Titel: Neun Fremde
Autor: Liane Moriarty
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2019
Seitenzahl: 528
Cover: © Diana Verlag
Begonnen: 21.09.2026
Beendet: 24.09.2026
Als ich "Neun Fremde" im Bücherschrank entdeckt habe, fiel mir erst gar nicht auf, dass ich bereits die wirklich sehr fesselnde Serie dazu kannte. Ich wollte dem Buch dennoch eine Chance geben, denn ich mag die Thematik und auch das Setting sehr.
Neun Fremde treffen in einem luxuriösen Wellnessresort aufeinander. Mit ihnen angereist sind zahlreiche Probleme, die sie mit Hilfe der Leiterin Masha lösen wollen. Mir gefielen die unterschiedlichen Charaktere. Da ist zum Beispiel die Autorin Frances, deren neues Buch abgelehnt wurde, ein Paar, das sich nach einem Lottogewinn verloren hat und eine Familie, die einen Verlust nicht verarbeiten kann.
Durch den sehr leichten Stil kann man die Charaktere perfekt auseinander halten. Ich mag so viele verschiedene Sichtweisen in Büchern ja sehr, weswegen ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Masha mit ihrer ganz eigenen Art, die Leute zu therapieren, besitzt einen gewissen Charme, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Allerdings gehen dadurch, daß sie so sehr im Mittelpunkt steht, andere Charaktere etwas unter. Vorallem Lars und Tony empfand ich als sehr blass dargestellt.
Zudem muss ich gestehen, dass ich mir etwas mehr Tiefe erhofft habe, da doch sehr viele Probleme angesprochen werden. Um ehrlich zu sein fand ich die Serie einen Hauch intensiver, was mich tatsächlich überrascht hat, denn ich hätte gedacht, dass es bei der hohen Seitenzahl hier doch noch mehr Erkenntnisse gäbe. Zum Ende hin plätschert leider vieles einfach nur etwas lieblos aus.
Ich denke, das Buch liest sich am besten vor dem Schauen der Serie, die tatsächlich noch einmal tiefere Einblicke ermöglicht. Es kam mir so vor, als wäre das Buch bereits eher als Vorlage für eine Verfilmung geschrieben worden. Mir hat der Aufenthalt in Tranquillum House aber dennoch gefallen und einige der Charaktere habe ich wirklich ins Herz geschlossen!




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