Freitag, 19. Juni 2026

[Rezension] Die letzten Ferien - Rainer Erler

 


Titel: Die letzten Ferien

Autor:  Rainer Erler

Genre: Roman 

Erscheinungsjahr: 1995

Seitenzahl: 222
Cover: © Ullstein
Begonnen: 15.05.2026
Beendet: 18.05.2026


Beate ist auf den Weg in einen Urlaub, der ihr Leben verändern soll, denn sie ist nur eine Unterschrift und wenige Tage von dem Erbe ihres Vaters entfernt. Doch der neue Mann ihrer Mutter will scheinbar verhindern, dass Beate das Erbe antreten kann. Blauäugig wie Beate ist, merkt sie gar nicht, dass dies ihre letzten Ferien werden sollen.

Rainer Erler ist vor allem als Regisseur bekannt und das merkt man dieser Geschichte, die als Vorlage einen seiner Filme hat, auch an. Alles ist sehr bildhaft und damit auch nur oberflächlich beschrieben. Einblick in die Köpfe der Charaktere gibt es nicht, alle sind nichts weiter als Namen. Beate ist sehr naiv und nimmt weniger wahr als der Leser, der bereits auf den ersten Seiten ahnt, was in diesen Ferien passieren wird.

Kurzweilig ist das Buch, besonders durch die extrem kurzen Kapitel und die abgedruckten Filmbilder. Mir gefielen die Aussteiger, auf die Beate trifft und die ihr einmal ein Leben fern des Geldes präsentieren. Von subtiler Spannung hält der Autor beziehungsweise Regisseur allerdings nicht viel. Alles ist offensichtlich und vorhersehbar, vieles läuft etwas zu unlogisch und chaotisch ab. Mir fehlte es diesem Buch die Seele, es fühlte sich für mich tatsächlich eher so an, als würde ich einen netten, durchschnittlichen Fernsehfilm schauen.


Ein Buch, das zwar ganz nette Bilder erzeugt, sich aber beim Lesen eher wie ein durchschnittlicher und sehr vorhersehbarer Film anfühlt.
 
Ich vergebe 3 von 5.

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