Samstag, 15. Februar 2020

[Rezension] Attic - Douglas Preston, Lincoln Child

Titel: Attic, Gefahr aus der Tiefe
Autor:  Douglas Preston, Lincoln Child
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 2. Januar 2001
Anzahl der Seiten: 560
Cover und Inhaltsangabe: © Droemer Knaur


Begonnen: 13.01.2020
Beendet: 15.01.2020



"Brutale Morde an Obdachlosen und ein mörderisches Geheimnis in den U-Bahn-Tunneln von New York: Teil 2 der Thriller-Reihe um Special Agent Pendergast von Douglas Preston und Lincoln Child Aus dem stinkenden Schlamm des Hudson River in New York ziehen Polizei-Taucher zwei Skelette, denen der Kopf abgetrennt wurde. Weil eines davon grotesk deformiert ist, bitten Lieutenant Vincent D'Agosta und Special Agent Aloysius Pendergast Margo Green vom Labor des Naturhistorischen Museums um Unterstützung bei den Untersuchungen. Zur gleichen Zeit wird New York von einer Mord-Serie an Obdachlosen heimgesucht: Die Leichen der Opfer werden in den Tunneln tief unter den Straßen Manhattans abgelegt, meist wurde ihnen der Kopf abgetrennt. Special Agent Pendergast und Lieutenant D'Agosta vermuten einen Zusammenhang zwischen den enthaupteten Obdachlosen und den beiden kopflosen Skeletten. Kann es sein, dass die Mord-Serie viel weiter zurückreicht, als man bislang annahm?"




Von Douglas Preston und Lincoln Child habe ich als Teenager bereits Bücher gelesen, die mir doch als sehr abenteuerliche und wissenschaftliche Thriller noch gut in Erinnerung geblieben sind. So habe ich jetzt durch einen Bücherschrankfund mal wieder ein Buch des Autorenduos entdecken dürfen. Dieses Mal ging es in die New Yorker Unterwelt.

Der Schauplatz der Geschichte ist auch hier wieder einmalig und wird von den Autoren hier sehr atmosphärisch beschrieben. So finden wir uns hier in alten U-Bahn-Tunneln tief unter der Erde wieder, an einem Ort, der von Obdachlosen bewohnt wird.

Im Vorfeld habe ich leider nicht gewusst, dass dieses Buch direkt an "Relic-Museum der Angst" ansetzt, ein Buch das ich bisher leider noch nicht gelesen habe. Es kommen bekannte Charaktere vor und die Geschichte wird indirekt hier fortgesetzt, was natürlich leider dazu geführt hat, dass ich jetzt stark gespoilert wurde und die grundlegende Geschichte des ersten Teils nun schon kennen und daher wohl erst einmal nicht lesen werde.

Ich will das hier nicht direkt kritisieren, denn "Attic" lässt sich auch sehr gut lesen ohne den Band davor zu kennen, allerdings mochte ich die ständigen Erwähnungen der Geschichte aus "Relic" hier eher weniger. Dauernd wird erwähnt, was die Charaktere im Museum erlebt haben und dazu wird, unnötigerweise, die halbe Geschichte davon offenbart. Ich würde deshalb doch jedem Leser raten, die Reihe von Anfang an zu lesen!

Die Charaktere selbst waren für mich allesamt eine Spur zu perfekt. So gab es für mich niemanden, außer Mephisto aus dem Untergrund, den ich so sympathisch fand, dass ich mit ihm mitfiebern konnte.

"Attic" war für mich dennoch ein guter Unterhaltungsroman. Besonders spannend fand ich die Abschnitte, die direkt unterirdisch spielen. Die Polizeiarbeit hingegen empfand ich stellenweise doch als recht anstrengend. Ich hätte hier wirklich viel lieber mehr die Obdachlosen erfahren und die Welt, in der sie dort unten leben.

Einige Handlungsstränge hätte ich hier allerdings nicht gebraucht. So war mir die ganze Demo-Sache doch zu viel und die Polizeiermittlung war mir leider auch zu zäh. Zwar hat das fulminante Ende noch einiges rausgerissen, aber doch hat mich das Buch doch stellenweise nicht so begeistert wie andere Werke der Autoren.

Die wissenschaftliche Seite und die Gefahr, die dort aus der Tiefe kam, fand ich gelungen. "Attic" entwickelt sich zum Ende hin zu einem echten Action-Roman, der dem Leser kaum ein paar Minuten zum durchatmen lässt. Ein guter Unterhaltungsroman, der für mich allerdings ein paar Schwachstellen besaß!




Ein guter Unterhaltungsroman, der den Leser in eine Welt unterhalb New Yorks entführt und durch ein sehr actiongeladenes Ende punktet. Die Polizeiarbeit war hier aber nicht meins, genauso wenig wie die Charaktere, die allesamt für mich eine Spur zu perfekt waren.

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