliver, der gerade mit seinen Eltern eingezogen ist, den größeren Schrecken einjagen kann. Diese Geschichte ist eher amüsant statt gruselig und erinnert ein wenig an Oscar Wildes "Das Gespenst von Canterville". Unterhaltsam fanden wir es dennoch, denn es gibt noch einige Wendungen.

"Im Wald der Gefahren" handelt von den Brüdern Dylan und Steve, die ein Baumhaus finden. Dylan ist nahezu davon besessen, endlich einmal einen Geist zu sehen, während sein Bruder nicht ans Paranormals glaubt. Doch dann erleben sie in dem Baumhaus einige gruselige Dinge. Die Geschichte fand ich deutlich gruseliger und atmosphärischer als die erste. Auch hier gibt es wieder einige Wendungen, die absolut gelungen sind. Allerdings endet es für mich in der "Geisterstunde" immer etwas zu harmlos. Ich mag es ja eher, wenn das Böse sich am Ende noch mal zeigt! Dennoch empfinde ich auch diese Reihe als lesenswert!


Etwas kindlicher und amüsanter, aber dennoch lesenswert und unterhaltsam. Perfekt zum Vorlesen!

Ich vergebe 4 von 5.

Donnerstag, 22. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Survive the Dew Wood




 Beim Creepy October sind wir nun schon im Jahre 2025 angekommen. Wie sicherlich viele von euch wissen, bin ich ein riesiger Outdoor-, Natur- und auch Wanderfan. Ich liebe Wälder und schlage mich beim Geocachen auch sehr gerne abseits der Wege durchs Unterholz. Ich liebe Herausforderungen, die stets zu großen Abenteuern werden und aus diesem Gedanken ist dann die Show namens "Survive the Dew Wood" entstanden.

Vier jugendliche Teilnehmer müssen in dieser Show zwei Wochen lang im Dew Wood überleben. Unter den Teilnehmerinnen ist auch Dakota, die einst mit dem Flugzeug in diesem Wald abstürzte und ihre Zwillingsschwester verlor. Sie kehrt zurück, um mit der Vergangenheit abzuschließen.

Neben dem Flugzeugabsturz geht es in diesem Buch auch um einen Mann, der im Wald lebt.


Ich sehe mich ja selbst als Eremit, da ich kaum Kontakt mit der Außenwelt habe und deswegen hatte es mir hier echt großen Spaß gemacht, über den Felsenmann zu schreiben. Leider ist es bisher das Buch, das am wenigsten Leser gefunden hat, letztendlich zählt für mich aber der Spaß wie immer mehr als die Einnahmen. Das Buch hat mir auf jeden Fall eine ganze Menge gegeben und auch die Liebe zum einfachen Leben noch verstärkt.

Na, wollt ihr Teil dieser Fernsehshow werden und versuchen, zwei Wochen lang im Dew Wood zu überleben?

Mittwoch, 21. Oktober 2026

[Rezension] Die Braut des Herzogs - Sophia Farago

  


 Titel: Die Braut des Herzogs

Autor:  Sophia Farago

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1996

Seitenzahl: 294
Cover: © Editionnova
Begonnen: 18.09.2026
Beendet: 22.09.2026


Dieses Buch habe ich schon vor etlichen Jahren in einem Bücherschrank entdeckt, vermutlich war es zu der Zeit, als ich die Serie zu "Bridgerton" gesehen habe und überraschend gut fand. Hin und wieder lese ich solche leichten Bücher ganz gerne, bei denen man im Grunde schon auf dem Klappentext die ganze Story erfährt.

Der Einstieg gelang mir auch mühelos und ich fand sowohl den Herzog Julian Romsey als auch Olivia sehr sympathisch. Julian will in erster Linie nur heiraten, um dem nervigen Heiratsmarkt zu entkommen und akzeptiert dafür den Vorschlag seiner Großmutter, die Olivia als recht passende Braut erachtet. Olivia selbst möchte nun, nachdem sie sich jahrelang um den Haushalt ihrer Familie kümmern musste, endlich einmal das Leben genießen, Bälle besuchen und auch der Liebe eine Chance geben. 

Leider findet das erste echte Treffen der beiden Protagonisten erst nach der Hälfte des Buches statt und da lässt das Buch dann auch stark nach. Es kommt zu den typischen Missverständnissen, die das Zusammenfinden der beiden erschweren. Den Auftrag, den Olivia von ihrer Stiefmutter bekommen hat, gefiel mir hier gar nicht, denn diese Nebenstory ist sehr fallend und hat bei mir für Frust gesorgt.

Sicherlich finden Romane wie diese, die schnell zugänglich sind und kein großes Nachdenken erfordern, auch ihre Leserschaft. Bis zur Hälfte fand ich das Buch auch ganz nett, danach fehlte es mir doch an großen Gefühlen. Mir ist diese Art der Liebe, die hauptsächlich aufs Aussehen beruht, wohl einfach zu oberflächlich. 


Zu Beginn fand ich den Roman und die Charaktere noch unterhaltsam, doch nach dem ersten Treffen ließ alles leider stark nach und die großen Gefühle blieben aus. Schade!

Ich vergebe 3 von 5.

[Creepy October in Rainfield] Der Schwur vom Raindrop Lake

 



Es geht bei meinem Creepy October nun mit meiner Lolli-Gang und dem Sommer am Raindrop Lake weiter. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich diesen Roman in einem sehr abenteuerlichen Sommer, den wir teilweise im Harz verbrachten, geschrieben habe. Jede Zeile wurde auf dem Waldboden sitzend geschrieben, meistens auf Bergen, oft aber auch an einem kühlen Fluss oder Bach. Ich habe beim Schreiben versucht, diesen nahezu perfekten Sommer festzuhalten.

Es ist ein End-of-Summer-Roman, in dem auch eine Freundschaft leider zerbricht. Ich denke noch immer gerne an die sehr unterschiedlichen Charaktere zurück, die in dieser Geschichte zueinander finden. Ich liebe es ja, die Teenager beim Schreiben näher kennenzulernen und zu ergründen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Hier hat mich die Geschichte wieder stark mitgenommen, denn in der Gegenwart wollten sie einfach nicht wieder zueinanderfinden, obwohl sie durch einen Schwur wohl ewig aneinander


gebunden sind. 

Mit diesem Buch tauchte ich wieder tiefer in die Slasher- und Jugendthrillerwelt ein und hab endgültig gemerkt, dass dies komplett mein schrifstellerisches Zuhause ist. Auch den See als Schauplatz habe ich echt geliebt beim Schreiben und wenn ich an ihn denke, sehe ich immer die Lolli-Gang, wie sie an ihrem Steg baut. Dieser Steg wird später übrigens auch in anderen Büchern und Kurzgeschichten erwähnt, weil er für mich ein starkes Symbol dieser Freundschaft ist!

Na, wer wagt sich im Oktober in den Raindrop Lake zu springen?

Dienstag, 20. Oktober 2026

[Rezension] Himmel voll Blut - Steve Hamilton

  


Titel: Himmel voll Blut

Autor:  Steve Hamilton

Genre: Krimi, Abenteurroman
Erscheinungsdatum: 2003
Anzahl der Seiten: 332
Cover und Inhalsangabe: © Dumont
Begonnen: 17.09.2026
Beendet: 21.09.2026



"Himmel voll Blut" ist eigentlich der fünfte Teil einer Reihe rund um den ehemaligen Polizisten Alex und ein sehr interessanter Genremix aus Krimi und Abenteuerroman. Ich hätte im Vorfeld nie gedacht, dass mich das Buch so gut unterhalten kann, doch schon nach wenigen Seiten war ich von der Einsamkeit sowie Gnadenlosigkeit der amerikanischen und kanadischen Wälder sowie von dem Fall gefesselt.

Vinnie, Alex bester Freund, sucht hier nach seinem Bruder Tom, der Führer einer Jagdgesellschaft war, jedoch niemals aus Kanada zurückkehrte. Die beiden reisen über die Grenze, was von Anfang an Schwierigkeiten mit sich bringt, weil Tom aufgrund von Bewährungsauflagen Vinnies Identität angenommen hat. Alex und Vinnie treffen nicht nur auf die Polizei, sondern finden schließlich auch einen echten Albtraum.

Ich empfand Alex und Vinnie als wirklich tolles Zweiergespann. Der trockene Humor der beiden ist einfach grandios, zudem gefielen mir die Einblicke in die indigene Bevölkerung. Gemeinsam stürzen sie sich hier in ein großes und sehr gefährliches Abenteuer, in dem es irgendwann um Leben und Tod, aber auch um Zusammenhalt geht. Die Freundschaft der beiden hat mich sehr berührt!

Mir fiel es schwer, das Buch zur Seite zu legen, denn ich wollte unbedingt wissen, was mit der Jagdgesellschaft passiert ist und auch, ob Vinnie und Alex die Verantwortlichen stellen können. Lange habe ich schon keine so spannende Geschichte mehr gelesen. Erst auf den letzten Seiten löst sich der Fall mit einer sehr bitteren Vorgeschichte auf. Ich bin jetzt auf den Geschmack von diesem sehr originellen Genremix gekommen und hoffe, bald noch weitere Bücher von Steve Hamilton lesen zu dürfen!



Ein unfassbar spannender Genremix aus Abenteuerroman und Krimi. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Grandios!

Ich vergebe 5 von 5.