Und der letzte Tag der Mangawoche führt uns zu einer Reihe, die gerade erst begonnen wurde. "Secret" von Yoshiki Tonogai hat uns interessiert, da wir "Judge" vom gleichen Zeichner/Autoren sehr mochten. Von "Secret" ist bis jetzt nur ein Band erschienen, den wir auch
schon gelesen haben. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich jetzt kaum noch an die Geschichte erinnere. Solche Reihen muss man wohl einfach am Stück lesen, um die Story noch im Kopf zu haben.
Hier aber kurz die Inhaltsangabe: (© by Carlsen)
"Mehrere Schüler sterben bei einem Busunfall, einige Tage später kommt ein weiterer zu Tode. Die Polizei untersucht die Vorkommnisse und bestätigt, dass es sich um einen Busunfall sowie einen Selbstmord handelt. Wenig später versammelt der Klassenlehrer die sechs Überlebenden um sich und erklärt, dass sich unter ihnen drei Mörder befinden. Welche Personen unter ihnen das sind, sollen die Schüler binnen einer Woche herausfinden - anderenfalls will er seine Beweise der Polizei übergeben..."
Spannend war der erste Teil auf jeden Fall und die Geschichte scheint wieder sehr komplex zu sein. Wir sind auf jeden Fall gespannt!
Und jetzt eine Frage an euch: Welche Mangas lest ihr gerne? Habt ihr Empfehlungen für uns?
Freitag, 3. Juni 2016
Mittwoch, 1. Juni 2016
[Mangawoche] Das Leben in einer seltsamen Schulklasse
kommt, merkt er schnell, dass etwas nicht stimmt. Es werden seltsame Geistergeschichten erzählt und ein Mädchen scheint für die Klasse nicht zu existieren. Was steckt dahinter?
Trotzdem können wir die Reihe aber empfehlen. Besonders Leute, die gerne Mysterygeschichten lesen, werden sich an diesem Manga erfreuen!
Montag, 30. Mai 2016
[Mangawoche] Der Ousama will ein Spiel spielen ...
gestellt, die von den Schülern ausgeführt werden müssen, ansonsten werden die Teenager bestraft. Alles beginnt recht harmlos, wie ein Spiel eben, aber dann entwickelt sich alles zum Kampf ums Überleben!
was? Es gibt auch schon eine neue Reihe, die sich "Ousama Game: Extreme" nennt, die hier auch bereits darauf wartet, von uns gelesen zu werden. Ob wir aber solch ein extremes Spiel von der Spannung aushalten werden? Wir werden sehen! ;)
Samstag, 28. Mai 2016
[Mangawoche] Mein Lieblingsmanga
Da ich neben dem Lesen "normaler" Bücher mit meinem Mann zusammen auch gerne Mangas lese, dachten wir, dass wir euch unsere absoluten Lieblinge und Neuerwerbungen einmal vorstellen werden.
Wer mich kennt, weiß auch direkt, was sich hinter meinem Lieblingsmanga verbirgt. Mit "Detektiv Conan" habe ich damals die Mangawelt für mich entdeckt und ich bin der Reihe seit nun 87 Bänden treu geblieben. Man müsste meinen, dass eine solche lange Reihe nach einiger Zeit langweilig werden wird, aber dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil. Die Mordfälle werden immer intelligenter und spannender und auch die schwarze Organisation tritt immer öfter auf.
Für mich ist Conan Edogawa, der durch ein Gift nun im Körper eines Jungen steckt, ein wahrer Detektiv. Die Fälle sind witzig und die Auflösung meistens nicht zu durchschauen. (Ich rätsel immer mit und manchmal, ja, manchmal weiß ich auch schon die Lösungsansätze!)
Ich hoffe, dass die Reihe noch sehr lange fortgeführt wird. Ich denke, der Tag, an dem alles aufgelöst wird, wäre für mich ein sehr trauriger Tag, denn dann können wir uns wohl nicht auf weitere Fälle des kleinen Detektiven freuen!
Wer mich kennt, weiß auch direkt, was sich hinter meinem Lieblingsmanga verbirgt. Mit "Detektiv Conan" habe ich damals die Mangawelt für mich entdeckt und ich bin der Reihe seit nun 87 Bänden treu geblieben. Man müsste meinen, dass eine solche lange Reihe nach einiger Zeit langweilig werden wird, aber dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil. Die Mordfälle werden immer intelligenter und spannender und auch die schwarze Organisation tritt immer öfter auf.
Für mich ist Conan Edogawa, der durch ein Gift nun im Körper eines Jungen steckt, ein wahrer Detektiv. Die Fälle sind witzig und die Auflösung meistens nicht zu durchschauen. (Ich rätsel immer mit und manchmal, ja, manchmal weiß ich auch schon die Lösungsansätze!)
Ich hoffe, dass die Reihe noch sehr lange fortgeführt wird. Ich denke, der Tag, an dem alles aufgelöst wird, wäre für mich ein sehr trauriger Tag, denn dann können wir uns wohl nicht auf weitere Fälle des kleinen Detektiven freuen!
Donnerstag, 26. Mai 2016
Kurzes Buchupdate zu meinem nächsten Thriller!
Hallo ihr Lieben,
wie einige von euch sicher bereits mitbekommen haben, wollte ich mit meiner nächsten Veröffentlichung eigentlich den Schritt ins Selfpublishing wagen! Warum von einem Verlag zum Selbstpublizieren wechseln? Ich hatte gemerkt, dass dieses ganze "Werbung"-machen und sich anbiedern, um Gelesen zu werden, nichts für mich ist. Ich möchte nicht dauernd meine Verkaufszahlen im Auge behalten, sondern ich freue mich über jeden einzelnen Leser. Und wenn mein Buch nur einmal gekauft wird, dann ist es eben so. Genauso freue ich mich über 10 oder 20 Verkäufe und damit über Leute, die meine Arbeit schätzen!
Ich schreibe sehr gerne, aber ich muss hier ehrlich sein: Ich bin nicht der Typ, um mich selbst zu vermarkten oder um im Mittelpunkt zu stehen. Das lasse ich Leute machen, die dazu Talent haben und die das mögen. (Der gute Sebastian Fitzek ist ja ein Talent darin, sich selbst zu vermarkten!)
Ich möchte eigentlich nur, dass meine Bücher gelesen werden. Ich als Autor sollte uninteressant sein, denn es geht doch im erster Linie um die Geschichten, die ich erzählen will, um die Charaktere in den Erzählungen, dem Leben darin.
Das ist der Grund, warum ich zum Selfpublishing wechseln wollte, aber leider bin ich direkt auf einen "falschen" Anbieter hereingefallen. Ich wurde dort ins kalte Wasser geworfen und das hat mich doch sehr hart getroffen, da die Kommunikation sehr unfreundlich war und auf manche Sachen nicht geantwortet wurde. Ich hatte das Gefühl, dass die Leute nur mit mir Geld machen wollten und deswegen habe ich jetzt den Vertrag gekündigt und alle Bücher zurückgezogen! Sobald sie aus den Shops verschwunden sind, werde ich es erneut probieren. Und wir hoffen mal, dass es bei einem anderen Anbieter besser wird. Falls ich es aber nicht veröffentlichen werde, wäre es für mich kein Beinbruch. Es geht mir ja in erster Linie um das Schreiben und das kann ich weiterhin tun!
So, das waren meine Worte aus dem Urlaub und eine kleine Entschuldigung, dass im Moment so wenig Rezensionen kommen! Das alles hat mich ein wenig gestresst und dadurch bin ich nicht zum Lesen gekommen. Ab nächster Woche stelle ich euch aber meine Lieblingsmangas vor und danach geht es weiter mit vielen tollen neuen Büchern! :D
wie einige von euch sicher bereits mitbekommen haben, wollte ich mit meiner nächsten Veröffentlichung eigentlich den Schritt ins Selfpublishing wagen! Warum von einem Verlag zum Selbstpublizieren wechseln? Ich hatte gemerkt, dass dieses ganze "Werbung"-machen und sich anbiedern, um Gelesen zu werden, nichts für mich ist. Ich möchte nicht dauernd meine Verkaufszahlen im Auge behalten, sondern ich freue mich über jeden einzelnen Leser. Und wenn mein Buch nur einmal gekauft wird, dann ist es eben so. Genauso freue ich mich über 10 oder 20 Verkäufe und damit über Leute, die meine Arbeit schätzen!
Ich schreibe sehr gerne, aber ich muss hier ehrlich sein: Ich bin nicht der Typ, um mich selbst zu vermarkten oder um im Mittelpunkt zu stehen. Das lasse ich Leute machen, die dazu Talent haben und die das mögen. (Der gute Sebastian Fitzek ist ja ein Talent darin, sich selbst zu vermarkten!)
Ich möchte eigentlich nur, dass meine Bücher gelesen werden. Ich als Autor sollte uninteressant sein, denn es geht doch im erster Linie um die Geschichten, die ich erzählen will, um die Charaktere in den Erzählungen, dem Leben darin.
Das ist der Grund, warum ich zum Selfpublishing wechseln wollte, aber leider bin ich direkt auf einen "falschen" Anbieter hereingefallen. Ich wurde dort ins kalte Wasser geworfen und das hat mich doch sehr hart getroffen, da die Kommunikation sehr unfreundlich war und auf manche Sachen nicht geantwortet wurde. Ich hatte das Gefühl, dass die Leute nur mit mir Geld machen wollten und deswegen habe ich jetzt den Vertrag gekündigt und alle Bücher zurückgezogen! Sobald sie aus den Shops verschwunden sind, werde ich es erneut probieren. Und wir hoffen mal, dass es bei einem anderen Anbieter besser wird. Falls ich es aber nicht veröffentlichen werde, wäre es für mich kein Beinbruch. Es geht mir ja in erster Linie um das Schreiben und das kann ich weiterhin tun!
So, das waren meine Worte aus dem Urlaub und eine kleine Entschuldigung, dass im Moment so wenig Rezensionen kommen! Das alles hat mich ein wenig gestresst und dadurch bin ich nicht zum Lesen gekommen. Ab nächster Woche stelle ich euch aber meine Lieblingsmangas vor und danach geht es weiter mit vielen tollen neuen Büchern! :D
Montag, 23. Mai 2016
[Rezension] Der Kuss des Raben - Antje Babendererde
Verlag: Arena
Seitenzahl: 496
Cover und Inhaltsangabe © Arena
"Mila ist schön und anders. Ein außergewöhnliches Mädchen mit einer dunklen Vergangenheit. In Moorstein sucht sie einen Neuanfang - und findet ihre große Liebe: Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als im Dorf der Fremde Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen - und zu hassen. Mila gerät zwischen die beiden und findet sich plötzlich selbst vor einem schrecklichen Abgrund wieder."
Antje Babendererde war mir bis zu diesem Buch hier unbekannt. Um ehrlich zu sein, fand ich auch den Klappentext hier nicht besonders ansprechend, aber ich hatte mal wieder Lust auf einen guten und spannenden Jugendthriller. Ob das Buch nun hier wirklich diesem Genre zugeordnet werden kann, möchte ich an dieser Stelle aber nicht entscheiden. Für mich kam der "Thrill" ein wenig zu kurz und für mich selber würde ich jetzt als normalen Jugendroman bezeichnen.
Der Stil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist angenehm zu lesen, allerdings kam ich mit ihren Charakteren hier nicht gut klar. Es gab für mich keinen Sympathieträger und leider niemanden, den ich genug mochte, um Mitgefühl aufbauen zu können. Das fand ich schade, denn Mitgefühl ist genau das, was die Geschichte zum Bestehen benötigt!
- Mila -
Mila kommt aus der Slowakei in ein kleines Städtchen in Thüringen und geht dort zu Schule, um ihr Abitur in Deutschland zu machen. Zu Beginn des Buches verliebt sich Mila unsterblich in Tristan und es beginnt eine eher unromantische Beziehung, die für mich an manchen Stellen sehr seltsam wirkte. Eigentlich lese ich sehr gerne Jugendbücher, aber hier hatte ich Probleme mit der Glaubwürdigkeit einiger Dinge. Manchmal kam mir Mila wie ein kleines, verwirrtes Kind vor, das vor Naivität nur so strotzt und manchmal wie eine überhebliche Erwachsene. Mein Problem: Ich konnte sie mir nicht wirklich als Jugendliche vorstellen. Auch ihre ganze Art hatte für mich nichts mit Mädchen in diesem Alter zu tun.
Ein Sympathieträger war Mila für mich leider nicht. Vom Charakter her konnte ich sie schlecht einschätzen. Zwar fand ich ihre Hintergrundgeschichte bezüglich der Roma und ihren Wurzeln in der Slowakei sehr originell, aber sie kam mir von der menschlichen Seite leider nicht näher!
- Tristan -
Dann ist da noch Tristan, ein mysteriöser Junge, den Mila natürlich absolut toll findet. Ihn mochte ich von Anfang an überhaupt nicht und es gibt so einige Dinge, die ich einfach nur absolut ätzend an ihm fand. Im ersten Drittel des Buches war die "Liebesgeschichte" zwischen Mila und Ihm für mich nicht ganz so gut nachvollziehbar!
- Lukas -
Und dann ist da noch Lukas. Das Buch entwickelt sich in eine typische Dreierkonstellation, doch die eigentliche Auflösung ist schnell zu erahnen. Lukas fand ich ebenso wie Tristan eher nervig, weswegen ich Mila in ihren Entscheidungen nicht verstehen konnte. Auch hier fehlte es mit an Romantik und Glaubwürdigkeit!
Den Schreibstil der Autorin fand ich während des Buches wirklich toll und beneidenswert! Allein wegen ihrer Art zu Schreiben, würde ich sogar noch einmal ein Buch von ihr lesen. Leider hat mir die ganze Handlung von "Der Kuss des Raben" überhaupt nicht gefallen. Ich konnte mir zwar alles ganz gut vorstellen, aber für mich hatte die ganze Geschichte eine solche Distanz, dass ich oft keine Lust zum weiterlesen hatte. Das Buch hat mich jetzt auch über eine Woche begleitet, obwohl ich solche Bücher eigentlich sonst innerhalb von 2-3 Tagen lese!
Ich weiß nicht, ob ich vielleicht ein wenig zu alt für das Buch war, aber ich kam vor allem nicht mit Mila und dieser ganzen "Liebesgeschichte" klar. Ihre Gedanken getreu dem Motto: "Schlaf ich jetzt mit ihm oder nicht" und dergleichen hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Das Buch wirkte am Anfang noch so süß, unschuldig und jugendlich, da passte diese Sprache und vor allem diese Thematik nicht so recht. Ich hatte den "Schock" darüber (ich bin ganz sicher nicht prüde oder dergleichen, aber es hat hier einfach nicht gepasst!) schnell überwunden, aber es wurde für mich leider nicht besser.
Die ganze Hintergrundgeschichte von Mila fand ich sehr spannend und lehrreich. Antje Babendererdes Art, diese ganzen Fakten in die Geschichte einzuweben ist genial. Ich kann mir vorstellen, dass hier bei jugendlichen Lesern das Interesse geweckt wird.
Witzig fand ich die Erwähnung von Lost Places und Geocaching, zwei großer Hobbies von mir. Die Autorin scheint ähnliche Interessen zu haben, denn die Erwähnung einiger Dinge, die ich auch mag, brachten mich zum Schmunzeln. Schade fand ich nur, dass diese kleinen Details nicht dazu beigetragen haben, mich den Personen näher zu fühlen!
Das Ende fand ich ganz gelungen. Ich konnte nur nicht so recht mitfühlen, da ich die ganzen Personen nur aus der Ferne beobachten konnte und keinerlei Emotionen mit ihnen verband. Ich muss aber sagen, dass die "Auflösung" beziehungsweise der Showdown zum Buch gepasst hat, auch wenn vieles für mich selbst zu erahnen war. Die Charaktere waren durch die konsequente Einteilung in "gut" und "böse" schnell zu entlarven!
Ein Jugendbuch, das mich sprachlich, aber leider nicht inhaltlich überzeugen konnte. Die Handlung war mir zu wirr, einige Dinge zu deplatziert und die Charaktere zu fremd. Trotzdem würde ich das Buch aber empfehlen, da es doch ein Jugendbuch ist, das einmal komplett anders ist und sich dadurch von der Masse abhebt!
"Mila ist schön und anders. Ein außergewöhnliches Mädchen mit einer dunklen Vergangenheit. In Moorstein sucht sie einen Neuanfang - und findet ihre große Liebe: Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als im Dorf der Fremde Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen - und zu hassen. Mila gerät zwischen die beiden und findet sich plötzlich selbst vor einem schrecklichen Abgrund wieder."
Antje Babendererde war mir bis zu diesem Buch hier unbekannt. Um ehrlich zu sein, fand ich auch den Klappentext hier nicht besonders ansprechend, aber ich hatte mal wieder Lust auf einen guten und spannenden Jugendthriller. Ob das Buch nun hier wirklich diesem Genre zugeordnet werden kann, möchte ich an dieser Stelle aber nicht entscheiden. Für mich kam der "Thrill" ein wenig zu kurz und für mich selber würde ich jetzt als normalen Jugendroman bezeichnen.
Der Stil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist angenehm zu lesen, allerdings kam ich mit ihren Charakteren hier nicht gut klar. Es gab für mich keinen Sympathieträger und leider niemanden, den ich genug mochte, um Mitgefühl aufbauen zu können. Das fand ich schade, denn Mitgefühl ist genau das, was die Geschichte zum Bestehen benötigt!
- Mila -
Mila kommt aus der Slowakei in ein kleines Städtchen in Thüringen und geht dort zu Schule, um ihr Abitur in Deutschland zu machen. Zu Beginn des Buches verliebt sich Mila unsterblich in Tristan und es beginnt eine eher unromantische Beziehung, die für mich an manchen Stellen sehr seltsam wirkte. Eigentlich lese ich sehr gerne Jugendbücher, aber hier hatte ich Probleme mit der Glaubwürdigkeit einiger Dinge. Manchmal kam mir Mila wie ein kleines, verwirrtes Kind vor, das vor Naivität nur so strotzt und manchmal wie eine überhebliche Erwachsene. Mein Problem: Ich konnte sie mir nicht wirklich als Jugendliche vorstellen. Auch ihre ganze Art hatte für mich nichts mit Mädchen in diesem Alter zu tun.
Ein Sympathieträger war Mila für mich leider nicht. Vom Charakter her konnte ich sie schlecht einschätzen. Zwar fand ich ihre Hintergrundgeschichte bezüglich der Roma und ihren Wurzeln in der Slowakei sehr originell, aber sie kam mir von der menschlichen Seite leider nicht näher!
- Tristan -
Dann ist da noch Tristan, ein mysteriöser Junge, den Mila natürlich absolut toll findet. Ihn mochte ich von Anfang an überhaupt nicht und es gibt so einige Dinge, die ich einfach nur absolut ätzend an ihm fand. Im ersten Drittel des Buches war die "Liebesgeschichte" zwischen Mila und Ihm für mich nicht ganz so gut nachvollziehbar!
- Lukas -
Und dann ist da noch Lukas. Das Buch entwickelt sich in eine typische Dreierkonstellation, doch die eigentliche Auflösung ist schnell zu erahnen. Lukas fand ich ebenso wie Tristan eher nervig, weswegen ich Mila in ihren Entscheidungen nicht verstehen konnte. Auch hier fehlte es mit an Romantik und Glaubwürdigkeit!
Den Schreibstil der Autorin fand ich während des Buches wirklich toll und beneidenswert! Allein wegen ihrer Art zu Schreiben, würde ich sogar noch einmal ein Buch von ihr lesen. Leider hat mir die ganze Handlung von "Der Kuss des Raben" überhaupt nicht gefallen. Ich konnte mir zwar alles ganz gut vorstellen, aber für mich hatte die ganze Geschichte eine solche Distanz, dass ich oft keine Lust zum weiterlesen hatte. Das Buch hat mich jetzt auch über eine Woche begleitet, obwohl ich solche Bücher eigentlich sonst innerhalb von 2-3 Tagen lese!
Ich weiß nicht, ob ich vielleicht ein wenig zu alt für das Buch war, aber ich kam vor allem nicht mit Mila und dieser ganzen "Liebesgeschichte" klar. Ihre Gedanken getreu dem Motto: "Schlaf ich jetzt mit ihm oder nicht" und dergleichen hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Das Buch wirkte am Anfang noch so süß, unschuldig und jugendlich, da passte diese Sprache und vor allem diese Thematik nicht so recht. Ich hatte den "Schock" darüber (ich bin ganz sicher nicht prüde oder dergleichen, aber es hat hier einfach nicht gepasst!) schnell überwunden, aber es wurde für mich leider nicht besser.
Die ganze Hintergrundgeschichte von Mila fand ich sehr spannend und lehrreich. Antje Babendererdes Art, diese ganzen Fakten in die Geschichte einzuweben ist genial. Ich kann mir vorstellen, dass hier bei jugendlichen Lesern das Interesse geweckt wird.
Witzig fand ich die Erwähnung von Lost Places und Geocaching, zwei großer Hobbies von mir. Die Autorin scheint ähnliche Interessen zu haben, denn die Erwähnung einiger Dinge, die ich auch mag, brachten mich zum Schmunzeln. Schade fand ich nur, dass diese kleinen Details nicht dazu beigetragen haben, mich den Personen näher zu fühlen!
Das Ende fand ich ganz gelungen. Ich konnte nur nicht so recht mitfühlen, da ich die ganzen Personen nur aus der Ferne beobachten konnte und keinerlei Emotionen mit ihnen verband. Ich muss aber sagen, dass die "Auflösung" beziehungsweise der Showdown zum Buch gepasst hat, auch wenn vieles für mich selbst zu erahnen war. Die Charaktere waren durch die konsequente Einteilung in "gut" und "böse" schnell zu entlarven!
Ein Jugendbuch, das mich sprachlich, aber leider nicht inhaltlich überzeugen konnte. Die Handlung war mir zu wirr, einige Dinge zu deplatziert und die Charaktere zu fremd. Trotzdem würde ich das Buch aber empfehlen, da es doch ein Jugendbuch ist, das einmal komplett anders ist und sich dadurch von der Masse abhebt!
Ich vergebe 3 von 5 Käseratten.
Freitag, 20. Mai 2016
[Rezension] Die Witwe - Fiona Barton
Verlag: Wunderlich
Seitenzahl: 432
Cover und Inhaltsangabe © Wunderlich
"Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.
Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.
Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ...
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß."
"Die Witwe" von Fiona Barton war ein Buch, auf das ich zufällig bei Lovelybooks gestoßen bin. Ein Buch, das mich allein vom Klappentext schon angesprochen hat. Wie im Vorwort erwähnt, hat die Autorin hier ein Werk verfasst, dass sich mit der Frage befasst, wie sich das Leben einer äußerlich so glücklichen Ehe ändert, nachdem sich eine dunkle Tat an den ach so liebenden Ehemann haftet. Es geht um die Frage, was sich hinter den Frauen dieser "Täter" verbirgt. Ist es die Wahrheit? Naivität? Oder die Fähigkeit, die Augen zu verschließen?
Fiona Barton, die jahrelang als Journalistin gearbeitet hat, hat hier ein Buch verfasst, dass sehr einfach geschrieben und trotzdem eindringlich ist. Auf dem Buchumschlag steht "Roman" und genau als diesen muss man das Buch auch betrachten! Es ist kein Thriller, kein Krimi, denn die Autorin gestaltet das Buch beinahe als kühle Berichterstattung. Die Charaktere sollen nicht sympathisch erscheinen, der Leser soll kein Mitgefühl entwickeln, Nein, es geht nur um die Zusammenhänge und die einzige Wahrheit, die sich beinahe die gesamte Geschichte gut versteckt!
- Die Witwe -
Die Autorin beginnt jedes Kapitel mit einer solchen Überschrift und erschafft so eine gewisse Distanz, obwohl wir die gesamte Geschichte aus verschiedenen Sichten erfahren. Bei der Witwe handelt es sich um Jean Taylor, eine Frau, die gerade ihren Mann durch einen "Unfall" verloren hat. Jean ist eine schwache und sehr naive Frau. Das wird anhand der vielen Rückblicke deutlich. Die Autorin schafft es, hier die Beziehung von Jean und Glenn aufzuzeichnen und zu zeigen, was eigentlich alles schief lief.
Jean ist eine Frau, die man nicht beneiden kann. Sie lebt ein recht unterdrücktes Leben und steht unter dem Pantoffel ihres Ehemannes. Erst durch seinen Tod kann sie sich von ihm lösen, doch sie scheint noch immer zu schwach zu sein, um sich der Wahrheit zu stellen.
- Die Journalistin -
Kate Waters möchte nach dem Tod von Glenn ein Interview mit Jean führen. Sie möchte der trauernden Witwe endlich die Wahrheit entlocken und so schleimt sie sich bei dieser ein. Dass die Autorin hier ihre eigene Berufserfahrung mit in die Geschichte gebracht hat, wird schnell klar. Es geht hier nicht um Ehrlichkeit oder Mitgefühl, sondern einfach nur um die eine große Story, die jeder haben will.
Sympathisch war mit Kate Waters leider nicht. Sie ist zu verbissen, zu sehr darauf aus, das ultimative Zitat von Jean zu bekommen. Sie will endlich hören, dass Glenn der Mörder ist und drängt sich bei Jean auf. Früher wollte ich selbst einmal Journalistin werden, aber nach diesem Einblick in diese Branche, bin ich doch froh, mich für eine ehrlichere Form des Schreibens entschieden zu haben!
- Der Polizist -
Bob Sparkes ermittelt im Fall der vermissten Bella. Das Mädchen ist von einer Sekunde auf die andere aus dem Garten ihrer Mutter verschwunden und schnell deutet alles daraufhin, dass Glenn hinter der Sache steckt.
Sparkes ist ein verbissenere Polizist, der einfach nicht aufgeben will. Die Polizeiarbeit nimmt einen großen Teil der Geschichte ein, Obwohl es stellenweise nur schleppend vorangeht, muss ich doch sagen, dass die Autorin hier alles glaubwürdig dargestellt hat. Die Ermittlungen laufen eben nicht immer nach Plan und für eine Anklage braucht man die nötigen Beweise!
Das Buch hat sich von der ersten Seite an recht flüssig gelesen, auch wenn man der Autorin stark anmerkt, aus der Journalismusbranche zu kommen. Es wirkt an einigen Stellen recht kühl und Fiona Barton verzichtet auf Wertungen oder wirklich ehrliche Gefühlsregungen ihrer Charaktere.
Die Hälfte der Geschichte wird in Form von Rückblicken erzählt. Das hier kaum Spannung erzeugt werden kann, ist klar, denn schließlich weiß der Leser schon teilweise, was in der Gegenwart passiert. Für mich las sich das Buch stellenweise wie eine Berichterstattung. Von der vom Verlag versprochenen psychologischen Spannung habe ich ehrlich gesagt eher weniger gemerkt. "Die Witwe" ist in erster Linie ein geradliniger Roman ohne Höhen und Tiefen, der einfach nur die verschiedenen Blickwinkel eines Verbrechens zeigt.
Die Thematik rund um die Kindesentführung hat mir gut gefallen und die ganze Arbeit der Polizei wurde (wenn auch viel zu ausführlich!) gut dargestellt. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiert und auch eigene Erfahrungen niedergeschrieben. Die Entführung der kleinen Bella hat bei mir jedoch keine Emotionen ausgelöst, was wohl daran lag, dass es einfach nur ein unbekanntes Kind war, zu dem ich beim Lesen keine Beziehung aufbauen konnte.
Die Tat und die ganzen Hintergründe fand ich aber durchaus schockierend. Das ganze Buch und die ganze Wahrheit fügt sich am Ende zusammen und hinterlässt ein Bild des Schrecken. Was ich allerdings schade finde, ist die Tatsache, dass die Autorin hier keine Überraschungen bietet. Die Geschichte verläuft recht geradlinig und ohne Höhen und Tiefen. Ich schiebe das allerdings auf ihren Beruf, der sie wahrscheinlich dazu animiert hat, eine eher trockene Berichterstattung abzuliefern. "Die Witwe" war auf jeden Fall ein Roman, der ein wenig anders ist und den ich hier durchaus empfehlen würde!
Eine eher kühle Berichterstattung eines Verbrechens an einem Kind, das bei mir zwar keinerlei Spannung oder Emotionen erzeugen konnte, aber dennoch eine gewisse Stärke in der Konstellation aller Beteiligten besitzt! "Die Witwe" ist ein Roman der anderen Art. Ein Roman, der zwar nicht in die psychologische Tiefe geht, aber dennoch eine interessante Thematik und viele verschiedene Blickwinkel aufweist!
"Die Frau.
Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe.
Der Mann.
Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht.
Die Witwe.
Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen ...
Jean Taylor wird uns sagen, was sie weiß."
"Die Witwe" von Fiona Barton war ein Buch, auf das ich zufällig bei Lovelybooks gestoßen bin. Ein Buch, das mich allein vom Klappentext schon angesprochen hat. Wie im Vorwort erwähnt, hat die Autorin hier ein Werk verfasst, dass sich mit der Frage befasst, wie sich das Leben einer äußerlich so glücklichen Ehe ändert, nachdem sich eine dunkle Tat an den ach so liebenden Ehemann haftet. Es geht um die Frage, was sich hinter den Frauen dieser "Täter" verbirgt. Ist es die Wahrheit? Naivität? Oder die Fähigkeit, die Augen zu verschließen?
Fiona Barton, die jahrelang als Journalistin gearbeitet hat, hat hier ein Buch verfasst, dass sehr einfach geschrieben und trotzdem eindringlich ist. Auf dem Buchumschlag steht "Roman" und genau als diesen muss man das Buch auch betrachten! Es ist kein Thriller, kein Krimi, denn die Autorin gestaltet das Buch beinahe als kühle Berichterstattung. Die Charaktere sollen nicht sympathisch erscheinen, der Leser soll kein Mitgefühl entwickeln, Nein, es geht nur um die Zusammenhänge und die einzige Wahrheit, die sich beinahe die gesamte Geschichte gut versteckt!
- Die Witwe -
Die Autorin beginnt jedes Kapitel mit einer solchen Überschrift und erschafft so eine gewisse Distanz, obwohl wir die gesamte Geschichte aus verschiedenen Sichten erfahren. Bei der Witwe handelt es sich um Jean Taylor, eine Frau, die gerade ihren Mann durch einen "Unfall" verloren hat. Jean ist eine schwache und sehr naive Frau. Das wird anhand der vielen Rückblicke deutlich. Die Autorin schafft es, hier die Beziehung von Jean und Glenn aufzuzeichnen und zu zeigen, was eigentlich alles schief lief.
Jean ist eine Frau, die man nicht beneiden kann. Sie lebt ein recht unterdrücktes Leben und steht unter dem Pantoffel ihres Ehemannes. Erst durch seinen Tod kann sie sich von ihm lösen, doch sie scheint noch immer zu schwach zu sein, um sich der Wahrheit zu stellen.
- Die Journalistin -
Kate Waters möchte nach dem Tod von Glenn ein Interview mit Jean führen. Sie möchte der trauernden Witwe endlich die Wahrheit entlocken und so schleimt sie sich bei dieser ein. Dass die Autorin hier ihre eigene Berufserfahrung mit in die Geschichte gebracht hat, wird schnell klar. Es geht hier nicht um Ehrlichkeit oder Mitgefühl, sondern einfach nur um die eine große Story, die jeder haben will.
Sympathisch war mit Kate Waters leider nicht. Sie ist zu verbissen, zu sehr darauf aus, das ultimative Zitat von Jean zu bekommen. Sie will endlich hören, dass Glenn der Mörder ist und drängt sich bei Jean auf. Früher wollte ich selbst einmal Journalistin werden, aber nach diesem Einblick in diese Branche, bin ich doch froh, mich für eine ehrlichere Form des Schreibens entschieden zu haben!
- Der Polizist -
Bob Sparkes ermittelt im Fall der vermissten Bella. Das Mädchen ist von einer Sekunde auf die andere aus dem Garten ihrer Mutter verschwunden und schnell deutet alles daraufhin, dass Glenn hinter der Sache steckt.
Sparkes ist ein verbissenere Polizist, der einfach nicht aufgeben will. Die Polizeiarbeit nimmt einen großen Teil der Geschichte ein, Obwohl es stellenweise nur schleppend vorangeht, muss ich doch sagen, dass die Autorin hier alles glaubwürdig dargestellt hat. Die Ermittlungen laufen eben nicht immer nach Plan und für eine Anklage braucht man die nötigen Beweise!
Das Buch hat sich von der ersten Seite an recht flüssig gelesen, auch wenn man der Autorin stark anmerkt, aus der Journalismusbranche zu kommen. Es wirkt an einigen Stellen recht kühl und Fiona Barton verzichtet auf Wertungen oder wirklich ehrliche Gefühlsregungen ihrer Charaktere.
Die Hälfte der Geschichte wird in Form von Rückblicken erzählt. Das hier kaum Spannung erzeugt werden kann, ist klar, denn schließlich weiß der Leser schon teilweise, was in der Gegenwart passiert. Für mich las sich das Buch stellenweise wie eine Berichterstattung. Von der vom Verlag versprochenen psychologischen Spannung habe ich ehrlich gesagt eher weniger gemerkt. "Die Witwe" ist in erster Linie ein geradliniger Roman ohne Höhen und Tiefen, der einfach nur die verschiedenen Blickwinkel eines Verbrechens zeigt.
Die Thematik rund um die Kindesentführung hat mir gut gefallen und die ganze Arbeit der Polizei wurde (wenn auch viel zu ausführlich!) gut dargestellt. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiert und auch eigene Erfahrungen niedergeschrieben. Die Entführung der kleinen Bella hat bei mir jedoch keine Emotionen ausgelöst, was wohl daran lag, dass es einfach nur ein unbekanntes Kind war, zu dem ich beim Lesen keine Beziehung aufbauen konnte.
Die Tat und die ganzen Hintergründe fand ich aber durchaus schockierend. Das ganze Buch und die ganze Wahrheit fügt sich am Ende zusammen und hinterlässt ein Bild des Schrecken. Was ich allerdings schade finde, ist die Tatsache, dass die Autorin hier keine Überraschungen bietet. Die Geschichte verläuft recht geradlinig und ohne Höhen und Tiefen. Ich schiebe das allerdings auf ihren Beruf, der sie wahrscheinlich dazu animiert hat, eine eher trockene Berichterstattung abzuliefern. "Die Witwe" war auf jeden Fall ein Roman, der ein wenig anders ist und den ich hier durchaus empfehlen würde!
Eine eher kühle Berichterstattung eines Verbrechens an einem Kind, das bei mir zwar keinerlei Spannung oder Emotionen erzeugen konnte, aber dennoch eine gewisse Stärke in der Konstellation aller Beteiligten besitzt! "Die Witwe" ist ein Roman der anderen Art. Ein Roman, der zwar nicht in die psychologische Tiefe geht, aber dennoch eine interessante Thematik und viele verschiedene Blickwinkel aufweist!
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