Samstag, 18. April 2015

[Mainbook-Tour] - Die zweite Woche ist vorbei!

Hallo ihr Lieben,

so, nun ist auch die zweite Woche der Mainbook-Tour bereits vorbei und ich möchte mich an dieser Stelle ganz lieb bei euch allen für eure Kommentare bedanken! Es hat mir viel Spaß gemacht, den Autoren mal genauer auf den Zahn zu fühlen und im Anschluss eure ganzen Meinungen dazu zu lesen!!!

Nächste Woche geht es auf Hjördis und Tiniii Unterwegs am Montag und Donnerstag weiter mit der Geschichte des Verlags. Darauf die Woche bekommt ihr wieder wie gewohnt einen Artikel pro Woche vorgesetzt auf Sonnenblümchen`s Dreams mit den Anekdoten/Autorenstorys.

Falls ihr es noch nicht getan habt, schaut doch unbedingt noch einmal bei den anderen Beiträgen vorbei. Schließlich bekommt ihr immer noch pro Kommi ein Los. Also Mitmachen lohnt sich, denn ihr könnt wie gehabt bis zu zwei Taschenbücher eurer Wahl gewinnen!

Also haut auch weiterhin fleißig in die Tasten!!! Ich danke euch auch im Namen des Verlages für eure Unterstützung!!


Freitag, 17. April 2015

Mainbook-Tour - Autoreninterviews Tag 10


So, heute ist der letzte Tag hier auf meinem Blog und ihr könnt heute das letzte Autoreninterview lesen, das ich mit Daniel Stenmans geführt habe. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie ich und wie immer gilt: Jeder Kommentar = ein Los!!! Also haut in die Tasten. ;)

Hallo Daniel,
stell dich doch den Lesern erst einmal mit eigenen Worten kurz vor!

Hallo. Mein Name ist Daniel Stenmans und ich wohne in Kevelaer, einem kleinen Wallfahrtsort nahe der holländischen Grenze in NRW. Nicht nur der Ort, in dem ich wohne. Denn Kevelaer liefert das Setting für die Handlungen des Friedhofsängers. Hauptberuflich bin ich staatl. anerkannter Erzieher in einem Kindergarten. Geschrieben hab ich eigentlich schon immer. Angefangen, meine Schreiberei „ernst“ zu nehmen und sie unterschiedlichen Verlagen vorzustellen, hab ich Ende der 90er Jahre.


Du hast ja schon einige Theaterstücke veröffentlicht? Wie kam es dazu?


Ja, meine ersten „ernsthaften“ Arbeiten waren Theaterstücke. Ich habe in einer lokalen Theatergruppe gespielt, an deren Gründung ich beteiligt war. Irgendwann hab ich gedacht, dass ich nach so vielen Stücken, die ich gespielt und (mit)inszeniert habe, sicher auch weiß, wie es geht, Stücke zu schreiben… und hab mich einfach rangesetzt. Mein erstes Stück „Es muss ja nicht immer Shakespeare sein“ war ein Comedy-Programm mit mehreren Ein-Aktern. Zurzeit sind es insgesamt 10 veröffentlichte Theaterstücke bei drei verschiedenen Verlagen; Impuls-Theater-Verlag, Adspecta-Theaterverlag und Mein-Theaterverlag.


Ich habe im Internet gelesen, dass du interaktive Hörbücher aufgenommen hast. Wie sahen diese aus?? Erzähl doch den Lesern kurz mehr darüber!

Kurz ist schwierig, aber ich versuch es… Mein Freund Michael Hübbeker von der Firma Futureworx in Geldern hatte seinerzeit die Grundidee zu den als Serie angelegten Hörbüchern. Er dachte daran ein interaktives Hörbuch in Anlehnung an die Rollenspielbücher der 80er Jahre auf den Markt zu bringen. Er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, die Texte zu verfassen. Da ich mich im Mystery-Horror-Genre sehr wohl fühle, schlug ich ihm eine Gruselgeschichte vor. Es sollte eine fiktive Geschichte über einen realen Ort und einer realen Mysthik werden, der Femeiche. Der Hörer der Geschichte wird stets mit Du angeredet und muss sich immer wieder entscheiden, welchen Weg er gehen oder was er als nächstes Tun möchte. Da ihm etliche Gefahren begegnen, muss er sich gut entscheiden, denn er kann auch „sterben“, und dann ist die Geschichte früher zu Ende. Durch die Entscheidungsmöglichkeiten bietet sich dem Hörer die Möglichkeit, auf vielen unterschiedlichen Wegen die Story zu erleben. Michael war für das grandiose Sounddesign verantwortlich, so dass es mehr eine inszenierte Lesung als ein „einfaches“ Hörbuch war. Als Sprecher konnten wir Manfred Lehmann gewinnen, den Synchronsprecher für Bruce Willis. Der „Femeiche“ folgte „Die schwarze Kirche“. Das Publikum reagierte gespalten; entweder wurden die Bücher geliebt, weil spannend und reißerisch waren, oder gehasst, weil zu plakativ und stereotyp. Jene Kritiker gingen einfach zu ernst an die Sache ran. Die Hörbücher waren eher ein Spiel – es mit mehreren zu erleben, war wirklich ganz großes Kino! - und sollte Laune bringen. Also Michael und ich hatten auf jeden Fall einen Haufen Spaß bei der Arbeit!

„Der Friedhofsänger“ ist ja deine erste E-book Reihe. Wie kamst du zu Mainbook?

Ich hatte Gerd Fischer, dem Verleger, eigentlich ein anderes Exposé angeboten, einen Mystery-Roman. Die Story gefiel ihm, aber sie war viel zu lang. Ich antwortete ihm, wenn er was Kürzeres wollte, hätte ich da noch eine Serien-Idee für ihn. So schickte ich ihm ein Exposé vom „Friedhofsänger“. Es gab einige Überlegungen, wie eine Realisierung aussehen könnte, in wie weit die Grundidee, die Story abgeändert werden müsste – formal und inhaltlich -, und schließlich sagte er, er wollte es gerne versuchen. Und ich war happy!

In der Buchreihe geht es ja um einen Mann, der nur durch Berührung der Grabsteine die Wahrheit über die Todesumstände der Personen kennt. Wie kam dir die Idee dazu?

Ich hatte eine Idee von einem Titel „Der Friedhofsänger“. Das gefiel mir! Ich hatte sofort Bilder im Kopf. Alles andere war assoziativ, ein Haufen Fragen, die ich mir stellte. Was macht der Kerl? Er schleicht über die Friedhöfe. Um was zu tun? Geschichten zu sammeln. Von wem? Von den Toten? Wie? Durch Handauflegen... Und dann die Bilder in meinem Kopf, wie in einem Trailer zu einem Horrorfilm. Ein Friedhof, bei Nacht, ein sanfter Nebel. Eine schwarze Gestalt inmitten diesem Meer aus Grabsteinen, die Arme ausgebreitet, die Hände über den kalten Steinen schwebend… und ich war von der Idee völlig gefangen.


Wie viele Bücher sind noch geplant? Und an was arbeitest du aktuell?

Vorerst sind zehn Bände geplant – wenn die Verkaufszahlen gut sind. Derzeit arbeite ich am vierten Band, der den Titel „Die Schreibmaschine“ trägt. Ein Typ ersteht auf einem Trödelmarkt eine antike Schreibmaschine, die alles wahr werden lässt, was man auf ihr schreibt. Und seine Geschichten handeln vom Bösen, vom Tod…
Allerdings spuken mir auch andere Ideen durch den Kopf, eine Idee zu einem Theaterstück, eine zu einem Roman. Mal sehen, inwieweit sie umsetzbar sind, denn immerhin gibt es ja noch einen Hauptjob.


Was war dein bisher schönstes Erlebnis als Autor?

Oh, da gab es schon viele! Großartig ist es immer, wenn ich sehen darf wie eine Theatergruppe eines meiner Stücke aufführt; wenn die Figuren, die nur in meinem Kopf existierten, auf einmal zum Leben erweckt werden. Grandios war auch das Gefühl zu nennen, als der Überreuter Verlag seine OK für „Die Femeiche“ gab. Doch alles nicht zu vergleichen mit dem Start des Friedhofsängers bei Mainbook. Die Idee zu der Serie ist fast zehn Jahre alt und mit der Veröffentlichung geht für mich ein Traum in Erfüllung. Und ich hoffe, ich darf den Friedhofsänger noch viele Geschichten erzählen lassen.


Wie sieht deine Schreibroutine aus? Hast du irgendwelche besonderen Eigenarten beim Schreiben?

Ich glaub, es gibt nichts Besonderes an meinem Tun. Bei schönem Wetter schreibe ich gerne im Freien, im Garten, bei schlechtem Wetter innen – immer gerne in der Nähe meiner Frau. Es gibt keine Rituale, keine Besonderheiten, wie eine einzelne Zigarette und ein Glas Wein nach Beendigung einer Geschichte. Tut mir leid ;-)

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Ich denke, dass ich immer noch Geschichten schreibe. Und ich hoffe, dass es immer noch jemanden gibt, der gerne mit mir an ihnen arbeiten und sie verlegen möchte und jemanden, der sie lesen möchte. Aber ich denke, schreiben werde ich trotzdem. Immer. Es ist unbeschreiblich, sich Menschen, ihre Leben, ihre Geschichten auszudenken, sie (in meinem oder den Köpfen anderer) wahr werden zu lassen. Ich möchte nie damit aufhören.

Auch hier bedanke ich mich für das tolle und spannende Interview. Ich hoffe, euch hat die Woche bei mir gefallen! In der nächsten Wochen warten zwar nur zwei Artikel auf euch, dafür könnt ihr bei Hjörids und Tiniii Unterwegs mal hinter die Kulissen des Mainbook-Verlags schnuppern. Also schaut doch am Montag und am Donnerstag unbedingt auf dem Blog vorbei. ;)


Donnerstag, 16. April 2015

Mainbook-Tour - Autoreninterviews Tag 9


Ein herzliches Willkommen an Tag 9 der großen Mainbook-Tour. ;) Wie immer gilt 1 Kommentar = 1 Los. ;) Ihr könnt auch noch bei den vorherigen Beiträgen Lose sammeln, falls ihr es noch nicht getan habt. ;)

Heute darf ich Frank Schuster bei mir im Autoreninterview begrüßen. Er hat das Buch „Das Haus hinter dem Spiegel“ bei Mainbook herausgebracht.

Hallo Frank
erzähl uns doch mal kurz etwas über dich!

Ich bin 46 Jahre alt, Vater von zwei Kindern und von Beruf Journalist.

Wie kam es zu der Idee zu „Das Haus hinter dem Spiegel“?

Durch eine Buchillustration. In Lewis Carrolls „Alice hinter den Spiegeln“, einer Art Fortsetzung von „Alice im Wunderland“, tritt Alice durch einen Spiegel und erlebt in der Welt dahinter eine Menge surrealer Abenteuer. Beim Anblick der Illustration, die Alice zeigt, wie sie durch das Glas die Spiegelwelt betritt, kam mir plötzlich der Gedanke: Was wäre, wenn parallel dazu ihr Spiegelbild in unsere Welt gelänge? Und plötzlich stand dort dieses kleine Mädchen in meinem Zimmer mit all den Flausen im Kopf – die Heldin meines Romans.


Du richtest dich mit dem Buch ja vorwiegend an jüngere Leser. Wie genau sieht denn deine Lesegemeinschaft aus? Wird das Buch auch von Erwachsenen gelesen?

Soweit ich das überblicke, wird das Buch von Kindern und Erwachsenen gelesen.  Kinder folgen eher der Handlung, die ja einiges an Spannung zu bieten hat. Erwachsene wiederum erfreuen sich sowohl an dem Plot als auch an den vielen Anspielungen, die aus dem Text herausverweisen, darunter etwa die intertextuellen Bezüge zu den Büchern Lewis Carrolls.

Haben deine Töchter das Buch auch gelesen?

Die ersten Kinder, die das Buch kennenlernten, waren tatsächlich meine beiden Töchter. Ihnen habe ich das Buch auch gewidmet. Als sie beim Vorlesen forderten: „Mehr!“ oder „Weiter!“, war mir klar, dass ich es richtig gemacht hatte.


Wie bist du zum Schreiben und letztendlich zum Mainbook-Verlag gekommen?

Ich habe schon immer gerne Geschichten geschrieben, schon als Kind und Jugendlicher. Sie fliegen mir einfach so zu. Der Mainbook-Verlag ist mir aufgefallen, da Verlagsgründer Gerd Fischer vor Jahren mit mir zusammen studiert hatte.

„Das Haus hinter dem Spiegel“ ist ja nicht dein erstes Buch. Was hast du denn zuvor schon veröffentlicht?

Eine Art Poproman mit dem Titel „If 6 Was 9“. Eine Coming-of-age-Story, die in den 60er und 90er Jahren spielt. Der jugendliche Protagonist ist ein großer Fan von Jimi Hendrix. Er lebt mit dem Gefühl, das alles auf der Welt nur eine Wiederholung ist. Der Roman spielt mit dem Gedanken, dass er bei seiner Geburt vertauscht worden sein könnte und somit gar nicht das Kind seiner spießigen Eltern, sondern dass von einem Hippiepärchen sei. Der Titel des Romans ist einem Hendrix-Song entlehnt.    

Wie kamst du zum Schreiben?

Ich weiß es eigentlich gar nicht so genau. Es kam zu mir. Der Songwriter und Pianist Bill Fay sagte einmal: Die Musik sei ein Geschenk und er sei ein dankbarer Abnehmer, er wundere sich aber immer wieder, wer eigentlich der Absender sei.


Wie sieht deine Schreibroutine aus?

Da ich berufstätig und Familienvater bin, muss ich mir die Zeit für das Schreiben schon ziemlich aus den Rippen schneiden. Sie ist immer viel zu knapp bemessen. In der Regel schreibe ich meistens nachts oder an einem meiner freien Tage.

Arbeitest du gerade an einem neuen Buch?

Ja. Aber diesmal ist es wieder ein Buch für Erwachsene.

Ich bedanke mich hier auch bei Frank Schuster für das tolle Interview. ;) Morgen ist leider schon der letzte Tag mit den Autoreninterviews, dafür dürft ihr euch in der nächsten Woche aber auf zwei spannende Beiträge zur Verlagsentstehung freuen. ;)

Mittwoch, 15. April 2015

Hoffnung - Âsa Anderberg Strollo

Titel: Hoffnung
Autor: Âsa Anderberg Strollo
Genre: Jugendbuch
Verlag: Heyne Verlag
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3453315266


"Als es mal wieder Ärger zu Hause und in der Schule gibt, hat Jonna endgültig genug von allem: von ihren Eltern, den sogenannten Freunden und vor allem von der deprimierenden Kleinstadt. Kurz entschlossen brennt sie nach Stockholm durch. Einen richtigen Plan hat sie eigentlich nicht, außer sich mit einem Gelegenheitsjob in der weihnachtlich geschmückten Stadt über Wasser zu halten. Doch dann verliert sie ihr Handy, ihr letztes Geld verflüchtigt sich wie von selbst – und einen Job findet sie natürlich auch nicht. Eine frostige Winternacht bricht an, und Jonna weiß nicht, wo sie schlafen soll. Aus dem leichtherzigen Ausflug in die große, weite Welt wird rasch eine Erfahrung mit dem richtigen Leben, das einem manchmal die kalte Schulter zeigen kann …"





Die Autorin selbst sagt über sich, dass sie "ihre Leser mit jeder Zeile in Atem halten möchte". In diesem Buch schlägt sie dafür jedoch eine sehr ruhige und teilweise recht kühle Sprache an. Ich bin mir recht unsicher, ob es an der Übersetzung lag oder aber an ihrem Stil, denn für mich wurden Sachen hier oft deutlich in die Länge gezogen und der Schreibstil war doch recht unausgeglichen. Mal konnte er glänzen, doch an anderen, wenigen Stellen brachte er mich ins stolpern. Eins steht jedoch fest: Âsa Anderberg Strollo schafft es, Gefühl aufs Papier zu bringen, auch wenn diese Emotionen meistens eher zwischen den Zeilen zu finden waren.





Als Leser lernt man zu Beginn eine recht naive Jonna kennen, die Hals über Kopf von Zuhause wegläuft und im Grunde überhaupt kein Ziel vor Augen hat. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren, da ich früher ebenfalls von Zuhause fortgelaufen bin und deswegen ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen konnte.

Jonna hat selbst das Gefühl, in ihrer Familie nicht beachtet zu werden. Ihre Mutter hat einen neuen Freund, mit dem sie über Weihnachten nach Mallorca fliegen will. Jonna soll die Feiertage mit ihrer versoffenen Oma verbringen, die ihr Leben selbst nicht auf die Reihe bekommt. Doch darauf hat sie keine Lust. Für sie steht fest, dass es so nicht mehr weitergehen kann!

Am Anfang wirkt Jonna noch recht unschuldig. Sie versucht einen Job zu finden und klammert sich an ihre Hoffnung, dass alles ja besser werden muss. Dabei sieht sie nicht, wie die das Leben wirklich abläuft. Dies muss sie erst auf eine äußerst schmerzvolle Art und Weise lernen, denn das Leben auf der Straße ist sicher kein Zuckerschlecken!

Jonna lernt auf der Straße Menschen kennen und sie schließt zum ersten Mal in ihrem Leben Freundschaft. Alex, ein Mädchen, das ihr helfen will, zieht sie dabei jedoch noch viel tiefer in den Schlammassel, denn auf der Straße scheint es keine Gesetze zu geben, nur der Kampf ums Überleben.

Während des Lesens habe ich Jonna sehr lieb gewonnen. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte, wenn auch sehr langsam und mühevoll. Das Erwachsen-werden ist ein Prozess, dem man sich stellen muss, auch wenn man tief im Inneren vielleicht lieber Kind bleiben möchte. Jonna lernt endlich eigene Entscheidungen zu treffen und letztendlich war es doch nicht so verkehrt, sich an ihre Hoffnungen zu klammern!





Manchmal ist es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. So wie bei Jonna, die plötzlich auf eigenen Beinen stehen muss, um endlich gesehen zu werden. "Hoffnung" ist ein sehr gefühlvolles Buch voller Lebensweisheiten, aber auch voll mit jugendlichem Leichtsinn. Was passiert, wenn man einfach von Zuhause wegläuft und plötzlich nichts mehr hat? Wo soll man schlafen, woher bekommt man essen? Das Buch entführt einen in ein Leben, das im Grunde überhaupt keins ist. Beim Lesen verspürt man Mitleid und möchte diese Jugendlichen, die so viel mitgemacht haben, am liebsten beschützen.

Es war spannend zu sehen, wie sich Jonna durchschlagen musste. Am Anfang ist sie ganz tief am Boden und ihre Hoffnung stirbt nach und nach, doch dann macht sie das beste aus der Situation und lernt zum ersten Mal, dass sie für sich und ihre Entscheidungen selbst verantwortlich ist. Es gibt immer einer Ausweg, man muss sich nur trauen, Hilfe anzunehmen.

Auf ihrer "Reise" lernt sie tolle Menschen kennen, die bereits viele Fehler in ihrem Leben gemacht haben. Besonders nahe komm sie Alex, einem Mädchen, dass schon lange auf der Straße lebt und sich irgendwie durchschlägt. Jonna muss mit ansehen, wie Alex alles mit sich machen lässt und ihre Probleme im Alkohol ertränkt. Sie fühlt sich machtlos, obwohl sie weiß, dass sie etwas unternehmen muss.

Âsa Anderberg Strollo gibt einen guten Einblick in das Stockholmer Straßenleben. Sie redet nichts schön und nimmt kein Blatt vor den Mund, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Zudem wird nicht gewertet. Die Autorin sagt nicht "dass ist nicht richtig" oder "so etwas gehört sich nicht". Nein, sie bleib stetig auf einer neutralen Ebene und lässt ihre Protagonistin und ihre Leser eigene Erfahrungen sammeln.

Am Ende hätte ich mir zwar noch ein paar "Hoffnungsschimmer" und Erklärungen gewünscht, denn das Buch hörte für mich ein wenig zu abrupt auf. Etwas schade finde ich, nicht mehr erfahren zu können, wie es mit Jonna und ihren Freundinnen weitergeht. Gerade am Schluss hätte ich als Leser erwartet, eine Problemlösung vorgesetzt zu bekommen. Aber vielleicht sind manche Probleme nicht so einfach zu lösen? Vielleicht brauchen sie Zeit und das notwendige Durchhaltevermögen?




"Hoffnung" ist ein Buch, das mich besonders emotional mit auf eine Reise genommen hat, die viele Teenager einmal erleben. Absolute Empfehlung von mir!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

Mainbook-Tour - Autoreninterviews Tag 8



Heute darf ich Alessandra Barabaschi bei mir begrüßen, die bei Mainbook einen spannenden Italienisch-Sprachkurs herausgebracht hat. Wie immer gilt, 1 Kommentar = 1 Los. Falls ihr es noch nicht getan habt, schaut auch bei den anderen Artikeln vorbei, um euch viele Lose zu sichern.

Hallo Alessandra,
erzähl doch kurz etwas über dich!
Ich bin Kunsthistorikerin, Autorin und Expertin für die Geschichte der Instrumente des legendären Geigenbauers Antonio Stradivari.
Ich komme aus Parma in Norditalien und ich habe dort und an der Bocconi Universität in Mailand Kunstgeschichte studiert. Danach habe ich einige Artikel für Zeitungen geschrieben und anschließend für zehn Jahre als Managerin in der Presseabteilung einer großen, internationalen Firma gearbeitet.
2009 habe ich mich mit einer kleinen PR-Agentur in Bonn selbstständig gemacht und seitdem wurden dreizehn Bücher von mir veröffentlicht.
Der 14. Krimi wird nächste Woche erscheinen: „Geheimcode: Oktoberfest“ für Italiener und Engländer, die die deutsche Sprache erlernen möchten.


Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Als ich noch ein Kind war, war ich schon mit meiner Familie in unterschiedlichen Ländern unterwegs. Da ich damals keinen Kindergarten besuchen konnte und wir keinen Fernseher hatten, hat mir meine Mutter das Lesen beigebracht. Mit vier Jahren konnte ich lesen und schreiben.
Ich war völlig fasziniert von Büchern und bin es immer noch.
Mein erstes Werk war ein vierbändiges Buch auf Englisch über die Geschichte der Instrumente von Stradivari, das 2010 mit großem Erfolg erschienen ist.


Und wie hast du letztendlich zum Mainbook-Verlag gefunden?
Im Januar 2013 habe ich an einer Lesung von Gerd Fischer in Bonn teilgenommen. Nach der Lesung kamen wir ins Gespräch. Ich fand ihn sehr nett und professionell.
Anfang April habe ich Gerd über meine Idee für eine Kunst- und Lernkrimi-Reihe geschrieben.
Er mochte die Idee und dann ging das Ganze ziemlich flott.
Im August 2013 erschien mein erster Lernkrimi „Der Krieg der römischen Katzen“ im mainbook-Verlag.


Erzähl uns doch einmal mehr über deine „Sprach-Krimis“. Wie kam dir die Idee dazu?
Eine italienische Redewendung besagt, dass die Erfahrung den Weisen ausmacht.
Ich spreche selbst mehrere Sprachen und habe in meine Lernkrimi-Reihe hineingesteckt, was meiner Meinung nach in anderen Lehrbüchern fehlte.
Mit meinen Lernkrimis kann man nicht nur seine Sprachkenntnisse erweitern, sondern sich auch auf den nächsten Urlaub vorbereiten.
Jeder Krimi spielt in einer reizvollen italienischen Stadt wie Rom, Venedig oder Florenz. Dazu kommen leckere italienische Rezepte mit anschaulichen Bildern, berühmte italienische Lieder, praktische Informationen über die italienischen Sitten und Gebräuche, ein Stadtplan, Dossiers über Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten der Stadt, ein Überblick über die italienische Grammatik und mehrere lustige Übungen, denn es ist einfacher, mit Spaß zu lernen!


Welche Sprachen sprichst du und in welchem Alter begann dein Interesse daran?
Ich habe eine echte Leidenschaft für Sprachen! Ich spreche Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.
Ich hatte das Glück schon als Kind in vielen Ländern unterwegs zu sein.
Andere Sprachen, Leute und Kulturen faszinieren mich.


Besuchst du selbst gerne fremde Länder?
Auf jeden Fall! Wenn ich könnte, würde ich ständig reisen!


Du arbeitest ja selbst als Kunsthistorikerin. Dein Traumjob?

Was ich gerade mache, ist tatsächlich mein Traumjob. Ich schreibe sehr gerne, dazu kommen Übersetzungen, Pressemeldungen u.s.w. Ich beschäftige mich den ganzen Tag mit den Wörtern und ich finde es sehr anregend.


Was war dein schönstes Erlebnis, seit du dein Buch herausgebracht hast? Konntest du viele Leser kennenlernen, die mit deiner Hilfe plötzlich die Sprache besser sprechen konnten?
Tatsächlich habe ich einige Leser kennengelernt, die begeistert von meiner Lernkrimi-Reihe sind! Es ist auch immer eine Freude, positive Rezensionen zu lesen. Denn man hat das Gefühl, etwas Gutes verfasst zu haben.


Arbeitest du zur Zeit an einem neuen Buch?
Klar! Ich arbeite gerade an einem neuen Lernkrimi, der in Mailand, der Stadt der Mode, spielt und im Mai 2015 erscheinen soll.
Außerdem verfasse ich gerade einige Artikel über berühmte Stradivari-Instrumente.
Es ist immer viel los bei mir. Wenn nur der Tag 36 statt 24 Stunden hätte ...


Vielen Dank für das tolle Interview!!! Morgen geht es mit Frank Schuster weiter, der uns mehr über sein "Haus hinter dem Spiegel" erzählt. Ihr dürft gespannt sein!

Dienstag, 14. April 2015

Mainbook-Tour - Autoreninterviews Tag 7


Nachdem ich gestern ein tolles Interview mit der lieben Barbara Petermann führen durfte, geht es heute mit einem Krimi-Autoren weiter. Ich darf hier Martin Olden begrüßen!

Hallo Martin, 
erzähl doch den Lesern gleich mal ein klein wenig über dich!

Ich bin Journalist, Schriftsteller und Hörbuchsprecher mit gespaltener Persönlichkeit. Denn Martin Olden heiße ich nur, wenn ich mich an den Schreibtisch setze um Krimis zu verfassen. Mein richtiger Name ist Marc Rybicki, unter dem ich Kinder- und Jugendbücher veröffentliche. Ich bin 39 Jahre alt und lebe in Frankfurt am Main, zusammen mit meiner Golden Retriever Hündin Gina und meiner Pfeifensammlung – wenn ich schreibe, raucht bei mir nicht nur der Kopf :-)

Wie kamst du dazu, Philosophie und Amerikanistik zu studieren? Was war damals dein Traum?

Mein Traum war es immer, Journalist zu werden. Den habe ich mir schon früh erfüllt, weil ich bereits während der Schulzeit anfing, für ein Kino-Magazin zu schreiben. Die Studienfächer habe ich gewählt, weil ich Abwechslung und die Kontraste liebe. Amerikanistik und Philosophie, das ist wie McDonald`s und Schopenhauer.

Du arbeitest ja auch als Filmkritiker. Was für Filme schaust du denn so? Auch Krimis?

Die Redaktion der  Frankfurter Neuen Presse beauftragt mich mit einer Kritik, wenn die Zombies am Glockenseil baumeln, Tote aus der Themse gefischt werden oder Luke Skywalker das Laser-Schwert zückt. Horror, Fantasy, Science-Fiction und Thriller sind meine Spezialgebiete.

Deine ersten Geschichten und Gedichte waren ja nicht im Krimigenre angesiedelt. Wie kam es zu diesem Versuch, mal etwas anderes zu schreiben?

Stimmt, mein erstes Buch „Mach mich ganz“ war eine Sammlung von Fabeln und Gedichten, in denen es um den humorvollen Umgang mit Alltagssorgen geht. Danach folgte das Kinderbuch „Wer hat den Wald gebaut?“, in dem eine kleine Amsel den Schöpfer der Welt sucht. Zur Abwechslung habe ich seinerzeit einen Krimi verfasst, der in einem Kloster spielt. Ich wollte ihn ursprünglich nicht veröffentlichen, aber dann traf ich meinen heutigen Verleger Gerd Fischer und er hat mich dazu gezwungen – wofür ich ihm dankbar bin :-)

„Gekreuzigt“ war dein erster Ausflug ins Krimi-Genre. Wie kam dir die Idee dazu?

Das Grundkonzept von einem Mönch, der in den Mord an einer Abiturientin verwickelt wird, entstand während eines Urlaubs im Kloster Münsterschwarzach. Dort sah ich einen Benediktiner-Pater, der sich angeregt mit einer hübschen Schülerinnen auf dem Schulhof unterhielt. Dieses Bild ließ mich nicht mehr los. Da zur gleichen Zeit der Prozess um Jörg Kachelmann durch die Medien geisterte, überlegte ich, dass es spannend wäre, eine Geschichte zu konstruieren, in der nicht Kachelmann auf der Anklagebank sitzt, sondern ein angesehener Geistlicher wie Pater Anselm Grün oder Bruder Paulus.

Du scheinst Blut geleckt zu haben, denn es erschienen kurz darauf weitere Krimis. Was gefällt dir an diesem Genre besonders?

Man kann damit Geld verdienen :-) Scherz beiseite, ich bin nicht der einzige Krimi-Autor, der die Fälle seines Ermittlers dazu benutzt, um unserer Gesellschaft hin und wieder den Spiegel vorzuhalten. Der Krimi hat den Gesellschaftsroman als Instrument der Sozialkritik abgelöst – das finde ich spannend daran. Ebenso die Psychologie der Figuren. Warum handelt ein Mensch „böse“? Was macht ihn zum Täter? Und wie gehen Polizisten damit um, ständig mit Leid und Elend konfrontiert zu werden?

Wie waren die ersten Reaktionen auf deine „Schreiberei“? Wie hat deine Familie reagiert??

Mein bester Kumpel hat erstmals gestöhnt, weil er sich nun zwanghaft alle meine Bücher kaufen muss – und es sind mittlerweile dreizehn Stück, die Kinderbücher eingerechnet! Aber für meine Familie war es nicht außergewöhnlich. Ich schreibe Geschichten seit ich neun Jahre alt war – die Berufswahl stand schon früh fest.

Stand für dich gleich fest, eine ganze Reihe zu verfassen?

Nein. „Gekreuzigt“ sollte ein einmaliger Ausflug sein. Aber der Verleger forderte weiteren Stoff – und daran hat sich bis jetzt nichts geändert :-) Außerdem wuchs mir der kauzige Kommissar Steiner mit der Zeit ans Herz. Und einen guten Freund lässt man nicht so schnell im Stich.

Arbeitest du derzeit an einem neuen Buch?

Ja, sogar an zweien, die beide im Fantasy-Genre angesiedelt sind und im Herbst 2016 bzw. 2017 erscheinen.

Wie sehen deine Ziele für die nächste Jahre aus??

Was meine Kinder- und Jugendbücher anbelangt, werde ich mich in Zukunft mehr auf den Bereich der Fantasy konzentrieren. Dieses Genre habe ich bislang nicht ausprobiert und ich mag Herausforderungen. Gleichzeitig entwickele ich für den Mainbook-Verlag eine neue Reihe, die eine Mischung aus Gangster-Thriller und Mystery-Horror sein wird. Den Steiner-Krimis bleibe ich dennoch treu. Band 8 kommt Anfang nächsten Jahres heraus, in dem Steiner … ach, das verrate ich jetzt noch nicht. Viel Spaß beim Lesen!

Ich bedanke mich hier für das tolle Interview, lieber Martin.

Wie immer gilt Kommi = Los für das Gewinnspiel. ;) Schaut auch morgen wieder vorbei, da geht es mit einer sprachbegeisterten Autorin weiter. ;)

Montag, 13. April 2015

Mainbook-Tour - Autoreninterviews Tag 6

Hallo ihr Lieben <3


Heute geht es mit der Mainbook-Tour auf meinem Blog weiter und ich habe den Autoren mal gehörig auf den Zahn gefühlt. ;) Wie immer gilt 1 Kommentar = 1 Los!

Heute darf ich Barbara Petermann bei mir im Autoreninterview begrüßen, eine Autorin, die vor kurzem einen Roman über Demenz herausgebracht hat.

Hallo Barbara,

Du lebst in Berlin und Mainz? Pendelst du immer hin und her?
Ja, ich arbeite drei Tage in der Woche in Mainz, meistens reise ich Montag an und fahre Mittwoch wieder zurück. Das ist zwar sehr anstrengend, aber lässt sich seit fünf Jahren nicht anders lösen. Damals habe ich mich entschieden, nach Berlin zu ziehen. Das war auch nur deshalb möglich, weil mein Sohn mit in die Geschäftsführung des Verlages gegangen ist.


Du bist ja auch Verlegerin. Macht dir der Beruf Spaß?
Wir geben lokale Zeitungen heraus. Mein Sohn hat zudem ein Hochzeitsmagazin entwickelt. Mir macht diese Arbeit immer noch Spaß, weil es immer wieder neue Herausforderung gibt. Alles verändert sich und man muss seinen Platz mit seinem Unternehmen immer wieder neu erfinden.


Wie bist du zum Schreiben und letztendlich zum Mainbook-Verlag gekommen?
Ich bin eigentlich Germanistin und habe schon immer, meist aber als Journalistin geschrieben. Allerdings bin ich erst in den letzten Jahren wieder dazu gekommen, Gedichte und Kurzgeschichten zu schreiben. Als ich dann mein erstes Buch geschrieben hatte, habe ich dafür einen Verlag gesucht. Nach einigen Recherchen bin ich dann auf den Mainbook-Verlag gestoßen. Ich wollte einen kleineren, engagierten Verlag, der wirklich hinter meinem Buch steht. In Herrn Fischer habe ich dann auch die kompetente und hilfsbereite Betreuung gefunden, die einer Autorin mit ihrem ersten Roman den Einstieg leicht macht.


Wieso gerade das Thema „Demenz“? Wie kam es dazu, dass du dich so sehr dafür interessierst?
Vor einigen Jahren hatte ich eine interessante Begegnung mit demenziell erkrankten Menschen. Dabei fiel mir das besondere Miteinander, die verstärkte Emotionalität und das Leben im Augenblick auf. Das hat mich sehr fasziniert und mich gelehrt, viele Dinge anders zu sehen. Daraus ist dann die ersten Kurzgeschichte entstanden. Mein Interesse war erweckt, ich habe viel recherchiert zu dem Thema und mich engagiert. Daraus sind einige Projekte, wie ein Netzwerk, ein Kompetenzprogramm und ein Monitoringsystem entstanden.


Konntest du Leser kennenlernen, die selber betroffen oder in der Verwandtschaft Betroffene haben?
Ich habe während meiner Recherche viele Betroffene und deren Angehörige kennengelernt. Zu meinen Kurzgeschichten habe ich auch Lesungen gehalten, bei denen ich begeistern konnte, weil die von mir aufgezeigten Perspektivenwechsel bei vielen Menschen Hoffnung erweckten. Durch meine Geschichten können die Menschen oftmals erkennen, dass es auch andere Sichtweisen gibt, als die, unter der sie leiden. Viele Angehörige sind verzweifelt, dabei ist es ganz wichtig, dass auch sie dazu finden, ihr eigenes Leben zu leben. Diese Aspekte beleuchte ich und zeige Möglichkeiten des Umdenkens und der Hilfestellung auf.


Wie lange hast du an „Emmy und die Tänzerin“ geschrieben?
„Emmy und die Tänzerin“ ist eigentlich in einem vierwöchigen Urlaub entstanden. Natürlich habe ich danach noch nachgebessert und ergänzende Kapitel hinzugefügt. Das liegt an meiner Arbeitsweise, es muss in dem Moment geschrieben werden, in dem die Geschichte da ist...


Wie sieht deine Schreibroutine aus?
Bei mir ist es so, dass die Geschichten zu mir kommen, wenn ein Thema mich ergriffen oder zutiefst berührt hat. Aber nur wenn ich locker lasse, also wenn ich Sport mache oder meinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Die Geschichten kommen dann von selbst, ich setzte mich an den Computer und schreibe, als würde ich einen Film sehen. Deshalb kann ich auch nie gewollt schreiben. Natürlich kann ich mir ein Thema vornehmen oder einen Aspekt, den ich beleuchten will. Aber auch da muss ich warten, bis es reif zum Schreiben ist. Das heißt aber auch, dass ich nicht zu lange warten darf, sonst fließt es nicht mehr und wirkt konstruiert. Manchmal bin ich sogar selbst überrascht von einer Wendung. Eines Nachts in besagtem Urlaub bin ich aufgewacht und war ganz erstaunt, dass Miguel und Regine aus meinem Roman ein Paar sind. Am nächsten Morgen habe ich dann das Kapitel geschrieben.


Hat dich dein Buch selbst auch emotional stark mitgenommen? Oder war es einfach, die Gedanken und Gefühle zu diesem Thema aufs Papier zu bringen?
Das Buch zu schreiben oder überhaupt Geschichten zu schreiben, hinterlassen bei mir immer ein Glücksgefühl, weil ich damit zu einem Thema, das mich bewegt, Klarheit erlange. Aber nur wenn es für mich gelungen ist, das heißt, wenn ich wirklich das ausdrücken konnte, was ich ausdrücken wollte, wenn ich mir ein Sujet wirklich mit dem Schreiben angeeignet habe, wenn ich es in die bestmögliche Form bringen konnte. Dann bin ich sehr glücklich ganz für mich alleine, ohne Bestätigung von außen zu brauchen. Natürlich freue ich mich dann sehr, wenn ich auch bei anderen Menschen den Nerv treffen konnte. Aber zu erst einmal bin ich zufrieden.


Arbeitest du gerade an einem neuen Buch?

Ich habe ein neues Buch sogar schon fertig geschrieben. Das liegt eben an meiner Arbeitsweise. Es geht auch um das Thema Demenz. Aber beleuchtet ebenso verschiedene Beziehungsvarianten von Menschen und wohin diese in einer bestimmten Krisensituation führen. Auch eine kleine Krimihandlung ist dabei.

Vielen Dank für das tolle Interview, liebe Barbara!
Morgen geht es weiter mit einem Krimiautoren. ;)

Zum Schluss verlinke ich euch noch die Beiträge der letzten Woche. Falls ihr dort noch nicht kommentiert habt, könnt ihr das gerne noch tun. ;)

Mainbook-Tour - Buchvorstellungen Tag 1
Mainbook-Tour - Buchvorstellungen Tag 2
Mainbook-Tour - Buchvorstellungen Tag 3
Mainbook-Tour - Buchvorstellungen Tag 4
Mainbook-Tour - Buchvorstellungen Tag 5