Titel: Wer nicht wagt, der liebt nicht
Originaltitel: Dare to love
Autor: Carly Phillips
Verlag: Heyne
Genre: Roman
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3453418424
Vielen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
„Riley Taylor behält gerne die Kontrolle über alles und würde ihre Unabhängigkeit niemals aufgeben wollen – bis sie auf einer Party dem charismatischen Ian Dare begegnet, der sie auf der Stelle umhaut. Ian hat seine eigenen Dämonen, und seit er herausgefunden hat, dass sein Vater jahrzehntelang ein Doppelleben geführt hat, hat er sich geschworen, sein Herz nie mehr zu öffnen. Doch die sinnliche Riley erweckt seine dominante und beschützerische Seite, er möchte diese Frau unbedingt haben ...“
Die Rezension zu dem Buch „Wer nicht wagt, der liebt nicht“ von Carly Phillips fällt mir unsagbar schwer, denn leider muss ich hier gleich zu Beginn dieser Rezension gestehen, dass ich nichts an dem Buch finden konnte, dass mir gefiel. In Erwartung eines frechen, süßen Liebesroman habe ich mich für dieses Buch entschieden, doch letztendlich ist es nur eine Oberflächliche Geschichte mit teilweise sehr vulgärer Sprache. Der Schreibstil konnte mich weder überzeugen, noch einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, die Dialoge wirken durchgehend seltsam und Logik und Gefühl sucht man in diesem Buch leider vergebens.
Über die Charaktere kann ich leider auch nichts positives sagen. In diesem Buch, das anscheinend Teil einer Reihe ist, geht es um Riley und Ian, die sich, wie sollte es auch anders sein, total anziehend finden. Von Liebe ist nichts zu spüren, es geht nur um Lust und Dominanz.
Riley lernt Ian auf einer Festlichkeit kennen und sofort kommen sie sich näher. Natürlich gehört es für solche überaus attraktiven Menschen zum Alltag aufs Reden zu verzichten und gleich zum Knutschen und Fummeln überzugehen. Klar, das ist ja so was von Liebe!!!
Ian selbst hat laut Klappentext ein dunkles Geheimnis. Oh, was kann das nur sein? Also liest man die Inhaltsangabe auf der ersten Seite, weiß man es bereits. Ian ging mir beim Lesen fast noch mehr auf die Nerven als Riley. Er ist sehr dominant und lässt diese Seite auch dauernd raushängen. Ich muss sagen, dass ich noch niemals zuvor einen Buchcharakter so widerlich gefunden habe!
Wo soll ich hier anfangen? Als ich das Buch gesehen habe, dachte ich, es handelt sich um einen typischen romantischem Liebesroman mit ein wenig Kitsch und Herzschmerz. Das deutsche Cover wirkt sehr unschuldig, süß, rein und nur ein wenig frech und genau darin liegt wohl hier der Fehler. Das gesamte Cover und die Inhaltsangabe verspricht eine komplett andere Geschichte. In Wahrheit geht es in dem Buch richtig zur Sache. Sexszene reiht sich an Sexszene und Vulgärsprache ist anscheinend Carly Phillips Markenzeichen. Ich habe mich also sowohl vom Cover, als auch dem Klappentext in die Irre leiten lassen und bin zu einem Genre geraten, dass komplett nicht meins ist, nämlich einen „Erotik-Roman“!
Schaut man sich jetzt das Cover des Originalbuches an, kann man meine Wut vielleicht verstehen. Dort sieht man nämlich gleich, um welche Art von Buch es sich handelt! Wieso also hat sich der deutsche Verlag für dieses Cover entschieden? Wollte er einen Erotik-Roman in ein anderes Genre packen, um mehr Leser anzusprechen? Oder wollte er einfach nicht Teil des „Shades of grey“-Hypes sein?
Was es auch ist, es hat mir gezeigt, dass man wohl dem Cover nicht immer trauen kann. Vielleicht hätte ich mich im Vorfeld über Carly Phillips besser informieren sollen, dann hätte ich mir dieses Buch wohl im Vorfeld ersparen können. Für mich war „Wer nicht wagt, der liebt nicht“ ein riesengroßer Reinfall. Es gab nichts, wirklich ÜBERHAUPT nichts, was mich begeistern konnte. Der Schreibstil haut einen bei weitem nicht um und die gesamte Geschichte ist überaus vorhersehbar. Am Ende habe ich die Seiten nur noch überflogen und trotzdem alles verstanden!
Auf jeden Fall konnte ich die Liebelei zwischen Riley und Ian nicht nachvollziehen. Sie treffen sich, schlafen miteinander und plötzlich ist es DIE große Liebe? Zu den beiden Charakteren konnte ich keinerlei Bezug finden. Sie waren für mich seltsam, vor allem da ihr Verlangen zueinander, das gleich nach dem ersten Blick schon entflammt war, das gesamte Buch ausgefüllt hat. Die Sexszenen waren dann allein von der Sprache her wirklich widerlich beschrieben, so widerlich und teilweise ungewollt lustig, dass ich diese Abschnitte einfach nicht lesen konnte. Ich muss auch nicht unbedingt hundert Mal darin erinnert werden, wie RIESIG Ians Ding denn nun ist
Eins weiß ich wenigstens: Das war mein erstes und mein letztes Buch von Carly Phillips!
Ich vergebe 1 von 5 Käseratten!
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Freitag, 26. Juni 2015
Dienstag, 8. Oktober 2013
Gesetze der Lust - Tiffany Reisz
Wieder einmal habe ich mich bei BlogDeinBuch für ein Buch beworben, das erst nach Versenden enthüllt worden war. Ich muss gestehen, dass mich das Video etwas neugierig gemacht hat, ich jedoch mit anderen Erwartungen an das Buch herangetreten bin. Für mich wirkte Nora in dem Video schwach und so, als würde sie zu etwas gezwungen werden, was sie nicht will. Als das Buch endlich bei mir ankam und ich es ausgepackt habe, konnte ich mir ein Lachen erst einmal nicht verkneifen, denn Erotik gehört nicht zu meinen bevorzugten Genres, ich habe noch nicht einmal "Shades of Grey" gelesen. Nun war ich etwas geschockt, als ich "Gesetze der Lust" von Tiffany Reisz erschienen im Mira Verlag im Briefkasten fand. Ich wollte mich aber nicht vom Titel oder von meinen eigenen Buchvorlieben beeinflussen lassen und habe auch sogleich angefangen zu lesen.
Inhalt
Gemeinsam mit ihrem dominanten Lover, dem Priester Soren, lebt Nora ihre dunklen Fantasien hemmungslos aus. Als eine Reporterin beginnt, in Sorens Privatleben herumzuschnüffeln, schickt er Nora aufs Land. Dort soll sie sich bei seinem Freund, dem Playboy Griffin, verstecken und gleichzeitig den bisexuellen Michael als Sklaven ausbilden.
Cover
Was soll ich zu dem Cover sagen? Frauen lieben ja Highheels, da mache ich wohl keine Ausnahme und auch die Covergestaltung finde ich für einen Erotikroman sehr Ansprechend, muss jedoch eingestehen, dass ich das Buch im Laden niemals in die Hand genommen hätte, da es einfach nicht mein Genre ist. Trotzdem finde ich, dass sich der Mira Verlag bei der Covergestaltung stets große Mühe gibt und sie immer sehr ansprechend aussehen.
Charakter
Zum Einen wäre da Nora, die eine sehr selbstbewusste Erotikautorin und ehemalige Domina ist und sich stets das nimmt, was sie will. Sie verbindet viel mit dem Priester Soren und man merkt auch, das beide eine gewisse Abhängigkeit zueinander habe. Ich vermag es jetzt vielleicht nicht Liebe nennen, denn ich besitze eine etwas andere Anschauung, doch trotzdem denke ich, dass Gefühle eine sehr wichtige Rolle spielen. Leider konnte ich mich mit Nora nie so wirklich anfreunden und oftmals ging sie mir gehörig auf die Nerven. Selbstbewusstsein ist schon sehr gut, aber ich finde bei ihr ist es maßlos übertrieben.
Auch Soren, der Priester der auf SM steht war mit nie recht sympatisch. Das alles war einfach nicht meine Welt. Ich bin zwar nicht religiös, aber trotzdem war mir alles "too much". Ich möchte mir solche Sache einfach nicht vorstellen und muss gestehen, dass ich manche Sexstellen einfach nur überflogen habe. Nicht das ich prüde bin, aber für mich hat das keinerlei Reiz zu lesen wie jemand beim Sex mit einem Messer geschnitten wird oder ähnliches. Wie oben schon erwähnt, passt dieses Buch einfach nicht zu mir, wohl auch ein Grund warum ich hier nur meine persönliche Meinung von mir geben kann.
Es kommen noch einige weitere wichtige Charaktere vor. Unter anderem eine Journalistin, ein Jugendlicher, der die SM Szene erkundet und noch so andere "schräge Vögel". Ich denke, diese Person sollte man als Leser selbst kennenlernen, weswegen ich hier nicht näher auf diese Menschen eingehen werde.
Meine Meinung
Seit ich das Buch bekommen habe, frage ich mich schon, wie ich meine Meinung zu dem Buch formulieren soll, denn leider war es eine wirkliche Qual es zu lesen. Ich habe keinen wirklichen roten Faden erkennen können, wurde nur von Sexszene zu Sexszene begleitet und habe zahlreiche Diskussionen über das Leben und die Liebe über mich ergehen lassen.
Das einzige was ich angenehm an dem Buch fand, war der sehr einfache Schreibstil, der einen schnell von Kapitel zu Kapitel geführt hat. Ich zweifele nicht daran, dass die Autorin ihr Handwerk versteht und einen sehr guten Schreibstil hat, doch konnten mich ihre Charaktere und Ideen nicht fesseln.
Leider fand ich viele Stellen auch sehr weit hergeholt, wie beispielsweise jene, in der Michael den Priester kennen lernt. Das hatte in mir nicht wirklich einen guten Geschmack hinterlassen und ich war kurz davor, das Buch beiseite zu legen. Doch letztendlich habe ich mich doch noch durchgequält, weiß nur leider nicht so recht wofür. Ich wurde weder unterhalten, noch habe ich etwas aus dem Roman mitgenommen, einzig und allein habe ich gelernt, dass ich mich wohl nur noch auf Bücher bewerben werde, bei denen ich vorher den Klappentext kennen.
Fazit
Ein Buch, das leider ganz und gar nicht meinen Geschmack getroffen hat, da ich einfach die falsche Zielgruppe dafür bin. Für Erotikfans aber sicher eine willkommene Abwechslung.
Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.
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