Titel: Schreie in der Nacht
Autor: Nancy Price
Genre: Roman, Thriller
Erscheinungsjahr: 1991
Seitenzahl: 432
Cover: © Bastei Lübbe
Begonnen: 08.04.2026
Beendet: 10.04.2026
Sara leidet schon lange unter ihrem gewalttätigen Mann Martin und beschließt, ihn endlich zu verlassen und eine bereits lange geplante Flucht in die Tat umzusetzen. Martin denkt, sie wäre ertrunken und sie beginnt unter einem anderen Namen ein ganz neues Leben. Doch Martin will sie nicht so leicht davonkommen lassen ...
"Schreie in der Nacht" besitzt einen einfachen Stil, der manchmal auch etwas holprig wirkt. Der Einstieg ins Buch ist interessant, denn wir begleiten Sara bei der Flucht und erleben auch Martin, der ihren Tod nicht so recht akzeptieren kann. Leider würzt die Autorin alles mit viel zu vielen Nebensächlichkeiten. Beispielsweise schnappt Sara auf ihrer Flucht erst mal sämtliche unwichtigen Gespräche im Bus auf. Spannender wäre es gewesen, mal Saras Innenleben zu durchleuchten.
Als Frau konnte ich mit Sara natürlich mitfiebern, auch wenn sie recht eindimensional bleibt und sich leider nach ihrer Flucht gleich in die nächste Beziehung mit einem Mann stürzt, der bei sehr viel Unbehagen ausgelöst hat. Ben scheint ähnlich wie Martin Sara nur als Objekt zu sehen. Mir wurde manchmal echt übel, wenn er von ihrem Körper träumte oder von Hass sprach, als sie ihn anfangs nicht an sich heranlassen wollte. Ich verstehe ehrlich gesagt die Botschaft hinter dieser neuen Beziehung nicht so recht. Soll dies symbolisieren, dass Sara denselben Fehler noch einmal tut? Oder war es für die damalige Zeit wirklich, Frauen als reine Objekte und als brave Hausfrauen zu betrachten?
Zum Ende hin wird das Buch zumindest spannend, denn Martin spürt Sara natürlich auf. Besonders viele Wendungen oder Überraschungen weißt das Buch allerdings nicht auf. Ich kann mir vorstellen, dass die Verfilmung hier auch deutlich gelungener ist. Dem Buch fehlt es gerade bei diesem wichtigen Thema leider an Sensibilität und Tiefgang!




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