Montag, 30. März 2026

[Rezension] Ghetto Kidz - Morton Rhue


 Titel: Ghetto Kidz

Autor:  Morton Rhue 

Genre: Jugendroman

Erscheinungsjahr: 2009

Seitenzahl: 252
Cover: © Ravensburger
Begonnen: 09.03.2026
Beendet: 12.03.2026


In einer spontanen Leserunde mit einer lieben Autorenfreundin durfte ich mal wieder ein Buch von Morton Rhue lesen. Schon seit meiner Schulzeit, in der wir "Die Welle" gelesen haben, begleitet er mich und bringt mich immer wieder mit Themen in Kontakt, die nach wie vor wichtig sind.

In "Ghetto Kidz" wird der Leser in ein amerikanisches Ghetto katapultiert, in dem hauptsächlich Afroamerikaner leben. Morde, Drogen, Waffenhandel und Bandenkriege gehört auch für Kalon, der zu Beginn der Geschichte zwölf Jahre als ist, zum Alltag. Beim Lesen schnürt es einen schon auf den ersten Seiten, auf denen ein kleiner Junge stirbt, die Kehle zusammen.

Wir begleiten Kalon durch seine Jugend und spüren dabei, wie er selbst immer weiter abrutscht. Immer wieder tauchen Chancen auf, die er jedoch verstreichen lässt, weil er keinerlei Hoffnung sieht. Er kann sich die Welt außerhalb des Ghettos noch nicht mal vorstellen. 

Kalon vergleicht das Ghetto sehr treffend mit einem Dschungel, denn es herrschen ganz eigene Gesetze. Auf der schockierende Weise durchleuchtet Morton Rhue hier das Leben von Menschen, die schließlich in die Kriminalität und Gewalt gedrängt werden. Mich hat Kalons Weg hier echt sehr mitgenommen. Anhand dieses Buches zeigt sich sehr schön, in welcher Weise die Politik und auch die Gesellschaft nach wie vor versagt. Ein starkes und nach wir vor sehr wichtiges Werk!


Ein tiefer und schonungsloser Einblick in ein amerikanisches Ghetto, in den ganz eigene Gesetze herrschen. Sehr schockierend, sehr wachrüttelnd!

Ich vergebe 5 von 5.

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