Und weiter geht's in diesem Sommer, der spontanen Leserunden. Dieses Mal lesen meine Autorenfreundin Sandra Pulletz und ich "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier und tauchen somit in die Hintergrundgeschichte eines bekannten Kunstwerks ein. Wir sind gespannt. Wer mit einsteigen will, ist wie immer herzlich willkommen!
Leseabschnitte:
1. Abschnitt - 1664
2. Abschnitt - 1665
3. Abschnitt - 1666
4. Abschnitt - 1676
Ich wünsche uns wie immer sehr viel Freude!

Allgemein
AntwortenLöschenDa das Buch keine Kapitel hat, habe ich mal der Einfachheit halber die Jahreszahlen genommen. Dadurch ist der erste Abschnitt allerdings fast 100 Seiten lang.
LöschenJa ist okay :D
Löschen1. Abschnitt - 1664
AntwortenLöschenIch bin heute schon durch den ersten Abschnitt geflogen. Es ist ja sehr leicht geschrieben, überraschend leicht für einen historischen Roman. Dadurch liest es sich aber echt flott.
LöschenGriet kommt als Dienstmagd zu dem Maler Vermeer sowie seiner Familie. Mir gefiel das erste Aufeinandertreffen, als sie das Gemüse nach Farben geordnet hat. Das zeigte wohl ihr Farbbeeständnis.
Eingelebt hat sie sich auf jeden Fall sehr schnell, die Theorie mit der Camera Obscura, die Vermeer benutzt haben soll, wird auch aufgegriffen. Finde ich ja sehr spannend.
Die Pest ist auch Thema und leider trifft es auch Griets Familie. Der Tod der Schwester ist echt traurig.
Ich habe ja die Verfilmung vor vielen Jahren gesehen und nun habe ich mich da auch an einiges erinnert. Neben dem Lesen habe ich mir auch direkt ein paar Bilder angeschaut, denn Im Kopf hat mab irgendwie immer nur das Mädchen mit dem Perlohrring. Mih wundert es etwas, dass dies sein bekanntestes Kunstwerk wurde, denn er hat ja mega detaillierte Bilder, bei denen man richtet spürt, wie viel Zeit er mit ihnen verbracht hat.
In der Schule im Kunstunterricht mussten wir das Mädchen mit dem Perlenohrring ja mal malen. So abmalen von großen Kunstwerken fand ich aber immer blöd irgendwie.
Wow, ich bin richtig begeistert! Die Geschichte hat mich von Seite 1 voll mitgenommen und mir hat die Szene auch sehr gefallen, wo es um die Anordnung es Gemüses ging *grins* Auch ansonsten finde ich Griet einfach toll. Eine sehr kluge und fleißige junge Frau.
LöschenInteressant fand ich auch, dass hier die Camera Obscura eingebaut wurde.
Wirklich traurig aber, dass Agnes an der Pest verstorben ist. - Und fast zugleich kam ja das kleine Baby zur Welt ...
Gerade wird Vermeer wieder kreativ und ich musste echt schmunzeln, dass er Griet malen will. Einfach schön irgendwie ...
2. Abschnitt - 1665
AntwortenLöschenSehr beeindruckend, wie Griet hier lernt, Farben herzustellen und ihn so zu unterstützen. Natürlich sorgt das für viele Geheinnisse und auch eine schlechte Stimmung im Haus. Ich habe mich gefragt, ob bei der Frau Eifersucht eine große Rolle spielt. Besonders harmonisch ist die Ehe aber eh nicht, habe ich das Gefühl. Die Frau ist eigentlich nur dazu da, ein Kind nach dem anderen zur Welt zu bringen.
LöschenMit Pieter gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte. Ich finde es ja interessant, dass er wirklich nicht aufgibt, obwohl von Grieß Seite kaum etwas kommt. Leider spürt man bereits, dass sie Vermeer hier längst verfallen ist. Er hat auch einen selbstbewussteren Menschen aus ihr gemacht und ihr eine Welt eröffnet, die sie wohl sonst nie hätte betreten können. Das hat sie wohl echt gebraucht.
Van Ruijven finde ich aber echt abartig, seine Absichten sind klar, ich hoffe, Grieß kann da genug Stärke beweisen. Es geht ja nicht nur um das Bild, das Vermeer nun gezwungen ist zu malen.
Spannend finde ich übrigens auch, wie perfektionistisch er ist. Ich bin ja das komplette Gegenteil, ich bräuchte Chaos. Spannend, dass er Grieß da erlaubt, ihm einen Tipp zu geben.
Ich finde es toll, dass Vermeer in Griet eine Gehilfin sieht und ihr viel von der Herstellung der Farben beibringt so wie auch alles andere drum herum. Sie durfte ja auch die Apotheke besuchen.
LöschenPieter finde ich ja wirklich motiviert und süß ... Und Griet ... hält Abstand, lässt sich aber doch küssen.
Ich finde auch, dass Griet ziemlich selbstbewusst geworden ist. Und wie gut sie alle im Haus einschätzen kann.
Auch von Vermeer eine kluge Taktik, dass Griet noch ins Dachzimmer ziehen soll, damit sie quasi unbemerkt helfen kann. Aber es fällt natürlich irgendwann auf. Und Vermeers Frau ist auch eine eigene Person ... Man merkt, wie es ihr gefällt, dass sie Oberhand behält und Griet einsperren kann ...
Griet hat aber auch echt ein Auge für Kunst und Bilder muss man sagen.
Es ist ja eigentlich hier schon spürbar, dass alles nicht lange gut gehen kann. Ich frage mich bei Vermeers Frau und allgemein der Ehe, ob sie tatsächlich so schrecklich war. Ich vermute aber mal nicht, denn er soll seine Frau ja oft gemalt haben.
LöschenWäre interessant hier gewesen, wenn Griet auch mal etwas gemalt hätte und vielleicht ein Talent gezeigt hätte. Allerdings hatten es Frauen als Künstlerinnen zu der Zeit wohl auch sehr schwer und vielleicht ist es ganz gut, dass diese Leidenschaft nicht auch entfacht wird.
Und sie haben ja auch seeeeeeeeeeeeeeeehr viele Kinder muss man sagen ...
LöschenJa, Griet wäre bestimmt eine tolle Künstlerin gewesen. Und irgendwie lag es ja in ihrer Familie durch den Vater.
Oh ja, selbst für die Zeit war sie extrem oft schwanger. Irgendwie kam sie mir hier in dem Buch eher wie so eine Gebär-Maschine vor und stand ihrem Mann überhaupt nicht nahe. Wie zwei Fremde, die eigentlich nur körperlich zueinanderfinden. Das ist ja meine Horrorvorstellung von einer Ehe, aber ich denke mal, dass die Autorin das so hingebogen hat, um für ein paar Spannungen zu sorgen.
Löschen3. Abschnitt - 1666
AntwortenLöschenNun ist alles eskaliert, so musste es wohl auch kommen. Er hat sie gemalt und sie hat wohl von Anfang an gespürt, dass dies das Ende ihrer Zeit dort ist. Catherina war darüber verletzt, sie fragt ihren Mann sogar, warum er nie sie gemalt hat. Bei Wikipedia steht allerdings, dass er sie oft gemalt hat, wenn auch verändert. Eine schwangere Frau auf einem der Bilder soll auch sie darstellen ...
LöschenSehr interessant fand ich die Sache mit der Haube/den Tüchern und dass er sie weder als Dienstmagd noch als feine Dame, sondern so, wie sie ist, gemalt hat. Natürlich passt der Perlenohrring nicht so recht dazu, macht das Bild aber letztendlich auch "perfekf" in seinen Augen und wohl auch ihren. Sehr spannend, wie dieses Kunstwerk entstanden ist, auch wenn es natürlich nur eine Idee der Auzorin ist und man ja in Wahrheit kaum etwas weiß.
Dass sie sich extra Ohrlöcher gemacht hat, beweist aber auch, unter welchen Einfluss sie stand. Ich denke mal, dass sie Vermeer wirklich verehrt und vielleicht sogar geliebt hat. Sie fühlte sich von ihm gesehen, doch er hat sie wohl nur als großes Kunstwerk betrachtet, vermutlich auch angestachelt von van Ruijvens Interesse.
Ich lese die wenigen letzten Seiten heute wohl noch, denn mich interessiert, wie es weiterging mit ihr. Wird sie Pieter heiraten? Oder nutzt sie das erlangte Selbstvertrauen, um nun einen eigenen Weg einzuschlagen.
In diesem Abschnitt passiert wieder sehr viel. Vanmeer malt Griet. Natürlich "geheim", aber es kommt doch alles raus ... Griet macht sich ja extra ein Ohrloch und Vanmeer verlangt, dass sie es auf der anderen Seite ebenso macht, obwohl es nicht am Bild zu sehen sein wird. Und Griet tut es einfach ...
LöschenAls Griet 18 wird, will Pieter sie heiraten. Das hatte er ja eh schon lange vorher angekündigt ...
Am Ende des Abschnitts eskaliert alles. Und Griet verlässt das Haus.
Ja, Griet hätte wohl alles getan, was Vermeer von ihr verlangt hätte, sie war ihm echt verfallen. Ich bin ja echt froh, dass Vermeer das hier nicht noch weiter ausgenutzt hat. Künstler sind ja immer sehr speziell und eigen und wenn man zum Beispiel an Picassos Umgang mit Frauen denkt ...
Löschen4. Abschnitt - 1676
AntwortenLöschenNun erfahren wir in dem kurzen letzten Abschnitt, was aus Griet wurde. Sie hat also tatsächlich Pieter geheiratet und ist das geworden, was wohl alle in ihr gesehen haben. Schade eigentlich, ich glaube, mit ihrer Intelligenz hätte sie auch ein anderes Leben führen können.
LöschenInteressant fand ich, dass sie die Ohrringe bekommt und sie direkt verkauft und sich somit aus der ganzen Sache echt freikauft. Das ist ein passendes Abschluss für sie nun nach Vermeers Tod.
Okay, wow Vermeer ist dann ja in diesem Abschnitt verstorben ... Griet hat längst geheiratet und sich in ihr neues Leben eingefügt.
LöschenUnd bekommt die Ohrringe ... die sie verkauft. Das passt irgendwie zu ihr.
Cornelias Aussage, dass sie ihr diese ja schenken könnte, hat mich echt sauer gemacht ... Griet hat da aber reagiert ...
Fazit
AntwortenLöschenWow was für ein tolles Buch! ich hatte ja großen Respekt vor dem Lesen und auch nicht erwartet, dass es mich so mitnimmt. Vermutlich auch wegen der Kunst und der vielen Farbbeschreibungen ... Wirklich toll, kann ich nur empfehlen!
LöschenAbsolut! Ich bin auch sehr begeistert und kann dir auch den Film sehr empfehlen. Da spielt ja Scarlett Johanson die Griet und das macht sie toll. Erst beim Lesen sind mir die ganzen Filmszenen wieder eingefallen, obwohl es echt über 20 Jahre her ist.
LöschenToll fand ich bei dem Buch auch die Sichtweise und dass wir gar nicht wissen, wie Vermeer selbst empfunden hat. Das unterscheidet schon sehr von anderen Romanen, in denen eher der Künstler im Fokus steht. Hier erleben wir eigentlich eher eine Frau, die erwachsen wird und von ihren eigenen Gefühlen überrumpelt wird.
Ich schaue mal, ob es den Film wo gibt!
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