Donnerstag, 12. Februar 2026

[Rezension] Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla - Håkan Nesser

  


Titel: Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla 

Autor:  Håkan Nesser

Genre: Roman, Krimi

Erscheinungsjahr: 2005

Seitenzahl: 336
Cover: © btb
Begonnen: 23.01.2026
Beendet: 27.01.2026

Mir gefallen jene Romane von Håkan Nesser, die ohne Ermittler auskommen und die den Leser einfach nur in die Gedankenwelt der Charaktere entführen. Solch ein Roman ist "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla", der sogar ein wenig dem grandiosen Werk "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" ähnelt. Einige Details werden hier sogar erwähnt.

Es beginnt sehr ruhig und subtil mit der Erzählung eines Jungen namens Mauritz, der sich im Jahr 1967 mitten in der Pubertät befand, auf englische Musik abfährt und sich zum ersten Mal verliebt. Erst einmal bleibt unklar, was passieren wird, wir folgen einfach nur einem Teenager, der die Welt entdeckt. Doch dann stört ein Mord sein Erwachsenwerden und die Idylle in dem verschlafenen Ort. Das Opfer ist ausrechnet der Vater von Signhild, seiner ersten großen Liebe.

So ruhig und harmlos die ersten Seiten auch erscheinen mögen, so düster und abgründig wird es nach dem Mord. Mauritz sieht viel, hört eine Menge, aber versteht gewisse Dinge nicht. So ist er zu geblendet von seiner ersten  großen Liebe, um de Wahrheit wirklich näher zu kommen. Mir gefiel die Tiefe dieses Romans und auch das Ende, das letztendlich sehr schön zeigt, welche Kreise das Leben manchmal zieht. Für mich war dies endlich mal wieder ein richtig starker Roman von Nesser.


Ein Junge, der gerade dabei ist erwachsen zu werden, muss dies in den Schatten eines Mordes tun. Ein starker Roman mit Tiefgang

Ich vergebe 5 von 5.

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