Sonntag, 19. Juni 2016

[Rezension] Liebesvergessen - Babsy Tom

Titel: Liebesvergessen
Autor: Babsy Tom
Genre: Roman, Liebesroman
Verlag: AmazonPublishing
Cover und Inhaltsangabe ©  AmazonPublishing





"Nach einem Verkehrsunfall wacht Penny ohne jegliche Erinnerung an ihr bisheriges Leben in einem Berliner Krankenhaus auf. Wo ist sie? Wer ist sie? Wie kam sie hierher? Aber vor allem stellt sie sich die Frage, wer ist der Mann an ihrer Seite? Tom, ihr unnahbarer, attraktiver Ex-Ehemann, mit dem sie sich noch Haus und Hündin teilt oder Georg, ihr gut aussehender Chef, der ihr sein Herz und die Welt zu Füßen legt? Pennys Welt steht Kopf. Im völligen Chaos ihrer Gefühlswelt wird Penny außerdem damit konfrontiert, dass sie… Moment mal! Hier wird nicht zu viel verraten! Wie wird sich Penny entscheiden? Georg oder Tom? Tom oder Georg? Hört sie auf ihr Herz oder ihren Verstand? Das Katz- und Maus-Spiel beginnt… und Penny hat eine Entscheidung zu treffen..."




Da ich in dieser Woche ein Horrorbuch gelesen habe, wollte ich nebenher etwas sehr leichtes und witziges lesen. Meine Wahl viel auf "Liebesvergessen" von Babsy Tom und der Anfang des Buches hat mir auch noch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist nicht sehr anspruchsvoll und auch wenig tiefgründig. Es soll vermutlich einfach nur eine nette Urlaubslektüre darstellen, die man jedoch schnell wieder vergisst.

So nett ich den Schreibstil von Babsy Tom am Anfang noch fand, desto enttäuschter war ich im Verlauf der Geschichte, da keinerlei Entwicklung stattfindet. Die Story rund um Penny und ihren Gedächtnisverlust wurde für meinen Geschmack zu monoton und geradlinig erzählt und bot keinen Platz, sich an die Charaktere zu gewöhnen und mit ihnen mitzufiebern.




- Penny -

Zum einen haben wir da Penny, die zu Beginn der Geschichte im Krankenhaus aufwacht und schnell feststellt, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat. Sie weiß nicht mehr, wer sie ist, was sie tut und letztendlich auch nicht, wen sie liebt!

Bei Penny hätte ich mir etwas mehr Nähe gewünscht, denn ich denke, das Buch ist besser zu genießen, wenn man sich als Leser mit Penny identifizieren kann. Ich konnte das leider nicht. Ganz im Gegenteil. Ich muss sagen, dass mir Penny unsagbar unsympathisch war. Ihre Art strotzt vor Naivität und da sehe ich selbst den Gedächtnisverlust nicht als Entschuldigung an.

- Tom und Georg -

Dann sind da noch Tom und Georg. Tom ist der Exmann von Penny und Georg ihr Chef. Der Klappentext lässt hier eine Dreiecksbeziehung vermuten, aber dem ist nicht so. Ich möchte aber hier nicht viel vorneweg nehmen und über die beiden Charaktere kann ich eigentlich auch nichts weiter erwählen!




Ich hatte keine großen Ansprüche an das Buch, obwohl ich viele begeisterte Rezensionen gelesen habe. Leider kann ich mich diesen nicht anschließen. Der Ausgangsplot ist zwar gut, aber die Geschichte verliert sich irgendwann in den vielen hölzernen Dialogen. Es gab für meinen Geschmack zu wenig Handlung und da mir Penny total unsympathisch war, ging sie mir mit ihren sich ständig wiederholenden Fragen auf die Nerven.

Ja, die zentrale Frage in diesem Buch ist natürlich "Wer ist Penny" und was ist vor ihrem Unfall passiert. Es scheint, als hätte sie sowohl mit ihrem Exmann, als auch ihrem Chef geschlafen und ja, daraus entspringt auch noch ein weiteres "Problem". Ich muss gestehen, dass ich einige Stellen nur noch überflogen haben. Die vielen Dialoge ließen sich zwar einfach lesen, wirkten aber für mich nicht glaubhaft.

Eigentlich wollte ich auch eine süße, kleine Liebesgeschichte lesen, aber echte Emotionen habe ich in dem Buch nicht finden können! Da ist zwar der unwiderstehliche und ach so perfekte Tom, aber Penny blieb leider so farblos, dass ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte!

Auch der Witz hat mir leider in diesem Buch vollkommen gefehlt. Ich weiß, dass ich einen etwas seltsamen Humor habe, aber hier konnte ich bei keiner Stelle lachen oder auch nur schmunzeln. Da wäre zum Beispiel die Sache mit der Nussschokolade, die ich absolut nicht lustig finden konnte.

Das Ende war für mich dann stark vorhersehbar und ich bin ein wenig froh, dass buch jetzt beendet zu haben. Als seichte Urlaubslektüre würde ich es wohl weiter weiterempfehlen, aber mein Geschmack war es absolut nicht! Schade!




Ein sehr oberflächlicher Roman, dessen Witz ich einfach nicht verstanden habe und der zum Schluss leider sehr vorhersehbar war. Schade!
Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.


Freitag, 17. Juni 2016

[Rezension] Bestien - John Saul

Titel: Bestien
Autor: John Saul
Genre: Roman, Horror
Verlag: Heyne 
Cover und Inhaltsangabe ©  Heyne




"Silverdale in den Rocky Mountains. Eine kleine Stadt, in der die Angst umgeht. Eine Stadt, in der sich wohlgeratene Kinder in Bestien verwandeln... Blake Tanner weiß nichts von den teuflischen Experimenten, die Dr. Ames durchführt. Bis sein eigener Sohn in die Klinik von Silverdale eingeliefert wird ..."




Ich hatte mal wieder Lust auf einen guten Horrorroman und da ich ja vor einigen Monaten John Saul für mich entdeckt hatte, habe ich mal wieder einen älteren Roman von ihm ausgegraben. Das Buch ist in Deutschland 1990 erschienen und ich muss hier gleich zu Beginn erwähnen, dass die Übersetzung leider überhaupt nicht gelungen ist. Klar, das Buch ist alt, aber dennoch waren einige Stellen urkomisch und ich denke, fairerweise muss ich das hier anmerken.

Besonders witzig fand ich die Übersetzung für "Cheerleader". Hier hat der Übersetzer einfach immer wieder "Anführer beim Applaus" benutzt. Beim ersten Mal lesen wusste ich nicht einmal, was gemeint ist, aber dann fiel es mir wie Groschen von den Augen. Ich habe wirklich noch nie eine solche seltsame Übersetzung gesehen. War 1990 der Begriff Cheerleader in Deutschland noch nicht geläufig? Oder lag es einfach daran, dass es noch nicht die Möglichkeit gab, Dinge zu ergooglen?

Leider zieht sich das ein wenig durch das ganze Buch und ich musste mich anstrengen, um am Ball zu bleiben. Es gibt viele Fehler, seltsame Formulierungen und fehlende Worte, aber John Saul ist wirklich wert gelesen zu werden. Die Geschichte, die er hier konstruiert hat, ist wieder einmal spannend und originell und nicht mit den heutigen Horrorromanen vergleichbar!




- Mark Tanner -

Mark Tanner ist der typische Außenseiter. Er ist nicht besonders stark, interessiert sich nicht für Sport und ist am liebsten mit seinem Hund und seinen Kaninchen zusammen. Sein Vater beachtet ihn kaum und drängt ihn immer wieder dazu, endlich mit dem Football anzufangen. Doch Mark ist viel zu klein, zu schwach und hat ganz andere Interessen und Hobbies.

Mark empfand ich als spannenden Charakter, allerdings fand ich es ein wenig Schade, dass er anfangs einen so großen Teil der Geschichte einnimmt, aber später kurzzeitig zu einer Nebenfigur wird. Er hat sich meiner Meinung nach viel zu schnell verändert.

- Sharon Tanner -

Sharon ist Marks Mutter und nachdem ihr Mann Blake nach Silverdale versetzt wurde, stellt sie schnell fest, dass in dem Ort etwas nicht stimmt. Sie ist eine tolle Mutter, die ihre Kinder wirklich liebt und vor allem Mark immer wieder in Schutz nimmt. Ihre Beziehung zu Blake konnte ich hingegen nicht verstehen. Blake möchte seinen Sohn um jeden Preis ändern und ihn eine Schublade stecken, in die er gar nicht hineinpasst!

- Dr. Ames - 

Schnell wird klar, dass Dr. Ames, der die Sportmedizinische Klinik in Silverdale leitet, seltsame Experimente durchführt. Auch wenn ich seine Vorgehensweise und seine Forschungen sehr originell fand, muss ich sagen, dass mir bei ihm als Person ein wenig der Gruselfaktor gefehlt hat. Er strahlt leider nichts Unheimliches aus!




"Bestien" von John Saul ist nun mein zweiter Roman des Autoren und ich muss sagen, dass es mich ein wenig an "Schule des Schreckens" erinnert hat. Wieder einmal stehen Jugendliche im Zentrum der Geschichte und es geht um ein Experiment, das schief läuft. Zudem sind es wieder die Eltern, die nach und nach alles durchschauen.

Von "Schule des Schreckens" war ich begeistert gewesen, "Bestien" kann da leider nicht direkt mithalten. Die verwirrende Übersetzung macht es teilweise sehr schwer, der Geschichte, die es wirklich in sich hat, zu folgen und leider entstand so auch an einigen Stellen ein unfreiwilliger Witz. Horrorstimmung kam von daher für mich leider nicht auf.

"Bestien" ist originell, aber auch recht brutal. Bücher, in denen Tiere gequält und getötet werden, gefallen mir nur selten und leider kamen hier doch einige Stelle vor, in denen genau das geschah. Es hat zur Geschichte gepasst, war für mich aber eine schwere Kost!

Mark war für mich zu Beginn ein interessanter Charakter, doch John Saul lässt hier sehr viele Personen auftauchen und so rückt er im Mittelteil, zum Zeitpunkt seiner Veränderung, leider etwas in den Hintergrund. Vorwiegend erfahren wir die ganzen Zusammenhänge aus den Sichten verschiedenerer Eltern, aber auch von Sharon und Blake, von dem Doktor der Klinik und auch von verschiedenen Jugendlichen, darunter auch Linda, ein Mädchen, das sich mit Mark anfreundet. Die unterschiedlichen Sichten machen das Buch spannend, doch es fehlte mir wie gesagt eine Bezugsperson. Mark war mir irgendwann zu fremd.

Das Ende ist wie gewohnt sehr brutal, aber auch hier kam für mich der Horror zu kurz. Zwar gab es noch einige Überraschungen und einige bitterböse Momente, aber ich muss sagen, dass ich das Buch nicht befriedigt geschlossen habe. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Happy End gebraucht, aber es hat mir irgendwas gefehlt, um die Geschichte als wirklich rund betrachten zu können!




Für mich ist das nicht der beste Saul. Die Story ist zwar originell, aber es fehlte mir der Horror. Das einzig Gruselige war die deutsche Übersetzung!

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten.

Mittwoch, 15. Juni 2016

[Rezension] Hexenarche: Bestimmung - Lady Grimoire

Titel: Hexenarche: Bestimmung (Band 1)
Autor: Lady Grimoire
Genre: Kinderbuch, Jugendbuch
Verlag: Createspace, Amazon
Cover und Inhaltsangabe ©  Createspace, Amazon





"Tara Silver wird bald eine richtige Hexe sein. Sie steht kurz vor ihrem Einschulungstag an einer der größten Hexenschulen, der sogenannten Hexenarche in London. Doch der erste Tag an der Hexenschule verläuft ganz anders, als Tara es sich in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnte. Die Junghexe entdeckt, dass sie sehr mächtige Fähigkeiten besitzt: die Magie der leeren Hand. Als ihre beste Freundin Sandra in Schwierigkeiten gerät, da sich ein Zauber ins genaue Gegenteil verkehrt, ist guter Rat teuer. Kann Tara ihr helfen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen „Buch der Schatten“ auf sich, das Tara in der Hexenbibliothek entdeckt?"




Es war mal wieder Zeit für ein Jugend/Kinderbuch, denn dieses Genre lese ich trotz meiner 26 Jahre noch immer sehr gerne! Geschichten über Hexen und Magie finde ich trotz meines Alters sehr spannend und lese sie immer wieder gerne. Über "Hexenarche: Bestimmung", dem ersten Band einer magischen Buchserie bin ich zufällig gestolpert, da ich besonders das Cover mit der Hexe und der Waschmaschine sehr lustig fand.

Die Geschichte rund um die Junghexe Tara ist sehr kindlich und einfach gehalten, passend für die jüngeren Leser. Zwar gab es einige Stellen, die mich zum Holpern gebracht haben, aber das hielt sich in Grenzen. Besonders Kinder un Jugendliche werden auf jeden Fall von dem Buch begeistert sein!

Unter Lady Grimoire hatte ich mir eigentlich eine Magieinteressierte Schriftstellerin vorgestellt, Umso überraschter war ich, als ich herausfand, dass dieses Buch von zwei Männern geschrieben wurde. An manchen Stellen schimmert das meiner Meinung nach auch ein wenig durch, was aber jetzt keine negative Kritik sein soll!




- Tara Silver -

Tara ist eine tolle Protagonistin. Wir lernen sie kurz vor ihrem ersten Tag an der Hexenarche, der Schule für junge Hexen, kennen und ich fand sie gleich sympathisch. Sie ist ein bisschen frech, aufgeweckt und doch etwas unsicher, was für dieses Alter wohl normal ist.

- Sandra -

Sandra ist die beste Freundin von Tara und wir zeitgleich mit ihr in die Hexenarche "eingeschult". Die beiden verstehen sich echt gut und ich mag es, wenn in solchen Jugendbüchern eine besondere Freundschaft beschrieben wird.




"Hexenarche: Bestimmung" ist ein Buch, dass sich schnell und einfach lesen lässt und eine süße und witzige Hexenstory beinhaltet. Zu Beginn der Geschichte lernen wir Tara kennen, die mit ihrer Mutter gemeinsam für ihren Schulbeginn einkaufen geht. Hier gibt es so einige Momente zum Lachen, denn natürlich läuft so einiges schief. Allein den Besenritt und die "Tankstellen" für diesen Besen fand ich urkomisch. Die Beziehung von Tara zu ihrer Mutter wurde auch sehr süß beschrieben. Die beiden scheinen ein gutes Team zu sein, auch wenn Tara wohl gerade in die Pubertät kommt!

Weiter geht es mit dem ersten Tag an der Schule und Taras und Sandras Erlebnissen dort. Zwar fand ich, dass der Witz ein wenig verloren ging, aber dennoch empfand ich die Geschichte durchgängig als sehr unterhaltsam. Auch die Beschreibungen der Schule, dem Unterricht dort und dem ganze Hintergrundwissen der Hexen fand ich sehr originell.

Zum Schluss gibt es noch einen fetten Cliffhanger, der Lust auf den zweiten Teil machen soll. Bei mir hat es auf jeden Fall geklappt, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Tara und ihren Freunden weitergeht!




Eine süße Hexengeschichte, die besonders durch ihren Witz besticht! Für Kinder und Jugendliche eine klare Empfehlung!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.





Montag, 13. Juni 2016

[Rezension] In Liebe, Agnes - Håkan Nesser

Titel: In Liebe, Agnes
Autor: Håkan Nesser
Genre: Roman, Krimi, Psychothriller
Verlag: btb
Seitenzahl: 160
Cover und Inhaltsangabe ©  btb



"Ein Dreiecksverhältnis, das tödlich endet: Agnes und Henny sind alte Schulfreundinnen, die sich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Auf der Beerdigung von Agnes' Mann treffen sie sich wieder. Zögerlich beginnen sie sich erneut anzunähern, schreiben zunächst Briefe, vertrauen einander alte Geheimnisse an. Schritt für Schritt nähern sie sich dabei einem gefährlichen Komplott, detailversessen planen sie einen heimtückischen Mord. Doch eine von beiden spielt falsch ..."




Zu meiner Schande muss ich gestehen, noch nie ein Buch von Håkan Nesser gelesen zu haben. Dass ich etwas verpasst habe, ist mir jetzt nach dem Lesen dieses Buches klar geworden. Håkan Nesser besitzt einen sehr eindringlichen Schreibstil, den ich wahrlich bewundere. Er schafft es, mit kurzen Sätzen eine Person mit Leben zu füllen und sie menschlich erscheinen zu lassen. Desweiteren ist er ein Meister der Wendungen und kleinen Überraschungen, wobei er dem Leser jedoch kleinste Details hinterlässt!

"In Liebe, Agnes" ist eine Art Briefroman, der die Korrespondenz zweier Frauen beschreibt, die einst Freundinnen gewesen waren. Ich liebe Briefroman, weiß als Autor aber auch, wie schwer es ist, diese zu verfassen und glaubwürdig erscheinen zu lassen. Håkan Nesser entscheidet sich hier für einen Mittelweg und lässt seine Protagonisten auch in Rückblicken erscheinen.




- Agnes -

Agnes bekommt eines Tages einen Brief von Henny, einer alten Schuldfreundin. Die beiden standen sich einst sehr nahe, doch haben sich dann aus den Augen verloren. In Rückblenden wird erzählt, wie die Beziehung zwischen Agnes und Henny in der Vergangenheit ablief. Als Leser erfahren wir so, wie sich die beiden kennenlernten und welche brenzligen Situationen sie zusammen meistern mussten.

Agnes selbst hat ihren Mann verloren und hat jetzt einige finanzielle Schwierigkeiten. Da kommt Hennys Angebot ganz recht. Agnes soll Hennys Ehemann töten. Wird sie sich drauf einlassen?

- Henny - 

Henny erscheint erst nur durch ihre Briefe an Agnes. Sie hat herausgefunden, dass ihr Mann David eine geliebte hat und beschließt daher, ihn umzubringen beziehungsweise ihn umbringen zu lassen. Dies ist der Grund, warum sie sich per Brief an ihre ehemalige Freundin Agnes wendet. Ein guter Plan?

Ich hielt Henny selbst erst einmal für ein wenig egoistisch, aber das ändert sich im Laufe der Geschichte. Wir bekommen immer mehr Einblick in die Vergangenheit und nach und nach konnte ich mit Henny selbst sogar mitfühlen. Hier an dieser Stelle möchte ich aber nicht mehr verraten, um euch nichts vom Inhalt wegzunehmen!




Mein erstes Buch von Håkan Nesser wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Allein der Schreibstil hat mich zum Staunen gebracht. Innerhalb weniger Seiten wurde ich von der Geschichte in den Bann gezogen und habe voller Spannung den Briefwechsel der beiden Frauen beobachtet. Briefe werden in der heutigen Zeit ja nicht mehr allzu oft geschrieben, dabei ist es wirklich ein schönes Hobby und bietet so viel Platz für Privates und auch Intimität.

Den Briefwechsel empfand ich als sehr eindringlich, obwohl es letztendlich nicht viele Briefe waren, die die beiden wechselten. "In Liebe, Agnes" ist ein Kurzroman, den ich innerhalb von zwei Tagen ausgelesen hatte und der mich auch zwischen dem Lesen begleitet hat. Es ist eine eindringliche Geschichte, die auf den nur 160 Seiten ein enormes Tempo an den Tag legt, dass ich kaum aufhören konnte.

Es gibt im Laufe des Buches einige Wendungen und Überraschungen. So habe ich zwar mit einem ähnlichen Ende gerechnet, fand aber dennoch die letztendliche Auflösung sehr originell. Jetzt kann ich nur hoffen, dass die restlichen Bücher des Autoren ein ähnlich hohes Niveau besitzen!




Ein Kurzroman mit hoher Spannung und einigen Wendungen. Ich würde sagen, Håkan Nesser hat einen neuen Leser für sich gewinnen können!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.



Freitag, 10. Juni 2016

[Rezension] Die Königin der Schatten - Verflucht - Erika Johansen

Titel: Die Königin der Schatten - Verflucht
Autor: Erika Johansen
Genre: Roman, Fantasy
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 608
Cover und Inhaltsangabe ©  Heyne

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Rezensionsexemplar! 

Achtung! Band 2 einer Reihe. Rezension enthält Spoiler!



"Seit Kelsea Glynn ihr rechtmäßiges Erbe angetreten hat, ist in Tearling ein Zeitalter der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit angebrochen. Doch mit der Roten Königin des Nachbarreiches Mortmesne hat sich Kelsea eine ebenso mächtige wie gefährliche Feindin gemacht: Unau altsam marschiert die gewaltige Mort-Armee auf die Grenzen Tearlings zu. Noch während Kelsea versucht, einen Krieg zu verhindern, den sie nicht gewinnen kann, kommt sie einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur – einem Geheimnis, das das Schicksal Tearlings für immer verändern wird . . ."




Lange habe ich mich auf den zweiten Teil von "Die Königin der Schatten" gefreut. Den ersten Band habe ich im vergangenen Jahr gelesen und war maßlos begeistert von dieser sehr besonderen Geschichte, die mit keinem anderen Werk vergleichbar ist. Besonders die Protagonistin Kelsea hatte ich so sehr in mein Herz geschlossen, dass ich immer mal wieder an sie denken musste.

Gleich nach Erscheinen habe ich deswegen auch "Die Königin der Schatten - Verflucht" angefangen, doch ich musste schnell feststellen, dass ich keinen Zugang zu dieser Geschichte fand. Kelsea sitzt jetzt auf dem Thron und regiert über Tearling und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit ihrem Charakter und ihrer Entwicklung nicht mehr klargekommen bin. Sie wirkt jetzt ein wenig wie ihre Mutter, eine abscheuliche, nicht beneidenswerte Frau! Nein, diese Kelsea ist nicht mehr die mutige, nachdenkliche und besonne junge Frau des ersten Teils!

Der Schreibstil der Autorin war aber nach wie vor gut und ließ sich flüssig lesen. Was mich hier jedoch maßlos gestört hat: Die Geschichte kam nicht voran. Die ersten 300 Seiten waren für mich die größte Qual, vor allem da es immer mehr um die Politik in Tearling ging. Klar, dass man solche Abschnitte nicht spannender schreiben kann. Hätte es sich hier jedoch nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, hätte ich das Buch wohl abgebrochen!





- Kelsea -

So sehr ich Kelsea im ersten Teil geliebt habe, so sehr verabscheue ich sie nun. Auf mich wirkte sie leider in diesem Band sehr überheblich. Ihre menschliche Seite, die ich im ersten Teil so geschätzt habe, ist fast vollständig verschwunden. Zu viel Macht in solch jungen Jahren scheint für die eigene Entwicklung nicht gut zu sein!

Kelsea muss sich um die Angelegenheiten von Tearling kümmern und wird dabei auf so manche harte Probe gestellt. Zum einen ist da ihre Armee, die nicht ausreicht, um das Land zu schützen und sich gleichzeitig gegen die Mortarmee zu behaupten. Dann sind da die Adligen, die natürlich weiterhin im Luxus schwelgen wollen und die Kirche, die Kelsea für einen Gegner Gottes hält. Kelsea muss sich als Königin beweisen und da ist es wohl klar, dass sie hart und unnachgiebig wirken soll, aber mir war das eindeutig zu viel.

- Lily -

Der einzige Charakter, zu dem ich in diesem Teil einen Zugang fand, war Lily. Hier wird die Geschichte vor der großen Überfahrt, also vor dem Beginn der "neuen und besseren Welt", beschrieben. Lily lebt mit einem gewalttätigen Mann zusammen, der um jeden Preis ein Baby von ihr möchte. Mit aller Macht versucht sich Lily dagegen zu wehren.

Ihre Abschnitte fand ich emotional, tiefgründig und spannend und ich habe mich immer wieder gefreut, von ihr zu lesen. Mit der Einführung dieses Charakters hat es die Autorin geschafft, dass ich wenigstens einen Grund hatte, am Ball zu bleiben. Mit Lily wird nämlich auch die Zeit vor Tearling beschrieben und so bekommen wir einen Einblick, wie die "alte Welt" untergegangen ist und sich alles entwickelt hat!

- Nebencharaktere -

Puhh, hier muss ich sagen, dass ich mich teilweise enorm überfordert gefühlt habe. Eigentlich kennen wir einige Charaktere schon aus dem ersten Teil, aber da ich das Buch bereits vor über einem Jahr gelesen hatte, bekam ich die ganzen Zusammenhänge gedanklich nicht mehr zusammen. Kelsea hat so einige Vertraute und es brauchte eine Weile, bis ich wieder ein genaues Bild von ihren vor Augen hatte. Hier würde es sich wohl empfehlen, die beiden Bücher zeitnah hintereinander zu lesen, um nicht den Faden zu verlieren!

Schade fand ich hier, dass eine meiner Lieblingspersonen aus dem ersten Band nur kurz vorkam: der Fetch. Ein kurzes Kapitel und weg war er wieder. Dabei fand ich, dass Kelsea und ihn etwas verbunden hat. Leider ist die Autorin darauf nicht eingegangen!




"Die Königin der Schatten - Verflucht" von Erika Johansen hat mich schon nach wenigen Seiten maßlos enttäuscht. Ich fand keinen Zugang zum Buch und hatte große Probleme, mich wieder in dieser Welt einzufinden, die mit unserer nichts mehr gemein hat. Ich hatte mich riesig auf ein Wiedersehen mit Kelsea gefreut, doch ich musste schnell feststellen, dass sie sich in ihrem Posten als Königin stark verändert hat. Klar, das Buch heißt "Die Königin der Schatten", aber dennoch habe ich das Buch vor allem wegen der Protagonistin lesen wollen, die mir hier aber leer und kalt vorkam.

Die politischen Themen, die sich etwa über die Hälfte des Buches ziehen, haben mich stellenweise gelangweilt. Hier war leider kaum Spannung zu finden und ich musste mich zwingen, das Buch überhaupt weiter zu lesen. Den ersten Teil hatte ich wirklich verschlungen, doch hier konnte ich mich oft nicht einmal animieren, das Buch aufzuschlagen.

Einzig und allein die Abschnitte aus Lilys Sicht haben mich durchhalten lassen. Sie sind durchwegs spannend und emotional und Lily hat für mich Kelsea vollkommen ersetzt. Hier erfahren wir die Geschichte der alten Welt und reisen nach Amerika in eine Zeit, in der Kontrolle alles zu sein scheint. Natürlich gibt es hier auch Gegner des Systems und um diese geht es. Lily, die von ihrem Mann misshandelt wird, will ausbrechen und begreift, wie viel doch in dieser Welt falsch läuft. Von mir aus hätte es ein ganzes Buch aus der Sicht Lilys geben können, dies wäre wahrscheinlich spannender gewesen, als diese nicht ganz so runde Geschichte um Kelsea!

In diesem Buch gibt es auch eine kleine "Liebesgeschichte", wenn ich das denn überhaupt zu nennen kann. Kelsea wirkte mir hierfür jedoch zu hart und es gab einige Stellen, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte. Teilweise hatte ich das Gefühl, die Autorin möchte unbedingt sehr erwachsen erscheinen, doch das passt absolut nicht zur Geschichte! Kelsea ist ein junges Mädchen und sie wird hier besonders auf einer sexuellen Ebene in eine Ecke gedrängt, die nicht zum zentralen Thema, nämlich dem Feminismus passen will. Einige Kapitel, in denen es plötzlich um Sex, sei es von der Mortkönigin oder von Kelsea ging, haben das Gesamtwerk für mich kaputt gemacht. Der Grad zwischen einer jugendlichen Geschichte und einem Werk für Erwachsene wurde hier nicht geschafft!

In einigen Rezensionen wurde das Buch mit "Games of Thrones" verglichen und ich muss sagen, dass ich da keine Verbindung sehe! Game of Thrones ist  eine sehr reife und gut konstruierte Geschichte voller Intrigen, nackter Gewalt und Mitgefühl. Bei "Die Königin der Schatten" konnte ich keinen roten Faden erkennen. Es spielt ein wenig Magie mit in die Geschichte hinein und teilweise sogar etwas Fantasy, um alles logisch erklären zu können! Jedoch fehlten für mich so einige Erklärungen besonders bezüglich der Mortkönigin, die für mich keine allzu große Gefahr darstellte.

Auch wenn das ganze Buch sehr zäh war, muss ich doch sagen, dass mir das Ende gefallen hat. Auf den letzten 100 Seiten bin ich auch endlich in der Geschichte angekommen und ich konnte mitfiebern. Zwar fand ich Mortmesne und die Mortkönigin zu schwach konstruiert, um hier eine Gefahr zu spüren, aber dennoch haben mich die vielen kleinen Überraschungen ein wenig positiver gestimmt. Hier gibt es auch den ein oder anderen Cliffhanger und ein paar Fragen, die unbedingt beantwortet werden müssen!




Mich konnte der zweite Teil von "Die Königin der Schatten" leider nicht vom Hocker reißen. Die Geschichte war durch die politischen Faktoren sehr zäh und wirr und es ließ sich kein roter Faden erkennen. Kelsea, die ich im ersten Teil in mein Herz geschlossen habe, musste ich nun wieder daraus verbannen. Ich habe selten eine so negative Charakterentwicklung gesehen! Nur Lilys Sicht konnte mir die Geschichte ein wenig versüßen, aber reicht das, um mich für den nächsten Teil zu begeistern? Momentan bezweifle ich das!

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten.

Dienstag, 7. Juni 2016

[Rezension] Herzensrache - Mella Dumont

Titel: Herzensrache
Autor: Mella Dumont
Genre: Roman
Verlag: Createspace
Seitenzahl: 240
Cover und Inhaltsangabe ©  Createspace




"Biggi erlebt ein schicksalhaftes Wochenende. Sie knackt den Lotto-Jackpot, 21 Millionen Euro. Als sie ihren Freund Bernhard mit der freudigen Nachricht überraschen will, erwischt sie ihn mit seiner Kollegin Josie.

Biggi hat Geld. Verdammt viel Geld. Und Biggi ist stinksauer. Sie möchte sich an Bernhard und Josie rächen! Dazu verbindet sie ihr großes Hobby Youtube mit einer pfiffigen Geschäftsidee. Die frischgebackene Unternehmerin hat einen Plan - für ihre Zukunft und für die Zukunft ihres Exfreundes.

Wie weit wird Biggi gehen? Und kann ein Mann das Herz der nach Rache dürstenden Millionärin gewinnen?"




Manchmal habe ich Lust auf leichte Kost, vor allem wenn ich im Stress bin und nicht so tief in eine Geschichte abtauchen kann oder möchte. In der vergangenen Woche habe ich mich deswegen für "Herzensrache" von Mella Dumont entschieden. Der Roman über die plötzliche Millionärin Biggi ist lockerleicht geschrieben und lässt sich schnell lesen, aber auch gut aufteilen. Ich habe hier immer ein paar Seiten gelesen und habe mich gut unterhalten gefühlt.

Der Schreibstil von Mella Dumont hat mir gut gefallen. Es passt zu der Einfachheit dieses Romans, hat aber deswegen auch nur wenig Individualität an sich. Das meine ich an dieser Stelle aber überhaupt nicht negativ. Mir sind beim Lesen eben nur auch kleine Fehlerchen aufgefallen, die die den Lesefluss kurzzeitig gestört haben. Dies ist aber nicht schlimm, denn trotz alledem konnte ich der Geschichte gut folgen.




- Biggi -

Biggi gewinnt im Lotto und ist plötzlich Millionärin. Das ist etwas, von dem wohl viele Menschen träumen. Natürlich möchte sie dieses Glück teilen, doch dann findet sie heraus, dass ihr Freund Bernhard schon lange eine Neue hat. Diesen Ausgangsplot fand ich sehr spannend und ich konnte direkt mit Biggi mitfühlen, die sich gleich bei ihrer Youtube-Fangemeinde ausheult, dann aber mit dem Geld einen Plan fasst, ihm alles zurückzuzahlen.

Biggi ist eine sehr starke und unabhängige Frau. Am Anfang des Buches mochte ich sie sehr gerne, doch leider verliert die Autorin die Charakterentwicklung ein wenig aus den Augen. Außer Biggi lernen wir eigentlich niemanden so recht kennen, was aber auch sicher an der Kürze dieses Romans liegt.

- Bernhard -

Bernhard ist besagter Freund, der schon lange mit Josie "zusammen" ist. Also inoffiziell. Dass er Biggi damit verletzt, merkt er überhaupt nicht. Bernhard ist eine Person, die man wohl einfach nicht sympatisch finden kann! Aus einigen kurzen Kapiteln erfahren wir auch seine Sicht der Dinge, doch es bleibt dabei recht oberflächlich.

- Jonas - 

Jonas hier zu erwähnen, wirkt vielleicht ein wenig deplatziert, denn er ist nur eine Nebenfigur. Ich empfand ihn aber als ausgesprochen lustig und sympathisch, nachdem er bei Biggi die Stelle als Praktikant annimmt!

- Christian -

Christian ist ein Investmentbanker, der in Biggis neue Firma einsteigt und dort für die nötige Sicherheit sorgt. Über ihn kann ich hier recht wenig sagen, er agiert eigentlich nur. Er musste wohl zwangsläufig ein Teil der Geschichte sein!




"Herzensrache" ist ein Buch, das mich besonders am Anfang oft zum Lachen bringen konnte. Die Ausgangssituation ist zwar tragisch, aber durch Biggis Charakterstärke wird schnell klar, dass sie sich so etwas nicht gefallen lassen will. Also wird das Buch mit einer gehörigen Portion Rache gewürzt!

Hierbei greift die Autorin auf eine sehr aktuelle Thematik zurück und erschafft ein "Online - Big Brother der Rache". Besonders die Thematik der Online-Videoplattformen, die immer mehr das Fernsehen ablöst, wird gut in Szene gesetzt. Zwar hätte ich mir hier vielleicht etwas mehr Hintergrundwissen bezüglich der Branche gewünscht, aber das wäre wahrscheinlich nur mit einer intensiveren Recherche möglich gewesen.

Biggi will sich an Bernhard rächen und steckt ihn zusammen mit seiner Neuen Flamme Josie in den Container. Hier geht es zwar immer noch lustig zu, aber ich hatte das Gefühl, dass am Ende des Romans ein wenig die Luft raus ist. Alles geht so schnell und fast problemlos. Manchmal kam ich gedanklich gar nicht mehr hinterher. Perfekt wäre der Roman für mich gewesen, wenn er noch rund 100 Seiten mehr hätte und auch die "Liebesthemen" ein wenig glaubhafter gestaltet worden wären. Richtige Emotionen kamen bei mir nicht auf, aber das war von der Autorin wohl auch so beabsichtigt!

Abschließend kann ich hier sagen, dass ich mich gut von diesem Roman unterhalten gefühlt habe. Zwar habe ich mich an manchen Stellen sehr gehetzt gefühlt und einige Handlungen waren ein wenig unglaubwürdig, aber dennoch kann ich dieses Buch weiterempfehlen. Wer einen lustigen und leicht zu lesenden Roman sucht, der wird hier fündig werden!




Eine kurzweilige Unterhaltung mit wenigen Ecken und Kanten! Ein sympathisches und witziges Buch!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.



Sonntag, 5. Juni 2016

[Monatsrückblick] Mein Lesemonat Mai 2016

Und nun ist der Mai auch schon rum und ich muss leider sagen, dass ich nicht so viel zum Lesen gekommen bin. Wie einige von euch mitbekommen haben, war ich im Stress wegen meinem eigenem neuen Buch, bei dem es leider Probleme gab. Im nächsten Monat werde ich aber hoffentlich wieder mehr zu Lesen kommen!

Ich habe im Mai 8 Bücher gelesen.

Mystery

Tag Vier - Sarah Lotz (5 von 5 Käseratten mit Etrakäse)

Thriller/Krimi

Das Grab im Wald - Harlan Coben (3 von 5 Käseratten)
Die Witwe - Fiona Barton (4 von 5 Käseratten)

Roman

Wolke 7 ist auch nur Nebel - Mara Andeck (3 von 5 Käseratten)

Jugendroman

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance - Estelle Laure (2 von 5 Käseratten)

Jugendthriller

Der Kuss des Raben - Antje Babendererde (3 von 5 Käseratten)

Dystopie

Das Feuerzeichen, Rebellion - Francesca Haig (2 von 5 Käseratten)

Fantasy

Daughter of Smoke and Bone - Laini Taylor (4 von 5 Käseratten)



Mein Highlight in dieses Monat war auf jeden Fall "Tag Vier" von Sarah Lotz. Ich finde, die Autorin hat einen ganz besonderen Stil, der mich immer wieder auf die Reise nimmt. Schon ihr erstes Buch "Die Drei" hat mich in den Bann gezogen und besonders die mysteriösen Geschehnisse, die zum eigenen Interpretieren einladen, haben mir gefallen!

© Goldmann


Ich hätte nicht gedacht, dass genau dieses Buch es zum Flop des Monats schafft, aber leider ist es
jetzt so gekommen. Es fällt mir hier sehr schwer, denn der erste Band war im letzten Jahr mein absolutes Jahreshighlight! Der zweite Band von "Das Feuerzeichen", der meiner Meinung nach den unpassenden Namen "Rebellion" trägt, war für mich nur ein Lückenfüller. Die Geschichte kam für mich nicht voran und die ganze Handlung hätte für mich auf wenige Seiten beschränkt werden können. Schade! Bis jetzt bin ich unsicher, ob ich den letzten Band überhaupt lesen möchte!

© Heyne fliegt


Im Mai durfte ich mal wieder bei einer Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen und einen sehr interessanten Roman lesen. "Die Witwe" von Fiona Barton ist zwar kein Thriller oder Psychothriller, wie der Klappentext es vermuten lässt, aber die Autorin, die eigentlich Journalistin ist, zeigt hier einen eigenen distanzierten Schreibstil, der gut zur Geschichte und Handlung passt! Es geht um ein vermisstes Mädchen und eine Ehefrau, die ihren eigenen Mann nicht zu kennen scheint!

© Wunderlich

Und wie sah euer Mai aus? Gab es Highlights? Und Flops?