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Donnerstag, 13. Dezember 2018

[Rezension] Vanillekipferlküsse - Sandra Pulletz

Titel: Vanillekipferlküsse 
Autor:  Sandra Pulletz
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2018
Anzahl der Seiten: 193
Cover und Inhaltsangabe © Sandra Pulletz

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar!




"Nur ein Weihnachtswunder kann Künstlerin Sarah noch vor dem Bankrott retten. Da taucht plötzlich ein Weihnachtsmann namens Lorenz in ihrem Leben auf, der sich als ungeheuer attraktiver Mann entpuppt. Als Sarah ihn auf dem Landsitz seiner Mutter besuchen soll, wird sie prompt als Kindermädchen engagiert. Dabei will sie bloß ihren Traummann wiedersehen …"



Obwohl ich ein echter Weihnachtsmuffel bin, komme ich an den sehr abwechslungsreichen Geschichten von Sandra Pulletz einfach nicht vorbei. Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Weihnachten einen Kurzroman von ihr, der auf die besinnliche Zeit vorbeireiten soll.

Ich mag Sandra Pulletz Schreibstil sehr. Er ist sehr flüssig und durch die Dialoge sehr lebendig. Schon nach wenigen Sätzen bin ich stets komplett in der Geschichte gefangen. So war es auch hier. Dieses Mal erzählt die Autorin ihre Geschichte allerdings aus zwei Sichten, wodurch der Leser natürlich tief in dieses weihnachtliche "Liebeschaos" hineingezogen wird.




- Sarah -

Mit Sarah konnte ich mich sehr gut identifizieren. Sie ist eine Künstlerin und lebt eigentlich nur für ihren Laden, in dem sie ihre Bilder ausstellt und verkauft. Leider läuft dieser schon lange nicht mehr allzu gut und es scheint, dass sie ihren Traum bald begraben muss.

Ich habe Sarah zu Beginn als sehr zurückhaltenden Menschen erlebt, der sich nicht traut, nach Hilfe zu fragen und auch schlecht darin ist, ihre eigene Kunst überhaupt zu vermarkten. Hier konnte ich absolut mit ihr mitfühlen und natürlich habe ich gehofft, dass es für sie hier noch ein Weihnachtswunder gibt!

- Lorenz -

Lorenz ist von Anfang an hin und weg von Sarah. Man kann es hier auf jeden Fall Liebe auf den ersten Blick nennen, denn er sieht sie est einmal nur durch das Schaufenster ihres Ladens. Bald laufen sie sich aber über den Weg und Lorenz sucht im Anschluss immer wieder ihre Nähe.

Lorenz halte ich für einen sehr liebevollen und vor allem sehr einfühlsamen Mann, was besonders die Beziehung zu seiner Nichte beweist, die momentan bei Lorenz Mutter lebt. Ich konnte Sarah und auch Lorenz auf jeden Fall in mein Herz schließen.




"Vanillekipferküsse" war meine einzige weihnachtliche Geschichte in diesem Jahr und wie nicht anders zu erwarten, hat Sandra Pulletz es auch bei einem Weihnachtsmuffel wie mir geschafft, Stimmung zu kommen. So konnte ich natürlich erst einmal mit Sarah mitfühlen, die kaum das Geld hat die Miete für ihren Laden zu bezahlen und sich an ihren Traum, Künstlerin zu sein, klammert, obwohl sie kaum ein Bild verkauft.

Zufällig trifft sie auf Lorenz und zwischen den beiden scheint sich etwas zu entwickeln, doch natürlich lässt die Autorin hier wieder einmal einige Missverständnisse aufkommen. Missverständnisse, die schlussendlich dazu führen, dass Sarah im Haus von Lorenz griesgrämiger Mutter landet und dort das Weihnachtsfest verbringt.

Ich empfand diesen Kurzroman als absolut unterhaltsam und berührend. So mochte ich das langsame Annähern von Lorenz und Sarah, aber auch die Nebenhandlung mit Klara, der Nichte von Lorenz, die hier noch eine größere Rolle spielen wird und die ich sehr schnell in mein Herz geschlossen habe!

Die Geschichte ist nicht nur eine simple Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte über das Finden von Glück. So läuft alles ohne großen Kitsch ab, was ich absolut toll fand. So mochte ich den Handlungsstrang mit Klara sehr, die hier auch ein wundervolles Weihnachtsfest verdient hat.

Das Ende empfand ich hierbei als wundervoll, auch wenn es natürlich ein typisches Happy End ist, dass es im echten Leben so natürlich nicht geben wird. Aber aus diesem Grund lesen wir wohl Geschichten, was? Um der Realität zu entfliehen und sich einfach einmal verzaubern zu lassen. Für mich ist "Vanillekipferlküsse" die perfekte Weihnachtslektüre, die mich tatsächlich von meinem doch recht tristen Dezember abgelenkt hat!




Wieder ist Sandra Pulletz ist mit "Vanillekipferlküsse" eine wundervolle und emotionale Einstimmung auf das Weihnachtsfest gelungen. Na, wer ist bereit für ein kleines Weihnachtswunder?

Montag, 12. Dezember 2016

[Rezension] Ein Weihnachtsmann fürs Leben - Angela Ochel

Titel: Ein Weihnachtsmann fürs Leben
Autor: Angela Ochel
Genre: Roman
Verlag: atb
Bereits gelesene Bücher der Autorin: keins
Cover und Inhaltsangabe © atb




"Luisa will ihrer Mama dieses Jahr etwas ganz Besonderes zu Weihnachten schenken: einen Mann. Schließlich fehlt ihr der noch zum Glück. Das sagt sie zumindest immer. Und weil Luisa schon weiß, dass die Weihnachtsgeschenke aus dem Kaufhaus kommen, sucht sie hier nach einem Mann für Mama. Bloß, woher weiß man, wer der Weihnachtsmann fürs Leben ist?"




Und hier kommt mein zweites weihnachtliches Buch für dieses Jahr. Von Angela Ochel habe ich zuvor noch nichts gehört und doch hat mich der Klappentext so gereizt, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte.

Der Stil der Autorin ist recht einfach und da das Buch aus der Sucht eines 5-Jährigen Kindes geschrieben ist, fand ich es ganz passend. Besonders lebendig wirkt "Ein Weihnachtsmann fürs Leben" durch Luisas kindliche Gedanken und ihr recht naiver Umgang mit all den Leuten, die sie im Kaufhaus trifft, denn dadurch entsteht der Humor, der in dieser weihnachtlichen Geschichte vorherrscht.




- Luisa -

Zugegebenermaßen mag ich keine Kinder! :P (Ja, da muss ich an dieser Stelle ehrlich sein, denn ich habe keinerlei Beziehung zu Kindern und möchte auch nie eigene in diese Welt setzen!), dennoch fand ich Luisa süß und irgendwie putzig. (So süß und putzig so ein Mensch wie ich ein Kind eben finden kann!) Ob sie für ein 5-Jähriges Mädchen passend reagiert, kann ich schlecht sagen, aber ich fand ihre unschuldige und naive Art passend für die Geschichte.

Luisa möchte also einen Prinzen für ihre Mama zu Weihnachten ... Doch woher bekommt man einen Prinzen? Natürlich im Kaufhaus, in dem auch Luisas Mutter arbeitet! Die erste Hälfte des Buches begeben wir uns also auf die Suche nach dem Prinzen, eine eher halbherzige Suche, denn in der Mitte gibt es eine kleine "Wendung"!

Ich empfand Luisa tatsächlich als sehr sympathischen Charakter. (Bravo Luisa, damit bist du eines der wenigen Kinder, die ich mag) Auch wenn ich hier zugeben muss, dass mir manche Wiederholungen ein wenig anstrengend sind. Aber so sind Kinder wohl!




"Ein Weihnachtsmann fürs Leben" wird als modernes Mädchen angepriesen und genau das ist dieses Buch. Es ist eine Geschichte, die schon auf den ersten Seiten nach Happy End schmeckt und ich denke, zu dieser kalten Jahreszeit möchten die meisten Leute genau so etwas lesen!

Luisas Suche nach dem Prinzen für ihre Mutter ist wirklich zuckersüß. Es ist alle zwar ein bisschen kitschig, der "Prinz" am Ende zwar kein richtiger Prinz, aber übertrieben perfekt und auch das "Wunder" dieses Geschichte kommt viel zu übereilt und in grenzenloser Perfektion, aber dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Es ist so, wie man sich eine winterliche Lektüre vorstellt, die einen vor allem in Weihnachtsstimmung bringen soll!

Weihnachten ist irgendwie ja auch perfekt - oder soll so perfekt wie nur möglich werden und so ist auch dieses Buch. Luisa sucht nach dem perfekten Prinzen für ihre Mutter und muss lernen, dass es mehrere Arten von Perfektion gibt. Auf ihrer Suche im Kaufhaus trifft sie auf so einige Kollegen ihrer Mutter, die ihr bereitwillig helfen. Die Menschen waren für meinen Geschmack zwar zu geradlinig und viel zu gutherzig, aber dennoch passend. Einzig der Leiter des Kaufhauses ist mürrisch und lässt seinen Frust an allen Angestellten und auch an Luisa aus.

Über das Ende brauche ich hier nicht viel sagen, ich fand es zwar selbst ein wenig zu "perfekt" und eine kleine Charakterentwicklung konnte ich nicht nachvollziehen, aber dennoch hat das Buch alles, was ein modernes Märchen braucht. "Ein Weihnachtsmann fürs Leben" ist eine süße Geschichte für die kalte Jahreszeit mit einigen witzigen Momenten und vielen tollen und herzensguten Menschen, die im echten Leben so wohl nicht existieren!




Eine zuckersüße Geschichte, die besonders durch die Sichtweise der kleinen Luisa einen gewissen Charme versprüht!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.