Titel: Erinnerungen an Anne Frank
Autor: Alison Leslie Gold
Genre: Bericht
Erscheinungsjahr: 2008
Seitenzahl: 160
Cover: © Ravensburger
Begonnen: 23.05.2026
Beendet: 25.05.2026
"Das Tagebuch der Anne Frank" habe ich in meinem Leben bereits zwei Mal gelesen, denn es ist für wohl das bewegenste Zeugnis der wohl grausamsten Zeit der Menschheitsgeschichte. In "Erinnerungen an Anne Frank" wird nun die Geschichte aus der Sicht von Hannah Goslar, der Freundin von Anne Frank, erzählt.
Das relativ dünne Büchlein ist für mich die perfekte Ergänzung zu Annes Tagebuch und gibt ganz neue Blickwinkel auf die Freundschaft der beiden Mädchen. Vor ein paar Jahren habe ich bereits ein Buch von Jacqueline van Maarsen gelesen, die sich selbst ja als beste Freundin von Anne Frank bezeichnet hat. In ihrer Erzählung kam Anne jedoch sehr kurz und ich hatte nun nach diesem Buch eher das Gefühl, dass Hannah Annes treuste und auch engste Freundin war. Gerade die Momente zwischen den beiden haben mich hier sehr bewegt, denn es ist zu spüren, wie sehr sie einander mochten. Ihre Freundschaft hat mich sehr bewegt!
Die Erzählung beginnt im Jahr 1942 und an dem Tag, an dem Anne untertauchte. Hannah selbst weiß allerdings nicht, wo ihre Freundin ist und diese Ungewissheit begleitet sie durch die kommende sehr schwere Zeit. Trotz der kurzen Kapitel wirkt die Erzählung sehr intensiv und alle Grausamkeiten des Krieges gehen sehr nahe. Gerade Hannahs Angst ist zu spüren, denn sie versteht natürlich nicht, was um sie herum passiert. Sie weiß nur, dass sie und ihr Familie jederzeit selbst treffen konnte.
Im Lager muss Hannah einiges ertragen und erleiden. Nicht nur Krankheit und Hunger gehören plötzlich zu ihrem Alltag, nein, sie erleidet auch einige sehr schmerzhafte Verluste. Dennoch hält sie durch und trifft sogar ihre Freundin Anne noch einmal. Dieser Moment zwischen den beiden hat mich sehr bewegt! Für mich ist "Erinnerungen an Anne Frank" ein sehr wertvolles Buch über eine tiefe Freundschaft in solch einer dunklen Zeit!




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