Donnerstag, 13. April 2017

[Rezension] Scar - Jack Ketchum, Lucky McKee

Titel: Scar
Autor:  Jack Ketchum, Lucky McKee
Genre: Roman
Bereits gelesene Bücher des Autoren: Beutezeit, Evil
Cover und Inhaltsangabe © HeyneHardcore




"Mit elf Jahren ist Delia Cross bereits ein gefeierter Fernsehstar – aber nicht glücklich. Ihre Mutter ist von krankhaftem Ehrgeiz getrieben. Ihr Vater dem Alkohol verfallen. Ihr Bruder von Eifersucht zerfressen. Einzig der Familienhund Caity hält immer treu zu ihr. Dann droht ein tragischer Unfall, Delias Karriere für immer zunichtezumachen. Doch sogar ihre Narben werden gegen ihren Willen vermarktet. Bis sie beginnt, sich zu wehren …"




Von Jack Ketchum habe ich schon eine ganze Weile nichts mehr gehört. Mit "Evil" hat er mich vor vielen Jahren begeistern können, "Beutezeit" war aufrund der vielen Klischees dann aber eher ein Flop für mich!

Sein neues Buch, das er mit dem Autoren, Schauspieler und Regisseuren Lucky McKee hat mich vom ersten Moment brennend interessiert. Ich bin mit den Erwartungen, einen spannenden Horrorroman zu lesen, doch im Grunde ist "Scar" ein recht jugendliches Buch, das sehr emotional und tiefgründig ist und nicht mit "Evil" oder "Beutezeit" gemein hat.

Ich muss sagen, dass ich am Anfang etwas verwundert war aufrund eines Rechtschreibfehlers hinten auf dem Klappentext. In letzter Zeit hatte ich gerade bei größeren Verlagen oft das Problem mit nur oberflächlichen Lektoraten und dadurch auch Probleme beim Schreibstil. Zum Glück ließ sich "Scar" aber sehr flüssig lesen und ich war nach wenigen Seiten schon komplett in der Geschichte gefangen.

Das Buch wird aus den Sichten aller Familienmitglieder verfasst, so bekommen wir einen tiefen Einblick in die zerrüttete Beziehung zwischen Vater, Muter, den beiden Kindern und dem Hund Caity. "Scar" ist eine sehr tiefgründige Geschichte, an vielen Stellen ist sie sehr emotional und ladet zum Nachdenken über unsere heutige Gesellschaft ein!




- Delia -

Delia ist mit ihren 11 Jahren bereits ein gefeierter Kinderstar und wird von Job zu Job geschleift. Sie ist die große Einnahmequelle der Familie und lässt eigentlich alles mit sich machen. Ihre geliebte Hündin Caity steht ihr bei und scheint ihr einziger Freund auf dieser Welt zu sein.

Während zu Beginn der Geschichte noch alles recht unterschwellig abläuft, ändert sich alles, nach einem schrecklichen Unfall. Delia ist entstellt, doch ihre Eltern wollen weiterhin mit ihr Geld verdienen ...

Delia muss man als Leser einfach ins Herz schließen. Sie steht zwar im Fokus der Familie, aber nur, weil sie ein Goldesel ist. Sie wird beachtet, solange sie schön ist, gehorcht und einfach funktioniert. Das Leben von Delia ist kein schönes Leben. Sie hat keine Freunde, darf nicht zur Schule gehen und wird von ihrer Familie nur benutzt. Ich fand es richtig schlimm, den ganzen Druck zu spüren, der auf ihr lastet!

- Pat und Bart -

Hier haben wir Delias Eltern. Pat ist selbst sehr hübsch, aber sie hat selbst nie den Durchbruch geschafft. Also muss jetzt ihre Tochter ran. Pat symbolisiert jene strebsamen Eltern, die in ihren Kindern eine Art zweite Chance sehen, endlich Erfolg zu haben. Ich fand Pat einfach nur abartig und schrecklich, zumal sie noch einige Geheimnisse hat ...

Bart ist ähnlich egoistisch, ihm geht es aber in erster Linie ums Geld. Er kauft sich vom Geld seiner Tochter ein fettes Auto und mehrere Fernseher. Ja, er schmeißt das Geld förmlich zum Fenster raus und interessiert sich nur für den Luxus, den er sich nun leisten kann! Er war für mich ebenso abartig wie seine Frau ...

- Caity -

Caity ist der Hund der Familie und war mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch. Sie und Delia verbindet eine ganz besondere Art der Freundschaft und Verbundenheit, die einfach nur mein Herz erwärmt hat.

Caity tut alles für Delia und das ist das ganze Buch über spürbar. Die Verbindung der beiden bricht auch nicht ab, als so einige schlimme Dinge passieren ...




Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Erwartung an das Buch gegangen bin, mal wieder einen blutigen und verstörenden Horrorroman von Jack Ketchum zu lesen, doch "Scar" ist komplett anders. Fast schon kindlich erzählt es erst einmal die Geschichte eines Mädchens, das in ihrer Familie nur als Geldquelle benutzt wird.

Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommen wir Einblick in die gesamte Familie, einschließlich des Hundes Caity. Es wird deutlich, wie zerbrochen die Familie längst ist und von welchem Egoismus jeder einzelne geleitet wird. Beim Lesen hatte ich einen regelrechten Hass auf die Eltern, die ihr Kind so dermaßen ausnutzen und echt nur an Ruhm und Geld interessiert sind.

Interessant finde ich, dass das erste Drittel des Buches damit Spannung aufbaut, dass Delia anscheinend Angst vor Geistern in ihrem Puppenhaus hat. Caity spürt ebenfalls etwas und versucht Delia zu beschützen, doch dann kommt alles anders als gedacht und es gibt echt eine bitterböse Wendung!

Mitgefühl ist von der Familie kaum zu spüren, stattdessen sehen sie weiterhin nur ihr eigenes Leben im Vordergrund. Delia selbst entwickelt sich im Laufe der Geschichte in eine tolle Richtung - wird aber weiterhin vermarktet. Die beiden Autoren zeigen hier wieder einmal, in was für einer grauenhaften Welt wir leben. Geld und Erfolg scheint das wichtigste zu sein, dabei wird oftmals die Menschlichkeit vergessen.

Horror findet man in "Scar" überhaupt nicht. Stattdessen ist die Geschichte voller psychologischer Spannung, voller Schockmomente und voll mit Emotionen. Teilweise musste ich echt weinen, da mir die Geschichte von Delia und Caity ungemein nahe ging! Das Ende selbst ist so zwar abzusehen, aber dennoch absolut spannend und es gibt wenigstens einen Hauch Vergeltung ...




"Scar" ist fast schon ein Jugendroman über eine zerrüttete Familie und die wundervolle Verbindung von einem Mädchen und ihrem Hund! Auch wenn ich Horror erwartet hatte, muss ich doch sagen, dass ich angenehm überrascht über diese tiefgründige und teils sehr traurige Geschichte war, die mich bestimmt noch einige Tage oder Wochen begleiten wird! Eine klare Empfehlung!


Mittwoch, 12. April 2017

[Rezension] Herr der Fliegen - William Golding

Titel: Herr der Fliegen
Autor:  William Golding
Genre: Roman
Bereits gelesene Bücher des Autoren: keins
Cover und Inhaltsangabe © Fischer



"Eine Gruppe englischer Schuljungen gerät infolge eines Flugzeugunfalls auf eine unbewohnte Insel im Pazifischen Ozean. Kein Erwachsener überlebt. Zunächst erscheint der Verlust zivilisatorischer Ordnungsprinzipien leicht zu bewältigen: auf der Insel gibt es Wasser, Früchte, sogar wilde Schweine, die erlegt werden können. Ralph läßt Hütten bauen, erkundet die Insel, richtet einen Wachdienst für das Signalfeuer ein. Der gute Anfang aber führt in eine Krise, die bald diabolische Formen annimmt. Aus der Jagd wird blutiges Schlachten - die Jäger und die Hüter des Feuers geraten in einen Kampf auf Leben und Tod. Die Gemeinschaft zerfällt, Terror und barbarische Primitivität gipfeln im Machtrausch, der auch Mord nicht ausschließt. Das Beängstigende an diesem Gleichnis menschlicher Gesellschaft ist die Tatsache, daß diese Jungen keineswegs Monstren oder Verbrecher sind. Jeder von ihnen ist in irgendeiner Jungenklasse der Welt zu finden."




"Herr der Fliegen" von William Golding war ein Buch, auf das wir bei der gemeinsamen Leserunde zu "Ich bin böse" von Ali Land gestoßen sind und das uns alle brennend interessiert hat! Also gab es spontan bei der lieben Nicole von Zeit für neue Genres eine weitere Leserunde zu diesem Klassiker.

Ich muss sagen, dass ich zu Beginn ein wenig angst hatte. Im Internet tummeln sich die Meinungen vieler frustrierter Schüler, die das Buch absolut langweilig und schwierig fanden, doch zum Glück war dies dann doch nicht der Fall. Der Einstieg in die Geschichte rund um die Schuljungen, die auf einer unbewohnten Insel landen, ist mir gut gelungen. Die ersten beiden Kapitel flogen förmlich dahin.

Danach zeigte sich allerdings der "kompliziertere" Schreibstil William Goldings. Teilweise wirr und ohne Kennzeichen in den Dialogen bekommen wir als Leser das Miteinander der Jugendlichen und Kinder mit, erfahren, wie sie versuchen zu überleben und gleichzeitig, wie sie aneinandergeraten. Dabei wird aber wenig wert auf die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere gelegt, die Beschreibung des Insellebens steht hier eindeutig im Vordergrund.




- Ralph -

Zu Beginn lernen wir Ralph kennen, der auf einen dicken Jungen trifft und erst einmal realisieren muss, was geschehen ist. Sie finden ein Muschelhorn und blasen hinein und schnell kommen die restlichen Überlebenden des Flugzeugabsturzes zusammen und sie begreifen, dass keine Erwachsenen auf der Insel sind.

Ralph wird ziemlich schnell zum Anführer gewählt, demokratisch natürlich, doch er merkt schnell, dass es schwer ist, alles zu koordinieren. Zum Teil ist das Erlebnis auf der Insel für die Jungs ein großes Abenteuer, doch natürlich möchten sie auch gerettet werden.

- Piggy -

Piggy ist der besagte dicke Junge, der aber auf keinen Fall Piggy genannt werden wollte. Doch das interessiert niemanden, denn Piggy ist der typische Aussenseiter, ist aber sehr intelligent und behält oft den Durchblick, als die anderen Jungs nicht mehr weiter wissen.

Leider wird er in der Gruppe nicht direkt akzeptiert, sogar Ralph, dem er eigentlich vertraut, macht sich teilweise lustig über ihn. Er symbolisiert hier eine schwache Person, einen Menschen, der zwar versucht, gehört zu werden, aber keinen richtigen Anschluss findet.

Piggy war der Charakter, den ich in diesem Buch am meisten mochte. Er verliert sich nicht wie die anderen, ist kein Mitläufer und folgt seinen eigenen Auffassungen.

- Jack -

Jack ist das Gegenteil von Ralph. Er ist ein Abenteurer und wird mit seinen Chorjungen schnell zum Jäger. Während er anfangs noch Skrupel hat, ein Schwein zu töten, verliert er nach und nach die Hemmschwelle, denn hier geht es ja schließlich ums Überleben? Dabei passt er sich so sehr der neuen Umgebung an, dass es oft schein, als wollte er nicht gerettet werden.

Während Ralph von allen zum Anführer gewählt wurde, muss Jack um seine Macht erst einmal kämpfen. Er nutzt die Ängste der anderen und für mich symbolisierte er hier einen Diktator.




"Herr der Fliegen" von William Golding beginnt direkt nach dem Flugzeugabsturz und wir finden uns zusammen mit einem Haufen englischer Schuljungen auf einer einsamen Insel wieder. Schnell finden sich die Kinder und Jugendlichen zusammen und überlegen, wie sie überleben können. Auf der Insel befinden sich ausreichend Früchte und es gibt Schweine. Sie bauen sich Hütten, versuchen aber gleichzeitig, stets mit einem Feuer auf sich aufmerksam zu machen.

Schnell bilden sich zwei Lager. Zum einen ist da Ralph, der Piggy an seiner Seite hat und deswegen immer wieder zur Vernunft kommt und Jack nicht blind folgt, doch dann ist da Jack mit seiner Jägergruppe, die immer mehr zu Wilden werden.

Auf der Insel sind auch kleine Kinder, die urplötzlich von einem Monster reden. Einer Art Schlange, ein Ungetüm, das durch den Dschungel streift. Ist es die Angst der Jungen oder sind sie auf der Insel wirklich nicht allein?

William Goldings Roman "Herr der Fliegen" ist ein Buch, das von der Botschaft her echt unter die Haut geht, es ist eine Geschichte, die man begreifen muss und sie sich auch wieder aktuell auf unser Leben übertragen lässt. Auf der Insel entwickelt sich schnell eine Gruppendynamik, es gibt die Starken und die Schwachen, die Mitläufer und die Rebellen. Vor Augen halten muss man sich hier, dass dies alles Kinder sind.

Besonders das Ende des Buches hat mir so einige Gänsehaut-Momente verursacht. Besonders eine Szene fand ich besonders schlimm, die wohl alle Leser aufwühlen wird. Das Buch beschreibt die Ungerechtigkeit des Lebens, die Sinnlosigkeit des Krieges und den Wahn, den die Menschheit in den letzten Jahrhunderten öfters verfallen sind ...




Ein toller Klassiker, der zum Nachdenken anregt und uns wieder einmal zeigt, in welch einer Gesellschaft wir leben. Damals wie heute hat sich wenig verändert und deswegen ist "Herr der
Fliegen" noch immer aktuell. Der leicht wirre Schreibstil sollte nicht abschrecken, denn hier verbirgt sich wahrlich ein kluges Buch mit Gänsehaut-Momenten!

Weitere Meinungen zum Buch:
Zeit für neue Genres (3 von 5)


Montag, 10. April 2017

[Rezension] Das Mädchen im Dunkeln - Jenny Blackhurst

Titel: Das Mädchen im Dunkeln
Autor:  Jenny Blackhurst
Genre: Thriller, Psychothriller
Bereits gelesene Bücher der Autorin: Die Stille Kammer (3 von 5)
Cover und Inhaltsangabe © Bastei Lübbe



"Als Karen Brown ihre neue Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall: eine gelangweilte Frau, die ihren tristen Alltag mit einer heimlichen Affäre aufpeppt. Doch schon nach ihrem ersten Gespräch hat Karen das Gefühl, dass Jessica geradezu besessen ist von der Ehefrau ihres Liebhabers. Als wenig später die Leiche jener Frau gefunden wird, steht die Polizei vor Karens Tür. Sie gilt als dringend mordverdächtig. Karen ahnt, dass Jessica sie nicht zufällig ausgewählt hat - und dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen."




"Das Mädchen im Dunkeln" ist mein zweites Buch von Jenny Blackhurst, ich muss aber gestehen, dass ich mich an ihr erstes Buch nicht mehr direkt erinnern kann. Zur Auffrischung hatte ich mir meinen Blogeintrag dazu durchgelesen, doch die Geschichte hat sich nicht in meinem Kopf festgesetzt, was ja meistens ein Zeichen von eher durchschnittlicher Lesefreude ist.

Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen von "Das Mädchen im Dunkeln". Der Schreibstil war gut, aber nicht direkt etwas Besonderes. Die Geschichte flüssig, aber irgendwie auch nicht mehr als Durchschnitt. Psychologisch gesehen hat die Story zwar einiges zu bieten, besonders die Einblicke in die Psyche der einzelnen Personen ist recht gut gelungen, aber es ist noch Luft nach oben da. Manche Handlungen und Gefühle waren für mich nicht verständlich!

Was mich zudem gestört hat, waren die Rechtschreibfehler, die darauf hindeuten, dass das Lektorat teilweise etwas versagt hat und das hemmt gerade bei einem Verlagsbuch den Lesefluß doch ein. (Dafür kann aber natürlich die Autorin nichts!)




- Karen -

Karen ist eine Psychologin, die zu Beginn der Geschichte eine sonderbare Patientin bekommt und nach und nach in die Abgründe ihrer eigenen Vergangenheit geführt wird. Interessant fand ich in "Das Mädchen im Dunkeln" die wechselnden Perspektiven, denn mit Karen als einzige Protagonistin wäre ich nicht so gut klargekommen.

Karen wirkt teilweise sehr hart, sehr energisch und viel zu forsch, was aber auch absolut in die Geschichte passt. Direkt sympathisch war mir aber keiner in diesem Buch.

- Bea und Eleanor -

Das sind die beiden Freundinnen von Karen, die in die ganze Geschichte hineingezogen werden und teilweise ihre eigenen Probleme haben. Eleanor ist mit ihren Kindern total überfordert und auch Bea scheint labil zu sein. Beide Frauen werden in die Geschichte gezogen, glauben aber nicht, dass Karens Patientin damit wirklich etwas zu tun haben. Doch die Vorfälle werden immer schlimmer ...




"Das Mädchen im Dunkeln" von Jenny Blackhurst ist ein Thriller, der mich vom Setting erst einmal an "Desperate Housewifes" erinnert hat. Zu Beginn bekommen wir nämlich abwechselnd Einblicke in die Leben von den drei Freundinnen, außerdem erscheint immer wieder ein unbekannter "Ich"-Erzähler, der dafür sorgt, dass dieses Buch nicht nur eine Geschichte über drei gefrustete Frauen ist ...

Am Anfang war ich ein wenig gelangweilt von der Geschichte, das muss ich hier ehrlicherweise zugeben, obwohl das Buch eigentlich bereits mit dem Auftauchen der Patientin beginnt. Die Spannung entwickelt sich erst nach und nach und sehr schleichend, doch irgendwann hat mich das Buch dann doch gepackt und ich habe der Auflösung entgegengefiebert.

Karen und ihren Freundinnen passieren so einige merkwürdige Dinge und es scheint, als hätte die Patientin Jessica etwas damit zu tun. Diese ist bei Karen in Behandlung und spricht dabei über eine Affäre mit einem Mann, der seine Frau nicht mehr liebt. Karen findet nach und nach heraus, dass es dabei nur um eine ihrer Freundinnen gehen kann, weiß jedoch nicht, was sie tun soll. Diesen Gewissenskonflikt fand ich echt interessant, allerdings wird er doch nur recht kurz thematisiert.

Insgesamt ist "Das Mädchen im Dunkel" ein solider Thriller, der sich trotz der zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler gut lesen lässt. Nach und nach offenbart sich hier die wahre Geschichte und das hat mir gut gefallen, doch letztendlich muss ich gestehen, dass mir bei der Auflösung noch einiges gefehlt hat. Es ging zum Ende hin alles sehr flott und es fehlten meiner Meinung nach einige Erklärungen. Außerdem ist es schade, dass der Klappentext den Mord, der erst im letzten Drittel stattfindet, so anpreist, denn dieser hätte eigentlich überraschend sein können, hätte man es als Leser nicht bereits gewusst ...




"Das Mädchen im Dunkeln" ist ein guter Psychothriller, der Einblicke in die Leben von drei
Freundinnen gibt, allerdings zum Ende hin zu konstruiert wirkte und meiner Meinung nach das volle Potenzial aufgrund mangelnder Erklärungen nicht ausschöpfen konnte. Dennoch lesenswert!

Weitere Meinungen zum Buch:
Schmökerstube (4 von 5)
The Passion of Books (2 von 5)



Samstag, 8. April 2017

[Rezension] Die Mitternachtsrose - Lucinda Riley

Titel: Die Mitternachtsrose
Autor:  Lucinda Riley
Genre: Roman
Bereits gelesene Bücher der Autorin: Der Lavendelgarten (5+), Das Orchideenhaus (5+), Das Mädchen auf den Klippen (5+)
Cover und Inhaltsangabe © Goldmann



"Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt.
Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…"




"Die Mitternachtsrose" war mittlerweile mein vierter Roman von Lucinda Riley und ich bin weiterhin restlos von ihr und ihren Werken begeistert. Die Geschichte rund um das indische Mädchen Anahita hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen, nein, das Buch hat mich vielmehr komplett in sich aufgesogen. Für kurze Zeit war ich selbst Anahita, reiste von Indien nach England, schloss Freundschaften und verliebte mich mit ihr. Natürlich konnte ich auch ihren Schmerz spüren und ihre Verluste haben mich hart getroffen.

Lucinda Rileys Bücher lassen sich kaum in Worte fassen. Sie sind sensibel, tiefgründig und sie nehmen einen als Leser einfach mit auf eine Reise in eine unbekannte Welt. So war es auch in "Die Mitternachtsrose".

Erstaunlich find ich es jedes Mal, das Lucinda Riley ihren Figuren so viel Leben einhauchen kann. Alle haben eine Seele und eine eigene Geschichte, die von der Autorin in nur wenigen Sätzen aufs Papier gebracht wird. Erstaunlich finde ich deswegen nach wie vor ihren Schreibstil, denn sie packt soviel Herzblut in jedes ihrer Bücher!




- Anahita -

Wir lernen Anahita zu Beginn der Geschichte an ihrem 100. Geburtstag kennen. Sie hat ihre gesamte Familie um sich versammelt, trauert im Stillen aber immer noch um einen verlorenen Sohn, von dem sie weiß, dass dieser noch leben muss, obwohl sie von ihrer guten Freundin Indira längst eine Sterbeurkunde bekommen hat.

Anahita lässt sich davon aber nicht abbringen, sie glaubt bis zum Schluss daran, ihren Sohn noch einmal wiedersehen zu dürfen, verstirbt dann aber, nachdem sie gespürt hat, dass es nun auch mit ihrem Sohn zuende gegangen ist. Ihre Geschichte soll aber nicht vergessen werden ...

Anahita ist ein herzensguter Mensch. Im Laufe des Buches lernen wir fast ihre gesamte Lebensgeschichte kennen, wir reisen mit ihr von Indien nach England, erleben Freundschaften mit ihr und erfahren, dass sie lieber anderen hilft, als an sich selbst zu denken. Anahita hat mich mit ihrer Geschichte berührt, sie hat mir gezeigt, was Menschlichkeit bedeutet und wie unsere Gesellschaft eigentlich sein sollte ...

- Rebecca -

Wie der Klappentext bereits andeutet, geht es auch um eine junge, amerikanische Schauspielerin, die nach England kommt und in Astbury Hall einen Film drehen soll. Schnell freundet sie sich mit dem gegenwärtigen Lord des riesigen Anwesens an, der findet, dass sie seiner verstorbenen Großmutter sehr ähnlich sieht.

Als ein junger Inder in Astbury Hall auftaucht, wird auch sie in eine der dramatische Geschichte gezogen, obwohl sie gerade selbst einige Probleme hat.

Rebecca fand ich ebenso interessant. Sie ist eine Frau, die ihren Weg noch nicht so recht gefunden hat und gerade dabei ist, ihr Leben neu zu ordnen.

- Ari -

Ari glaubt seiner Ur-Großmutter Anahita erst einmal nicht, als diese ihm einen Brief in die Hand drückt und von ihm verlang Nachforschungen über ihren doch längst verstorbenen Sohn anzustellen. Der junge Inder ist auch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und interessiert sich eigentlich gar nicht für die Lebensgeschichte seiner Großmutter ...

Zum Glück wandelt er sich im Laufe der Geschichte, denn am Anfang habe ich ihn und seine Arroganz förmlich gehasst! Irgendwann begreift er allerdings, was im Leben wirklich wichtig ist ...




Am liebsten würde ich bei den Charakteren noch alle anderen Personen beschreiben, die mir während des Lesens ans Herz gewachsen sind, doch dies würde wohl den Rahmen sprengen. Ich möchte aber erwähnen, dass ich wieder einmal begeistert bin, wie viel Leben Lucinda Riley ihren Figuren einhaucht. Sie alle berühren und sind Teil des großen Ganzen.

"Die Mitternachtsrose" ist die Geschichte der jungen Anahita, die in ihrem Leben viel durchmachen musste. Zusammen mit ihr gehen wir auf eine Reise und müssen versuchen, unseren eigenen Weg zu finden. Beeindruckend und wirklich ergreifend fand ich Anahita und ihre Menschlichkeit. Sie wird oft ausgestoßen, doch anstatt zu kapitulieren, kämpft sie immer weiter und hilft denen, die ihr ans Herz gewachsen sind. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Geben viel wichtiger als Nehmen ist und das man alles, was man aussendet, irgendwann zurück bekommt.

Mein viertes Buch der irischen Autorin hat mich wieder einmal vollkommen in sich abtauchen lassen. Die Beschreibungen des Lebens in Indien fand ich sehr interessant und die Einblicke in diese uns so fremde Kultur waren sehr intensiv. England als zweites Setting fand ich auch hier wieder wunderschön. Ich liebe solche alten Familienanwesen und ich kam mir beim Lesen vor, als könnte ich selbst durch Astbury Hall spazieren.

Natürlich ist "Die Mitternachtsrose" keine durchwegs fröhliche Geschichte. Anahita muss besonders in England, als sie meint ihre große Liebe gefunden zu haben, sehr viel durchmachen und alles endet sehr tragisch! Beim Lesen kamen mir wieder einmal die Tränen.

Originell fand ich die Wendung am Ende des Buches, die ein wenig Psycho war, mir als Thrillerfan aber absolut gefallen hat. Der Epilog selbst dann zum Schluss sehr schön, aber auch todtraurig! Auch hier hat es mir förmlich das Herz zerrissen!




"Die Mitternachtsrose" von Lucinda Riley war mal wieder ein sehr intensives Leseerlebnis mit sehr
vielen Tränen und sehr viel Platz zum Nachdenken. Besonders Indien als Schauplatz hat mir gut gefallen und die ganzen Verstrickungen und Geheimnisse haben mich auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Wer Lucinda Riley noch nicht kennt, sollte unbedingt einmal ein Buch von ihr lesen!


Donnerstag, 6. April 2017

[Rezension] Der Achtsamkeits-Begleiter - Dr. Sarah Jane Arnold

Titel: Der Achtsamkeits-Begleiter
Autor:  Dr. Sarah Jane Arnold
Genre: Ausmalbuch, Anti-Stress
Bereits gelesene Bücher der Autorin: keins
Cover und Inhaltsangabe © Lotos

Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!




"Einfach mal die Zeit anhalten, den Alltagsstress vergessen und völlig ins Hier und Jetzt eintauchen – dieses bezaubernde Ausmalbuch für Erwachsene macht es möglich: Jedes der liebevoll gestalteten Motive wird von einer kleinen Achtsamkeitsübung begleitet. So kann man nicht nur beim meditativen Malen völlig entspannen und zur Ruhe kommen, sondern findet auch praktische Impulse für mehr Achtsamkeit im eigenen Leben."




Heute stelle ich euch einmal keine Geschichte vor, sondern ein Ausmalbuch für Erwachsene, das gegen Stress helfen soll. Solche Malbücher gefallen mir seit ein paar Monaten echt gut, denn es hilft tatsächlich, in dieser recht hektischen Welt einfach mal abzuschalten und auf sich selbst zu hören.

"Der Achtsamkeits-Begleiter" von Dr. Sarah Jane Arnold ist noch eine Steigerung zu den Ausmalbüchern anderer Verlage. Die Autorin, die freiberuflich als psychologische Beraterin tätig ist, gibt zu Beginn des Buches Einblick darin, was Achtsamkeit überhaupt bedeutet. Das erklärt sie klar und flüssig und stellt auch gleich eine Verbindung zum Ausmalen her.

Die Aufmachung des Buches ist echt schön. Mit einem hübschen Band kann es geschlossen werden und es ist so klein und kompakt, dass es in jede Tasche passt. Und dafür ist es auch gedacht. Es ist perfekt dafür geeignet, um unterwegs ein paar Minuten einfach abzuschalten - sei es in der Bahn oder einfach auch kurz in der Pause auf Arbeit.

Kommen wir nun aber zu dem Punkt, der mich am meisten begeistern konnte: Zu jedem Bild gibt es eine Übung, die unsere Achtsamkeit stärken soll. Das ist verständlich erklärt, bedarf allerdings auch erst einmal einigen Versuchen, sich mein Malen wirklich auf das Geforderte zu konzentrieren. Aber dazu sind die Übungen auch da, man soll sich einfach einmal fallen lassen und das ganze "Drumherum" vergessen. Leider vergessen wir viel zu oft, einfach mal auf unsere innere Stimme zu hören!

Die Bilder selbst in "Der Achtsamkeits-Begleiter" sind sehr einfach gehalten, meistens sind es nur verschiedene verschlungene Formen, aber auch Blumen oder Federn. Ich hatte, als ich das Buch bekommen habe, ein kleines Problem bei der Stifteauswahl. Filzstifte sind zu dick für die recht kleinen Felder und auch meine Aquarellstifte waren nicht geeignet. Da ich keine Fineliner mag (die sicher am besten geeignet wären) habe ich mich für Buntstifte entschieden, die aber für die filigranen Bilder sehr gut angespitzt werden sollten. Ich denke, ich werde das Buch vorwiegend für Unterwegs benutzten und kann es als "Wegbegleiter" auf jeden Fall weiterempfehlen!




"Der Achtsamkeits-Begleiter" ist ein Ausmalbuch der besonderen Art. Dr. Sarah Jane Arnold stellt zu
jedem Bild eine Übung vor, die dem Malenden hilft, Stress abzubauen und Achtsam durchs Leben zu gehen. Aufgrund des kompakten Formats und der recht kleinen Ausmalbilder werde ich das Buch allerdings vorwiegend unterwegs benutzen!




Dienstag, 4. April 2017

[Rezension] Sag nie ihren Namen - James Dawson

Titel: Sag nie ihren Namen
Autor:  James Dawson
Genre: Jugendbuch, Grusel
Bereits gelesene Bücher des Autoren: keins
Cover und Inhaltsangabe © Carlsen



"Nach diesem Buch ist jeder Blick in den Spiegel ein Wagnis auf eigene Gefahr!!! --- Als Bobbie und ihre beste Freundin Naya an Halloween den legendären Geist Bloody Mary beschwören sollen, glaubt niemand, dass wirklich etwas passieren wird. Also vollziehen sie das Ritual: Fünf Mal sagen sie Marys Namen vor einem mit Kerzen erleuchteten Spiegel … Doch etwas wird in dieser Nacht aus dem Jenseits gerufen. Etwas Dunkles, Grauenvolles. Sie ist ein böser Hauch. Sie lauert in Albträumen. Sie versteckt sich in den Schatten des Zimmers. Sie wartet in jedem Spiegel. Sie ist überall. Und sie plant ihre Rache."




"Sag nie ihren Namen" von James Dawson stand schon lange auf meiner Wunschliste und zu Weihnachten habe ich es von meiner lieben Wichtelmama bekommen. Seid meiner Jugend stehe ich total auf Slasher und auch auf urbane Legenden. So war mir Bloody Mary und ihre Geschichte nicht sonderlich fremd und ich konnte mich gleich ins Abenteuer stürzen.

Natürlich beinhaltet "Sag nie ihren Namen" nicht viel Neues, aber das war mir von Anfang an auch klar gewesen. Das Buch ist eine Slasher-typische Jugendgeschichte über drei Teenies, die Bloody Mary rufen und dann nur noch ein paar Tage zu leben haben. Zwar habe ich mir gewünscht, mal wieder richtigen Grusel zu spüren, aber ich hatte bereits erwartet, dass mich das Buch hier nicht direkt durch eine tolle Atmosphäre begeistert.

Der Schreibstil von James Dawson ist aber auf jeden Fall flüssig und das Buch lässt sich flott lesen. Auch wenn es keine echten "Horror"- Momente enthält, weiß es doch, eine mysteriöse Spannung zu erzeugen und die alte Legende um Bloody Mary noch einmal aufleben zu lassen!



- Bobbie -

Unsere Protagonistin ist ein stinknormales Mädchen, nicht besonders beliebt, aber dennoch ein Charakter, mit dem man sich als Leser identifizieren kann. (Und die wohl typisch für jeden Horrorfilm ist!)

Bobbie, die eigentlich Roberta heißt, schreibt gerne Geschichten. Ihre Mutter lebt und arbeitet in New York und interessiert sich fast nur für ihr eigenes Leben. Deswegen ist Bobbie auf dem Internat und hat dort auch eine beste Freundin.

Typischerweise gibt es in diesem Buch auch eine kleine Liebesgeschichte, aber dazu verrate ich an dieser Stelle nichts weiter!

- Caine -

Caine ist ein recht beliebter und cooler Typ, auf den die Mädchen abfahren. Zu Beginn gibt es eine Art Halloweenparty, auf der er mit seinen Freunden und ein paar Mädchen aus dem Internat ist. Bobbie, Naya und er erklären sich bereit, Bloody Mary zu rufen und dann nimmt das Übel auch schon seinen Lauf.

Mitfiebern konnte ich auf jeden Fall mit den Charakteren, aber es ist wie bei einem typischen Horrorfilm: Die Personen kommen einem nicht besonders nahe. (Was ich hier aber nicht als Kritik ansehe!)



"Sag nie ihren Namen" von James Dawson verbindet alles, was ein recht klischeehafter, aber dennoch unterhaltsamer Horrorfilm ausmacht: Eine alte Legende, die nach und nach offenbart wird, eine Gefahr, die abzuwenden ist, ein Haufen Teenies mit Teenieproblemen und ein gruseliges Geistermädchen, das nach Rache schreit. Ich liebe Slasher, das muss ich zugeben, obwohl die meisten stets nach dem gleichen Muster ablaufen.

Auch "Sag nie ihren Namen" macht da keine Ausnahme. Ich wusste aber von Anfang an, worauf ich mich einlasse: einfach nur gute Unterhaltung. Schade fand ich zwar, dass die Gruselmomente teilweise zu kurz kamen, aber etwas anderes hatte ich hier auch nicht erwartet. Es ist eben sehr klischeehafte Geschichte, die aber bewusst so gehalten ist!

Zum Inhalt brauche ich hier wohl nicht viel sagen, die Geschichten ist zwar recht vorhersehbar, bietet aber dennoch noch ein paar sehr spannende Momente und besonders die Legende um Mary Worthington (Bloody Mary) fand ich hier interessant umgesetzt. Witzigerweise ist diese Mary Worthington auch eine Charakter in "Supernatural" und ich habe mal das Internet durchforstet und über die "echte" Person nicht viel gefunden.

Abschließend kann ich sagen, dass mich "Sag nie ihren Namen" gut unterhalten hat. Es war, als hätte ich bewusst einen Slasher eingeschalten, einfach um ein wenig abzuschalten und in Klischees zu tauchen. Meiner Meinung ist das Buch genau dafür gedacht. Ein Spiel der typischen Horrorfilm-Elemente, nicht mehr und nicht weniger!




"Sag nie ihren Namen" von James Dawson ist eine recht typische Gruselgeschichte über eine der bekanntesten düsteren Legenden. Ein Buch zum Abschalten, das mit allen Klischees spielt, aber dennoch zu unterhalten weiß!





Sonntag, 2. April 2017

[Monatsrückblick] Mein Lesemonat März

Puhh, endlich ist der März vorbei und langsam kitzeln die ersten Sonnenstrahlen den Boden. Natürlich ändert sich hier auch wenig das Leseverhalten, die Chance, beim Abtauchen in Büchern auch gleichzeitig etwas Sonne zu tanken, ist einfach zu verlockend.

Im März war hier auf meinem Blog so einiges los. Es ging los mit einer Blogtour zu einem sehr emotionalen Buch über ein vermisstes Mädchen und eine unfassbar tolle Freundschaft. Dann ging es über einen spannenden Krimi hin zum neuen Laymon, der trotz der Kürze wieder einmal begeistern konnte. Natürlich bin ich auch wieder einem kleinen Familiengeheimnis auf die Spur gekommen, auch wenn mich dieses nicht so recht in den Bann ziehen wollte. Dagegen hat mir ein echt talentierter Autor einen Spiegel vor die Nase gehalten und mir gezeigt, dass meine Verweigerung dem technischem Fortschritt gegenüber der richtige Weg ist. In andere Welten bin ich im März auch gereist und habe an einem sehr fantasievollen Spiel, dem Caraval teilgenommen und eine echt dämonische Straße bereist! Alles in allem wieder einmal ein gelungener Monat!

Im März habe ich 10 Bücher gelesen und leider eins abgebrochen!

Thriller/Krimi

Mirror - Karl Olsberg (5+ von 5)
The Couple Next Door - Shari Lapena (5 von 5)
Der Mörder und das Mädchen - Sofie Sarenbrant (5 von 5)
Es beginnt am siebten Tag - Alex Lake (2 von 5)

Jugendbuch/Jugendfantasy

Dark Horses - Cecily von Ziegesar (5+ von 5)
Caraval - Stephanie Garber (5+ von 5)
Eden Summer - Liz Flanagan (4 von 5)
Demon Road - Derek Landy (3 von 5)

Horror

Die Tür - Richard Laymon (5 von 5)

Roman

Das Leben ist nur ein Moment - Heike Fröhling (3 von 5)

Abgebrochen

Die Gästeliste - Sanne Averbeck




Mein absolutes Highlight in diesem Monat war  "Dark Horses" von Cecily von Ziegesar. Das Buch hat mich von der ersten Seite durch die Sichtweise des Pferdes Red begeistern können und nach dem letzten Kapitel habe ich erst einmal weinen müssen. Mich hat die Geschichte bewegt und ich werde Red, den sturen Fuchs wohl noch lange in meinem Herzen behalten!

Cover © Gulliver





Überraschend war für mich in erster Linie, dass ich in diesem Monat echt viele Schätze gefunden habe. Beispielsweise "Mirror" von Karl Olsberg fand ich genial, aber auch der Thriller "The Couple Next Door" hat mir wieder einmal gezeigt, dass auch in diesem Genre noch längst nicht die Luft raus ist! "Die Tür" von Richard Laymon hatte mich aufgrund des Minibuches, das da bei mir ankam, erst echt enttäuscht, doch die beiden Geschichten hatten es echt in sich!




Mein Flop des Monats war "Es beginnt am siebten Tag""Es beginnt am siebten Tag" von Alex Lake. Die Geschichte über ein vermisstes Kind, das nach sieben Tagen unverletzt wieder auftaucht, hat mich fast zu Tode gelangweilt ... Die Geschichte war öde, weil man als Leser bereits wusste, dass das Kind unverletzt auftaucht, dennoch hat der Autor die Suche nach dem Mädchen langgezogen und konnte auch mit der schwachen Auflösung dann nicht mehr punkten!

Cover © HarperCollins

Und wie sah euer März aus? Wart ihr zufrieden?