Freitag, 2. Oktober 2026

[Rezension] Starkes Gift - Dorothy L. Sayers


 Titel: Starkes Gift

Autor:  Dorothy L. Sayers

Genre: Krimi

Erscheinungsjahr: 1999

Seitenzahl: 318
Cover: © Wunderlich
Begonnen: 28.08.2026
Beendet: 31.08.2026


"Starkes Gift" von Dorothy L. Sayers ist eigentlich der fünfte Teil einer Reihe rund um Lord Peter Wimsey, für mich aber der erste Krimi aus der Feder der Autorin. Das Buch beginnt mit einer sehr spannenden Gerichtsverhandlung, bei der die Kriminalschriftstellerin Harriet Vane angeklagt wird, ihren Geliebten, der ebenfalls Schriftsteller ist, vergiftet zu haben. Die Geschworenen kommen zu keinem einstimmigen Urteil, worüber Lord Peter Wimsey, der sich die Verhandlung angesehen hat, ganz froh ist. Er ist nämlich felsenfest davon überzeugt, dass Harriet unschuldig ist und so übernimmt er den Fall.

Mich hat dieser Krimi vom Stil und Aufbau stark an die Werke von Agatha Christie erinnert und deswegen hat mich die Geschichte auch von der ersten Seite in den Bann gezogen. Peter Wimsey ist ein ungewöhnlicher Ermittler, der sich hier auch noch in die Angeklagte verliebt und deswegen wohl auch eigene Interessen verfolgt, um ihre Unschuld zu beweisen.

Der Fall ist durchwegs sehr spannend und es sind schließlich die verschiedensten Charaktere involviert, um der Lösung näher zu kommen. Sehr unterhaltsam fand ich auch die spirituelle Sitzung. So etwas liebe ich gerade in solch alten Krimis sehr.

Wie der Titel schon andeutet, geht es um Gift, genauer gesagt um Arsen, das dem Opfer irgendwie verabreicht worden sein muss. Die Idee am Ende ist schon originell, auch wenn ich mich gefragt habe, ob es nicht leichtere und ungefährliche Wege gegeben hätte. Dorothy L. Sayers hat mich mit diesem Krimi und auch ihrem Ermittler auf jeden Fall für sich gewonnen und ich hoffe sehr, noch viele weitere Werke von ihr lesen zu dürfen!


Mein allererster und sicher nicht letzter Krimi von Dorothy L. Slayer. Klassisch und sehr unterhaltsam!

Ich vergebe 5 von 5.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Rainfield High

 


Der Oktober ist der perfekte Monat, um Rainfield zu erkunden. Deswegen habe ich mir gedacht, ich stelle euch nun bis Halloween mal alle Bücher vor, die bisher in meiner kleinen, regnerischen Stadt spielen und ich erzähle euch mal ein paar hoffentlich interessante Hintergrundstorys.

Heute beginnen wir mit dem Buch, das mich nach Rainfield geführt hat. "Rainfield High" entstand im Jahr 2019 und zu einer Zeit, als wir unsere allerletzte Wohnung gekündigt hatten und war damit mein Lebensretter. Es war zu dem Zeitpunkt noch nicht geplant, den Ort öfter als einmal zu benutzen, denn ich brauchte einfach nur eine Stadt für eine High School.

Inspiriert wurde dieses Buch von meiner eigenen Schulzeit, denn da gab es einen Lehrer, der unaufmerksame Schüler gerne mal rausgeworfen oder mit Kreide beworfen hat. Da ich sehr schüchtern und unsicher war und dauernd auf dem Boden gestarrt habe, hielt er das damals für Unaufmerksamkeit und ich hatte das volle Kanne abbekommen. Karma hat allerdings tatsächlich dafür gesorgt, dass besagter Lehrer im Unterricht dann verstarb. Nicht in meiner Klasse zum Glück ...

Aus dieser Idee entstand schließlich Mr. Leach, der nach seinem Tod an die Rainfield High zurückkehrt und die Schule terrorisiert. Es handelt sich hier also um eine Geschichte über das Paranormale. Zu jener Anfangszeit von Rainfield habe ich mich nämlich noch nicht so recht an mein Lieblingsgenre - den Jugendthrillern - herangetraut.