Mittwoch, 3. Juni 2026

[Rezension] Antonias Verdacht - Manfred Witte

 


 Titel: Antonias Verdacht

Autor:  Manfred Witte

Genre: Jugendbuch 

Erscheinungsjahr: 2000

Seitenzahl: 222
Cover: © Tienemann
Begonnen: 03.05.2026
Beendet: 06.05.2026


Antonia erwacht gefesselt, geknebelt und mit verbundenen Augen aus einer Ohnmacht. Sie weiß nicht, wo sie ist und wer sie entführt hat. Doch dann kehren langsam die Erinnerungen an die letzten Stunden zurück und damit auch an ihren Freund Pauli sowie an den seltsamen Ruven, den sie vor einiger Zeit kennengelernt hat ...

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in diese Geschichte hineinzufinden, denn die Jugendsprache innerhalb von Paulis Clique wird hier doch sehr extrem dargestellt. Sie ist sicherlich authentisch, aber die Lesbarkeit hat darunter etwas gelitten. Irgendwann konnte ich mich damit aber anfreunden und der wirklich spannenden Story dann auch folgen.

Die Entführung selbst nimmt erst mal nur einen kleinen Teil der Handlung ein, denn der Autor fokussiert sich auf die Vorgeschichte. Wir lernen sowohl Pauli kennen, mit den Antonia schon eine Weile zusammen ist, obwohl sie gar nicht mal so genau weiß, warum eigentlich. Pauli wirkt nicht sonderlich intelligent und lässt sich - als Ruven auftaucht - von seiner Eifersucht treiben.

Ruven ist ein sehr spannender Charakter. Er stammt aus einer reichen Familie, hat jedoch beide Eltern verloren und sucht verzweifelt Anschluss sowie jemanden, der ihm glaubt, dass er verfolgt wird. Antonia weiß nicht, ob Ruven einfach nur schizophren ist oder ob da tatsächlich jemand hinter ihm her ist. Doch dann gerät sie ja selbst in die Fänge einer unbekannten Person. Bis zum Ende bleibt dieser Jugendthriller sehr spannend und auch wenn ich die Auflösung teilweise schon erahnen konnte, hat mich die Geschichte doch sehr gut unterhalten. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter.


Ein spannender Jugendthriller, bei dem man sich aber erst mal an die Sprache der jugendlichen Clique gewöhnen muss! Mir hat er gefallen, auch wenn ich das Ende bereits erahnen konnte.
 
Ich vergebe 4 von 5.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Datenschutzerklärung
dieses Blogs.