Donnerstag, 1. Januar 2026

[Jahresrückblick] Gelesene Bücher, Highlights und Privates - Mein Jahr 2025

 Ein weiteres verrücktes und sehr intensives Jahr geht zu Ende und da ist es wieder Zeit für einen Jahresrückblick.

Gelesen habe ich in diesem Jahr 206 Bücher, was tatsächlich einen neuen Rekord darstellt.

Die Verteilung sah in diesem Jahr so aus:

5+ (Highlight) = 15 Bücher =7,3 %

5 Sterne = 84 Bücher = 40,8 %

4 Sterne = 55 Bücher = 26,7 %

3 Sterne = 40 Bücher = 19,4 %

2 Sterne = 12 Bücher = 5,8 %

1 Stern = 0 Bücher = 0 %



Es waren viele große Highlight dabei. Diese 15 Bücher haben von mir eine 5+Bewertung bekommen:

  • Der glückliche Prinz und andere Märchen - Oscar Wilde
  • Die Aosawa-Morde - Riku Onda
  • Die Hexenjagd von Salem Falls - Jodi Picoult
  • Die lauschenden Wände - Margaret Millar
  • Die Schwarzen Vögel - Marten`t Hart
  • Dunkler Schmetterling. Die Orphan-Saga 1 bis 4 - V.C. Andrews
  • Fanny und Scylla oder die zweite Frau - Joan Aiken
  • In kalter Absicht - Anne Holt
  • Liebe, Schmerz und das ganze verdammte Zeug - Vier Geschichten - Doris Dörrie
  • Meine Cousine Rachel - Daphne Du Maurier
  • Nacht des Orakels - Paul Auster
  • Nachtstimmen - Dean Koontz
  • Onkel Toms Hütte - Harriet Beecher-Stowe
  • Stell dir vor, dass ich dich liebe - Jennifer Niven
  • Unsichtbar - Paul Auster


Erwähnen muss ich auch noch einige Neuentdeckungen wie Marten`t Hart, aber auch Charlotte Link, die mich gefühlt das gesamte Jahr sehr treu begleitet hat und deren Bücher nach anfänglichen Schwierigkeiten wirklich zu meinem Leben gehören.


Klassiker habe ich in diesem Jahr gefühlt allerdings zu wenig gelesen, das muss sich im neuen Jahr ein wenig ändern. Auch das Horrorgenre kam etwas zu kurz, dafür hat mich das Krimi-Genre durch viele ältere Werke wieder etwas gewonnen. Auch skandinavische Krimis gab es in diesem Jahr sehr viele für mich.

Dem ein oder anderen mag sicherlich bereits aufgefallen sein, dass ich nur noch selten etwas Privates teile und das mag daran liegen, dass ich einfach mit mir selbst mittlerweile im Einklang bin. Ich genieße jeden Tag und lasse mich von niemanden mehr von meinen Weg abbringen. In mir hat sich eine angenehme Ruhe breitgemacht, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Glücklicherweise habe ich nun keine negativen Menschen mehr in meinen Leben und auch keine, die Erfolg in Zahlen oder Geld messen. So konnte ich mich in diesem Jahr einfach auf das Schreiben konzentrieren, ganz ohne Druck und mit viel Freude und Inspiration.

Es war erneut ein Jahr ohne Strom, Wasser und

Heizung, das mich aber echt motiviert hat. Ich habe gemerkt, wie sehr sich mein Körper an die Jahreszeiten angepasst haben. Ich laufe jetzt im Winter bei Minusgraden in nackten Beinen rum und kann es kaum glauben, dass ich vor zehn Jahren selbst im Sommer manchmal zwei paar Socken getragen habe. Es ist unglaublich, was alles in uns steckt, wenn wir den Mut haben, mal etwas anders zu machen.

Ich hatte keine einzige Panikattacke im letzten Jahr, keinen Stress und ich war auch keinen einzigen Tag krank. Menschenkontakt hatte ich auch keinen mehr. Es war also sehr entspannt und vor allem naturverbunden. Aus diesem Gefühl entstand in diesem Jahr auch mein Slasher "Survive the Dew Wood", in dem es um eine Survivalshow und das Überleben im Wald geht.

Irgendwann kam mir zudem die Idee für Kurzgeschichten, die an Feiertagen spielen und daraus entstand dann das Projekt, an dem ich aktuell noch arbeite: Die vier Jahreszeiten in Rainfield. Dadurch lerne auch die Stadt noch intensiver kennen.

Ich bin sehr dankbar für all die Zeit, die ich in Rainfield verbringen darf. Es war ein sehr schreibintensives Jahr mit unzähligen gefüllten Notizbüchern. Nach wie vor lebe ich sehr minimalistisch, besitze nur Kleidung und eben das Schreibzeug. Bücher lese ich nur noch aus öffentlichen Bücherschränken, da ich den Sinn hinter dem Sammeln nicht verstehe. Für die ganzen Notizbücher brauche ich in Zukunft aber wohl mal eine Lösung zum Lagern, wegschmeißen möchte ich sie eher nicht, da doch mein gesamtes Herzblut der letzten Jahre darin steckt.


Meine Liebe für lange Wanderstrecken und intensive Bewegung hatte sich ja schon in den Jahren zuvor entwickelt. 2025 haben wir unsere bisher längste Wanderung absolviert. Es wurden 46,8 Kilometer in knapp 12 Stunden und das war ein Erlebnis, an das ich mich immer noch gerne zurückerinnere, weil ich dabei stark an meine Grenzen kam. Es war ein Kampf, der sich echt gelohnt hat. Im neuen Jahr stehen dann endlich die 50 Kilometer (falls Tinka dies mit ihren fast 13 Jahren noch schafft!) an und dann mal schauen, wie es sich noch steigern lässt.

Ich bin weiterhin Vegetarierin, nun schon seit über 13 Jahren und auch das trägt zu meinem Wohlbefinden definitiv bei. Ich möchte in Zukunft aber unbedingt noch eigenes Gemüse anbauen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie und ob sich das mit meinem Landstreicher-Leben verbinden lässt. 

Seltsamerweise hatte ich im letzten Jahr eine Liebe zur Moselregion entwickelt, obwohl es mir im Sommer da viel zu touristisch war. Der Moselsteig war aber wahnsinnig schön, besonders an Regentagen und es gibt viele geheime Ecken und Wanderwege, die mich richtig geerdet habe. Irgendwie hat sich die Mosel in mein Herz geschlichen und wird mich wohl noch einige Zeit begleiten. Ich bin aber auch gespannt darauf, neue Orte zu entdecken und zu erkunden. Ich bin anscheinend echt eine Abenteuerin, die nur schwer am selben Ort bleiben kann. Eventuell war die all die Jahre das Hauptproblem, das mich so unglücklich gemacht hat. Man sollte sich niemals in ein Leben hineinzwingen, das andere vorgeben und das einem selbst nicht gefällt. Auf lange Sicht macht dies nur unglücklich.


Die Weihnachtszeit, die ich wohl niemals mögen werde, habe ich in diesem Jahr recht gut überstanden. Emotional habe ich mich schon vor vielen Jahren von meiner "Familie" gelöst und das war ein guter Schritt. Die erzwungene Harmonie an Weihnachten, das viele Essen und auch das Konsumverhalten war noch nie meins. So war auch diese Zeit für mich stressfrei. Schön war, dass wir die Wanderwege für uns hatten, weil alle anscheinend in den Städten unterwegs waren. 

Ich hoffe, ihr seid auch zufrieden mit eurem Jahr und falls nicht: Habt den Mut, eine neue Richtung einzuschlagen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Danke, dass ihr mich bis hierhin begleitet hat. Auch wenn ich sehr introvertiert bin und nur schwer langfristigen Kontakt aufrecht erhalten kann, bedeuten mir eure vielen kleinen Nachrichten, Kommentare, Leserunden und auch Rezensionen zu meinen Büchern sehr viel. Ihr seid längst ein Teil meiner Rainfield-Welt und dafür bin ich sehr dankbar.

Auf ins neue Jahr mit vielen Geschichten, Büchern, gefüllten Notizbüchern und langen Wanderstrecken!  Seid ihr mit eurem Jahr zufrieden?


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