Mittwoch, 13. Januar 2016

[Rezension] Verdrehtes Spiel - T.J. Dell

Titel: Verdrehtes Spiel
Originaltitel: Saving Face
Autor: T.J. Dell
Verlag: AmazonCrossing
Seitenzahl: 154
ISBN: 978-1503945272
Cover und Inhaltsangabe © AmazonCrossing




"Alyssa ist bereit für ein hervorragendes Abschlussjahr. Sie ist Head Cheerleader, geht mit dem Captain des Football Teams, und jedes Mädchen der Schule will so sein wie sie. Doch dann erwischt sie ihren Freund mit einer anderen – vor der gesamten Schule.

Da scheint es die perfekte Lösung, ihren besten Freund Brent davon zu überzeugen, so zu tun als wäre er ihr fester Freund. Doch will sie wirklich die perfekte Freundschaft aufs Spiel setzen, um ihren Ruf zu retten?"




Da ich eher eine leichtere Lektüre lesen wollte, bei der es sich leicht abschalten lässt, habe ich mich in dieser Woche für einen einfachen und recht kurzen Liebesroman entschieden! "Verdrehtes Spiel" von T.J. Dell ist eine recht typische "Highschool"-Geschichte über Liebe und Freundschaft, die sich aber sehr angenehm lesen lässt. Der Stil der amerikanischen Autorin ist sehr jugendlich und wir erfahren alles aus Sicht von Alyssa, weswegen ich dieses Buch vorwiegend jungen Mädchen und Frauen empfehlen würde!




Die ganze Geschichte dreht sich um Alyssa und Brent, die beide schon viele Jahre miteinander befreundet sind. Ich mochte Alyssa, auch wenn sie mir am Anfang einfach eine Spur zu "normal" war, was aber mit Sicherheit so beabsichtigt war. Es war angenehm, ihre kleine Liebesgeschichte zu lesen, auch wenn ich gestehen muss, dass sie mir als Charakter wohl nicht lange in Erinnerung bleiben wird!

Brent ist im Grunde auch ein normaler Typ in diesem Alter. Er hat Dates, Freundinnen und genießt das Leben, doch dann bittet Alyssa ihn, sich als ihren Freund auszugeben und es gibt so einige Höhen und Tiefen, die beide meistern müssen!




"Verdrehtes Spiel" ist eine süße, aber leider recht kurze Highschool-Story, die zwar recht klischeehaft ist, sich aber dennoch angenehm lesen lässt. Ich kam sehr schnell in der Geschichte an und konnte mich mit diesen typischen "Mädchen"-Problemen identifizieren und fühlte mich sogar selbst kurz in meine eigene Schulzeit zurückversetzt. (Obwohl ich wohl nie solche typischen Mädchensachen hatte! ;))

Es gibt so einige Höhen und Tiefen in der Geschichte, die alles ein wenig strecken und uns den Charakteren ein wenig näher bringt. Leider blieben allerdings sämtliche Nebencharaktere sehr blass und sie dienten eigentlich nur dazu, einige Dinge zu erklären. (Ein wenig schade fand ich das besonders bei Alyssas Großvater!) Dies schiebe ich jedoch auf die Länge von nur 154 Seiten, denn es gab einfach keinen Platz für mehr als zwei Charaktere!

Die Liebesgeschichte fand ich auch süß, auch wenn ich beim Lesen das aus anderen Büchern bekannte "Knistern" nicht spüren konnte. Auch hier ist wohl die Kürze des Romans schuld! Dennoch kann ich sagen, dass dieses Buch eine angenehme Lektüre für Zwischendurch ist!




Eine kleine, süße Liebesgeschichte mit einigen Höhen und Tiefen und einem recht klischeehaften Ende. "Verdrehtes Spiel" wird mir zwar wohl nicht länger im Gedächtnis bleiben, aber ich hoffe, die Autorin wird mal einen längeren Roman herausbringen! Ihren Schreibstil mochte ich auf jeden Fall!

Ich vergebe 3 von 5 Käseratten!


Montag, 11. Januar 2016

[Abgebrochen] Die Anstalt - John Katzenbach

Titel: Die Anstalt
Originaltitel: The Madman´s Tale
Autor: John Katzenbach
Verlag: Knaur TB
Seitenzahl: 752
ISBN: 978-3426629833
Cover und Inhaltsangabe © Knaur TB



Das Böse. Das Grauen. Die Klinik.
Vor zwanzig Jahren, als junger Mann, ist Francis Petrel gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Mehrere Jahre hat er dort zugebracht – bis die Anstalt nach einer Mordserie geschlossen wurde. Noch immer hört Francis Stimmen, nimmt Medikamente. Die Erinnerung an die traumatischen Geschehnisse von damals ängstigt ihn, und er beginnt aufzuschreiben, was er erlebt hat – mit Bleistift, auf den Wänden seiner Wohnung. Wer war der mysteriöse »Engel des Todes«, der damals sein Unwesen trieb? Gibt es ihn überhaupt? Oder existiert er nur in Francis’ Schreckensphantasien?



"Die Anstalt" von John Katzenbach liegt jetzt bestimmt schon 3 Jahre auf meinem SUB und ich bin leider auch jetzt absolut nicht warm mit dem Buch geworden. Ich habe es immer mal wieder versucht und dann doch beiseite gelegt. Jetzt, im neuen Jahr, wollte ich das Buch unbedingt lesen, denn eigentlich mag ich John Katzenbach und ich habe in einigen Rezensionen gelesen, dass "Die Anstalt" sehr intelligent enden soll. Leider habe ich es wieder nicht über das erste Drittel geschafft und ich muss sagen: ICH GEBE MICH GESCHLAGEN!

Warum ich das Buch nicht mochte? Ich kam von Anfang an nicht in die Geschichte rein. Der Schreibstil von John Katzenbach war mir eine Spur zu oberflächlich, in meinem Kopf machten sich zu den einzelnen Personen leider keine Bilder breit. Das fing schon mit dem Hauptcharakter an. Die Geschichte wechselt zwischen der Vergangenheit und dem Hier und Jetzt. Francis war ehemaliger Patient in einer psychiatrischen Klinik und schreibt nun alles auf, was damals passiert ist. Kurze Einblenden aus der heutigen Zeit zeigen so, dass mit Francis irgendwas nicht stimmt - vor allem da er das Geschehene an die Wände seiner Wohnung schreibt.

An und für sich klingt der Plot spannend und ja, das ist er eigentlich auch, aber leider hat mich das Buch von der ersten Seite an gelangweilt. Es wird wenig beschrieben, ich konnte mir die Klinik nicht vorstellen und auch die verschiedenen Patienten, die Francis eigentlich recht witzige Namen gibt, blieben bei mir sehr blass. Leider wurden auch viele Klischees bedient. (Beispielsweise die Polizei, die die Patienten als "Verrückte" abstempelt und den Fall im Nu lösen will, um einen Schuldigen zu haben!) Ich mag Geschichten, die in Psychiatrien spielen sehr gerne, aber hier kam keinerlei Atmosphäre rüber. Das Gelesene wirkte auf mich sehr distanziert und ich fand leider keinen Bezug zu den Geschehnissen, die wohl eigentlich gruselig sein sollten.

Ich habe es bis kurz nach dem ersten "Mord" geschafft. Danach entwickelte sich alles für mich in Richtung Krimi, denn es ging darum, den Täter zu finden. Ich konnte dem Buch leider nichts abgewinnen und deshalb habe ich beschlossen, es aufzugeben. Leider wird das wohl auch mein letztes Buch des Autoren gewesen sein! Auf eine Bewertung verzichte ich hier!

Habt ihr auch Bücher, die ihr eigentlich unbedingt lesen wollt, aber bei denen ihr es einfach nicht schafft, einen Zugang zu finden???

Samstag, 9. Januar 2016

[Rezension] Schule des Schreckens - John Saul

Titel: Schule des Schreckens
Autor: John Saul
Verlag: Pavillon, Heyne
Seitenzahl: 490
ISBN: 978-3453063990
Cover und Inhaltsangabe © Pavillon




"In der Akademie werden Genies erzogen, Kinder mit außergewöhnlichen hohen Intelligenzquotienten. So der Hochbegabte, aber verzweifelt einsame Josh MacCallum, der in der ernsten und schüchternen Amy Carlson eine treue Freundin gefunden hat. Doch über den Kindern schwebt die gräßliche Bedrohung durch eine unermeßliche Intelligenz, die sie heillos in ihren Bann zwingen wird. Erstes Opfer ist das Computer-Wunderkind der Akademie. Aber als Amys Hilferuf aus den Tiefen des Unvorstellbaren zu Josh dringt, will er die Schatten des übermächtigen Geistes zerreißen …"




Vor vielen Jahren habe ich bereits die "Blackstone"- Reihe von John Saul gelesen und jetzt hatte ich mal wieder Lust auf einen tollen Horrorroman. John Saul kam mir so wieder in Erinnerung und ich habe mit "Schule des Schreckens" bestellt. Ich war überrascht, wie schnell mich das Buch gefangen genommen hat. Es ist detailliert, vielleicht für manche Leser zu detailliert, aber ich mochte diese Nähe, die das Buch aufgebaut hat, sehr. Schon nach den ersten Seiten war ich tief in der Geschichte drin, vor allem da John Saul seinen Hauptcharakter sehr gut eingeführt hat. Es werden seine Probleme als Hochbegabter geschildert und ich konnte mich gleich mit diesem kleinen Jungen identifizieren, der nicht mehr viel Spaß am Leben zu haben scheint!




Zu Beginn der Geschichte lernen wir Josh kennen, einen ganz sympatischen und sehr intelligenten Jungen, der allerdings so einige Probleme hat. Er soll wieder eine Klasse überspringen, wodurch seine Mitschüler ihn natürlich für einen Streber halten. Schon am ersten Tag wird er schlimm gemobbt und für ihn steht fest, dass er nicht zurück auf die Schule möchte.

Brenda, Joshs Mutter, weiß nicht so recht was sie tun soll. Sie hat selber kaum Geld und muss mit einem einfachen Kellnerjob irgendwie über die Runden kommen. Plötzlich bietet sich ihr jedoch die Chance, Josh auf einer speziellen Akademie unterzubringen, der Schule des Schreckens.

An der neuen Schule treten dann noch weitere Charaktere auf, was ich sehr spannend fand. Es werden unterschiedliche Sichten geboten und so wird eine sehr mysteriöse Stimmung aufgebaut. Zum einen lernen wir ein ängstliches Mädchen namens Amy kennen, die sich schnell mit Josh anfreundet.

Adam und Jeff, zwei Brüder, spielen zudem auch noch eine wichtige Rolle, genau wie die Hausmutter Hildie und der Direktor der Schule. Hier möchte ich zu den einzelnen Charakteren aber nicht zu viel sagen, um die eigentliche Geschichte nicht vorweg zu nehmen! Ich muss John Saul an dieser Stelle aber für seine Charaktertiefe loben. Ich hatte bei allen Personen, die vorkamen, sofort ein Bild vor Augen. John Saul haucht seinen Figuren Leben ein und das finde ich an seinen Büchern sehr faszinierend!




Meine Begeisterung für das Buch dürfte bereits spürbar sein und das erste Wort, was mir nach der Beendigung dieses Buches einfällt ist "WOW"! Die Geschichte beginnt zwar recht ruhig, aber die Atmosphäre in der Schule und die vielen kleinen Geheimnisse haben mir sehr oft eine Gänsehaut über den Rücken wandern lassen.

Sehr passend fand ich die Einführung des "Hauptcharakters" Josh. Hier hat John Saul einige Probleme aufgezeigt, die besonders schlaue Kinder haben. Sie können sich nicht anpassen, werden nicht richtig gefördert und finden in der Gesellschaft kaum Anschluss. In manchen Fällen sehen die Kinder nur einen Ausweg im Suizid, um endlich dieser "schrecklichen" Welt zu entfliehen. Ich fand die Sichtweise, die hier gegeben wird, sehr sensibel und passend für das Buch. Josh mochte ich von Anfang an und deswegen war es sehr spannend, ihm auf der neuen Schule zu folgen. Als einzigen Kritikpunkt muss ich hier nennen, dass er als Hauptcharakter am Ende doch leider sehr in den Hintergrund rückt, was ich ein wenig schade fand!

Positiv fand ich hingegen die vielen Charaktere, die alle unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir lernen einige Schüler kennen und besonders die ängstliche Amy habe ich gleich in mein Herz geschlossen, umso grausamer fand ich dann das Ende und die ganzen Entwicklungen auf der Schule!

Ab Mitte des Buches wird klar, wie alles zusammenpasst und ich muss sagen, dass ich von der Kreativität John Sauls begeistert war. Mit solch einer Entwicklung hätte ich nicht gerechnet und ich muss sagen, dass ich so etwas "Krankes" noch nie in einem Buch vorgefunden habe. Es gab so einige Abschnitte, bei denen selbst ich als abgehärteter Horrorfan schlucken musste. Ihr denkt, auf der Schule gehen einfach nur Geister um? Weit gefehlt. Die Auflösung ist anders und trägt ein wenig Science Fiction in sich!

Teilweise ist "Schule des Schreckens" nichts für schwache Nerven und man sollte offen für "schräge" Ideen sein, denn das Buch bietet so einige davon. Ich für meinen Teil fand das Ende einfach genial und ich empfehle daher das Buch gerne weiter!




Für Horrorfans, die offen für teils "kranke" Ideen sind, ein absolutes Muss!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten!



Donnerstag, 7. Januar 2016

[Rezension] All die verdammt perfekten Tage - Jennifer Niven

Titel: All die verdammt perfekten Tage
Originaltitel: All the bright places
Autor: Jennifer Niven
Verlag: Limes Verlag
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3809026570
Cover und Inhaltsangabe © Limes Verlag




"Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…"




"All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven ist ein Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt, ein Buch, das leise Töne anschlägt und ein Buch, das sehr viel Leben in sich trägt. Dass dieses Buch keine einfache Kost werden wird, war mir von Anfang an klar. Schon die Ausgangssituation auf dem Turm hat es in sich. Dort treffen sich Violet und Finch, die beide "irgendwie" sterben möchten, um ihren Problemen zu entfliehen. Wer hier jetzt ein todtrauriges Buch voller Melancholie erwartet, wird aber eines besseren belehrt. Das Buch schlägt durchgehend leise Töne an und besitzt einen Hang zu Posie, aber es ist dennoch sehr jugendlich und steckt eben auch voller Lebensfreude und wirklich schönen, befreienden Abschnitten. 




Mit den Charakteren musste ich erst einmal warm werden, da mich das Thema Suizid bei beiden doch stark mitgenommen hat. Auf der einen Seite lernen wir Violet kennen, die vor kurzem ihre Schwester verloren hat und ihr immer noch nachtrauert. Sie hat sich selbst die Haare geschnitten und trägt die Brille ihrer Schwester, durch die sie eigentlich nichts sehen kann, nur um ihr wieder nah zu sein. Sie hat selbst aufgehört zu leben und merkt überhaupt nicht, wie tief sie bereits in ihrer Trauer gefangen ist.

Finch ist der "Freak" der Schule, der eigentlich ständig an Selbstmord denkt. Er kommt aus einer zerrütteten Familie und niemand scheint mitzubekommen, wie es in ihm aussieht. Seine Sehnsucht nach dem Tod nimmt er durchwegs mit Humor, was für mich oft einen fahlen Beigeschmack hinterlassen hat. Beim Lesen tat er mir furchtbar leid, so sehr, dass ich am liebsten ins Buch gestiegen wäre, um irgendjemanden aus seinem Umfeld anzuschreien, dass er Hilfe braucht!

Durch das Aufeinandertreffen von Violet und Finch kommen alle Probleme ans Tageslicht. Beide offenbaren sich Stück für Stück, doch nur um zu begreifen, dass sich manche Dinge nicht so einfach reparieren oder ändern lassen. Beide Charaktere besaßen für mich eine enorme Tiefe und sie haben mich von ihrer jeweiligen Art berühren können!




Das Buch beginnt sofort sehr emotional auf dem Dach nahe der Schule. Finch fragt sich, ob das nun endlich der Tag ist, an dem er springen wird - bis Violet auftaucht und anscheinend das selbe vorhat. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein. Finch der Freak, den alle meiden und Violet, das nette Mädchen, das jeder mag. Wie es der Zufall so will retten sie einander an diesem Tag und es beginnt eine Art "Freundschaft", als sie eine Schulaufgabe zusammen machen sollen. 

Diese Aufgabe, die daraus besteht, Orte in ihrer Nähe aufzusuchen, bringt die beiden zusammen und ich fand die "Reise", die die beiden gemacht haben, sehr passend. Diese Abschnitte stecken voller Leben, voller Freude und ja, auch voller Liebe. Aber wie soll eine Liebe gegen die angestauten Probleme ankommen? Kann man einen Ertrinkenden noch retten?

Finch ist wie ein Wanderer. Seine Abschnitte waren meist sehr traurig, auch wenn sein Humor immer wieder durchschimmert. Hier haben wir es mit einem Jungen zu tun, der seine Probleme akzeptiert und aufhört, gegen sie anzukämpfen. Er will einen Neuanfang und denkt, diesen nur im Tod zu finden. Was ich allerdings etwas schade fand, war, dass die ganze Familiensituation nur von Finch Seite aus zu sehen war. Ich hätte mir hier ein wenig mehr Hintergrundwissen gewünscht, warum die Verhältnisse so verrüttet sind.

Was mir leider auch nicht ganz so gut gefallen hat, war die beginnende "Liebelei" zwischen den Beiden, die für mich durch einen einzigen Moment ziemlich zerstört wurde. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber ich empfand dieses "Stürmische" einfach als zu unpassend, vor allem im Hinblick auf die Charaktere. Hier hätte die Autorin meiner Meinung nach einen besseren Zeitpunkt erwischen müssen, um besonders das Ende noch emotionaler zu machen!

Dann kommen wir jetzt auch schon zum Ende. Es hat mich auf jeden Fall berühren können und ich muss sagen, dass ich beim Lesen oft einen Kloß im Hals hatte. Als Leser wünsch man sich wohl einen anderen Ausgang, aber ich denke, dass hier ein sehr realistisches Buch fern des schwarz/weiß-Denkens geschaffen wurde. Jeder Mensch ist frei und ich denke deswegen sollten solche Entscheidungen nicht als falsch oder richtig abgeschrieben werden! Aber lest selber und bildet euch in eigenes Urteil!




Ein emotionales Jugendbuch über eine Reise zweier Verlorener, die auf ihrem Weg das ein oder andere wiederfinden, aber auch verlieren...

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten!





Dienstag, 5. Januar 2016

[Rezension] Tagebuch eines Vampirs, Band 1: Im Zwielicht - Lisa J. Smith

Titel: Tagebuch eines Vampirs, Band 1: Im Zwielicht 
Autor: Lisa J. Smith
Verlag: Weltbild, cbt
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3570304976
Cover und Inhaltsangabe © Weltbild, cbt




"Eine dunkle Ahnung von drohendem Unheil überkommt die 17-jährige Elena, als sie eines sonnigen Morgens eine riesige schwarze Krähe entdeckt, deren Blicke sie unablässig wie aus Menschenaugen zu verfolgen scheinen … Doch kaum betritt Elena die Highschool, ist alle Angst vergessen, denn Hals über Kopf verliebt sie sich in den umwerfenden italienischen Neuzugang: Stefano. Zu ihrer großen Enttäuschung wirkt der zunächst alles andere als interessiert. Doch hinter Stefanos cooler Fassade brodelt es: Auch er ist Feuer und Flamme für die Highschool-Schönheit und schon bald kann er sich seinen leidenschaftlichen Gefühlen nicht mehr widersetzen. Noch ahnt Elena nicht, welch verhängnisvolles Schicksal ihr damit bevorsteht."




Nachdem ich in der letzten Zeit die "Pretty Little Liars"-Reihe gelesen hatte, habe ich nun Lust auf eine neue Buchreihe. Da ich weder die Serie zu "Vampire Diaries", noch die Bücher kannte, habe ich mich spontan entschlossen, es einfach einmal mit dem ersten Band zu probieren.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und ich kam schnell in die Geschichte rein. Schade fand ich, dass die unterschiedlichen Sichten von Stefano und Elena sich oft gleich lasen. Also die Art ist schon gleich und deswegen fiel mir das Umdenken bei manchen Abschnitten schwer. Auch muss ich gestehen, dass mir die Sicht von Elena besser gefallen hat. Hier werden auch ihre Tagebucheintragungen erwähnt und an einigen Stellen eingeschoben.




Ich kannte die Serie nicht, aber dennoch hätte ich bei der Protagonistin mit einem ganz anderen Charakter gerechnet. Elena ist schön und beliebt und sie ist sich ihrer Macht sehr wohl bewusst. Ihre Art hat mir zu Beginn nicht ganz so gut gefallen, denn sie ist doch jemand, mit dem ich mich einfach nicht identifizieren konnte. Aber das muss ja auch nicht sein. Ich finde es bemerkenswert, dass sich die Autorin hier für einen eher schwierigen Charakter entschieden hat, der vermutlich nicht alle Leser begeistern wird!

Elenas Gegenpart ist Stefano, der plötzlich neu an der High School ist. Natürlich verliebt sich Elena sofort in ihn und versucht ihn um den Finger zu wickeln, doch Stefano bleibt kühl und unnahbar. Für meinen Geschmack war Stefano ein wenig zu weich und schnörkellos, um so gespannter bin ich, seinen Bruder Damon in den nächsten Büchern kennenzulernen!




Das Buch ist leicht zu lesen und eignet sich meiner Meinung nach als gute "Zwischenlektüre"! Die Geschichte ist auf jeden Fall spannend und mitreißend, aber ich habe bei dem Buch gemerkt, dass gerade beim Stil und auch beim Spannungsaufbau noch viel Luft nach oben ist. Klar, dass Buch ist vor vielen Jahren in Deutschland erstmal als Mystery-Heftchen erschienen und genau deswegen ist alles sehr simpel gestrickt! (Was aber definitiv nicht schlecht ist!!!)

Die Geschichte ist auf jeden Fall süß und angenehm zu lesen. Ich konnte mir alles sehr genau vorstellen und nach der Hälfte mochte ich dann auch die eher schwierige Hautcharakterin. Leider hapert es an einigen Stellen an der Logik, besonders was Elenas und Stefanos plötzliche Liebe betrifft, aber bei Bella und Edward war es ja ähnlich. (Auch wenn ich dort im Vorfeld viel mehr Gefühle beim Lesen spüren konnte!)

Ich fand diesen ersten Band von "Tagebuch eines Vampirs" solide und sehr unterhaltsam. Über ein paar Dinge und Handlungen der Charaktere musste ich schmunzeln und ich denke, dem Buch ist anzumerken, dass es eben vor über 20 Jahren das erste Mal erschienen ist, was aber definitiv nicht schlecht ist! Ich werde auf jeden Fall die Fortsetzungen lesen, denn ich bin vor allem auf Damon sehr gespannt!




Ein unterhaltsamer Beginn einer Vampirbuchreihe. Zwar recht einfach gestrickt, aber gut zu lesen und ich denke, da ist noch viel Potenzial für die Fortsetzungen!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.




Sonntag, 3. Januar 2016

[Jahresrückblick] Meine Highlights 2015

Und schon ist das Jahr 2015 vorbei und ich kann auf viele gelesene Bücher zurückblicken. Eine genaue Zahl habe ich nicht, aber ich denke, es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf die Gefühle, die das jeweilige Buch in uns auslöst. Ich durfte viele neue Bücher entdecken, von Thriller, über Krimi, Horror, Romanen und auch Fantasy war wieder alles dabei und ich bin dankbar für all die tollen Bücher, die ich lesen durfte. Hier geht mein Lob an die vielen Autoren, die es geschafft haben, mich Teil ihr Geschichten werden zu lassen!

Natürlich war auch mein eigenes Buch für mich ein Highlight im Oktober 2015. Ich bin dankbar, dass ich das Buch veröffentlichen durfte und möchte mich an dieser Stelle bei allen Lesern bedanken! Es war toll, eure Meinungen und Gefühle zu dem Buch zu hören/lesen und ich bin froh, dass ich mit meiner Schattentour so einigen das Gruseln lehren konnte!

Hier, in diesem Post, möchte ich meine Highlights aus diesem Jahr kurz vorstellen, denn ich denke, es gibt so einige Bücher, die mir in Erinnerung geblieben sind und die einfach noch ein letztes Mal hervorgehoben werden müssen! Hier kommen sie jetzt also, meine Jahreshighlights 2015!





Mein absolutes Highlight in diesem Jahr war "Die dunklen Mauern von Willard State" von Ellen Marie Wiseman. Das Buch hat mich mit auf die Reise in eine alte Psychiatrie genommen und mir eine schreckliche Geschichte offenbart, die in meinem Kopf noch immer nachhallt. Ich denke, dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und ich werde es noch lange mit mir herumtragen! Hier geht es zur Rezension!


Ein weiteres Highlight war der Abschluss der "Auge umd Auge"-Trilogie von Jenny Han und Siobhan Vivian. ICH LIEBE DIESE REIHE EINFACH! Und ich hatte mich riesig auf den letzten Teil gefreut, der wirklich ein krönender Abschluss war. So viele Überraschungen und Wendungen findet man selten in Jugendbüchern! Und hier geht es auch direkt zur Rezension!


Da ich mich sehr für Geister und das Paranormale
interessiere, habe ich in diesem Jahr auch einige düstere Bücher gelesen. Eins ist mir besonders im Gedächtnis geblieben und dabei handelt es sich um "Ex" von David Ambrose. Bei dem Buch geht es um ein Experiment, bei dem ein Geist erschaffen werden soll. Natürlich geht dieses Experiment schief und es gibt so einige gruselige Stellen, denn es scheint, dass der Geist wirklich real geworden ist! Absolut lesenswert und spannend!

Besonders gefreut habe ich mich in diesem Jahr auch über"Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter". Ich hätte nie gedacht, dass mich eine solche Liebesgeschichte so begeistern kann! Hier und hier geht es zu den beiden Rezensionen!

Eigentlich mag ich Fantasy ja nicht so wirklich, aber "Die Königin der Schatten" konnte mich bereits nach den ersten Seiten in den Bann ziehen, was vor allem an der tollen Protagonistin lag, mit der ich mich absolut identifizieren konnte. Die Geschichte ist auch nicht zu übertrieben, denn es geht eher
um Kelsea und ihren Weg als "gute" Königin. Ich bin schon jetzt sehr auf die Fortsetzung gespannt!

Und als letztes muss ich auch unbedingt noch "Das Feuerzeichen" von Francesca Haig benennen. Eine tolle Dystopie über eine Welt, in der jeder Mensch als Zwilling geboren wird. ich fand die Geschichte sehr spannend und originell und ich fiebere schon jetzt der Fortsetzung entgegen! Und hier geht es zur Rezension.

Und wie sah euer Jahr 2015 aus? Was waren eure Highlights?

Freitag, 1. Januar 2016

[Monatsrückblick] Mein Lesemonat Dezember 2015

Der Dezember verging wie im Flug und jetzt ist auch schon Weihnachten und Silvester vorbei. Mir bedeuten diese Feiertage nicht viel und deswegen widme ich mich jetzt auch gleich den Büchern, die ich in diesem Monat gelesen haben. Ich durfte einmal die mörderische Seite von Weihnachten in dem Thriller "Während du stirbst" spüren, aber auch die Romantische in dem Buch "Winterzauber im Kerzenschein". Desweiteren habe ich endlich das Geheimnis um die Pretty Little Liars gelüftet (YEAH!), aber es scheint, dass es mit "A" doch noch weitergehen wird!

Insgesamt habe ich 11 Bücher gelesen und ein Buch abgebrochen.

Thriller/Krimi

Die Beschützerin - Susanne Kliem
Meerjungfrau - Camilla Läckberg
Das Böse Kind - Sabine Kornbichler
Never Knowing - Chevy Stevens
Während du stirbst - Tammy Cohen

Roman

Winterzauber im Kerzenschein - Jenny Hale

Jugendthriller

Ein dunkler Ort - Lois Duncan
Pretty Little Liars - Mörderisch (Band 6) - Sara Shepard
Pretty Little Liars - Herzlos (Band 7) - Sara Shepard
Pretty Little Liars - Vogelfrei (Band 8) - Sara Shepard

Fantasy

Darkest Powers: Schattenstunde - Kelley Armstrong




Mein Highlight des Monats war auf jeden Fall der achte Band der "Pretty Little Liars"-Reihe von Sara Shepard. Endlich ist die ganze Wahrheit ans Licht gekommen und mit dieser "Wende" habe ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich ist noch eine winzige Sache offen geblieben und ich hoffe, die Pretty Little Liars bald wieder treffen zu können!

Cover © cbt




Eigentlich mag ich ja Weihnachten und so weiter überhaupt nicht, aber dennoch haben mein Mann und ich eine Weihnachtsgeschichte zusammen gelesen. "Winterzauber im Kerzenschein" war ein bezauberndes Buch ohne viel Kitsch und genau aus diesem Grund fand ich sie sehr passend. Es ging um eine Familie, die nicht so recht zueinander finden konnte und um eine Frau, die in diesem Haus als Verwalterin angestellt wurde, ihre wahre Berufung jedoch in einer ganz anderen Sache fand. Einfach schön!


Cover © Bastei Lübbe




Eigentlich fing dieser Monat sehr gut an und ich dachte, dass es jetzt mal ein guter Monat ohne Flop wird, aber leider kam dann "Das böse Kind" von Sabine Kornbichler. Das Buch fing gut an, aber endete für einen Krimi einfach zu schwach! Schon allein der Titel verrät ab der Hälfte des Buches leider sehr viel und die Spannung lies für mich schon nach den ersten Seiten nach. Ich habe für das Buch leider sehr lange gebraucht und am Ende habe ich es nur beendet, weil ich dachte, da käme noch was. Dem war aber leider nicht so!

Cover © Piper