Titel: Vielleicht morgen
Autor: Guillaume Musso
Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2015
Seitenzahl: 480
Cover: © Piper
Begonnen: 6.01.2026
Wer Guillaume Musso kennt, weiß, dass sich seine Bücher meistens in eine echte abgedrehte Richtung entwickeln. Darauf war ich auch bei diesem Roman, der sich auf den ersten hundert Seiten wie ein süßer Liebesroman liest, auf jeden Fall vorbereitet. Matt, der vor einem Jahr seine Frau bei einem tragischen Unfall verloren hat, kauft auf dem Flohmarkt einen alten Laptop. Über diesen kann er mit Emma kommunizieren - weiß jedoch noch nicht, dass Emma im Jahr 2010 lebt, er selbst aber im Jahr 2011 ...
Die Idee rund um zwei Menschen, die in unterschiedlichen Zeiten leben, ist sicherlich nicht neu, kann mich aber immer wieder gut unterhalten. Matt und Emma sind auch zwei sympathische Protagonisten, denn beide sind gerade in einem Punkt angekommen, an dem sie zu kämpfen haben. Matt muss mit dem Tod seiner Frau klarkommen und Emma mit ihrer Einsamkeit. Als Emma dann Matt kennenlernet, erkennt sie, was für eine Art Leben sie gerne führen würde.
Ab einem gewissen Punkt wird die Geschichte wieder einmal echt verrückt und wendet sich dann in eine Richtung, die man unmöglich kommen sehen kann. Ich finde Guillaume Mussos Bücher immer sehr mutig und sehr kreativ, doch leider oftmals auch eine Spur zu überdreht. Auch dieses Werk weiß zu unterhalten, war mir aber oft etwas "zu viel", gerade auch, weil es sich am Ende fast wie ein Actionthriller anfühlte. Unterhaltsam war der Roman auf jeden Fall, etwas weniger wäre hier aber mal wieder mehr gewesen.




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