Freitag, 15. Dezember 2017

[Buch vs. Verfilmung] Das geheime Fenster, der geheime Garten - Stephen King

Und nun kommen wir wohl zu meiner liebsten Buchverfilmung, bei der ich leider mal wieder den "Fehler" gemacht habe, zu erst den Film zu sehen ...




In dem Buch "Langoliers" von Stephen King verbirgt sich eine meiner Lieblingsnovellen von Stephen King. Die Rede ist hier von "Das geheime Fenster, der geheime Garten" über den Autoren Mort Rainey (Ja, jetzt lüfte ich wohl das Geheimnis über mein eigenes Pseudonym).

Mort Rainey zieht sich nach der Trennung von seiner Frau in ein einsames Haus zurück, wo er sofort eine Schreibblockade bekommt. Alles überschlägt sich, als ein Fremder namens Shooter bei ihm auftaucht und behauptet, Mort hätte seine Geschichte gestohlen! Alles kommt dann jedoch anders als gedacht ...

Warum mir die Geschichte so gut gefallen hat? In erster Linie wohl, weil sich seid dem Lesen ein Satz bei mir eingebrannt hat: "Das Ende ist der wichtigste Teil einer Geschichte!" Das versuche ich auch immer bei meinen eigenen Manuskripten umzusetzen.

Zum anderen fand ich Mort Rainey als Charakter sehr einprägsam. Er ist ein typischer Autor, in dem ich mich teilweise (zum Glück aber ohne Schreibblockade!) sehr gut wiedergefunden habe! Er liebt das Schreiben, wirkt aber auch sehr verloren und leider auch sehr einsam ...

Das Ende in "Das geheime Fenster, der geheime Garten" hat es echt in sich, auch wenn ich zuerst den Film geschaut habe, fand ich doch, dass Stephen King hier wieder sehr viel Feingefühl bewiesen hat und den Leser gekonnt in die falsche Richtung lenkt ...




"Das Geheime Fenster" gehört, obwohl Johnny Depp die Hauptrolle spielt, wohl zu den weniger bekannten Verfilmungen der King-Bücher. Das finde ich echt schade, denn ich fand diese Umsetzung als Film wirklich brilliant. Es gibt einen tollen und meiner Meinung nach unvorhersehbaren Plot-Twist, der für mich sehr genial umgesetzt wurde.

Wahrscheinlich bin ich als Autor etwas voreingenommen, aber ich mochte Mort Rainey als Charakter sehr, er ist vermutlich einer meiner liebsten Buchcharaktere und ich muss sagen, dass ich mir hier keinen besseren Schauspieler als Johnny Depp hätte vorstellen können. Er trifft den Mort Rainey aus meinem Kopfkino beinahe komplett!




Ich liebe den Film und möchte ihn wirklich jeden ans Herz legen, zumal er eher unbekannt ist. Ich denke, hier spielt es keine große Rolle, ob zuerst der Film geschaut oder das Buch gelesen wird, der Plot-Twist wird in beiden Fällen für eine große Überraschung sorgen!


Und jetzt die Frage aller Frage: Wer von euch kennt die Novelle beziehungsweise den Film?

Mittwoch, 13. Dezember 2017

[Buch vs. Verfilmung] Die Tribute von Panem - Suzanne Collins

Von "Die Tribute von Panem" habe ich nichts gehört, bevor der Film in die Kinos kam. Damals wusste ich nicht einmal, dass es dazu eine Buchreihe gibt.

Nachdem mir der erste Film aber so unglaublich gut gefallen hat, musste ich auch hier die Bücher lesen, noch bevor die anderen Teile in die Kinos kamen.




© Oetinger
"Die Tribute von Panem" waren meine Eintrittskarte in das Genre der Dystopien. Zuvor hatte ich von dem Genre reichlich wenig gewusst, denn Sci-Fi und insbesondere Geschichten über die Zukunft hatten mich nie besonders angesprochen.

Was mir an "Die Tribute von Panem" beziehungsweise allgemein an Dystopien so gut gefällt, ist die unterschwellige Gesellschaftskritik und die Frage, ob sich die Welt wirklich in diese Richtung
entwickeln könnte. Das macht es wirklich spannend und die Idee rund um die Hungerspiele, die ja zur Unterhaltung der Bevölkerung ausgetragen werden. fand ich sehr originell.

Gleich nach dem ersten Band war ich wirklich gefesselt von der Geschichte, zumal Katniss Everdeen, ähnlich wie Bella aus "Twilight" ein recht pessimistischer und melancholischer Charakter ist, was mir in Büchern seltsamerweise immer ausgesprochen gut gefällt.

Ich konnte mit Katniss Everdeen mitfiebern und besonders der zweite Band "Gefährliche Liebe" fand ich absolut brilliant und spannend (Besonders den allerletzten Satz, der mich fast wahnsinnig gemacht hat, da ich den nächsten Band noch nicht parat hatte!)

Den letzten Band fand ich insgesamt etwas schwächer, was aber vielleicht daran lag, dass wir uns hier in keiner Arena mehr befanden und mir die Rebellen etwas unsympathisch waren. Dies war von der Autorin aber definitiv beabsichtigt, denn Katniss muss sich hier entscheiden, für oder gegen eine Seite!




Die Verfilmungen fand ich überaus gelungen. Bereits der erste Teil war toll umgesetzt und besaß wohl auch den emotionalsten Moment der ganzen Reihe!

Der zweite Teil war im Buchform mein Favorit, allerdings muss ich sagen, dass mir hier der Film etwas zu schnell ablief, das Buch hat sich da definitiv mehr Zeit gelassen. Vielleicht wäre es hier auch besser gewesen, einen Zweiteiler daraus zu machen.

Der erste Film war für mich definitiv der Beste, aber ich kann die gesamte Reihe empfehlen. Alle Filme wissen zu fesseln, haben tolle Schauspieler und besonders die Arenen im ersten und zweiten Teil haben mir ausgesprochen gut gefallen. Meiner Meinung nach hätten sie den letzten Teil allerdings nicht splitten brauchen, denn hier wirkte es doch arg in die Länge gezogen. Hier hätte ich mir eher gewünscht, dass der zweite Buchband als Film etwas länger geworden wäre!




Beides hat ihren Reiz. Der Film ist absolut toll umgesetzt, aber wie immer tendiere ich dazu, erst die gesamte Reihe als Buch zu lesen und sein eigenes Kopfkino zu genießen!


Wie seht ihr das? Haben euch die Bücher besser gefallen als die Filme?

Montag, 11. Dezember 2017

[Buch vs. Verfilmung] Bis(s) zum Morgengrauen - Stephenie Meyer

Meine Rezension zu "Bis(s) zum Morgengrauen" kam ja vor kurzem hier online und ich bin echt froh, das Buch, das wirklich zu meiner Jugend gehört hat, noch einmal gelesen zu haben! :) Natürlich kann ich es mir nicht nehmen lassen, auch hier, Buch und Film miteinander zu vergleichen.



"Bis(s) zum Morgengrauen" habe ich als Jugendliche gelesen, noch bevor der Film überhaupt in die
© Carlsen
Kinos kam. Ich erinnere mich noch gut daran, wie falsch ich "Carlisle" oder die "Cullens" ausgesprochen habe! ;)

Ich war von dem Buch tatsächlich von der ersten Seite an gefesselt und habe es beinahe am Stück gelesen. Damals war ich bereits total bücherverrückt, hatte mit Vampiren aber so gar nichts am Hut. Dies hat sich aber geändert, als dann die Geschichte von Bella und Edward erschien.

Ja, in dieser Hinsicht bin ich wohl extrem kitschig, vielleicht zu kitschig, denn die Geschichte ist wirklich so übertrieben romantisch, dass ich sie eigentlich total abstoßend finden müsste. Tue ich aber nicht.  Es liegt wohl daran, dass ich Bella und Edward viel zu sehr in mein Herz geschlossen habe und deswegen ihre gesamte Geschichte so unglaublich toll fand.

Besonders Bella mochte ich sehr, genau wie Alice. Alle Charaktere sind, so einfach die Geschichte auch geschrieben sein mag, sehr liebevoll beschrieben und ich denke, dies macht den besonderen Reiz des Buches aus!

Im übrigen bin ich aber nie bis zum letzten Band gekommen, denn damals, als die Filme rauskamen, habe ich mich tatsächlich geschämt, die Reihe zu mögen, was jetzt im Nachhinein echt dumm war. Man sollte sich niemals für etwas schämen müssen, was man mag und so werde ich in naher Zukunft die Reihe endlich auch bis zum Ende lesen!



So blöd einige Leute die Filme auch finden, so muss man ihnen doch eins zu Gute halten: Sie halten sich enorm an die Bücher. Das ist wirklich selten. In "Twilight" wurden die meisten Szenen wirklich eins zu eins übernommen und damit verbildlicht, was ich wirklich gelungen fand. Die meisten Dialoge befinden sich auch so im Buch und von daher muss ich sagen, dass die Regisseurin hier wirklich eine gute Arbeit geleistet hat!

Natürlich ist das Kopfkino in den meisten Fällen stärker und auch ich habe mir Bella und Edward im Vorfeld vollkommen anders vorgestellt. Dennoch ist die schauspielerische Leistung des gesamten Cast auf einem guten Niveau, zwar nicht perfekt, aber sie alle besitzen doch eine gewisse Sympathie. (Die Volturi mal außen vorgelassen!)

Ich mag die gesamte Filmreihe und kann mir die einzelnen Filme auch wirklich mehrmals ansehen. Besonders der allerletzte Teil hat es mir angetan, hier kann ich aber Film und Buch nicht vergleichen, aber das werde ich wohl nachholen, sobald ich "Bis(s) zum Ende der Nacht" endlich gelesen habe!




Beides lohnt sich, allerdings würde ich jedem raten, zuerst die Bücher zu lesen, denn mittlerweile haben sich bei mir die Gesichter im Kopf doch schon gewandelt und ich sehe hinter jeder Figur nur den Schaupieler. Bei einigen ist es passend, bei anderen wiederum nicht.

Dennoch finde ich Verfilmung mehr als gelungen. Die Atmosphäre des Buches wurde gut eingefangen!


Wie steht ihr zu der Buch/Filmreihe?

Samstag, 9. Dezember 2017

[Buch vs. Verfilmung] Menschenjagd - Stephen King

Heute kommen wir einmal zu einer Verfilmung, die ich erst vor kurzem gesehen habe, nachdem mich das Buch "Menschenjagd" von Stephen King so sehr begeistert hat.




"Menschenjagd" von Stephen King ist ein sehr dystopischer Roman über eine Welt, die unserer nicht allzu fern ist. Das Fernsehen manipuliert die Menschen und stellt sie weitestgehend ruhig, damit sie die Fehler des Systems nicht erkennen.

Dabei gibt es so einige grausame Spiele, die der Belustigung der Zuschauer dienen, in Wahrheit aber nur das Zwei-Klassen-System fördern. Kranke, dumme und arme Menschen werden einfach Teil einer Show, der Gipfel von allem ist hier die "Menschenjagd", bei der es um Leben und Tod geht.

Ben Richards nimmt an der "Menschenjagd" teil, weil er Geld für seine kranke Tochter braucht. Er ist ein Charakter, der das System von Anfang an verabscheut, aber weiß, dass er nicht dagegen ankommt. Dennoch kämpft er jede einzelne Sekunde für eine Gerechtigkeit, die von den Leuten vielleicht nicht gewollt wird.

Der Roman hat mich von der ersten Seite an fesseln können. Das Buch besitzt eine Gesellschaftskritik, die wir auch heute eins zu eins auf unsere Welt übertragen können, was mich besonders schockiert hat! Stephen King zeigt hier eine ganz neue Seite an sich, es gibt keinen Horror, sondern eine aufregende Geschichte über den Kampf um Leben und Tod und um die Freiheit, die wir auf diesen Planeten wohl niemals erreichen werden.




"Running Man" ist nun die Verfilmung von "Menschenjagd", die 1987 erschien und in der Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle spielt. Ja, Arnold Schwarzennegger spielt hier einen Ben Richards, der aber außer dem Namen nichts mehr mit dem Charakter aus Kings Buch zu tun hat!

Im Grunde hat der Film reichlich wenig mit dem Buch zu tun. Das Spiel ist ebenfalls komplett anders, es findet in einem abgesperrten Bereich statt, während sich die Menschenjagd aus dem Buch auf das ganze Land erstreckt. Hier kommen wir auch schon zu dem größten Problem des Filmes: Es besitzt keinerlei Gesellschaftskritik und ähnelt sich nur von der Grundidee.

Arnold Schwarzenegger macht den Film zu einem reinen Action-Film. Er ist natürlich übertrieben stark, kämpft sich durch das Spiel und steht am Ende natürlich als strahlender Held da. Dies war für mich definitiv nicht die Aussage von Kings Roman und Ben Richards war für mich nicht dieser übertriebene Held und Kämpfer, sondern eher ein normaler Kerl, der das System durchschaut und innerlich lange Zeit schon aufgegeben hat. Echt schade, wie der Film umgesetzt wurde!



Der Film erzählt leider eine komplett andere Geschichte als das Buch. An Arnold Schwarzeneggers Seite geht es hier eher um Action und die Gesellschaftskritik wurde komplett weggelassen! Echt schade, aber hier muss ich definitiv sagen, dass sich die Verfilmung absolut nicht lohnt. Ich wünsche eher, den Film nie gesehen zu haben, denn er hat den Ben Richards aus dem Buch, wirklich in ein komplett falsches Licht gerückt! Bitte erspart euch also den Film und lest lieber das wahnsinnig geniale Buch!

Kennt ihr das Buch? Und vielleicht sogar den Film?

Donnerstag, 7. Dezember 2017

[Buch vs. Verfilmung] Es - Stephen King

Hi ihr Bücherverrückten,

da ich gerade wieder einmal kein Internet habe und deswegen einige Blogbeiträge im Vorfeld schon fertig stellen musste, konnte ich endlich einmal eine Idee umsetzen, die ich schon lange im Hinterkopf habe. Neben Büchern mag ich nämlich auch Filme sehr gerne (besonders Horrorfilme!) und da habe ich schon vor einem Jahr die Idee gehabt, direkt einmal Bücher und ihre Verfilmungen zu "vergleichen". Falls die Kategorie gut ankommt, werde ich sie vielleicht im nächsten Jahr fest integrieren!

Jeder Buchliebhaber wird es sicherlich kennen: Manchmal lesen wir nur Bücher, um im Anschluss die Verfilmung zu schauen und meistens werden wir dann enttäuscht, weil es das eigene Kopfkino doch einfach nicht auf die große Leinwand schafft. Interessant finde ich es aber dennoch zu sehen, inwieweit das Buch umgesetzt wird und wie sich die Geschichten eben ähneln oder eben nicht.

Heute, im ersten Beitrag zum Thema "Buch vs. Verfilmung" geht es um einen echten Klassiker, nämlich um "Es" und da müsste es jetzt eigentlich heißen: "Buch vs. Verfilmung vs. Verfilmung" ....




1996 erschien "Es" erstmals in deutscher Sprache und hat damals vielen Lesern das Fürchten gelehrt.
Cover © Heyne
Ich gehöre auch dazu, muss allerdings gestehen, dass ich tatsächlich zuerst den Film gesehen habe. Damals war ich noch sehr jung und "Es" hat tatsächlich meine Angst vor Clowns entfacht. Schlimmer wurde es dann, als mir das Buch in der Bibliothek in die Hände fiel. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, was für einen Sog die Geschichte hatte, die um eine Clique von Freunden handelt, die sich einmal als Kinder und einmal als Erwachsene gegen ein unbekanntes "Es" zur Wehr setzen müssen.

"Es" als Buch ist ein Horrorroman auf höchstem Niveau. Ich hatte es im zarten Alter von vielleicht 12 oder 13 Jahren gelesen und  es hat tatsächlich Wochen gebraucht, bis ich mich von der Lektüre erholt habe!

Toll und bemerkenswert sind auch hier wieder die Charakterzeichnungen. Wir haben hier eine Gruppe von Kindern/Jugendliche, die alle auf den ersten Blick Außenseiter zu sein scheinen. Ben ist dick, Bill stottert, Richie ist laut und nervig, Stan ist Jude und Eddie ist kränklich. Sie alle sind sympathisch und als Leser fällt es leicht mit ihnen mitzufiebern. Ich habe mich selbst als Teil dieser Gruppe gefühlt, die hier gegen das Böse kämpfen muss und einen wundervollen Zusammenhalt entwickelt.

Solch einen Horror findet man in Büchern tatsächlich sehr selten und so ist mir "Es" nach all den Jahren noch immer in Erinnerung geblieben. Es verbindet die kindlichen Ängste mit dem Grauen, das hier das Gesicht eines blutrünstigen Clowns bekommt. Das "Es" ist dennoch nie greifbar, als junger Leser war ich deswegen stets angespannt, stets wachsam und hatte bei jedem kleinen Vorkommnis, das sich einfach nicht erklären ließ, eine ungemeine Angst!

"Es" gehört zu den Büchern, die ich im nächsten Jahr unbedingt noch einmal lesen möchte.





Kommen wir erst einmal zu der alten Verfilmung von 1990. Ich habe diesen Film in sehr jungen Jahren gesehen und ich fand ich so gruselig, dass ich tagelang an jeder Ecke Pennywise gesehen habe! Der Film ist meiner Meinung nach gut gelungen, er kommt mit einfachen Effekten aus und erzeugt für mich jene Atmosphäre, die ich dann später auch im Film gespürt habe. Alles ist unheimlich und dennoch nicht greifbar.

Toll fand ich, dass der 192-minütige Film beinahe komplett ohne Blutvergießen auskommt. Hier zeigt sich, dass ein Film/Buch nicht zwangsweise Gewalt braucht, um zu fesseln. Die bedrohliche Atmosphäre wird komplett gehalten und das Hin- und Her zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist ausgesprochen gut gelungen. Die Freunde müssen das "Es" nämlich zwei Mal bekämpfen! Natürlich fiebern wir hier besonders mit den Kindern mit, die einen ungemeinen Mut und einen wundervollen Zusammenhalt entwickeln!

Komme ich nun zu der Neuverfilmung, die in diesem Jahr herauskam. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, mir auch diese anzuschauen. Lange habe ich mich darauf gefreut und muss sagen, dass ich den Film im Großen und Ganzen gut gelungen fand. Es gibt hier allerdings auch ein großes "Aber".

Die Neuverfilmung ist modern gehalten und entspricht zu 100% den Horrorfilmen der heutigen Zeit. Für einige wird dies ein Vorteil sein, für mich als Kind der 90er und als großer Fan von uralten Horrorfilmen hat sich ein Problem abgezeichnet: Die Atmosphäre.

Viele Sprüche der Kinder waren für mich zu modern, zu angepasst an unsere heutige Jugend und daher auch ein wenig zu deplatziert für eine Geschichte, die ja im Jahr 1988 ihren Anfang nahm. Das Gefühl der damaligen Zeit war für mich nicht greifbar und deswegen hat sich die Neuverfilmung auch nicht ansatzweise wie das Buch angefühlt, das ich damals so geliebt habe.

Die gruselige Atmosphäre blieb hier leider aus, denn leider hat der Regisseur hier einen sehr bildgewaltigen Film erschaffen wollen. Er ist blutig, er ist brutal und er zeigt eben beinahe alles. Für subtilen Horror blieb hier leider keinen Platz!

Das Buch ist eins der besten, die Stephen King je geschrieben hat, doch auch die Verfilmungen können sich sehen lassen, obwohl ich immer noch die ältere aus dem Jahren 1990 bevorzuge!

Und wie ist eure Meinung zu "Es" und den beiden Verfilmungen? Welche hat euch besser gefallen?



Dienstag, 5. Dezember 2017

[Re-Read] Bis(s) zum Morgengrauen - Stephenie Meyer

Titel: Bis(s) zum Morgengrauen
Autor:  Stephenie Meyer
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 21. Februar 2006
Anzahl der Seiten: 512
Cover und Inhaltsangabe © Carlsen



"Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Bella ihren Umzug nach Forks, einer langweiligen, ständig verregneten Kleinstadt in Washington State, kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward kennen lernt. Er fasziniert sie, obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. So gut aussehend und stark wie er kann kein gewöhnlicher Mensch sein. Aber was ist er dann?"





Hach ja, als "Bis(s) zum Morgengrauen" 2006 erschien war ich gerade mal 16 Jahre alt, etwa in dem Alter von Bella, und natürlich habe ich mich wie viele andere Jugendliche in diese wundervolle Welt der Vampire verzogen, um der damals ätzenden Realität zu entfliehen. Wer begibt sich nicht gerne in eine romantische Welt, in der die echte Liebe alles andere zu besiegen vermag?

Stephenie Meyers Stil habe ich als Jugendliche geliebt und auch heute noch versprüht er einen ganz eigenen Charme. Es macht einfach Spaß, der Geschichte eines stinknormalen Mädchens zu verfolgen, das sich unsterblich verliebt und um diese Liebe kämpfen muss. Die Autorin hat hier alles richtig gemacht: ein federleichter Schreibstil, viele romantische Momente und Charaktere, die wohl jeder Leser einfach mögen muss.




- Bella -

Ich konnte mich schon damals mit Bella identifizieren. Sie ist ein stinknormales, leicht melancholisches Mädchen, das ihr Herz am rechten Fleck hat. Ich mag ihre leicht schüchterne Art, mit der ich mich gut identifizieren kann, ihren Mut, der mir damals echt Hoffnung gegeben hat und ihren recht trockenen Humor.

Im Vergleich zum Film gibt das Buch natürlich noch tiefere Einblicke in Bellas Gedankenwelt. Wir sind hautnah dabei, wie sie sich verliebt, aber auch mit den Zweifeln kämpft, ob ihre Liebe zu einem Vampir überhaupt eine Zukunft haben kann. Ich liebe ihre Entwicklung, die in diesem Buch bereits ihren Anfang nimmt!

- Edward -

Was soll ich hier schon groß zu Edward sagen? Ich finde die Liebesgeschichte süß, ich liebe es, wie Edward versucht, Bella zu beschützen, auch wenn er oftmals denkt, er müsse sie dafür auf Abstand halten. Interessant ist zudem seine Beziehung zu seiner "Familie", diesen Zusammenhalt fand ich bereits damals unwahrscheinlich schön und beneidenswert!





Schon damals war ich von Bella und Edwards Geschichte begeistert, obwohl ich diese Leidenschaft lange Zeit im Verborgenen halten musste. Warum eigentlich? Wieso hatte ich lange Zeit das Gefühl, mich schämen zu müssen, ein Buch toll zu finden?

Das kommt mir noch heute vollkommen absurd vor und genau deswegen habe ich mich für ein "Re-Read" entschieden. Ich möchte die Bücher lesen dürfen, die ich möchte und ich möchte, trotz meines Alters, nicht verurteilt werden, weil ich glitzernde Vampire echt cool finde!

Auch beim zweiten Mal lesen (oder war es vielleicht sogar schon das dritte Mal?) konnte mich die Geschichte wieder absolut begeistern. Es macht Spaß, Bella dabei zu begleiten, wie sie Edward nach und nach kennenlernt und herausfindet, wer, beziehungsweise was, er nun wirklich ist.

Ich hatte beim Lesen totales Herzrasen, so toll fand ich einzelne Momente wie zum Beispiel ihr erstes Gespräch im Biologieunterricht, das Kennenlernen mit Edwards Eltern oder auch das gemeinsame Baseballspiel. Alles fühlte sich beim erneuten Lesen so real an, als wäre ich irgendwann wirklich Teil dieser Geschehnisse gewesen!

So schlecht auch manche Leute die Filme finden, so ehrlich muss man an dieser Stelle sein, dass die Verfilmungen echt gut gelungen sind. Oftmals wird sich darüber beschwert, wie viel in Filmen verändert wird, bei "Bis(s) zum Morgengrauen" beziehungsweise "Twilight" kann man dies nicht sagen. Vieles wurde Eins zu Eins übernommen, was natürlich jedes Leserherz höher schlagen lässt! 

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnert,, wie ich damals den ersten Film gesehen habe und mir dachte, dass genau so Verfilmungen sein sollte. Vielleicht war ich mit einigen Schauspielern nicht zu 100 Prozent zufrieden, aber die Atmosphäre des Buches wurde doch absolut eingefangen und auf die Leinwand gebannt. Das schaffen meiner Meinung nach die wenigsten Filme!

Kommen wir aber zurück zum Buch. Ich hatte gedacht, dass ich das Gefühl, das ich als Jugendliche beim Lesen hatte, nicht noch einmal zurückholen kann, doch ich habe mich geirrt. Alles war zwar nicht so intensiv wie beim ersten Lesen, aber dennoch war ich wieder vollkommen in dieser romantischen Geschichte gefangen, die mir noch heute ein Grinsen aufs Gesicht zaubert!




Ich schäme mich nicht dafür, hier offen zuzugeben, ein großer "Bis(s) zum Morgengrauen"-Fan zu sein. Die Geschichte von Bella und Edward ist intensiv, romantisch und einzigartig. Und zum Schluss oute ich mich: Ja, ich wünsche mir nichts sehnlicher, als selbst ein Vampir zu sein ...

Sonntag, 3. Dezember 2017

[Monatsrückblick] Mein Lesemonat November

So, endlich kann ich wieder einen ordentlichen Monatsrückblick vorweisen und ich bin wirklich überrascht, was für tolle Bücher ich am Ende des Jahres doch noch lesen durften. Ich habe endlich meinen ersten Island-Thriller gelesen, bin mal wieder in einer sehr romantischen und süßen Geschichte abgetaucht und habe mich mit der Frage beschäftigt, inwieweit der technische Fortschritt unser Leben bestimmt.

Toll fand ich, dass es diesen Monat keinen echten Flop gab und alle, wirklich alle, auf einem guten und hohen Niveau waren. So kann das Jahr echt ausklingen!

Insgesamt habe ich 10 Bücher gelesen.


- Jugendbuch -

PS: Ich mag dich - Kasie West (5+ von 5)
Boy in a White Room - Karl Olsberg (5 von 5)
Das Orangenmädchen - Jostein Gaarder (5 von 5)
(Re-Read) Bis(s) zum Morgengrauen - Stephenie Meyer (5 von 5)
Crazy - Benjamin Lebert (4 von 5)
Royal, Band 1, Ein Leben aus Glas - Valentina Fast (4 von 5)



- Mysterythriller -

Geisterfjord - Yrsa Sigurdardóttir (4 von 5)
Das Apartment - S. L. Grey (4 von 5)


- Dystopie -

Scythe - Neal Shusterman (5+ von 5)

- Roman -

Der Weihnachtswald - Angelika Schwarzhuber (3 von 5)




Cover © Carlsen




Lily aus "Ps: Ich mag dich" von Kasie West war mir erschreckend ähnlich. Sie liebt das Schreiben von Songtexten, hat ihren eigenen Style, aber dennoch recht wenig Selbstvertrauen. Ich fand ihre Entwicklung in dieser zuckersüßen Geschichte wundervoll!


Cover © Loewe



Hier komme ich nicht drumherum und muss Manuel aus "Boy in a White Room" von Karl Olsberg nennen. Er ist in einer virtuellen Welt gefangen und muss nach und nach entschlüsseln, was mit ihm passiert ist. Ist Manuel noch ein Mensch? Was macht einen Menschen überhaupt zu einem Menschen?


Cover © Sauerländer



Hier muss ich auf jeden Fall die ""Scythe" nennen, auch wenn sie äußerlich gar nicht einmal so gruselig erscheinen. Sie tragen farbenfrohe Roben, aber ihre Aufgabe ist schrecklich: Sie müssen in einer Welt, in der es längst Unsterblichkeit gibt, für den nötigen Ausgleich sorgen, damit es nicht zu einer Überbevölkerung kommt! Dementsprechend haben die Leute stets Angst, wenn ein Scythe auftaucht und dieses beklemmende Gefühl hatte auch ich beim Lesen!


Cover © Carlsen



Hach, hier bin ich mal ganz kitschig und nehme mein Re-Read von "Bis(s) zum Morgengrauen" .Ich schäme mich nicht, hier zu sagen, dass ich den Moment, in dem Bella herausfindet, was Edward denn nun ist, absolut toll finde!


Cover © Fischer



An dieser Stelle kann ich mich nicht so recht zwischen "Geisterfjord"von Yrsa Sigurdardóttir und "Das Apartment" von S. L. Grey entscheiden. Beide Bücher hatten wirklich fesselnde Momente und haben mich besonders durch ihre offenen Enden begeistern können!


Cover © Carlsen



Hier werde ich noch einmal "PS: Ich mag dich" von Kasie West nehmen müssen! Lily schreibt hier mit einem Unbekannten Briefe, die sie im Chemieunterricht heimlich unter dem Tisch versteckt. Emotional fand ich hier, als sie herausfindet wer dahinter steckt, denn ihre Vorurteile stellen sich ihr in den Weg. Das beweist wieder einmal, dass wir Menschen nicht zu schnell und vor allem nicht zu oberflächlich beurteilen sollten ...


Cover © Sauerländer





"Scythe"von Neal Shusterman war ein Buch, das mich von der ersten Seite in den Bann gezogen hat und bei dem ich mir echt gewünscht hätte, dass ich es geschrieben hätte! Die Idee rund um die Welt, in der es bereits die Unsterblichkeit gibt, aber in der sogenannte "Hüter des Todes" immer noch für den nötigen Ausgleich sorgen müssen, ist absolut originell!



"Scy Und wie sah euer November aus? Was waren eure liebsten Buchmomente und eure Lieblingscharaktere?