Montag, 22. September 2025

[Rezension] Der Apfelsammler - Anja Jonuleit

 


Titel: Der Apfelpflücker

Autor:  Anja Jonuleit

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2014

Seitenzahl: 368
Cover: © dtv
Begonnen: 18.08.2025
Beendet: 20.08.2025


Hannahs Tante Eli verstirbt und sie nutzt die Chance, um sich von einem Mann zu trennen, der niemals ihrer sein wird, weil er bereits eine Familie besitzt. Im Haus stößt Hannah auf einen Stapel Briefe, in denen Eli ihre gesamte Lebensgeschichte erzählt und auch ein großes Geheimnis lüftet.

Anja Jonuleit hat mich mit "Das Nachtfräuleinspiel" vor einer ganzen Weile absolut überrascht. Das Buch hat sich eingeprägt und so war ich froh, dass mir nun ein weiterer Roman in die Hand fiel. Das Apfelthema ist ja ebenfalls absolut meins und um den Erhalt ganz alter Obstsorten geht es hier auch ein wenig. Hannah trifft in Italien nämlich auf den "Apfelsammler", einen recht mürrischen und einsamen Mann, der voller Leidenschaft seine Obstbäume pflegt.

Anja Jonuleit orientiert sich in diesem Roman an einem recht klassischen Aufbau. Abwechselnd erfahren wir von Hannah, die in der Gegenwart dem Apfelsammler Matteo näherkommt und von Eli, die erzählt, wie sie sich einst verliebte und viele Schicksalsschläge verkraften musste. Die Autorin lässt sich erst mal viel Zeit und es tritt mal wieder das Phänomen ein, dass ich bei Büchern dieses Genres immer wieder festlegen muss: Der Gegenwartsstrang selbst kommt nur schwer voran. Elis Vergangenheit ist interessant, auch wenn ich hier auch eine ganze Weile brauchte, um richtig hineinzufinden. 

An das Niveau von " Nachtfräuleinspiel" reichte dieser Roman für mich nicht heran. Da ich schon viele Geschichten dieser Art gelesen habe, zeichnete sich das Ende für mich auch relativ früh ab. Für mich war das daher eher eine Lektüre, die ich wohl recht schnell wieder vergessen haben werde.


Ein typischer Roman über ein Familiengeheimnis, bei dem der Vergangenheitsstrang mal wieder stärker als die Erzählung aus der Gegenwart ist und dem für mich das Originelle fehlt.

Ich vergebe 3 von 5.

Samstag, 20. September 2025

[Rezension] Sieben Stunden, Wen würdest du retten? - Megan Miranda

 


 Titel: Sieben Stunden

Autor:  Megan Miranda

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2025

Seitenzahl: 416
Cover: © Penguin
Begonnen: 15.08.2025
Beendet: 19.08.2025


Vor zehn Jahren stürzten zwei Schulbusse in eine Schlucht, nur neun Jugendliche konnten sich retten. Als sich eine von ihnen im darauffolgendem Jahr das Leben nimmt, beschließen die restlichen acht, sich an jedem Jahrestag zu treffen und einander zu schützen. Doch in diesem Jahr sind sie nur noch zu siebt und jemand scheint die Wahrheit darüber zu kennen, was damals in den Stunden nach dem Unfall passiert ist ...

Als ich dieses Buch in einem Bücherschrank fand dachte ich, dass es zu 100 Prozent meinen Geschmack treffen würde, schließlich schreibe ich ähnliche Storys. Der Anfang st gelungeb und auch die Dynamik zwischen den sieben Überlebenden, die sich jedes Jahr in einem Ferienhaus versammeln, hat mir gefallen. Genau wie die Abschnitte von damals, die rückwärts die Stunden nach dem Unfall aufarbeiten und erzählen, was die Überlebenden im Anschluss verschwiegen haben.

Im Gegenwartsstrang passiert allerdings lange Zeit nichts. Cassidy findet am Strand ein Handy, das lange Zeit im Fokus ihrer Aufmerksamkeit steht. Zeitgleich verschwindet schon am ersten Tag Amaya und auch die Suche nach ihr wird recht lang gezogen eingebaut. Meine anfängliche Begeisterung schlug daher schnell in Frust um, denn es gibt tatsächlich viele Längen und einige sehr spannungarme Kapitel, in denen im Grunde nicht viel passiert.

Das Ende selbst fand ich dann okay, denn hier hat die Autorin eine nette Wendung eingebaut. Dennoch fehlte mir bei der Geschichte der Sog. Die Grundidee rund um den Unfall und den Überleben, die Jahr um Jahr zusammenkommen, fand ich eigentlich recht genial, mit etwas mehr Spannung und vielleicht auch Gefahr gewürzt, wäre das Buch sicherlich runder gewesen.




Eigentlich hätte dieses Buch absolut meinem Lesegeschmack treffen müssen - leider tat es das nur teilweise. Die Ausgangslage ist gelungen, doch es mangelte an Spannung und einem gewissen Sog ..

Ich vergebe 3 von 5.


Freitag, 19. September 2025

[Rezension] Der Graf von Monte Christo - Alexandre Dumas


 Titel: Der Graf von Monte Christo

Autor:  Alexandre Dumas

Genre: Roman, Klassiker

Erscheinungsjahr: 1980

Seitenzahl: 190
Cover: © Schneider Buch


Edmond Dantès kehrt freudig in seine Heimat zurück, denn er hat gerade einen Kapitänsposten erhalten und will so schnell wie möglich seine große Liebe Mercedes heiraten. Doch eine Intrige führt dazu, dass er im Gefängnis landet und dort eine spektakuläre Flucht wagt, um sich als reicher Graf von Monte Christo an all seinen Feinden zu rächen.

Schon seit Jahren wollte ich diesen Klassiker unbedingt lesen und nun fiel er mir endlich in die Hände. Sonderlich viel war mir von der Geschichte nicht bekannt und so konnte ich mich vollkommen unvoreingenommen in dieses Abenteuer stürzen.

Schnell wird der Leser gemeinsam mit Edmond Dantès zum Opfer einer schrecklichen Intrige und dann Gefangenen. Das erste Drittel des relativ kurzen Romans beschäftigt sich dabei erst einmal mit Edmonds Flucht, die sich wirklich wie ein großes Abenteuer ließt und mich so sehr gepackt hat, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen.

Nach seiner Flucht legt Edmond nicht nur seinen Namen ab. Nein, das Schicksal macht ihm zu einer sehr reichen Mann und das gibt ihm die Möglichkeit, sich an den vier Männern zu rächen, die hinter der Intrige stecken. Aus einem Abenteuerroman wird hier ein Racheroman, in dem der Graf von Monte Christo in der gehobenen Gesellschaft einen bitterbösen Plan verfolgt, um das Leben seiner Feinde zu zerstören. Ich bin froh, diesen Klassiker endlich gelesen zu haben, denn er hat mich gut unterhalten.


Aus dem anfänglichen Abenteuerroman wird eine Geschichte eines gut geplanten Rachefeldzuges. Ein lesenswerter Klassiker!

Ich vergebe 5 von 5.

Donnerstag, 18. September 2025

[Rezension] Wild - Alice Henderson

 


Titel: Wild

Autor:  Alice Henderson

Genre: Thriller

Erscheinungsjahr: 2023

Seitenzahl: 432
Cover: © HarperCollins
Begonnen: 12.08.2025
Beendet: 15.08.2025



Die Wildtierbiologin Alex Carter entkommt auf einer öffentlichen Ehrung nur knapp einem Amokläufer. Um den Schock zu verarbeiten, nimmt sie einen Job an, der sie in die Wildnis von Montana führt. Dort soll sie eine Studie über Vielfraße anfertigen. Von Anfang an sind ihr die Bewohner allerdings sehr feindlich gestimmt und Alex findet schnell heraus, dass im Reservat einige Geheimnisse verborgen liegen ...

Das Wildnis-Thema ist ja genau meins und hier war von der ersten Seite zu spüren, wie sehr auch die Autorin für das Thema brennt. Gerade die ganzen Informationen über Vielfraße und andere Wildtiere fand ich unfassbar interessant. Eingebettet ist alles zudem in eine unfassbar spannende, manchmal sogar unheimliche Geschichte. Alex Carter wohnz nämlich in dem Reservat allein in einer alten Lodge und von Anfang an kommt es zu einigen seltsamen Vorfällen.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und empfand Alex mit ihren Ansichten und ihrem Mut, sich mit ihrem Leben für Tiere und den Umweltschutz einzusetzen, als unfassbar starke Protagonistin. Was in dem Reservat vor sich geht, hat mich echt geschockt, vor allem, da so etwas auch in der Realität passiert. Für mich war "Wild" ein Thriller, bei dem echt alles gestimmt hat und ich hoffe, dass mir noch weitere Bücher rund um die Wildtierbiologin Alex Carter in die Hände fallen werden!




Alex Carter als mutige Wildtierbiologin, die hier alles für den Schutz der Tiere tut, hat mich so sehr in diesem spannenden Thriller begeistert, dass ich unbedingt noch weitere Bücher mit ihr als Protagonistin lesen muss. Informativ und gleichzeitig fesselnd!

Ich vergebe 5 von 5.

Mittwoch, 17. September 2025

[Release Day] Survive the Dew Wood - Jeidra Rainey


Mein neuestes Buch erscheint heute! Da ich irgendwie davon abgekommen bin, groß Werbung zu machen, weil es sich für mich nicht wirklich richtig anfühlt, vertraue ich auch dieses Mal wieder darauf, dass die richtigen Leser von ganz allein ihren Weg nach Rainfield beziehungsweise in den Dew Wood finden werden!

Wer Lust auf eine Survivalshow, die fünf Jahre nach einem Flugzeugabsturz stattfindet, hat, kann gerne einmal vorbeischauen. Dieses Buch habe ich den Sommer über geschrieben und mit Dakota, Jared, Trinity und den anderen echt mitgefiebert. Es war eine schöne Zeit, die nun an diesem Tag ihren Abschluss für mich findet. Aktuell sitze ich nämlich schon an den nächsten Kurzgeschichten und bin tief in einem Manuskript abgetaucht, das meine volle Aufmerksamkeit braucht! Ich bin mittlerweile selbst viel zu sehr zu einem Waldmensch mutiert, als dass ich noch viel Wert auf Selbstvermarktung lege!

Ich bin sehr dankbar für jeden, der den Weg zu mir und meinen Büchern findet. Ihr seid


allesamt sehr angenehme Wegbegleiter und meine Verbindung zur Außenwelt. Dafür ein großes Danke, das vom Herzen kommt!

So, nun verliere ich keine weiteren Orte, sondern lass die Survivalshow einfach mal beginnen!

Eure Jeidra Rainey

Montag, 15. September 2025

[Rezension] Sommerfrost - Manuela Martini


Titel: 
Sommerfrost

Autor:  Manuela Martini

Genre: Jugendthriller

Erscheinungsjahr: 2009

Seitenzahl: 208
Cover: © Arena
Begonnen: 11.08.2025
Beendet: 14.08.2025


Lyra will mit ihren Freunden eigentlich nur die Sommerferien am Strand genießen, doch dann geschieht ein Mord an einem Mädchen, das sie alle flüchtig kannten. Könnte es sein, dass der unheimliche Scherenschleifer etwas mit dem Mord zu tun hat? Lyra und ihre Freunde beginnen nachzuforschen und plötzlich erkennt Lyra, dass der Schlüssel in ihrer eigenen Vergangenheit liegt.

Die Jugendthriller aus dem Arenaverlag liebe ich nach wie vor und dieses Jahr hatte ich das große Glück, sehr viele in öffentlichen Bücherschränken zu entdecken. "Sommerfrost" traf auf absolut meinen Geschmack, denn es ist ein flott erzählter Jugendthriller, bei dem Lyra einen Mörder sucht, sich gleichzeitig aber auch mit dem Jahre zurückliegenden Tod ihrer Schwester Viola beschäftigen muss. Es scheint nämlich, als wäre diese nicht bei einem Autounfall gestorben.

Auch der unheimliche Scherenschleifer gefiel mir, genau wie die sommerliche Atmosphäre, in der dennoch das Grauen zu lauern scheint. Die Protagonistin ist sympathisch, auch wenn sie mir gerade zum Ende hin eine Spur zu naiv wirkte. Diese Naivität gehört zwar zu den Jugendthrillern aus dem Verlag ein wenig dazu, doch hier erkannte ich dadurch recht früh, von wem die Gefahr ausging. Das Ende war für mich keine allzu große Überraschung. Für einen erwachsenen Leser ist das sicherlich recht offensichtlich. Mir gefiel der Jugendthriller trotz dieser Kritikpunkte dennoch. Er war unterhaltsam!


Ein spannender Jugendthriller mit einer gelungenen Atmosphäre, aber eine etwas zu naiven Protagonistin und einem recht offensichtlichen Täter!

Ich vergebe 4 von 5

Samstag, 13. September 2025

[Rezension] Die Flucht der Waisen - V.C. Andrews

 


Titel: Die Flucht der Waisen - Orphan-Saga Band 5

Autor:  V.C. Andrews

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2015

Seitenzahl: 365
Cover: © Edel Elements
Begonnen: 09.07.2025
Beendet: 13.07.2025


In den ersten vier Bänden der Orphan-Saga wurde bereits erzählt, was Brooke, Crystal, Butterfly und Raven in ihren Pfelgefamilien erlebten. Sie alle kamen nach Lakewood House, wurden dort zu Schwestern und wagen in diesem letzten Teil die gemeinsame Flucht. Sie stehlen ein Auto, reisen quer durch Amerika und treffen eine Menge Leute. Doch werden sie auch ein Zuhause finden können?

Der Sammelband zu den ersten vier Bänden war für mich ein großes Highlight. Dort lernten wie die vier unterschiedlichen Mädchen kennen, die allesamt eigenrlich nur Geborgenheit suchen. Janet, die nun Butterfly genannt wird, ist die zerbrechlichste der vier, Crystal will unbedingt studieren und Ärztin werden, Raven hat den Traum eine bekannte Sängerin zu sein und Brooke will eigenrlixh nur ihre Mutter kennenlernen. Gemeinsam beginnen sie einen verrückten und sehr unterhaltsamen Roadtrip.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich so gefühlt, als würde ich mit den Mädels im Auto sitzen. Mit gefiel ihr Zusammenhalt. Charakterlich ergänzen sie sich perfekt und so nehmen sie nahezu jede Hürde, machen aber auf der Reise auch einige Fehler. Sie finden Zuflucht, werden aber auch immer wieder fortgestoßen. Es scheint schwer zu sein, den eigenen Platz zu finden.

Mich hat der Roadtrip bestens unterhalten, auch wenn es mir auf den letzten Seiten ein wenig zu schnell Richtung ging und das Happy End zwar schön, aber vielleicht auch eine Spur zu unrealistisch ist. Dennoch halte ich die Orphan-Saga für eine der besten Reihen von V.C. Andrews oder auch ihrem Ghostwriter. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß mit den Mädels.


Der Abschluss einer wundervollen Reise von vier Waisen, die sich aneinanderklammern und ihren Platz auf dieser Welt suchen! Lesenswert!

Ich vergebe 5 von 5.