Samstag, 3. Januar 2026

[Rezension] Alles. Nichts. und ganz viel dazwischen - Ava Reed

   


Titel: Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

Autor:  Ava Reed

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2020

Seitenzahl: 318
Cover: © Oetinger
Begonnen: 05.12.2025
Beendet: 09.12.2025


Leni bekommt von ihrer besten Freundin zu Beginn des neuen Schuljahres ein Tagebuch geschenkt. Noch ahnt sie nicht, wie sehr sie dieses Buch brauchen wird, um ihre Gedanken zu fassen und zu ordnen. Die Schule setzt sie nämlich immer mehr unter Druck und bald schleicht sich eine nicht greifbare Angst in ihr Leben ein, die alles auf den Kopf stellt und sie vollkommen verändert. Doch Leni, die bald einsehen muss, an Panikattacken und an Depressionen zu leiden, will sich selbst nicht aufgeben. In einer Klinik trifft sie auf Matti, der an an einer Krankheit leidet, bei der er keine körperlichen Schmerzen fühlen kann ...

Panikattacken haben mir sicherlich zehn Jahre meines Lebens geraubt, weswegen mir das Thema noch immer sehr viel bedeutet. Mittlerweile bin ich tatsächlich "panikfrei", ich weiß aber, wie steinig der Weg dorthin war. All das beschreibt Ava Reed in diesem sehr emotionalen Buch, in dem ich mich sehr oft wiedergefunden habe. Die Ängste ziehen unbemerkt in Lenis Leben ein und bald ist der Punkt erreicht, an dem sie von ihnen kontrolliert wird. Auf den ersten hundert Seiten erleben wir mit, wie sich Leni verändert und wie sie an einem Punkt angelangt, an dem sie Hilfe braucht.

Matti lernen wie erst relativ spät kennen und er scheint mit seiner Krankheit das komplette Gegenteil von ihr zu sein. Er empfindet keinerlei Schmerzen und schwitzt nicht, wodurch ein normales Leben für ihn auch unmöglich zu sein scheint. In der Klinik prallen die Welten der Beiden aufeinander und bald erkennen sie, dass sie einander eventuell helfen können.

"Alles. Nicht. Und ganz viel dazwischen" ist eine sehr bewegende Geschichte. Besonders schön sind die handverfassten Tagebucheinträge der Autorin, die noch tiefer in Lenis Gedankenwelt ziehen. Das Werk ist auf jeden Fall sehr wichtig, ob Panikattacken und Depressionen zu verstehen, auch wenn man einiges wohl nur wirklich begreifen kann, wenn man es selbst erlebt hat. Das Ende bei dem Buch kam mir allerdings ein wenig zu schnell, gerade mit dem Roadtrip, durch den der Leser regelrecht gejagt wird. Dadurch verlor sich mein anfängliches Gefühl, ein Highlight in den Händen zu haben, ein klein wenig. Dennoch halte ich das Buch für ausgesprochen wichtig und lesenswert!



Ein emotionaler Einblick in die Welt der Angstörungen und Depressionen, in der ich selbst einst mal gefangen war. Ein Buch, das aufwühlt und berührt!

Ich vergebe 5 von 5.

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