Dienstag, 15. März 2016

[Rezension] Das Haus - Richard Laymon

Titel: Das Haus 
Autor: Richard Laymon
Genre: Horror
Verlag:  Heyne
Seitenzahl: 288
Cover und Inhaltsangabe ©  Heyne



"Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt ..."




Ein gutes halbes Jahr habe ich mich jetzt auf den neuen Laymon gefreut, vor allem da "Das Haus" eine ähnlich gruselige Geschichte wie "Der Keller" versprach und ich hoffte, dass ich es hier wieder mit einem Laymon auf höchstem Niveau zu tun habe. Leider wurde ich schon nach den ersten Seiten bitter enttäuscht, denn die gewohnte Spannung, der leichte Grusel und die von mir verehrte böse Komik blieb in diesem Buch aus. Stellenweise habe ich mich beim Lesen wirklich gefragt, ob es sich hier tatsächlich um einen Laymon handelt und musste immer wieder auf das Cover starren, um mich zu überzeugen.

Klar, die Geschichte ist wohl vor vielen Jahren entstanden und erschien 1994 in der Originalausgabe. "Das Haus" wirkt für mich trotzdem nicht überarbeitet, teilweise sogar sprachlich einfach nicht ausreichend, um vollständig in den Lesefluss zu kommen. Ich hatte beim Lesen recht große Probleme, obwohl ich eine so geringe Seitenzahl sonst in maximal zwei Tagen durchhabe, musste ich dieses Buch doch fast eine Woche vor mich herschieben. Ich kam einfach nicht in direkt in die Geschichte, was vielleicht auch an den Laymon-untypischen Charakteren lag.




In Laymons Büchern finde ich die Charaktere sonst immer absolut einmalig und "krank"; doch in "Das Haus" habe ich keinen einzigen Charakter gefunden, den ich auch nur ansatzweise sympathisch finden konnte. Zum einen ist da Sam, der, wie könnte es für einen Horrorroman langweiliger sein, ein Cop ist. Er ermittelt in dem Mordfall seines toten Kollegen und befragt einige Leute in der Stadt. (Was leider immer wieder die Spannung im Keim erstickt hat!)

Sam ist mit Cynthia "zusammen" (Treue spielt in Laymons Büchern ja bekanntlich keine große Rolle!) und Cynthia hat einen Sohn, der ebenfalls in die ganze Sache verstrickt ist. Erik ist ein leicht gestörter Junge, der für meinen Geschmack charakterlich hier nicht ausreichend ausgearbeitet wurde. Ich habe seine ganzen Beweggründe nicht verstehen können. Da, wo in den anderen Büchern Laymons immer eine Geschichte hinter den Personen gesteckt hat, herrscht hier leider Leere.

Weitere Kapitel werden aus der Sicht der Rowdies Bill und Nate, sowie einiger Schüler erzählt. Ich habe auch nach dem Beenden des Buches keine Ahnung, warum besonders Bill und Nate vorkamen, denn eine wirklich wichtige Rolle nehmen sie hier in der Geschichte nicht ein. Es wird eher eine leichte Nebengeschichte erzählt, wie die beiden ein wenig für Unruhe stiften und auf eine Lehrerin abfahren!




Es fällt mir schwer, "Das Haus" von Richard Laymon zu bewerten. Wie viele von euch wissen, verehre ich den Autoren seid vielen Jahren und ich habe beinahe alles gelesen, was er veröffentlicht hat und die meisten seiner Bücher sind mir noch immer gut im Gedächtnis geblieben, doch bei dieser Geschichte rund um das Sherwood-Haus hatte ich große Probleme, zumal das Haus im Grunde nur eine winzige Rolle spielt und beim Lesen keinesfalls bedrohlich wirkt.

Ich war mir unsicher, worauf das Buch genau abzielt. Da ist das Haus und da ist ein Mord, doch dann entwickelt sich alles durch Sicht des Cops Sam zu einem 0815-Thriller. Er beginnt zu ermitteln, Leute zu befragen und er denkt, dann eine heiße Spur zu haben. Die Kapitel sind zwar alle recht kurz, aber dennoch fand ich diese Ermittlungsarbeit untypisch für einen Laymon und leider auch sehr langweilig. Oft musste ich mich zum Weiterlesen zwingen und wenn ich dann gesehen habe, dass das nächste Kapitel aus der Sicht von Sam geschrieben ist, hatte ich keinen Anreiz mehr, weiterzulesen. Das hatte ich bei einem Buch des Autoren bisher nie!

Auch fehlt in "Das Haus" ein gewisser schwarzer Humor. In allen Büchern von Laymon musste ich bisher beim Lesen schmunzeln, hier blieb das leider aus. Die Geschichte wirkt nicht ernst, nicht komisch, nicht gruselig und auch nicht krank. Bei mir hat sie leider überhaupt kein Gefühl erzeugen können. Ich konnte mich nicht wie gewohnt ekeln, nicht über die Naivität der Charaktere lachen und schon gar nicht die bitterbösen Mordvarianten bewundern.

Das Sherwood-Haus spielt in der Geschichte auch nur eine unwichtige Nebenrolle und wird auch erst zum Ende hin kurzer Schauplatz. Auch das blutige Spiel, das auf dem Klappentext angepriesen wird, dauert maximal zwanzig Seiten und ist nicht so blutig, wie man es für Laymon gewohnt ist.

Die letztendliche Auflösung, wer hinter den Morden steckt, offenbart sich bereits nach der Hälfte des Buches. Zwar nimmt die Geschichte zum Ende hin endlich Fahrt auf (dann wird auch das legendäre Haus wichtig!), aber der Schluss wurde dann sehr lieblos einfach abgearbeitet und hat bei mir leider keinen einzigen Spannungshöhepunkt erzeugt!




Ein untypischer Laymon, der für mich keinerlei Spannung besaß, mich nicht zum Schmunzeln bringen konnte und stellenweise sogar genervt hat! Das gesamte Buch wirkt auf mich unfertig, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich. Ich hoffe, das nächste Buch von Richard Laymon, das noch in diesem Jahr erscheinen soll, wird diesen schwachen Horrorroman ausgleichen können!

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.

Sonntag, 13. März 2016

[Abgebrochen] Die Einzige: In deinen Augen die Unendlichkeit - Jessica Khoury

Titel: Die Einzige: In deinen Augen die Unendlichkeit
Autor: Jessica Khoury
Genre: Jugendbuch
Verlag:  Arena
Seitenzahl: 440
Cover und Inhaltsangabe ©  Arena



"Als Pia ihm begegnet, weiß sie nicht, wohin sie blicken soll. Diese unglaublich blauen Augen. Die wilden Zeichen, die seinen Körper bedecken. Seine Lippen, die ihren Namen so aussprechen wie niemand zuvor. Pia weiß, dass Eio sterblich ist. Im Gegensatz zu ihr, der ersten und einzigen Unsterblichen. Sie weiß, dass sie zusammen keine Zukunft haben. Doch obwohl alles gegen sie spricht, ist ihre Liebe das Einzige, wofür Pia kämpfen wird."




Das Buch "Die Einzige: In deinen Augen die Unendlichkeit" habe ich jetzt schon eine Weile vor mich hergeschoben und ich muss jetzt nach gut 200 Seiten leider sagen, dass ich einfach nicht in die Geschichte hineinfinde. Für mich gab es keinen Zugang zu dem ganzen Geschehen und ich kann nicht einmal so genau sagen, woran das lag.

Der Schreibstil ist eigentlich ganz flüssig, doch trotzdem konnte er bei mir leider keine Bilder erzeugen. Obwohl der Einstieg eigentlich noch in Ordnung war, verlor ich immer mehr den Bezug zu der Protagonistin Pia. Sie wird als überaus perfekt beschrieben, was auch absolut zur Geschichte passt, aber dennoch konnte ich mit ihr überhaupt nichts anfangen. Pia ist kein richtiger Mensch, den sie lebt in einem Forschungscamp mitten im Wald und gilt als erste "Unsterbliche". Sie hat sich an das Leben im Camp gewöhnt, weil sie eben nichts anderes kennt und die Leute dort als eine Art Familie betrachtet.

Doch Pia ist neugierig und so bietet ihr ein Loch im Zaun eine Möglichkeit, endlich die Welt da draußen kennenzulernen. Dort trifft sie auf Eio und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Um ehrlich zu sein, war dies genau der Punkt, an dem die Geschichte sich für mich endgültig verloren hat. Pias Gedanken und ihre Hin- und Hergerissenheit waren für mich nicht verständlich und einige Dinge empfand ich einfach als zu kitschig. Ich finde, diese "Liebe auf den ersten Blick" funktioniert einfach nicht in jedem Buch und hier empfand ich es als völlig fehlplatziert.

Nachdem Pia dann auch zurück in ihr eigenes Camp kehrt, habe ich vollständig den Faden verloren und das Buch abgebrochen. Auf eine Bewertung verzichte ich hier, da ich nicht das Gesamtwerk an sich beurteilen kann! Die Grundidee fand ich aber sehr ansprechend und der Stil war gut, ich denke nur, dass es bei mir an der Protagonistin lag, dass ich der Geschichte einfach nicht folgen konnte! Fans des Genres sollten aber auf jeden Fall einmal einen näheren Blick auf das Buch werfen, denn es ist erfrischend anders geschrieben!



Freitag, 11. März 2016

[Rezension] The Perfectionists - Gutes Mädchen, böses Mädchen - Sara Shepard

Titel: The Perfectionists - Gutes Mädchen, böses Mädchen
Autor: Sara Shepard
Genre: Jugendthriller
Verlag:  cbt
Seitenzahl: 352
Cover und Inhaltsangabe ©  cbt


ACHTUNG! DAS IST BAND 2 EINER REIHE, REZENSION ENTHÄLT SPOILER!




"Ava, Caitlin, Mackenzie, Julie und Parker stehen unter dringendem Mordverdacht. Dabei war es doch nur Zufall, dass der reiche, skrupellose Snob Nolan exakt so gestorben ist, wie die fünf Highschoolmädchen das geplant hatten! Oder? Doch dann geschieht ein weiterer Mord – und wieder stand das Opfer auf ihrer Todesliste. Ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Denn wenn die Mädchen es nicht schaffen, den wahren Täter zu entlarven, sitzen sie bald selbst auf der Anklagebank – oder sind das nächste Opfer …"




Lange habe ich mich auf den zweiten Band der neuen Reihe von Sara Shepard gefreut, denn seit "Pretty Little Liars" und "Lying Game" bin ich großer Fan der Autorin. Sie schafft es, tolle Charaktere mit einer spannenden und jugendlichen Geschichte zu verbinden! Schon der erste Teil von "The Perfectionists" hatte es mir angetan und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Hier gibt es wieder viele Überraschungen, Wendungen und ein unglaubliches Ende!

Bemerkenswert finde ich es immer wieder, dass Sara Shepard es schafft, so viele Charaktere miteinander agieren zu lassen. Hier in "The Perfectionist" haben wir fünf Protagonistinnen und zudem noch zahlreiche Nebencharaktere, die allesamt sehr gut beschrieben sind. Es kam mir vor, die ganzen Leute selbst zu kennen und ich konnte wirklich mit jedem der Mädchen mitfiebern und ihre ganz eigenen Geschichten genießen!

Abwechselnd wird die Geschichte aus den Sichten der fünf Mädchen geschildert. Zwar steht der Mord an Nolan und Mr. Granger im Mittelpunkt, doch es geht auch wieder um "typische" Jugendprobleme und die Frage, ob Rache wirklich ein guter Weg ist!




Wir treffen wieder auf die fünf Mädchen, die sich im Filmkurs von Mr. Granger kennengelernt haben und sich dort aus "Spaß" ausgemalt hatten, wie sie sich an verschiedene Leute aus ihrem Umfeld rächen. Ganz oben auf der Liste stand Nolan, den es bereits in Band 1 erwischt hat. Obwohl im ersten Band alles darauf hindeutete, dass der Lehrer Mr. Granger etwas damit zu tun hat, kommt hier alles anders. Die Mädchen werden selbst angeklagt, denn schließlich ist nun auch ihr Lehrer tot! (Bei dem sie zufällig kurz vor dem Verbrechen waren!)

Spannend fand ich wieder einmal die ganzen Probleme, die jedes Mädchen durchmachen muss. So hat Julie noch immer Probleme mit ihrer Mutter, die nie das Haus verlässt und alles zumüllt. Hier wird schnell klar, wie ungeliebt sich Julie fühlt und wie allein sie eigentlich ist. Da im ersten Band das Geheimnis um ihre Messie-Mutter gelüftet wurde, kommen hier noch einige Probleme auf die zu, denn wie soll sie zurück zur Schule, wenn alle sie absolut eklig finden?

Dann ist da noch Parker, Julies beste Freundin und gleichzeitig das geheimnisvolle Mädchen mit den Narben im Gesicht. Was hat sie zu verbergen?

Ava hat noch immer Probleme mit ihrer Stiefmutter Leslie. Zuhause ist nichts mehr beim Alten und Avas Vater scheint auf der Seite seiner neuen Frau zu stehen. Ob die Familie endgültig zerbrochen ist?

Mac hat im letzten Teil herausgefunden, dass sie von ihrer ehemaligen Freundin Claire nur ausgenutzt wurde. Claires Freund Blake hatte im ersten Band Zeit mit Mac verbracht, damit Claire bessere Chancen bei einem wichtigen Vorspielen hat. Nur hat sich Mac in Blake verliebt ... Ihre Geschichte empfand ich neben Julies und Avas als emotionalste. Ich konnte mit den drei Mädchen besonders gut mitfühlen!

Zum Schluss haben wir hier noch Caitlin, die sich von Josh getrennt hat und nun mit Jeremy zusammen ist. Aber passen die beiden wirklich zusammen? Caitlins Geschichte fand ich nicht so intensiv wie die der anderen, aber trotzdem habe ich auch ihre Abschnitte gerne gelesen!




Mit einem lachenden und einem weinendem Auge konnte ich auch den zweiten Band von "The Perfectionists" in vollen Zügen genießen. Es war toll, alle Mädchen wieder zu treffen und erneut Zeit mit ihnen zu verbringen, denn sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Leider heißt es aber jetzt wohl schon Abschied nehmen, denn in diesem Teil löst sich alles auf und wir erfahren die gesamte Geschichte und wie alles zusammenpasst!

Das Buch beginnt sehr spannend und wir erleben die Gruppenarbeit der fünf Mädchen während des Filmkurses noch einmal und erfahren, dass sie auch andere Leute so sehr hassen, dass sie diese am liebsten aus den Weg schaffen wollten. Das Gefühl kennt wohl jeder, denn es gibt wohl immer einen Moment, in dem man leichtsinnig sagt, ich würde "XY gerne tot sehen". Leider scheint es hier jemanden zu geben, der den Mädchen einen "Gefallen" tun will und so kommt es hier direkt zu weiteren Unglücken.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der fünf Mädchen erzählt und ich muss sagen, dass ich das Buch dadurch kaum aus den Händen legen konnte. Ich wollte immer noch ein Kapitel lesen, um zu erfahren, wie es mit den anderen weitergeht, denn die einzelnen Geschichten sind so abwechslungsreich und spannend erzählt, dass ich einfach mit jedem der fünf Mädchen mitfühlen musste!

Natürlich steht der Mord an Nolan und Mr. Granger hier im Mittelpunkt. Handelt es sich um den gleichen Täter? Oder hat Mr. Granger Nolan auf dem Gewissen? Sara Shepard beweist hier wieder einmal ihr Können und strickt eine Geschichte, die bis zum Ende undurchschaubar bleibt, obwohl es einen Moment in diesem Buch gibt, wo der Leser denken wird: "Was? Das soll jetzt die Auflösung sein?"

Genau so habe ich auch gedacht und war innerlich ein wenig enttäuscht, denn es gab diese eine Person, die ich von Anfang an in Verdacht hatte! Doch dann kommt alles anders als gedacht und das Buch entwickelt sich in eine völlig andere Richtung! Wer "Pretty Little Liars" und "Lying Game" kennt, weiß, dass die Autorin ihre Geschichten gerne noch einmal umwirft und bei "The Perfectionists" war diese Überraschung wahrlich ein großer Knaller! Damit hätte ich nicht gerechnet!

Schade, dass diese Buchreihe wohl schon nach zwei Bänden endet, denn mir werden Ava, Julie, Parker, Mac und Caitlin wirklich fehlen. So traurig es auch ist, es wird wohl jetzt Zeit sich von den Mädchen zu verabschieden! Ich werde euch vermissen!




Ein wahnsinnig spannender Abschluss dieser kurzen, aber genialen Jugendthrillerreihe, in dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint! Ein Muss für Fans des Genres!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten mit Extrakäse!


Mittwoch, 9. März 2016

[Rezension] Das dunkle Haus - Saskia Noort

Titel: Das dunkle Haus
Autor: Saskia Noort
Genre: Krimi, Psychothriller, Thriller
Verlag:  rororo
Seitenzahl: 304
Cover und Inhaltsangabe ©  rororo



"Maria ist verzweifelt: Sie allein trägt die Verantwortung für ihre beiden Kinder und ihren depressiven Freund Geert und nun ist sie auch noch schwanger! Einen anderen Weg als abzutreiben sieht sie nicht. Doch damit beginnt eine Serie unheimlicher Morddrohungen. Marie flieht ans Meer, in das Haus ihrer Kindheit. Auch hier scheint sie nicht sicher. Dunkle, lang verdrängte Erinnerungen holen sie ein und lassen sie an ihrem Verstand zweifeln. Wird sie langsam wahnsinnig, wie damals ihre Mutter? Oder hat es wirklich jemand auf ihr Leben abgesehen?"




Dieses Buch wollte ich schon lange lesen, aber irgendwie habe ich es immer wieder vor mich hin geschoben. Jetzt habe ich mich aber doch an "Das dunkle Haus" von Saskia Noort herangetraut und jetzt nach dem Ende frage ich mich ein wenig, warum die Autorin oder der Verlag genau diesen Titel gewählt haben, denn meiner Meinung verrät er leider sehr viel, wenn man an einen gewissen Punkt in der Geschichte ankommt!

Der Schreibstil von Saskia Noort ist aber auf jeden Fall sehr angenehm, wenn auch nicht besonders tiefgründig. Unsere Protagonistin bekommt  zwar eine nette Hintergrundgeschichte verpasst, aber es fehlt doch noch einiges, um dieses Buch einen Psychothriller nennen zu können! Für mich war es mehr ein Krimi!




Die Hauptcharakterin Maria ist eine Frau, die in einer Band spielt, einen ganz "netten Freund" hat, der ihr aber mit seinen Depressionen gehörig auf die Nerven geht und die manchmal mit ihren beiden Kindern ein wenig überfordert zu sein scheint.

Obwohl wir beim Lesen viel über Marie und ihre Kindheit erfahren, hatte ich doch irgendwie das Gefühl, dass ich nicht in ihr Innerstes sehen kann. Ich wusste nicht, was sie denkt, was sie fühlt und letztendlich auch nicht, wer sie ist. Das alles wäre meiner Meinung nach aber für diese Art der Geschichte enorm wichtig gewesen, denn hier schneidet die Autorin doch einige psychologische Richtungen an, ohne dabei jedoch Erklärungen abzugeben.

Alle Nebencharaktere wirkten für mich hier sehr blass. Es gibt da Geert, den depressiven Freund Marias, der aber nicht präsent ist. Ich denke, die Autorin wollte ihn als möglichen Verdächtigen einführen, ähnlich wie Marias Exfreund, der plötzlich auftaucht, als Maria diese seltsamen Botschaften bekommt!




Ich muss sagen, dass ich bei diesem Buch eine ganz andere Geschichte erwartet habe. Nach dem Lesen des Klappentextes bin ich von einer psychologischen und tiefgründigen Geschichte ausgegangen, doch leider plätscherte alles für mich nur so dahin. Zwar ist der Anfang ganz nett und auch die Dinge, die der guten Maria passieren, sind recht spannend und geheimnisvoll, aber leider konnte ich mit ihr überhaupt nicht mitfiebern. Maria war mir teilweise sehr unsympathisch und es war mir egal, was nun mit ihr passiert. Leider hat dies dazu geführt, dass ich besonders im Mittelteil oft den Drang verspürt habe, das Buch abzubrechen!

Eigentlich ist die Idee der Autorin echt gut, der Schreibstil ist angenehm und die kurzen Kapitel lesen sich flüssig, aber für meinen Geschmack hätte besonders Maria besser ausgearbeitet werden müssen, um bei mir Mitgefühl entstehen zu lassen. Streckenweise war sie mir so unsympathisch mit ihrer recht egoistischen Art, dass ich am liebsten ins Buch gestiegen wäre, um ihr mal gehörig die Meinung zu sagen. Besonders als Mutter setze ich doch hier ein anderes Verhalten voraus!

Das Ende konnte mich leider auch nicht so recht überzeugen, da ich es genau so bereits geahnt habe! Es gab hier für mich keine Überraschungsmomente und ich musste das Buch ein wenig enttäuscht zuschlagen!




Auch wenn die Rezension eher negativ wirkt, kann ich trotzdem sagen, dass "das dunkle Haus" ein paar nette Spannungsmomente besitzt und wohl so einige Krimifans begeistern könnte. Der Schreibstil war auf jeden Fall angenehm, aber es hat mir die Tiefe und eine gewisse Überraschung am Ende gefehlt!

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten.



Montag, 7. März 2016

[Rezension] Nur drei Worte - Becky Albertalli

Titel: Nur drei Worte
Autor: Becky Albertalli
Genre: Jugendbuch
Verlag:  Carlsen
Seitenzahl: 320
Cover und Inhaltsangabe ©  Carlsen



"Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf. Die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten – Herzchenaugen und Dauergrinsen garantiert!"



Geschichten über Homosexualität finde ich sehr interessant. Einer meiner Lieblingsfilme ist auch "Sommersturm", in dem es ebenfalls um einen homosexuellen Jungen geht, der sich selbst finden muss. Romane zu diesem Thema habe ich leider noch nicht allzu oft gelesen, umso gespannter war ich auf "Nur drei Worte" von Becky Albertalli, das wieder eine jugendliche und tiefgründige Geschichte versprochen hat!

Das Buch ist auf jeden Fall voller Emotionen und so jugendlich verfasst, dass sich besonders jüngere Leser gut in das Buch einfinden können. Ein gewisser Witz ist auch vorhanden und an einigen Stellen regt die Geschichte zum Nachdenken an. Durch die Emails, die zwischen Simon und Blue hin- und hergeschickt werden, wird die gesamte Handlung aufgelockert und es sprühen so einige Funken bei diesem modernen "Briefwechsel":




Simon ist ein typischer Junge, der zwar ein wenig schüchtern erscheint, aber dennoch in den Tiefen seines Herzens weiß, wer er ist und was er will. Er ist niemand, der sich hinter einer Fassade versteckt, auch wenn er sich zu Beginn der Geschichte noch nicht geoutet hat.

Blue ist ein Junge, den er über das Internet kennengelernt hat und der zufälligerweise die gleiche Jahrgangsstufe wie Simon besucht. Die beiden haben sich aber noch nie gesehen und wissen eigentlich nur das voneinander, was sie in ihren Emails preisgeben!

Sie erleben "virtuell" zusammen das "Outing" des jeweils anderen und unterstützen sich, wo sie nur können. Simon möchte Blue um jeden Preis treffen, doch Blue scheint noch nicht bereit dafür zu sein, aus Angst, diese neuentdeckte und tiefe Freundschaft zu zerstören. Werden sie zueinander finden? Und werden sie sich überhaupt noch mögen, wenn sie sich zu Gesicht bekommen?

Auch Simons Freunde und seine Familie spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle, die für meinen Geschmack aber zu groß war. Klar, Simons ganzes Umfeld musste in die Geschichte involviert werden, aber dafür blieben mir doch die ganzen Nebencharaktere ein wenig zu blass!




"Nur drei Worte" von Becky Albertalli ist eine Geschichte, die mit einem gewissen Witz erzählt wird,  aber auch sehr romantisch und tiefgründig ist. Es knistert an einigen Stellen heftig und ich denke, kein Leser wird das Buch ohne eine leichte Beschleunigung des Pulses lesen können! Viele Emails, aber auch Gedanken von Simon fand ich sehr süß und passend für einen Jugendlichen in dem Alter, der gerade dabei ist, herauszufinden, was Liebe für ihn bedeutet!

Simons eigentlich ganz glückliches Leben bekommt einen Riss, als ein "Freund" von ihm die Emails entdeckt und direkt einen Screenshot macht. Martin erpresst Simon, denn er hat ein Auge auf Simons gute Freundin Abby geworfen und Simon weiß nicht so recht, was er machen soll. Er fühlt sich verständlicherweise unter Druck gesetzt, will aber immer noch den richtigen Moment für sein Outing abwarten. Hier gibt es auch eine tolle Szene, die bei mir echt eine Gänsehaut verursacht hat. Manchmal denken Menschen in ihrem Egoismus nämlich nicht daran, wie sie ganz leicht besondere Augenblicke eines anderen zerstören können!

Auch wenn diese Erpressung von Martin einen großen Teil des Buches einnimmt, steht doch der Kontakt zwischen Blue und Simon im Fokus. Wundervoll fand ich hier die Botschaft, dass Liebe nicht vom Aussehen abhängt, sondern dann entsteht, wenn zwei Menschen auf einer Wellenlänge sind und die gleichen Gefühle teilen!

Die ganze Zeit habe ich mich beim Lesen des Buches gefragt, wer hinter Blue versteckt. Zusammen mit Simon kommen wir dem Geheimnis nach und nach auf die Spur und auch wenn ich innerlich mit einer ganz anderen Person gerechnet habe, empfand ich das Ende dann doch als süß. Zwar war es in meinen Augen nicht perfekt, aber dennoch so, dass ich das Buch zufrieden zuschlagen konnte!




"Nur drei Worte" ist ein süßer Roman über die erste Liebe, über Homosexualität und das Eingestehen der eigenen Gefühle. Eine klare Leseempfehlung!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.



Samstag, 5. März 2016

[Rezension] Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister - Lucy Moregan

Titel: Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister
Autor: Lucy Moregan
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Verlag:  CreateSpace 
Seitenzahl: 460
Cover und Inhaltsangabe ©  CreateSpace



"Als Scheidungskind Lily mit ihrer Mutter aus der Metropole London in das kleine Dörfchen Witford in Schottland zieht, ahnt sie noch nicht, was hinter der idyllischen Fassade des Ortes lauert. Geplagt von düsteren Träumen und gejagt von schaurigen Erscheinungen, steht sie kurz vor der Verzweiflung. Doch da wären ja noch ihre neuen Freunde Sarah und Jo und der geheimnisvolle Ethan, der sie in seinen Bann zieht. Ob Lily die Geheimnisse lüften und die Geister der Vergangenheit besiegen kann?"




Vor einiger Zeit bekam ich von der lieben Lucy Moregan eine Anfrage, ob ich nicht ihr Buch lesen und rezensieren möchte. Nach dem Lesen des Klappentextes stand dann auch schnell fest, dass dies genau mein Genre ist. Ein wenig Paranormales? Geister? Zauber? Eine Geschichte aus der Vergangenheit? Das alles findet sich in dem Debüt von Lucy Moregan und ich kann schon jetzt sagen, dass sie hier eine tolle und sehr fantasievolle Geschichte hinlegt!

Der Stil der Autorin ist sehr jugendlich, ich könnte mir aber auch vorstellen, dass sich besonders jüngere Leser von diesem Buch angesprochen fühlen werden. Zwar muss ich sagen, dass mir das Buch an einigen Stellen ein wenig zu sachlich geschrieben ist, aber das gibt sich im Laufe der Geschichte. Ich bin schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin gespannt, denn ihre Leidenschaft für das Schreiben ist deutlich spürbar!

Besonders spannend sind in "Einfach zauberhaft" die Sichtweisen der Vergangenheit, denn das Buch spielt nicht nur in der heutigen Zeit. Nein, hier spielt auch eine Geschichte eine große Rolle, die bereits 1653 beginnt, sich über das Jahr 1890 erstreckt und letztendlich auch noch heute sehr präsent ist. Natürlich möchte ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten!




Lily ist ein junges, recht normales Mädchen, das von London nach Schottland zieht, aber recht schnell Anschluss findet. Das erste Drittel des Buches beschäftigt sich mit ihrer Ankunft in der neuen Umgebung und der neuen Schule und ich muss sagen, dass ich zu Beginn des Buches ein paar Probleme hatte, da es sich doch stark wie ein recht typisches Jugendbuch las. Doch mit der Einführung der verschiedenen Zeitabschnitte wird klar, dass diese Geschichte noch viel mehr zu bieten hat!

Ethan ist ein Typ auf den Lily von Anfang an ein Auge geworfen hat. Er ist ein wenig düster und wirkt etwas unnahbar, für mich war er teilweise von seinem Handeln her schwer einzuschätzen!

Nun kommen wir wohl zu meinem liebsten Charakter in diesem Buch: Alison, die 1653/54 etwas Schlimmes erlebt. Sie wird als Tochter einer Heilerin eingeführt und so kann sich der Leser hier schon seinen Teil denken. Ihre Abschnitte fand ich am interessantesten und auch am spannendsten!

Eine weitere wichtige Sichtweise ist die Henrys, der 1890 nach Schottland kommt, um dort das Rätsel seltsamer Vorkommnisse zu lüften. Doch Henry begibt sich bei seinen Nachforschungen in große Gefahr! Auch seine Abschnitte fand ich sehr passend gesetzt und sie waren ein guter Ausgleich zu der Einführung von Lily.



"Einfach zauberhaft: Die verfluchten Geister" ist der erste Band einer Reihe von Lucy Moregan. Die Autorin hier wirklich ein zauberhaftes Jugendbuch geschaffen hat, der wahrscheinlich besonders jüngere Leser in den Bann ziehen wird. Zu Beginn wirkt alles noch wie ein typisches Jugendbuch, es geht um Lily, die neue Schule, ihre Freundinnen, ein Schulball und um Jungs. Nur die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, deuten an, dass dieses Buch doch noch ins Fantasy- beziehungsweise Mysterygenre abtaucht!

Natürlich gibt es auch in "Einfach zauberhaft" eine kleine Liebesgeschichte, die aber stark in den Hintergrund rückt und sich nicht erklärt. Das kann ich diesem Buch aber verzeihen, denn im Fokus steht eben die mysteriöse Geschichte der Vergangenheit, die sich scheinbar bis in die heutige Zeit streckt!

Besonders originell empfand ich die Geisterszenen. Zwar geht es nicht unbedingt gruselig zur Sache, aber es gibt doch eine ganz tolle Stellen, in denen klar wird, dass wir es hier mit etwas Paranormalen zu tun haben. Auch die Idee rund um die Geisterjäger fand ich sehr witzig und ich musste so einige Male schmunzeln. Ich mag ja so selbsternannte Geisterjägerteams und hier waren auch die kleinen Anspielungen an Horrorfilmen und echten "Ghosthunters" sehr passend! Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt!

Das einzige, was ich hier jedoch erwähnen muss, sind wenige Längen, besonders was Beschreibungen angeht. An einigen Punkten stagniert die Geschichte und es zieht sich ein wenig. beispielsweise kann ich hier die Gartenschau oder auch Lillys ersten Tag nennen, aber ich denke, die Autorin musste sich erst einmal selbst in die Geschichte einfinden und ihre Charaktere kennenlernen. Zum Ende hat sie sich auf jeden Fall gesteigert und es gab so einige nervenzerfetzende Momente und einen Schluss, der Lust auf den zweiten Teil macht!




Eine zauberhafte Geschichte, die eine gute Mischung aus Geistern, Zaubern und Jugendbuch ist und wohl besonders jüngere Leser begeistern wird! Von mir eine klare Empfehlung!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten!


Mittwoch, 2. März 2016

[Rezension] Memory Effekt - Lena Sander

Titel: Memory Effekt
Autor: Lena Sander
Genre: Thriller, Psychothriller
Verlag:  CreateSpace 
Seitenzahl: 284
Cover und Inhaltsangabe ©  CreateSpace



"Zwei Leben – zwei Frauen – ein Komplott? Kaum ihrer Ehehölle entkommen, entdeckt Mia in der Zeitung ihre eigene Todesanzeige. Ein genialer Schachzug ihres brutalen Ehemannes – oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Je näher sie der Wahrheit kommt, desto grausamer wird sie von der Vergangenheit eingeholt. Das Leben der Psychiaterin Linda gerät aus den Fugen, als ihr Mann schwer verunglückt. Gleichzeitig sieht sie sich von Unbekannten bedroht. Welches Geheimnis hat Lindas Mann mit ins Koma genommen? Auf welche fatale Weise sind die Schicksale der beiden Frauen miteinander verbunden? Memory-Effekt: ein intelligent angelegter Psychothriller, dessen Tatsachen unter die Haut gehen."




"Memory Effekt" ist ein Psychothriller, der diesem Namen wirklich gerecht wird. Lena Sander erzählt hier eine Geschichte von zwei Frauen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Dabei wird von Anfang an eine bedrückende Atmosphäre aufgebaut, denn als Leser ahnt man bereits, dass hier nicht alles so ist, wie man denkt!

Lena Sanders Schreibstil ist hier sehr eindringlich und es fiel mir sehr leicht, den Geschichten der beiden Frauen zu folgen. Auch die Themen, die angesprochen werden, empfand ich als sehr interessant und spannend und ich habe einiges beim Lesen lernen können!




Mia ist eine Patientin in einem Sanatorium. Zu Beginn der Geschichte sieht sie eine Todesanzeige mit ihrem Namen und Geburtsdatum, doch das kann doch gar nicht sein? Mia lebt schließlich noch. Zusammen mit einer Mitpatientin versucht sie die Wahrheit herauszubekommen und alles wirkt sehr geheimnisvoll. Mia empfand ich als sehr interessanten Charakter und auch die letztendliche Auflösung hat mir sehr gut gefallen, denn hier ergibt sich noch einmal ein ganz anderer Blickwinkel auf Mia!

Linda ist die zweite Protagonistin in diesem Buch. Sie ist eine Psychologin und am Anfang des Buches verunglückt ihr Mann. Als dieser im Koma liegt, wird Linda von einem Unbekannten kontaktiert, der andeutet, dass ihr Mann ein schreckliches Geheimnis hat. Der Unbekannte möchte einen Stick mit Informationen, doch Linda hat erst einmal noch keine Ahnung, was damit gemeint ist.

Beide Charaktere haben augenscheinlich eine eigene Geschichte und es wird immer abwechselnd von den beiden Frauen erzählt, was ich überaus spannend fand. Zwar empfand ich Mias Suche nach der Wahrheit um einiges spannender als Lindas Geschichte, aber dennoch konnte ich bei beiden Sichtweisen gut in das Buch abtauchen!




"Memory Effekt" ist ein Buch, das sich klar und deutlich von der Masse abhebt! Lena Sander schreibt hier mit viel Leidenschaft und das merkt man als Leser von vorne bis hinten! Die Geschichte ist rätselhaft, durchwegs spannend und spornt zum eigenem Nachdenken an! Für mich war dies seit langem mal wieder ein Psychothriller, der diesen Namen verdient!

Ich hatte zwar eine gewisse Ahnung, was das Ende betrifft, doch trotzdem konnte die Autorin mich mit der Auflösung noch überraschen! Das hätte ich sicher nicht erwartet und auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, die beiden Frauen hätten kaum etwas miteinander zu tun, konnte Lena Sander mit dem Ende doch noch alles in eine geniale Richtung lenken!

Mit beiden Frauen konnte ich mitfiebern und ich fand auch die Themen, die angesprochen werden, überaus interessant. Leider kann ich hier nicht so viel verraten, auch wenn der Titel wohl schon bei Leuten, die sich mit Psychologie auskennen, ein paar Hinweise geben wird. Auf jeden Fall war "Memory Effekt" für mich ein Thriller, den ich von Anfang bis Ende genießen konnte und der mir wieder gezeigt hat, dass es noch Autoren gibt, die dieses Genre beherrschen!




"Memory Effekt" von Lena Sander ist ein besonderer Psychothriller, der den Leser geschickt manipuliert und mit einer unerwarteten Auflösung glänzen kann. Für Fans des Genres ein absolutes Muss!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.