Dienstag, 1. Juni 2021

[Rezension] Komm, spiel mit mir - Paddy Richardson

 


Titel: Komm, spiel mit mir

Autor:  Paddy Richardson
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2014
Anzahl der Seiten: 432
Cover und Inhalsangabe: © Knaur

Begonnen: 28.04.2021
Beendet: 30.01.2021

"Unwillig ist Stephanie mit zum Picknick am See gegangen; wieder einmal soll sie ihre vierjährige Schwester beaufsichtigen, während ihre Mutter mit fremden Männern flirtet. Dann ist die kleine Gemma plötzlich verschwunden. Für die Familie Anderson bricht eine Welt zusammen. Siebzehn Jahre später arbeitet Stephanie als Psychiaterin in einer Klinik, als die selbstmordgefährdete Beth eingeliefert wird. Auch Beth hatte eine kleine Schwester, die spurlos verschwand. Immer mehr verstörende Übereinstimmungen kommen zutage – und Stephanie kann nun nichts mehr aufhalten …"


Thriller in denen es um vermisste Kinder geht, gibt es wie Sand am Meer. Ich bin diesem Thema also schon hunderte Male begegnet, finde es aber, wenn es gut und vor allem einzigartig umgesetzt wird, noch immer interessant.

"Komm, spiel mit mir" betrachtet in erster Linie die Folgen einer solchen Tat für die Familien. Gemma verschwindet hier bereits auf den ersten Seiten, woraufhin sich das Leben aller Familienmitglieder verändert. Zum einen ist da die Mutter Minna, die lieber mit Männern geflirtet hat, als auf ihre Kinder aufzupassen, zum anderen ist da aber auch Stephanie, die an diesem Tag auf ihre jüngere Schwester aufpassen sollte. Nach diesem Tag ist plötzlich alles anders ...

Ein echter Thriller ist "Komm, spiel mit mir" nicht, denn es geht vordergründig nicht um die Tat beziehungsweise die Suche nach dem Täter, sondern um die Auswirkungen dieses Verlustes auf die Familie. Dabei schlägt Paddy Richardson sehr leise Töne an und tastet sich sehr sensibel an das Thema heran. Ihr Schreibstil wirkt an einigen Stellen allerdings sehr abgehackt und sie besitzt leider kein richtiges Gespür für Cliffhanger. So besaß das Buch für mich leider überhaupt keinen Spannungsbogen ...

Mit Beth führt die Autorin kurz noch einen recht interessanten Charakter ein. Die Frau kommt nämlich in die Klinik, in der Stephanie später als Psychiaterin arbeitet und Beth hat ebenfalls ihre Schwester verloren. Leider wird dieser Strang nur benutzt, um den Täter einzuführen. 

So reist Stephanie schließlich in ihre Vergangenheit zurück, um endlich mit dieser abzuschließen. Allerdings passiert hier nicht mehr allzu viel Überraschendes. Schade ist hier, dass die Hintergründe leider nicht näher beleuchtet werden und es so für mich und sicherlich auch für die Familie kein richtiger Abschluss ist. Das Ende hat mich daher doch sehr enttäuscht, vor allem, da im Grunde nicht viel mehr passiert, als das, was man bereits auf dem Klappentext lesen kann ...



"Komm, spiel mit mir" von Paddy Richardson ist kein echter Thriller, sondern vielmehr ein Roman, der sehr sensibel eine Familie betrachtet, die an dem Verlust eines Kindes kaputt geht. Leider bietet das Buch in dieser Richtung aber nicht viel Neues, alles war irgendwie schon Mal da gewesen und weder der Schreibstil, noch die Handlung könnten mich in den Bann ziehen ...


Ich vergebe 2 von 5.

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