Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 480
Cover und Inhaltsangabe © Heyne fliegt
Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!
Achtung! Band 2 einer Reihe! Rezension enthält Spoiler!
"In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen ..."
Im letzten Jahr hat mich ein Buch besonders begeistert und mich noch tiefer in das Genre der Dystopien gezogen. "Das Feuerzeichen" war eines meiner Jahreshighlight, denn ich mochte die Idee rund um die Alphas und Omegas und auch die Protagonistin hatte ich direkt in mein Herz geschlossen. Umso mehr habe ich mich auf den Folgeband gefreut, den ich gleich nach Erscheinen verschlingen wollte. Für den ersten Band hatte ich schließlich nur wenige Tage gebraucht, da mich die Geschichte so in den Bann gezogen hat.
Leider setzte bei mir schon nach den ersten Seiten eine gewisse Ernüchterung ein. Es brauchte sehr lange, bis ich mich wieder in die Geschichte eingefunden habe, denn ich hatte Probleme, alle Geschehnisse noch einmal zusammenzusetzen. Leider plätschert alles hier auch nur so vor sich hin und der Flair des ersten Bandes, besonders die Geschichte zwischen Cass und ihrem Bruder, verlor sich für mich immer mehr.
Der Schreibstil der Autorin ist zwar immer noch recht düster, aber sie hat es in diesem Teil leider nicht geschafft, einen Spannungsbogen zu erzeugen. Die ersten 200 Seiten füllen eine recht langweilige Flucht mit wenigen neuen Erkenntnissen. Ein Lesegenuss sieht für mich leider anders aus!
- Cass -
Im ersten Band habe ich Cass für ihre Art bewundert. Sie wirkte auf der einen Seite immer recht zerbrechlich, doch innerlich besaß sie eine enorme Stärke. Als sie im ersten Teil zu Kip stieß, habe ich die Freundschaft und die Vertrautheit der beiden genossen, doch das in diesem Buch natürlich nicht mehr vorhanden. Stattdessen versinkt sie erst einmal in ihrer Trauer, die aber im Grunde gar keine richtige Trauer ist.
Ohne Kip wirkte Cass auf mich wie eine halbe Personen. Sie treibt nur durch die Geschichte und wäre Zoe und Piper nicht, würde Cass vermutlich in einem tiefen Loch versinken. Cass hat für mich demnach leider keine weitere Entwicklung in diesem Teil durchgemacht. Ganz im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, mich immer mehr von ihr zu entfernen. Die neue Cass war mir teilweise viel zu melancholisch. Sie besaß kaum noch Stärke und zeigte keine Eigeninitiative mehr! Deswegen kann ich hier auch nicht mehr viel über sie sagen!
- Zoe und Piper -
Neben Cass werden in "Das Feuerzeichen, Rebellion" besonders Zoe und Piper in Szene gesetzt. Sie sind Zwillinge und verstehen sich sehr gut, was in dieser Welt eine Ausnahme ist. Zoe ist ähnlich wie Cass recht düster, fast schon mürrisch. Wieso sich Cass und Zoe also nicht so recht verstehen wollen, weiß ich nicht!
Piper war der Anführer der "Rebellen", doch nun ist er auf der Flucht und will mit Cass und Zoe wieder Anschluss finden, um die Omegas zu retten. Piper empfand ich als angenehmen Charakter, auch wenn mir sein Innerstes bis jetzt verborgen geblieben ist.
So viele Monate habe ich mich auf die Fortsetzung von "Das Feuerzeichen" gefreut und nun wurde ich leider bitter enttäuscht. Ich weiß jetzt, warum ich Bücherreihen selten anziehend finde - es ist immer der schwache Mittelteil, der mir komplett die Lust nimmt!
Leider habe ich bei diesem Band keinerlei Zugang gefunden. Die ersten 200 Seiten werden mit einer langweiligen Flucht und das Umherstreifen durch das Land gefüllt. Schade fand ich hier auch, dass im Buch auf eine Karte verzichtet wurde. So konnte ich der Route der drei leider nicht folgen und habe mich sehr stark gelangweilt.
Nach gut 250 Seiten geht es dann erst los. Schade, dass hier schon die Hälfte des Buches hinter einem liegt und die Autorin sich für ein eher unspektakuläres Highlight entschieden hat. Die "Schlacht" in der Mitte des Buches war zwar überraschend und hat auch kurzzeitig für Abwechslung gesorgt, aber ich muss sagen, dass ich kein Freund von Kriegen bin, vor allem da die "Rebellen" eigentlich wissen müssten, um was es dabei geht. (Zur Anmerkung: Es sterben ja nicht nur die Alphas, sondern zeitgleich immer auch ein Omega!)
Die ganze Thematik rund um die Problematik der Zwillingsgeburten kam mir hier viel zu kurz. Die Autorin schockt zwar an einigen Stellen mit Gewalt, aber letztendlich hat die Geschichte für mich das Besondere verloren.
Erst im letzten Drittel nimmt das Buch dann Fahrt auf und es tauchen einige neuen Ideen rund um eine ominöse Arche auf. Was das alles ist, möchte ich hier nicht verraten, aber zum Ende hin wird die Geschichte dann doch noch interessant und liefert neue Erkenntnisse. Ich muss jedoch auch hier sagen, dass mir ein gewisser roter Faden gefehlt hat. Cass, Zoe und Piper verfolgen so manchen Plan und ich habe noch keinen davon durchschaut. Überraschungen gab es zum Ende hin zwar einige, die es aber leider nicht mit dem grandiosen Showdown aus dem ersten Teil aufnehmen konnten. Ich hoffe, dass er Abschluss der Trilogie wieder punkten kann, denn der Mittelteil war leider die reinste Qual für mich!
Leider ein sehr schwacher Mittelteil, der sich die ersten 200 Seiten nur mit Nebensächlichkeiten beschäftigt und das Niveau des ersten Bandes nicht halten kann. Ich möchte zudem die alte, starke Cass zurück und wieder die Problematik der Verbundenheit der Zwillinge spüren. Ich hoffe, der dritte Teil wird diesen Teil in Vergessenheit geraten lassen!
Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!
Achtung! Band 2 einer Reihe! Rezension enthält Spoiler!
"In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen ..."
Im letzten Jahr hat mich ein Buch besonders begeistert und mich noch tiefer in das Genre der Dystopien gezogen. "Das Feuerzeichen" war eines meiner Jahreshighlight, denn ich mochte die Idee rund um die Alphas und Omegas und auch die Protagonistin hatte ich direkt in mein Herz geschlossen. Umso mehr habe ich mich auf den Folgeband gefreut, den ich gleich nach Erscheinen verschlingen wollte. Für den ersten Band hatte ich schließlich nur wenige Tage gebraucht, da mich die Geschichte so in den Bann gezogen hat.
Leider setzte bei mir schon nach den ersten Seiten eine gewisse Ernüchterung ein. Es brauchte sehr lange, bis ich mich wieder in die Geschichte eingefunden habe, denn ich hatte Probleme, alle Geschehnisse noch einmal zusammenzusetzen. Leider plätschert alles hier auch nur so vor sich hin und der Flair des ersten Bandes, besonders die Geschichte zwischen Cass und ihrem Bruder, verlor sich für mich immer mehr.
Der Schreibstil der Autorin ist zwar immer noch recht düster, aber sie hat es in diesem Teil leider nicht geschafft, einen Spannungsbogen zu erzeugen. Die ersten 200 Seiten füllen eine recht langweilige Flucht mit wenigen neuen Erkenntnissen. Ein Lesegenuss sieht für mich leider anders aus!
- Cass -
Im ersten Band habe ich Cass für ihre Art bewundert. Sie wirkte auf der einen Seite immer recht zerbrechlich, doch innerlich besaß sie eine enorme Stärke. Als sie im ersten Teil zu Kip stieß, habe ich die Freundschaft und die Vertrautheit der beiden genossen, doch das in diesem Buch natürlich nicht mehr vorhanden. Stattdessen versinkt sie erst einmal in ihrer Trauer, die aber im Grunde gar keine richtige Trauer ist.
Ohne Kip wirkte Cass auf mich wie eine halbe Personen. Sie treibt nur durch die Geschichte und wäre Zoe und Piper nicht, würde Cass vermutlich in einem tiefen Loch versinken. Cass hat für mich demnach leider keine weitere Entwicklung in diesem Teil durchgemacht. Ganz im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, mich immer mehr von ihr zu entfernen. Die neue Cass war mir teilweise viel zu melancholisch. Sie besaß kaum noch Stärke und zeigte keine Eigeninitiative mehr! Deswegen kann ich hier auch nicht mehr viel über sie sagen!
- Zoe und Piper -
Neben Cass werden in "Das Feuerzeichen, Rebellion" besonders Zoe und Piper in Szene gesetzt. Sie sind Zwillinge und verstehen sich sehr gut, was in dieser Welt eine Ausnahme ist. Zoe ist ähnlich wie Cass recht düster, fast schon mürrisch. Wieso sich Cass und Zoe also nicht so recht verstehen wollen, weiß ich nicht!
Piper war der Anführer der "Rebellen", doch nun ist er auf der Flucht und will mit Cass und Zoe wieder Anschluss finden, um die Omegas zu retten. Piper empfand ich als angenehmen Charakter, auch wenn mir sein Innerstes bis jetzt verborgen geblieben ist.
So viele Monate habe ich mich auf die Fortsetzung von "Das Feuerzeichen" gefreut und nun wurde ich leider bitter enttäuscht. Ich weiß jetzt, warum ich Bücherreihen selten anziehend finde - es ist immer der schwache Mittelteil, der mir komplett die Lust nimmt!
Leider habe ich bei diesem Band keinerlei Zugang gefunden. Die ersten 200 Seiten werden mit einer langweiligen Flucht und das Umherstreifen durch das Land gefüllt. Schade fand ich hier auch, dass im Buch auf eine Karte verzichtet wurde. So konnte ich der Route der drei leider nicht folgen und habe mich sehr stark gelangweilt.
Nach gut 250 Seiten geht es dann erst los. Schade, dass hier schon die Hälfte des Buches hinter einem liegt und die Autorin sich für ein eher unspektakuläres Highlight entschieden hat. Die "Schlacht" in der Mitte des Buches war zwar überraschend und hat auch kurzzeitig für Abwechslung gesorgt, aber ich muss sagen, dass ich kein Freund von Kriegen bin, vor allem da die "Rebellen" eigentlich wissen müssten, um was es dabei geht. (Zur Anmerkung: Es sterben ja nicht nur die Alphas, sondern zeitgleich immer auch ein Omega!)
Die ganze Thematik rund um die Problematik der Zwillingsgeburten kam mir hier viel zu kurz. Die Autorin schockt zwar an einigen Stellen mit Gewalt, aber letztendlich hat die Geschichte für mich das Besondere verloren.
Erst im letzten Drittel nimmt das Buch dann Fahrt auf und es tauchen einige neuen Ideen rund um eine ominöse Arche auf. Was das alles ist, möchte ich hier nicht verraten, aber zum Ende hin wird die Geschichte dann doch noch interessant und liefert neue Erkenntnisse. Ich muss jedoch auch hier sagen, dass mir ein gewisser roter Faden gefehlt hat. Cass, Zoe und Piper verfolgen so manchen Plan und ich habe noch keinen davon durchschaut. Überraschungen gab es zum Ende hin zwar einige, die es aber leider nicht mit dem grandiosen Showdown aus dem ersten Teil aufnehmen konnten. Ich hoffe, dass er Abschluss der Trilogie wieder punkten kann, denn der Mittelteil war leider die reinste Qual für mich!
Leider ein sehr schwacher Mittelteil, der sich die ersten 200 Seiten nur mit Nebensächlichkeiten beschäftigt und das Niveau des ersten Bandes nicht halten kann. Ich möchte zudem die alte, starke Cass zurück und wieder die Problematik der Verbundenheit der Zwillinge spüren. Ich hoffe, der dritte Teil wird diesen Teil in Vergessenheit geraten lassen!
Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.















