Donnerstag, 22. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Survive the Dew Wood




 Beim Creepy October sind wir nun schon im Jahre 2025 angekommen. Wie sicherlich viele von euch wissen, bin ich ein riesiger Outdoor-, Natur- und auch Wanderfan. Ich liebe Wälder und schlage mich beim Geocachen auch sehr gerne abseits der Wege durchs Unterholz. Ich liebe Herausforderungen, die stets zu großen Abenteuern werden und aus diesem Gedanken ist dann die Show namens "Survive the Dew Wood" entstanden.

Vier jugendliche Teilnehmer müssen in dieser Show zwei Wochen lang im Dew Wood überleben. Unter den Teilnehmerinnen ist auch Dakota, die einst mit dem Flugzeug in diesem Wald abstürzte und ihre Zwillingsschwester verlor. Sie kehrt zurück, um mit der Vergangenheit abzuschließen.

Neben dem Flugzeugabsturz geht es in diesem Buch auch um einen Mann, der im Wald lebt.


Ich sehe mich ja selbst als Eremit, da ich kaum Kontakt mit der Außenwelt habe und deswegen hatte es mir hier echt großen Spaß gemacht, über den Felsenmann zu schreiben. Leider ist es bisher das Buch, das am wenigsten Leser gefunden hat, letztendlich zählt für mich aber der Spaß wie immer mehr als die Einnahmen. Das Buch hat mir auf jeden Fall eine ganze Menge gegeben und auch die Liebe zum einfachen Leben noch verstärkt.

Na, wollt ihr Teil dieser Fernsehshow werden und versuchen, zwei Wochen lang im Dew Wood zu überleben?

Mittwoch, 21. Oktober 2026

[Rezension] Die Braut des Herzogs - Sophia Farago

  


 Titel: Die Braut des Herzogs

Autor:  Sophia Farago

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 1996

Seitenzahl: 294
Cover: © Editionnova
Begonnen: 18.09.2026
Beendet: 22.09.2026


Dieses Buch habe ich schon vor etlichen Jahren in einem Bücherschrank entdeckt, vermutlich war es zu der Zeit, als ich die Serie zu "Bridgerton" gesehen habe und überraschend gut fand. Hin und wieder lese ich solche leichten Bücher ganz gerne, bei denen man im Grunde schon auf dem Klappentext die ganze Story erfährt.

Der Einstieg gelang mir auch mühelos und ich fand sowohl den Herzog Julian Romsey als auch Olivia sehr sympathisch. Julian will in erster Linie nur heiraten, um dem nervigen Heiratsmarkt zu entkommen und akzeptiert dafür den Vorschlag seiner Großmutter, die Olivia als recht passende Braut erachtet. Olivia selbst möchte nun, nachdem sie sich jahrelang um den Haushalt ihrer Familie kümmern musste, endlich einmal das Leben genießen, Bälle besuchen und auch der Liebe eine Chance geben. 

Leider findet das erste echte Treffen der beiden Protagonisten erst nach der Hälfte des Buches statt und da lässt das Buch dann auch stark nach. Es kommt zu den typischen Missverständnissen, die das Zusammenfinden der beiden erschweren. Den Auftrag, den Olivia von ihrer Stiefmutter bekommen hat, gefiel mir hier gar nicht, denn diese Nebenstory ist sehr fallend und hat bei mir für Frust gesorgt.

Sicherlich finden Romane wie diese, die schnell zugänglich sind und kein großes Nachdenken erfordern, auch ihre Leserschaft. Bis zur Hälfte fand ich das Buch auch ganz nett, danach fehlte es mir doch an großen Gefühlen. Mir ist diese Art der Liebe, die hauptsächlich aufs Aussehen beruht, wohl einfach zu oberflächlich. 


Zu Beginn fand ich den Roman und die Charaktere noch unterhaltsam, doch nach dem ersten Treffen ließ alles leider stark nach und die großen Gefühle blieben aus. Schade!

Ich vergebe 3 von 5.

[Creepy October in Rainfield] Der Schwur vom Raindrop Lake

 



Es geht bei meinem Creepy October nun mit meiner Lolli-Gang und dem Sommer am Raindrop Lake weiter. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich diesen Roman in einem sehr abenteuerlichen Sommer, den wir teilweise im Harz verbrachten, geschrieben habe. Jede Zeile wurde auf dem Waldboden sitzend geschrieben, meistens auf Bergen, oft aber auch an einem kühlen Fluss oder Bach. Ich habe beim Schreiben versucht, diesen nahezu perfekten Sommer festzuhalten.

Es ist ein End-of-Summer-Roman, in dem auch eine Freundschaft leider zerbricht. Ich denke noch immer gerne an die sehr unterschiedlichen Charaktere zurück, die in dieser Geschichte zueinander finden. Ich liebe es ja, die Teenager beim Schreiben näher kennenzulernen und zu ergründen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Hier hat mich die Geschichte wieder stark mitgenommen, denn in der Gegenwart wollten sie einfach nicht wieder zueinanderfinden, obwohl sie durch einen Schwur wohl ewig aneinander


gebunden sind. 

Mit diesem Buch tauchte ich wieder tiefer in die Slasher- und Jugendthrillerwelt ein und hab endgültig gemerkt, dass dies komplett mein schrifstellerisches Zuhause ist. Auch den See als Schauplatz habe ich echt geliebt beim Schreiben und wenn ich an ihn denke, sehe ich immer die Lolli-Gang, wie sie an ihrem Steg baut. Dieser Steg wird später übrigens auch in anderen Büchern und Kurzgeschichten erwähnt, weil er für mich ein starkes Symbol dieser Freundschaft ist!

Na, wer wagt sich im Oktober in den Raindrop Lake zu springen?

Dienstag, 20. Oktober 2026

[Rezension] Himmel voll Blut - Steve Hamilton

  


Titel: Himmel voll Blut

Autor:  Steve Hamilton

Genre: Krimi, Abenteurroman
Erscheinungsdatum: 2003
Anzahl der Seiten: 332
Cover und Inhalsangabe: © Dumont
Begonnen: 17.09.2026
Beendet: 21.09.2026



"Himmel voll Blut" ist eigentlich der fünfte Teil einer Reihe rund um den ehemaligen Polizisten Alex und ein sehr interessanter Genremix aus Krimi und Abenteuerroman. Ich hätte im Vorfeld nie gedacht, dass mich das Buch so gut unterhalten kann, doch schon nach wenigen Seiten war ich von der Einsamkeit sowie Gnadenlosigkeit der amerikanischen und kanadischen Wälder sowie von dem Fall gefesselt.

Vinnie, Alex bester Freund, sucht hier nach seinem Bruder Tom, der Führer einer Jagdgesellschaft war, jedoch niemals aus Kanada zurückkehrte. Die beiden reisen über die Grenze, was von Anfang an Schwierigkeiten mit sich bringt, weil Tom aufgrund von Bewährungsauflagen Vinnies Identität angenommen hat. Alex und Vinnie treffen nicht nur auf die Polizei, sondern finden schließlich auch einen echten Albtraum.

Ich empfand Alex und Vinnie als wirklich tolles Zweiergespann. Der trockene Humor der beiden ist einfach grandios, zudem gefielen mir die Einblicke in die indigene Bevölkerung. Gemeinsam stürzen sie sich hier in ein großes und sehr gefährliches Abenteuer, in dem es irgendwann um Leben und Tod, aber auch um Zusammenhalt geht. Die Freundschaft der beiden hat mich sehr berührt!

Mir fiel es schwer, das Buch zur Seite zu legen, denn ich wollte unbedingt wissen, was mit der Jagdgesellschaft passiert ist und auch, ob Vinnie und Alex die Verantwortlichen stellen können. Lange habe ich schon keine so spannende Geschichte mehr gelesen. Erst auf den letzten Seiten löst sich der Fall mit einer sehr bitteren Vorgeschichte auf. Ich bin jetzt auf den Geschmack von diesem sehr originellen Genremix gekommen und hoffe, bald noch weitere Bücher von Steve Hamilton lesen zu dürfen!



Ein unfassbar spannender Genremix aus Abenteuerroman und Krimi. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Grandios!

Ich vergebe 5 von 5.

Montag, 19. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Meine "Singing Dreamers", Staffel 1 und 2

 



Beim Creepy October in Rainfield komme ich nun zu meinem Herzensprojekt. Ich war früher großer Fan der Popstars-Show und bin auch heute noch echter Fan der ersten Band, die daraus entstanden ist. Ich fand es echt motivierend zu sehen, wie Mädchen, um ihren großen Traum kämpfen und habe mir echt manchmal gewünscht, selbst singen zu können.

Mit meinen "Singing Dreamers" habe ich eine Gesangscastingshow erschaffen, deren


Trainingslager im Dew Wood stattfindet und natürlich tun die Mädchen in meinen Büchern sehr viel für ihren großen Traum. Vielleicht sogar zu viel. Natürlich beschäftige ich mich auch mit den Schattenseiten der Musikbranche und dem Druck, der mit solch großem Erfolg verbunden ist!

Ich habe das Schreiben an dem ersten Teil echt geliebt und habe die Mädchen und ihren Zusammenhalt echt ins Herz geschlossen. Nach dem ersten Teil, der kaum Leser fand, habe ich dann erst mal etwas anderes begonnen, aber im Geiste sangen die kleinen


Träumerinnen noch weiter. Irgendwann habe ich mich ihnen ergeben und habe dann eine zweite Staffel erschaffen, die wie erwartet noch weniger Leser fand, mich aber beim Schreiben unfassbar glücklich gemacht hat. Ja, diese kleine Reihe liegt mir echt sehr am Herzen und ich hoffe, dass sie noch den ein oder anderen Leser anlockt, der die alten Castingshows wie "Popstars" ebenfalls sehr viel verbindet und vermisst.

Sonntag, 18. Oktober 2026

[Rezension] Die Magie der kleinen Dinge - Jessie Burton

 


 Titel: Die Magie der kleinen Dinge

Autor:  Jessie Burton

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 476
Cover: © Limes Verlag
Begonnen: 15.09.2026
Beendet: 18.09.2026


Der Einstieg in diese Geschichte, die uns ins 17. Jahrhundert und nach Amsterdam entführt, fiel mir nicht leicht. Mit Nella gemeinsam werden wir nach einer recht schnellen Hochzeit Teil der Familie Brandt, in der es einige Geheimnisse gibt. Ihr Ehemann interessiert sich nicht für sie und ihre Schwägerin scheint sie regelrecht zu hassen. Trost findet Nellla in ihrem Hochzeitsgeschenk - einem Puppenhaus. Voller Hingabe richtet sie es mit der Hilfe einer Miniaturistin ein, die in ihren Figuren allerdings Dinge aufzeigt, die sie eigentlich gar nicht wissen kann ...

Ich brauchte sicherlich gut 100 Seiten bis ich in dieser doch sehr rätselhaften Geschichte ankam. Die Rolle des Puppenhaus, das auf magische Art die Zukunft voraussagt und Nella dabei hilft, sich selbst und ihren Platz zu finden, hat mir gut gefallen. Petronella Oortman ist sogar eine real existierende Persönlichkeit, die einst ein stattliches Puppenhaus besaß.

Nella ist anfangs noch eine sehr unsichere Protagonistin, die sich in dieser Ehe und der Familie sehr verloren fühlt. Die Miniaturen werden zu ihrem einzigen Trost, auch wenn diese immer unheimlicher werden.

Mir gefiel, wie rätselhaft alles lange Zeit erscheint. Gewisse Dinge konnte ich zwar bereits erahnen, dennoch hat mich so manch eine Entwicklung wirklich geschockt. Das Durchhalten lohnt sich, denn am Ende überschlägt sich alles und es werden wirklich sehr viele düstere Geheimnisse gelüftet, die in der damaligen Zeit leider schwerwiegende Folgen haben.

Auch wenn ich mich anfangs sehr schwer mit dem Buch getan habe, fand ich es zum Ende hin doch sehr intensiv und stellenweise sogar unfassbar brutal. Das hatte ich am Anfang nicht erwartet. Ich bin sehr froh, es nicht abgebrochen zu haben!


Nach einem schleppenden Einstieg entwickelt das Buch doch einen Sog, den ich mich nicht entziehen konnte. Ein sehr düsterer Einblick ins Amsterdam des 17. Jahrhunderts und in eine Familie voller Geheimnisse!

Ich vergebe 4 von 5.

Samstag, 17. Oktober 2026

[Creepy October in Rainfield] Raincloud Park

 






Nach "Camp Hiddenhope" hatte ich Blut geleckt und habe in den Rainfield-Slashern wirklich mein Seelen-Genre gefunden. Seit meiner Jugend bin ich großer Fan von Slashern, fand jedoch, dass es vielen Filmen an Tiefe fehlte. So wollte ich mit den Rainfield-Slashern mal zeigen, dass sich auch Slasher mit wichtigen Jugenproblemen beschäftigen können.

In "Raincloud Park" geht es um einen Freizeitpark, der einst im Dew Wood viele Leute anlocken sollte. Doch bereits am Eröffnungstag, der sehr blutig endete, musste der Park wieder geschlossen werden. 10 Jahre später werden die ehemaligen Fahrgeschäfte von der Natur verschluckt, doch der Ort wird abermals Schauplatz einiger sehr tragischer Vorfälle.

In diesem Buch geht es einmal nicht um Mobbing, sondern um eine Gruppe von Jungs, die sich auf sehr gemeine Weise an Mädchen vergeht. Mir gefiel es, auch die Vorgeschichte des Parks zu ergründen und wie immer fügte sich alles zusammen. Manchmal habe ich das Gefühl, das Rainfield und alle Geschichten längst existieren und ich einfach nur darüber berichte.

Na, wer traut sich in den Ferienpark, der heute nur noch ein Lost Place im Wald ist?