Titel: Ich und die Menschen
Autor: Matt Haig
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenzahl: 352
Cover: © dtv
Begonnen: 27.03.2023
Beendet: 29.03.2023
Ein Wesen von einem anderen Planeten übernimmt den Körper des Mathematikprofessors Andrew Martin, der kurz davor stand, ein großes mathematisches Problem zu lösen. Nun sollen alle, die davon wissen, ausgelöscht werden. Doch das Wesen, das anfangs die Menschen für egoistisch, gierig und dumm hielt, wird nach und nach ein Teil dieser Welt und fühlt plötzlich etwas für Andrews Frau und seinem Sohn ...
Die ersten Seiten von "Ich und die Menschen" könnten kaum amüsanter sein. Das Alienwesen im Körper des Professors muss sich erst mal auf der Erde zurecht finden und verstehen, was die Menschen denn diesem Planeten so alles angetan haben. Hier zeigt der Autor einen schonungslosen und ehrlichen Blick auf die Menschen. Schnell wird bei diesem Roman deutlich, dass sich Matt Haig intensiv mit den Fehlern unserer Gesellschaft auseinandergesetzt hat, gleichzeitig aber auch die positiven Seiten unserer sterblichen Existenz nicht ungeachtet lässt.
Das Buch besitzt nicht nur Humor sondern auch jede Menge Tiefgang, denn schnell wird klar, dass der echte Andrew ein großer Idiot war, der sich nur für seine Arbeit und den Erfolg interessiert hat. Seine Familie hat er vernachlässigt, was sich besonders bei seinem Sohn zeigt, der nicht mehr leben will. Gullivers Geschichte hat mich emotional stark berührt.
"Ich und die Menschen" ist ein Werk, von dem ich mich beim Lesen kaum lösen konnte. Vieles hat mich sehr nachdenklich gestimmt, mir aber auch gezeigt, dass es okay ist, sich manchen Dingen nicht anzupassen. Letztendlich geht es - wie das Wesen am Ende der Familie und auch dem Leser mit auf dem Weg gibt - nicht darum, irgendwo hineinzupassen sondern so viel wie möglich zu sehen und zu erleben. Ein starkes Buch!













