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Montag, 24. August 2026

[Rezension] Foulspiel - Angela Gerrits

 


Titel: Foulspiel

Autor:  Angela Gerrits

Genre: Jugendkrimi

Erscheinungsjahr: 2007

Seitenzahl: 204
Cover: © Carlsen

Begonnen: 22.07.2026
Beendet: 24.07.2026


In einer weiteren spontanen Leserunde haben wir uns dieses Mal einen Jugendkrimi aus der Labyrinthe-Reihe vorgenommen. Bisher hat mich fast jedes Buch aus der Reihe sehr gut unterhalten, denn die Geschichten werden schnörkellos und sehr spannend erzählt.

In "Foulspiel" wird der Leser direkt auf den ersten Seiten mit einer Tat konfrontiert, die Jenny begangen haben soll. Was genau geschehen und wer das Opfer ist, bleibt lange im Nebel verborgen und das macht diesen Jugendkrimi ungemein spannend.

Wir erleben, wie Jenny mit ihrer Mutter nach Hamburg zieht und dort eigentlich gar nicht bleiben möchte. Durch einen Unfall lernt sie jedoch Marco kennen, verliebt sich und erkennt dabei gar nicht, was alles um sie herum passiert. Zeitgleich kommt sie nämlich noch auf die Spur ihres leiblichen Vaters, den ihre Mutter ihr viele Jahre verschwiegen hat.

Langweilig wird die Geschichte zu keinem Zeitpunkt und es macht Spaß, selbst darüber nachzudenken, wie alles zusammenpasst. Jenny mag zwar etwas naiv sein, aber das ließ sich hier leicht mit der rosaroten Brille erklären, die sie trägt. Das Ende ist zwar einfach gehalten, aber die ganzen Zusammenhänge empfand ich als sehr stimmig. Für mich war"Foulspiel" eine tolle Unterhaltung und eine passende Lektüre für eine Leserunde!




Ein unterhaltsamer Jugendthriller, der zu eigenen Mutmaßungen einlädt und schnörkellos eine sehr gute Spannung bietet!

Ich vergebe 5 von 5.

Freitag, 12. Juni 2026

[Rezension] Ausgeknipst - Rolf Bönnen

  


Titel: Ausgeknipst

Autor:  Rolf Bönnen

Genre: Jugendroman, Jugendkrimi

Erscheinungsjahr: 2005

Seitenzahl: 288
Cover: © Thienemann
Begonnen: 12.05.2026
Beendet: 15.05.2026


Von den jugendlichen Labyrinthe-Krimis habe ich nun schon einige gelesen und bisher wurde ich selten enttäuscht. Mit "Ausgeknipst" von Rolf Binnen hatte ich jedoch von Anfang an große Schwierigkeiten, weil mir die Geschichte recht wirr vorkam und die Jugendsprache sehr anstrengend gestaltet ist.

Im Fokus steht hier Britta, die so einige Probleme hat. Zum einen ist sie in Bob verliebt, zum anderen ist da aber auch noch Steffen, der hinter ihr her ist. Urplötzlich tauchen dann auch noch Bilder von ihr auf, auf denen sie beinahe nackt zu sehen ist und diese Bilder bedrohen das Unternehmen von ihrem Vater. 

Die Story selbst ist nicht schlecht und es gibt einige spannende Momente, doch leider sind sämtliche Charaktere in dem Buch furchtbar unsympathisch. In Brittas Kopf konnte ich beim Lesen nicht wirklich schauen und fast alle Männerrollen agieren furchtbar frauenfeindlich. Am abartigsten fand ich  Brittas Vater. Wie er über seine Frau und seine Tochter denkt und redet hat mir echt Übelkeit verursacht. Hier tat mir Britta wirklich leid mit solch einer Familie gestraft zu sein. 

Die Auflösung selbst fand ich tatsächlich nicht schlecht, doch alles in allem
Verspürte ich leider kein besonders angenehmes Lesegefühl bei diesem Buch.


Die Krimihandlung selbst ist gar nicht mal schlecht, aber die Charaktere sind allesamt so unsympathisch, dass ich kein angenehmes Lesegefühl verspürt habe. Schade!
 
Ich vergebe 3 von 5.

Dienstag, 9. Juli 2024

[Rezension] Mordgedanken - Oliver Pautsch

 


Titel: Mordgedanken

Autor:  Oliver Pautsch

Genre: Jugendroman, Jugendkrimi

Erscheinungsjahr: 2008
Seitenzahl: 224
Cover: © Thienemann Verlag
Begonnen: 06.06.2024
Beendet: 09.06.2024



Jan ist bis über beide Ohren in Mona verliebt - doch Mona ist kein einfaches Mädchen und Jan fällt es schwer, ihr wirklich nahe zu kommen. Dann verschwindet Mona auf einmal und Jan begibt sich auf die verzweifelte Suche nach ihr ...

"Mordgedanken" von Oliver Pautsch besitzt ein angenehm flottes Tempo und eine jugendliche Sprache. Der Autor beschäftigt sich mit einem Jungen, der die erste Liebe erlebt, auf einmal aber gezwungen ist, um diese zu kämpfen. Er wird also der große dieser Geschichte.

Die Story selbst ist recht einfach gehalten, was mich als erwachsener Leser doch etwas gestört hat, da ich vor allem gerne tiefer in Monas Gedankenwelt eingetaucht wäre. Manchmal empfand ich die zeitliche Einordnung der Kapitel schwierig, da oft nicht so recht erkennbar war, wie lange die einzelnen  Szenen zurücklagen.

Was genau hinter Monas Verschwinden steckt war für mich relativ früh ersichtlich und so konnte mich das Ende selbst nicht so recht überraschen. Hier wäre auch etwas mehr Tiefe noch schön gewesen, gerade, weil es eine solch wichtige Thematik ist. Ich denke aber, dass jüngere Leser durchaus gefallen an dem Buch finden werden, da es doch spannend aufgebaut ist!




"Mordgedanken" von Oliver Pautsch ist ein spannend und flott erzählter Krimi, mit dem ich als erwachsener Leser aber ein paar Probleme hatte!

Ich vergebe 3 von 5.




Montag, 28. März 2022

[Rezension] Die Stille zwischen den Sternen - Jürgen Banscherus



Titel: 
Die Stille zwischen den Sternen 

Autor:  Jürgen Banscherus

Genre: Jugendkrimi, Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2009
Anzahl der Seiten: 161
Cover: © cbt

Begonnen: 15.03.2022
Beendet: 17.03.2022




Vom Cover her und auch vom Titel hatte ich bei "Die Stille zwischen den Sternen" von Jürgen Banscherus eine ganz andere Art von Geschichte erwartet. Im Fokus steht hier nämlich ein Kriminalfall, denn es geht um Jonas, der anscheinend von einem Mobilfunkmast gefallen ist. Was hatte er dort oben auf dem Katzenberg zu suchen? Und wieso hatte er so viel Bargeld dabei?

Nachdem Jonas im Krankenhaus erwacht, kann er sich nicht an das erinnern, was in jener Nacht passiert ist. Außerdem kann er plötzlich nicht mehr reden. Mit der Hilfe des Arztes muss er seine Geschichte aufarbeiten und es zeigt sich, dass er im Vorfeld einige Probleme hatte.

Den Einstieg in dieses Buch fand ich schwierig, denn es dauert hier eine Weile, bis Jonas sich dem Leser öffnet. Es zeigt sich, dass er sich nicht anders zu helfen wusste, als sich abzukapseln und nicht mehr zu reden. Wie viele Jugendliche in dem Alter sendet er stumme Hilfeschreie aus, mit denen seine Eltern allerdings nur wenig anfangen können. Ich konnte mit Jonas auf jeden Fall mitfühlen, auch wenn ich mir bei diesem Thema stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Leider werden auch die Hauptprobleme nicht wirklich gelöst, sondern nur verschleppt.

Den Kriminalfall hatte ich persönlich nicht gebraucht, denn es wollte bei mir kaum Spannung aufkommen. Die kleine Liebesgeschichte ist passend, aber letztendlich harmonisierte alles nicht so recht miteinander. Auf knapp 160 Seiten ist einfach kein Platz dafür, die Geschichte erst in verschiedenene Richtungen laufen zu lassen und dann wieder geradezubiegen. "Die Stille zwischen den Sternen" ist daher ein Buch, das ich mit einem seltsamen Gefühl gelesen und dann zugeschlagen habe. Es war zu viel von allem und zu wenig von den Momenten, die wirklich berühren oder im Gedächtnis bleiben.



"Die Stille zwischen den Sternen" ist in erster Linie ein Jugendkrimi, in dem es darum geht, mehr über Jonas zu erfahren. Für mich war das Buch leider zu oberflächlich ...

Ich vergebe 3 von 5.








Dienstag, 22. März 2022

[Rezension] Travis Delaney - Was geschah um 16:08? - Kevin Brooks

 


Titel: Travis Delaney

Autor:  Kevin Brooks

Genre: Jugendkrimi
Erscheinungsjahr: 2015
Anzahl der Seiten: 336
Cover: © dtv

Begonnen: 07.03.2022
Beendet: 14.03.2022




Erst vor ein paar Monaten habe ich "Martyn Pig" von Kevin Brooks gelesen und wirklich geliebt, denn es war ein doch sehr verrückter Jugendroman mit einem tollen Protagonisten. So habe ich mich sehr gefreut, als ich nun den ersten Band einer Jugendkrimi-Reihe von Kevin Brooks entdeckt habe.

Es geht hierbei um den dreizehnjährigen Travis Delaney, der zu Beginn der Geschichte erst einmal mit dem Verlust seiner Eltern, die bei einem Verkehrsunfall sterben, klarkommen muss. Schon auf der Beerdigung fällt Travis ein sonderbarer Mann auf. Im Safe der Detektei seiner Eltern findet er schließlich ein Foto, das am Tag vor dem Unfall aufgenommen wurde und auf dem drei Männer vor einen Lagerhaus zu sehen sind. Um sich von seinem Schmerz abzulenken, beginnt Travis nachzuforschen und tritt dabei direkt in ein Wespennest ...

Travis empfand ich als sehr sympathischen Protagonisten, ist er doch ein sehr aufgeweckter und intelligenter Junge, der einen echten Dickschädel besitzt. Allerdings fehlte mir bei seinem Charakter ein wenig das Besondere und Originelle, das ich bei "Martyn Pig" so brilliant fand.

Kevin Brooks konzentriert sich in diesem Jugendkrimi vollständig auf die Ermittlungen von Travis. Es gibt also nur wenige Nebenhandlungen und alles folgt der Frage, an welchem Fall Travis Eltern zuvor gearbeitet haben. Dabei fährt der Autor über weite Strecken doch einen bekannten Kurs und schlägt schließlich eine Richtung ein, die mir leider weniger gefallen hat. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber hätte ich im Vorfeld gewusst, dass es um Geheimdienste und ganz große Verschwörungen fast schon im Stil von James Bond geht, hätte ich wohl nicht zu dem Buch gegriffen. Es wirkt leider alles etwas zu viel, zu groß und zu mächtig. Auch die Auflösung konnte mich nicht vollkommen überzeugen, zumal eine wichtige Frage erst einmal unbeantwortet bleibt ...



Der erste Fall von dem dreizehnjährigen "Travis Delaney" weiß auf jeden Fall zu unterhalten, war mir aber eine Spur zu "groß" und die Gegner, mit denen er sich hier anlegt, zu mächtig. Auch fehlte mir das Verrückte und Originelle, das ich bei "Martyn Pig" so toll fand.

Ich vergebe 3 von 5.







Montag, 16. Januar 2017

[Rezension] Das tote Mädchen - Steven James

Titel: Das tote Mädchen
Autor:  Steven James
Genre: Jugendroman, Jugendthriller, Jugendkrimi
Verlag: cbt
Bereits gelesene Bücher des Autoren: keine
Cover und Inhaltsangabe © cbt

Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!



"Als ein totes Mädchen im Lake Algonquin gefunden wird, glaubt der 16-jährige Daniel, wie alle anderen auch, dass seine zwei Jahre jüngere Mitschülerin Emily durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Doch bei ihrer Beerdigung hat er eine Vision von ihr, wie sie ihn um Hilfe bittet. Daniel glaubt, dass sie ermordet wurde. Doch keiner will ihm glauben. Es fällt Daniel immer schwerer, zwischen seinen Visionen und der Realität zu unterscheiden. Doch er muss den wahren Killer stellen, bevor dieser wieder tötet ..."




Mysteriöse Bücher für Jugendliche reizen mich immer wieder. Kein Wunder also, dass ich "Das tote Mädchen" von Steven James unbedingt lesen musste. Schon allein das Cover hat mich neugierig gemacht. "Das tote Mädchen" ist hierbei in erster Linie ein Jugendkrimi, der zum Miträtseln einlädt.

Interessant fand ich hier in erster Linie, dass das Buch aus der Sicht eines Jungen geschrieben ist, der mit dem toten Mädchen offensichtlich nichts zu tun hatte. Daniel kannte Emily kaum und dennoch erscheint sie ihm, als eine Art Geist. Ob es in dieser Geschichte tatsächlich um Geister geht, lasse ich in meiner Rezension hier offen, aber ich kann verraten, dass der Autor eine tolle Mischung zwischen Wahn und Realität geschaffen hat. Irgendwann, im Laufe des Buches, kommt der Leser zusammen mit dem Protagonisten an den Punkt, an dem er selbst an sich zweifeln muss.

Steve James Schreibstil ist sehr jugendlich. Neben der Mysterygeschichte in diesem Buch beschreibt der Autor auch noch das normale Highshool-Leben eines Teenagers zwischen Football, erster Liebe und Freunden. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen und ich denke, dass sich besonders jüngere Leser in diesem Buch sehr wohl fühlen werden!




- Daniel -

Unser Protagonist ist ein normaler Teenie. Er spielt Football, hat einen tollen besten Freund und ist total verschossen in ein neues Mädchen an seiner Schule. Sein Leben gerät aus den Fugen, als er vor Emilys Sarg steht und diese sich bewegt und zu ihm spricht. Natürlich glaubt ihm erst einmal niemand, doch Daniel beginnt Nachforschungen anzustellen und begibt sich und seine Freunde damit selbst in Gefahr.

Ich mochte Daniel. Er ist ein sympathischer Junge, genau wie all die Nebencharaktere. Zwar ist "Das tote Mädchen" kein Buch, das einem die Charaktere besonders nah bringt, doch der Autor hat all seine Personen ausreichend beschrieben, sodass ich mitfiebern konnte!




"Das tote Mädchen" ist ein Jugendbuch mit einer Geschichte zwischen Wahn und Wirklichkeit. Mit dem Hauptcharakter Daniel begeben wir uns auf die Suche nach der Wahrheit und bekommen wie durch Zauberhand immer neue Hinweise geliefert, an welchen Stellen zu suchen ist. Im ersten Moment fand ich es schade, dass Daniel und Emily sich kaum kannten, denn dadurch wurde ihr Tod zur Nebensache, aber letztendlich muss ich sagen, dass auch dies absolut zur Geschichte passt. Der Leser soll nicht mit der getöteten Emily mitfühlen, denn diese wird überhaupt nicht thematisiert. Sie bleibt ein Phantom, um sich komplett auf die Tätersuche konzentrieren zu können.

Diese Tätersuche nimmt das ganze Buch ein. Daniel bekommt einige Hinweise, die er deuten muss, um auf die richtige Spur zu kommen. Im Laufe der Geschichte werden beinahe alle Charaktere verdächtig und der Leser wird animiert, selbst mitzuermitteln. Ein paar Details waren für mich zwar sehr vorhersehbar, doch dennoch bietet das Buch so einige Überraschungen.

Der Autor schafft es, den Leser selbst zweifeln zu lassen. Kann ich Daniel vertrauen? Verfolge ich gerade die Geschichte eines Mörders? Das Ende kam dann recht schnell, für mich persönlich haben zwar noch einige Erklärungen zum Motiv und Tathergang gefehlt, aber dennoch fand ich das Ende passend. Schade ist nur, dass zum Schluss hin alles in einem zu schnellen Tempo ablief, der meiner Meinung nach nicht zu der sehr ruhigen Atmosphäre des Buches passen wollte.




Auch wenn "Das tote Mädchen" eine sehr ruhige Erzählung ist, weiß der Autor doch, wie er eine
mysteriöse Spannung aufbauen kann! Die Geschichte rund um die tote Emily und die Suche nach dem Täter eignet sich perfekt für junge Leser, die gerne miträtseln und mit Daniel gemeinsam dem Geheimnis auf die Spur kommen wollen!

Mittwoch, 18. November 2015

[Rezension] Der Bund der Wölfe - Nina Blazon

Titel: Der Bund der Wölfe
Autor: Nina Blazon
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendbuch, Jugendkrimi
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3551375926
Cover und Inhaltsangabe © Carlsen




"Die 16-jährige Blanka kommt mit einem Stipendium auf das berühmte Europa-Internat. Als sie bei einer nächtlichen Mutprobe der "Wölfe", einem Geheimbund älterer Schüler, die Leiche einer Frau findet, beginnt für sie ein Albtraum. Denn Blanka glaubt nicht an einen Unfall. Sie stellt Nachforschungen an, die sie schon bald in die Vergangenheit der Schule führen. Doch keiner will ihr glauben oder gar helfen, stattdessen schlägt ihr überall Misstrauen und Hass entgegen. Vor allem die "Wölfe" machen ihr das Leben schwer  ..."



Nina Blazon schreibt ganz außergewöhnliche Bücher. Aus diesem Grund habe ich mal wieder eins ihrer älteren Werke ausgegraben und dieses zusammen mit meinem Mann gelesen. "Der Bund der Wölfe" ist ein Jugendbuch und der Stil ist eher einfach gehalten. Klar, es passt, aber von Nina Blazons außergewöhnlichen Schreibstil ist hier leider wenig zu merken!

Das Buch ist vielmehr ein Krimi für Jugendliche. Klar, es gibt einige gruselige Stellen, aber unheimlich wurde es für uns zu keiner Zeit! Trotzdem ist dieses Buch sehr angenehm zu lesen, besonders wegen der leichten Sprache! 




Blanka kommt durch ein Stipendium an das berühmte Europa-Internat. Sie will einfach nur weg von ihren Eltern und da bietet das Internat eine gute Möglichkeit, zumal sie auf diese Weise ihrem Traumberuf ein Stückchen näher kommt. 

Es kommt jedoch alles anders, als sie bereits am ersten Tag die "Wölfe" trifft und mit dem Anführer Joaquim aneinander gerät. Die "Wölfe" wollen Blanka nicht an der Schule haben und so setzen sie alles daran, sie zu schikanieren. 

Als Blanka auf eine Leiche stößt, beginnt sie nachzuforschen. Verständlich, aber ich muss sagen, dass ich mit ihrer übertriebenen Neugierde und ihren unerschütterlichen Wissensdrang nicht ganz so gut klar kam. Ihr Charakter wirkte mir zu einseitig und zu geradlinig!



"Der Bund der Wölfe" ist ein angenehmer Jugendkrimi, der sich schnell und flüssig lesen lässt, aber wenig Überraschungen bietet. Das Setting, ein Internat, an dem Leistungsdruck herrscht, fand ich interessant, aber schon mit der Vereinigung der Wölfe wurden wieder typische Klischees erfüllt. Solche Geschichten habe ich früher oft gelesen und deswegen konnte "Der Bund der Wölfe" nicht wirklich Spannung bei mir erzeugen.

Da das Buch eher ein Krimi ist, geht es viel um die Suche nach einer Erklärung für die tote Frau und das Nachforschen von Blanka. Das war interessant. aber leider fehlte auch hier die Tiefe. Es war bereits früh zu erahnen, welche Richtung das Buch einschlägt! Das Ende ist daher weniger überraschend und auch nicht neu, aber dennoch kann ich das Buch im Großen und Ganzen besonders jüngeren Lesern ans Herz legen, die eine leichte Gruselatmosphäre und eine rätselhafte Story bevorzugen!



Ich würde dem Buch 3,5 Käseratten geben, da ich aber keine halben Käseratten vergebe (es wäre auch sehr brutal!!!), gibt es von mir gute 4 Käseratten, da das Buch wohl besonders jüngere Leser in die Welt der "Wölfe" entführen wird!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

Freitag, 15. August 2014

Villa des Schweigens - Ulrike Rylance

Eine Villa, in der jemand ein dunkles Geheimnis trägt. In "Villa des Schweigens" von Ulrike Rylance begleiten wir die junge Nina, die gerade erst nach Leipzig gezogen ist, um dort einem Ferienjob nachzugehen. Auf Arbeit ist alles ok, doch die Villa, die eine Art WG ist, ist unheimlich. Hier passieren seltsame Sachen und ein Mädchen stirbt...
Erschienen bei dtv!

Charaktere

Leider muss ich, wenn ich hier mit den Charakteren anfange, gleich mit dem größten Minuspunkt anfangen. Leider kommt der Leser den Charakteren nicht sonderlich nah. Eher im Gegenteil. Sie wirken alle recht nüchtern, leblos und selbst die Protagonistin, Nina, bleibt während der gesamten Geschichte recht farblos. Das fand ich etwas enttäuschend, da das Buch auf jeden Fall eine Menge potenzial bietet.

Meine Meinung

Ja, also ich habe eine spannenden Jugendthriller erwartet, vielleicht ist das Buch in dieser Hinsicht eher für jüngere Leser. (Obwohl eine Leiche in einer Geschichte sicher auch nicht für jedermann ist.)
Das Buch liest sich durch den einfachen Stil sehr flott, aber es fehlt an Tiefe. Es passiert viel, was Nina mitnimmt, aber leider bekommt der Leser keine Chance, mitzufühlen. Man kann fast sagen, dass alles aus der Ferne erzählt wird und man keinerlei Gefühle mit den einzelnen Charakteren verbindet.

Ich finde die Grundidee wirklich gut, Eine Villa, wo jemand ein Geheimnis trägt, doch leider ist der Autorin die Umsetzung nicht wirklich gelungen. Teilweise war das Buch recht langatmig, Spannung kam nur selten auf. Klar, es ist ein nettes Buch für Zwischendurch, man wird unterhalten, aber gerade was das Genre der Jugendthriller betrifft gibt es weitaus bessere Werke.

Das Ende konnte mich leider auch nicht begeistern. Man ahnt bereits etwas. Ich dachte, dass das Ende noch ein wenig in die Tiefe geht, das man noch mehr erfährt, aber leider war es recht kurz gehalten.

Fazit

Ein nettes Buch für Zwischendurch, aber mehr auch nicht.

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Blood on my hands - Todd Strasser

Dieses Buch haben wir bei der "Untot in Deutschland" Aktion gewonnen und fanden gleich, dass es sich sehr interessant anhört und so haben wir es gleich einmal begonnen. Leider ist mir dann beim Lesen aufgefallen, dass ich das Buch vor einigen Jahren schon einmal als Hörbuch gehört habe. Aber ich konnte mich nur noch schemenhaft an die ganze Story erinnern, also haben wir es noch einmal zusammen gelesen.


Zum Inhalt:

Katherine, die Anführerin eines High School Zirkels, wird tot im Wald aufgefunden. Neben ihr steht Callie mit dem blutigen Messer in der Hand. Aber sie hat Katherine nicht umgebracht. Sie hat die Leiche nur gefunden... Doch das scheint ihr keiner zu glauben. Es entsteht ein Handyfoto, dass sie zeigt wie sie über Katherine mit dem Messer kniet. Nun kann sie nur noch davon laufen, denn sie weiß, dass ihr eh keiner glauben wird. Um endlich wieder frei leben zu können, muss sie den wahren Mörder finden....

Unsere Meinung:

Ich habe schon einige Bücher von Todd Strasser bzw. Morton Rhue gelesen. ("Die Welle", "Wish u were dead") und bin auch wieder einmal von diesem sehr begeistert, da es den Alltag an einer amerikanischen Highschool sehr gut beschreibt. Das Buch steckt voller Intrigen, Manipulation und Rachegedanken.

Schon der Beginn ist sehr spannend und das Buch ist so eingeteilt, dass am Anfang jedes Kapitels etwas aus der heutigen Zeit erzählt wird (Also die Flucht von Callie) und anschließend etwas aus der Vergangenheit, was Callie mit ihren Freundinnen und Freund erlebt hat. Zuerst fand ich diese Umschwünge etwas verwirrend, doch wenn man sich erst einmal eingelesen hat ist es wie ein Puzzle, dass sich nach und nach zusammenfügt.

Nach und Nach bekommt man mit, was in den Menschen vorgeht, welche Ziele sie verfolgen und wie sie diese erreichen wollen. Ein bisschen haben mich die Rückblicke an "Gossip Girl" (Ich liebe diese Serie!) erinnert, weil diese "reichen" Mädchen im Buch als die Elite der Schule dargestellt werden und das Sagen dort haben. Ich fand es sehr realistisch, denn wer einmal zur Schule ging wird selbst erfahren haben, wie hart das Leben und der Kampf dazuzugehören doch eigentlich ist.

Obwohl ich vor Jahren das Hörbuch gehört habe konnte ich mich nicht mehr an das Ende erinnern und so war ich bei der Auflösung erneut sehr überrascht. Im Grunde ist es eine sehr traurige Geschichte, die einen etwas melancholisch zurück lässt. (Vielleicht auch weil man mit der Person nicht gerechnet hat.)

Das einzig negative was zu erwähnen ist, ist das relativ naive Verhalten von Callie bei ihrer Flucht. Manchmal hätte ich echt ins Buch steigen und sie schlagen können, denn sie kommt teilweise auf echt merkwürdige Ideen. (Beispiel: Sie verkleidet sich als Gothic-Punk um nicht aufzufallen)

In jedem Fall erwartet einem bei "Blood on my hands" ein spannender Jugendkrimi mit aktuellem Thema. Sehr zu empfehlen, wir könnten uns sogar vorstellen, dass man dieses Buch als Schullektüre lesen kann. Potenzial dafür hat es auf jeden Fall.


Wir vergeben 4 von 5 Käseratten.