Titel: Ein Winter ohne Schnee
Autor: Fanny Morweiser
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 1989
Seitenzahl: 156
Cover: © Diogenes
Begonnen: 16.01.2026
Beendet: 19.01.2026
2020 habe ich mit "Ein Sommer in Davids Haus" mein allererstes Buch von Fanny Morweiser gelesen und war beeindruckt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, in eine Gedankenwelt einzudringen, die mit der Realität kaum noch etwas zu tun hat. Ähnlich hat sich nun auch "Ein Winter ohne Schnee" angefühlt.
Das Buch spielt in einem abgelegenen Dorf. Leo kommt zu seinem Onkel, der Pfarrer ist, um sich dort nach einem Sturz von einem Baum zu erholen. Schnell erfährt er, dass es ein verfluchtes Dorf und einen von Mönchen eingegrabenen Schatz geben soll.
Auf gerade einmal 156 Seiten erzählt Fanny Morweiser hier eine recht verwirrende Geschichte (oder doch ein Märchen?) aus sehr vielen verschiedenen Sichten. Obwohl Leo anfangs wie der Protagonist wirkt, steht er bald nicht im mehr im Mittelpunkt. Ab einem gewissen Punkt wusste ich zudem gar nicht mehr, was hier erzählt werden soll. Fantasie und Wahrheit verschmelzen miteinander und es entsteht eine seltsame Aneinanderreihung von Geschehnissen, die für meinen Geschmack zu schnell ablaufen.
Fanny Morweiser besitzt einen außergewöhnlichen Stil, den man entweder mag oder gar nichts mit anfangen kann. Alles wirkt sehr verworren und ich muss leider sagen, dass ich auf den letzten Seiten des kurzen Romans recht verwirrt zurück geblieben bin. Ein einzigartiges, aber auch eigenartiges Werk, das sich mir nicht ganz erschlossen hat.




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