Sonntag, 8. Mai 2022

[Gemeinsame Leserunde] Amok - Richard Bachman/ Stephen King

Es ist wieder so weit! Wir lesen nun nach "Sprengstoff" direkt das nächste von Richard Bachman alias Stephen King! Spontane Mitleser sind wie immer herzlich willkommen. Jeder liest in seinem Tempo!




Wer liest mit?

Nicole von Zeit für neue Genres

Aleshanee von Weltenwanderer

Andrea von Leseblick

und meine Wenigkeit ;)


Einteilung der Abschnitte

1. Abschnitt - Kapitel 1 bis Kapitel 16

2. Abschnitt - Kapitel 17 bis Kapitel 23

3. Abschnitt - Kapitel 24 bis Ende


Ich hoffe, wir werden viel Freude und jede Menge Stoff zum Diskutieren haben! :D




Samstag, 7. Mai 2022

[Rezension] Schuldig - Jody Picoult

 


Titel: Schuldig

Autor:  Jody Picoult

Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2011
Anzahl der Seiten: 408
Cover: © Piper

Begonnen: 19.04.2022
Beendet: 22.04.2022




Für den Comiczeichner Daniel ist seine 14-jährige Tochter Trixie der Mittelpunkt seines Lebens, dabei merkt er gar nicht, dass sie sich längst von ihm entfernt an. Als Trixie von ihrem Ex-Freund vergewaltigt wird, steht die Welt der Familie Kopf und ganz nebenbei werden noch andere Probleme an die Oberfläche gespült ...

"Schuldig" war nun mein zweites Buch von Jody Picoult und mir war bereits im Vorfeld bewusst, dass ich mich wieder auf eine sehr intensive Geschichte einlassen muss, die mich zwingt, in die Köpfe von verschiedenen Leuten zu schauen und nicht vorschnell zu urteilen. Auch wenn die Vergewaltigung im Zentrum des Geschehens steht, geht es in diesem Buch doch um so viel mehr.

Auf den ersten Blick sind Trixie, Daniel und Laura eine glückliche Familie, doch es ist ersichtlich, dass sie sich schon lange verloren haben. Laura hat eine Affäre, Daniel ist total auf seine Tochter fixiert und Trixie hat die Trennung von ihrem Freund nicht verkraftet. Durch die vielen verschiedenen Sichten werden viele Probleme, Ängste und Sorgen aufgedeckt und eine Geschichte erzählt, die nicht vielschichtiger sein könnte.

Wie bereits in "Zerbrechlich" steht der Leser auch in diesem Buch zwischen den Stühlen. Es gibt tiefen Einblick in das Seelenleben aller Beteiligten, wodurch nicht so recht klar ist, wer nun wirklich "schuldig" ist und wie genau diese "Schuld" überhaupt aussieht.

Sehr passend gibt es hier noch einen Comic, der immer wieder eingefügt wird und Daniels Geschichte auf eine ganz eigene Weise erzählt. Hier wird deutlich, dass er ein Held sein will, aber auch eine dunkle und unberechenbare Seite besitzt. So wie wir alle. Nach der Lektüre dieses Buch wird auf jeden Fall klar, dass es Situationen gibt, in denen wir im Vorfeld überhaupt nicht wissen, wie wir reagieren würden. 

Für mich war "Schuldig" keine einfache Lektüre. Die Geschichte hat mich emotional sehr mitgenommen und mich stellenweise sogar an meine Grenzen gebracht. Die Autorin hat zwar einen sehr sensiblen Stil, aber der Leser leidet dennoch mit allen Charakteren mit, wägt ab und erkennt, dass die Wahrheit nie leicht zu erkennen ist und doch immer irgendwo dazwischen liegt ...



Mich hat auch mein zweites Buch von Jody Picoult förmlich von innen heraus zerrissen, denn es ist erneut eine Geschichte, die nahe geht und die deutlich zeigt, wie wichtig es ist, alle Seiten zu verstehen und zu beleuchten. "Schuldig" ist ein vielschichtiges, intensives und teilweise sehr bitteres Werk, das sich mit den Folgen einer Vergewaltigung beschäftigt und den Leser zwingt, sich selbst ein Urteil zu bilden ...

Ich vergebe 5 von 5.


Donnerstag, 5. Mai 2022

[Rezension] Perfect Copy - Die zweite Schöpfung - Andreas Eschbach

 


Titel: Perfect Copy - Die zweite Schöpfung

Autor:  Andreas Eschbach

Genre: Jugendbuch, Roman
Erscheinungsjahr: 2011
Anzahl der Seiten: 248
Cover: © Arena Verlag

Begonnen: 19.04.2022
Beendet: 21.04.2022




Wolfgang, Sohn eines angesehenen Chefarztes, soll bald als großes Wunderkind sein erstes Cello-Konzerte geben. Allerdings hat Wolfgang das Gefühl, selbst nicht wirklich talentiert zu sein. Als plötzlich in allen Medien von einem vor 16 Jahre erschaffenen Klon die Rede ist und Wolfgangs Vater verdächtigt wird, ändert sich alles. Plötzlich weiß Wolfgang nicht mehr, wer er ist und was er eigentlich selbst will ...

Ich mag die Bücher von Andreas Eschbach sehr gerne, denn sie befassen sich doch stets mit sehr aktuellen Themen. So geht es in "Perfect Copy - die zweite Schöpfung" ums Klonen und die Frage, ob ein solcher Klon überhaupt eine eigene Persönlichkeit entwickeln kann.

Sehr passend fand ich bei diesem Jugendroman, dass wir hier erst einmal Einblick in das Leben eines normalen Teenagers bekommen. Wolfgang hat plötzlich keinen Spaß mehr am Cellospielen und lernt ein Mädchen kennen. Er steckt gerade in der Pubertät und beginnt sich langsam zu fragen, ob er die Musik denn wirklich liebt und ob er tatsächlich Talent besitzt. Tut er das alles vielleicht nur für seinen Vater?

Eschbach zeigt hier sehr schön die Probleme Heranwachsender auf, die von ihren Eltern in eine gewisse Richtung gedrängt werden. Der Druck für Wolfgang ist enorm, vor allem da er irgendwann selbst erkennt, dass er kein echtes Talent und auch keine Leidenschaft besitzt. Zeitgleich wird Wolfgang damit konfrontiert, eventuell ein Klon zu sein. All das führt dazu, dass er langsam ausbricht und sich auf den Weg zu sich selbst macht. 

Sehr spannend baut der Autor hier noch einige Wendungen ein, die ich so nicht erwartet hätte. Ich habe bis zum Ende an den Seiten geklebt. Die Botschaft des Buches hat mir gefallen, genau wie die Tatsache, dass der Autor hier wohl gerade junge Menschen dazu bringt, über die eigene Persönlichkeit, die eigenen Wünsche und die eigenen Leidenschaften nachzudenken!


"Perfect Copy - die zweite Schöpfung" ist ein fesselnder Jugendroman, der sich nicht nur mit dem Klonen beschäftigt, sondern auch die Probleme Heranwachsender aufzeigt, die von den Eltern gezwungen werden, eine gewisse Richtung einzuschlagen. Ein wichtiges und sehr lesenswertes Buch!

Ich vergebe 5 von 5.


Dienstag, 3. Mai 2022

[Rezension] Sommer mit Juli - Ilke S. Prick


 Titel: Sommer mit Juli

Autor:  Ilke S. Prick

Genre: Jugendbuch
Erscheinungsjahr: 2006
Anzahl der Seiten: 256
Cover: © Thienemann-Esslinger Verlag

Begonnen: 14.04.2022
Beendet: 19.04.2022




Juli hat die Versetzung ins nächste Schuljahr nicht geschafft und beschließt spontan, nach Berlin abzuhauen. Dort will sie sich auf die Suche nach ihrem Urlaubsflirt Marius machen, der sich nie bei ihr gemeldet hat. Doch wie soll sie ihn in einer solchen großen Stadt wie Berlin finden? Zum Glück lernt Juli schnell Menschen kennen, die sie unterstützen und die ihr zeigen, dass Familie nicht unbedingt nur Menschen aus der eigenen Verwandtschaft sein müssen ...

Das knallpinke Cover hat mich auf ein sommerliches und eher leichtes Jugendbuch eingestimmt, doch ich war überrascht, dass es sich hierbei nicht nur um eine reine Liebesgeschichte handelt. Nein. Die Autorin baut Themen wie Obdachlosigkeit, Homosexualität, Probleme mit den Eltern und die erste Sexualität auf sehr angenehme Art ein.

Berlin selbst als Schauplatz und Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten hat mir gefallen. Ich war selbst schon einige Male dort und auch wenn ich es persönlich nie lange ausgehalten habe, bin ich doch von der Vielfalt und Offenheit der Menschen dort beeindruckt. Auch beim Lesen dieses Buches hatte ich das Gefühl vor Ort zu sein und mit Juli die vielen kleinen und größeren Herausforderungen zu meistern. Es hat Spaß gemacht, die einzelnen Charaktere mit all ihren Problemen und Sorgen näher kennenlernen.

Juli als Protagonistin und gleichzeitig als Mädchen, das wie viele Jugendliche sehr verloren ist, hat mich mit ihrer frechen und sehr chaotischen Art immer wieder zum Schmunzeln gebracht. In diesem Alter macht man viele Fehler und das ist auch ganz gut so. So stand die Suche nach ihrem Urlaubsflirt von Anfang an unter keinem guten Stern. Das Ende, das zum Glück alles andere als kitschig ist, zeigt aber sehr schön, dass man meistens erst etwas findet, wenn man nicht mehr sucht ...


"Sommer mit Juli" ist ein frecher Jugendroman, der sich mit den Problemen Heranwachsender beschäftigt und jungen Lesern das Gefühl gibt, "nicht allein zu sein"! Eine klare Empfehlung, auch für ältere Leser!

Ich vergebe 5 von 5.


Sonntag, 1. Mai 2022

[Rezension] Puzzle für Schwindler - Patrick Quentin

 


Titel: Puzzle für Schwindler

Autor:  Patrick Quentin

Genre: Roman, Krimi
Erscheinungsjahr: 1995
Anzahl der Seiten: 384
Cover: © Diogenes

Begonnen: 13.04.2022
Beendet: 19.04.2022




Peter Duluth verbringt mit seiner Frau Iris, die eine berühmte Schauspielerin ist, ein Wochenende in einem prachtvollen Landhaus. Doch die beiden sollen nicht die einzigen Gäste der stinkreichen Lorraine Pleygel bleiben. Nein, sie lädt auch noch drei Freundinnen und deren verstoßende Ehemänner ein. Es soll ein Versöhnungswochenende für die drei scheidungswilligen Damen werden, doch plötzlich geschieht der erste Mord ...

"Puzzle für Schwindler" war mein allererstes Buch von Patrick Quentin und obwohl ich zu Beginn ein paar Probleme mit den zahlreichen Personen hatte, konnte mich die spannende Ausgangslage doch von der ersten Seite an fesseln. Es scheint nämlich, als hätte es jemand auf die Frauen abgesehen, die sich hier von ihren Männern scheiden lassen wollen.

Peter und seine Frau Iris bilden hier ein interessantes und unkonventionelles Ermittlerpaar, denn die beiden sind schon nach dem ersten Todesfall davon überzeugt, dass es sich nur um einen Giftmord handeln kann und einer der Anwesenden einen blutigen Plan verfolgt. Beweise haben sie jedoch keine, dafür aber jede Menge Einfälle.

In "Puzzle für Schwindler" gibt es zahlreiche Verstrickungen, denn es wird schnell klar, dass alle Anwesenden etwas zu verbergen haben. Nach und nach werden die Zusammenhänge aufgedeckt und das Puzzle so vervollständigt. Es macht Spaß mitzurätseln und sich gleichzeitig von der drohenden Gefahr an die Seiten fesseln zu lassen. Nur die Auflösung wurde mir am Ende etwas zu nüchtern abgearbeitet. Ein kleiner Showdown hätte diesem Krimi noch gut getan, denn die Auflösung selbst ist gelungen.



"Puzzle für Schwindler" ist ein abwechslungsreicher und spannender Krimi, der zum Miträtsel einlädt. Zu Beginn ist es etwas schwer, die vielen Personen auseinanderzusetzen, doch die ganzen Verstrickungen sind gelungen und auch wenn die Auflösung etwas nüchtern präsentiert wird, ergibt sich am Ende doch ein erschreckende Gesamtbild ...

Ich vergebe 4 von 5.


Samstag, 30. April 2022

[Rezension] Jane´s Melody - Kein Tag ohne dich - Ryan Winfield

 


Titel: Jane´s Melody - Kein Tag ohne dich

Autor:  Ryan Winfield

Genre: Roman
Erscheinungsjahr: 2016
Anzahl der Seiten: 384
Cover: © Blanvalet

Begonnen: 12.04.2022
Beendet: 14.04.2022




Die 40-Jährige Jane hat gerade ihre Tochter verloren und sieht bei der Beerdigung einen jungen Mann am Grab von Melody. Es stellt sich heraus, dass Caleb ein Musiker ohne feste Bleibe ist und so bietet Jane ihm kurzerhand an, bei ihr einzuziehen und sich um ihren Garten zu kümmern. Doch dann verliebt sie sich und es stellt sich die Frage, ob ihre Liebe wirklich eine Chance hat ...

Das wunderschöne Cover hat mich direkt angesprochen und ich muss sagen, dass ich hier eine emotionale Geschichte über eine Mutter erwartet habe, die gerade ihre Tochter verloren hat und sich nun langsam öffnen muss. Tatsache ist aber, dass die verstorbene Melody selbst keine große Rolle spielt. Zwar forscht Jane zu Beginn kurz nach, verliert dann aber, als sie den Musiker trifft uns sich verliebt, irgendwie das Interesse an ihrer Tochter ...

Da wären wir auch schon bei dem Punkt, der mich bei diesem Roman am meisten gestört hat. Obwohl Jane am Anfang angeblich trauert und sich fragt, warum ihre Tochter sterben musste, wird das ganze Thema einfach fallen gelassen. Es wird kurz angedeutet, dass Melody ein Problem mit Alkohol und Drogen hatte, doch warum hat ihre Mutter sie einfach fallengelassen? Echte Trauer war für mich nicht spürbar, vor allem, da ich mich die ganze Zeit gefragt habe, warum Melody so lange keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter hatte ...

Mit Jane wurde ich daher auch nicht wirklich warm, obwohl es echt abwechslungsreich war, dass sich hier eine Frau mit 40, die mitten im Leben steht, in einen jüngeren Kerl verliebt. Allerdings sind die damit verbundenen "Probleme" alle nur den Selbstzweifeln von Jane geschuldet. Irgendwann ging es mir auf die Nerven, dass sie dauernd mit dem Altersunterschied ankam, obwohl sich wirklich niemand daran störte.

"Jane's Melody - Kein Tag ohne dich" ist einfach nur ein Liebesroman, bei dem die Spannung schnell verpufft, denn die beide  vergeuden hier wirklich keine Zeit und irgendwann treiben sie es wie die Karnickel Ja, ich habe hier wirklich einige Seiten, auf denen es nur um Sex ging, bloß noch überflogen, denn es war mir alles zu viel. Mir fehlte es an Tiefgang und an Emotionen. Auch die Nähe zu den Charakteren, über die man nur wenig erfährt, hat mir gefehlt. Für mich war dieser Roman daher leider eine große Enttäuschung ...



"Jane's Melody" besitzt eigentlich eine interessante Ausgangslage mit einer Mutter, die um ihre Tochter trauert und sich dann verliebt. Leider blieb die Geschichte  für mich zu oberflächlich und es hat mich enttäuscht, dass Melodys Tod irgendwann keine mehr Rolle spielt und sich über lange Strecken alles nur noch um Sex dreht ...

Ich vergebe 2 von 5.



Freitag, 29. April 2022

[Neues Buchbaby] Camp Hiddenhope - Jeidra Rainey

Ein Sommercamp für verhaltensauffällige Jugendliche mitten im Dew Wood ...

Eine Legende von einem gemobbten Mädchen, das dort einst lebendig begraben wurde ...

Ein maskierter Killer, der keine Gnade kennt ...

1986: Die introvertierte Heather hat keine große Lust drei Wochen mit anderen Jugendlichen in einem
abgelegenen Sommercamp zu verbringen. Vom ersten Tag an haben es die Mädchen in ihrer Hütte auf sie abgesehen. Sie ist allerdings nicht die einzige, die ein paar bitterböse Streiche über sich ergehen lassen muss, denn auch der übergewichtige Danny und der Einzelgänger Ethan werden nicht verschont.

Der Campleiter Harry, der selbst Vater eines gemobbten Jungen ist, will die Jugendlichen zur Vernunft bringen, doch sein Kampf gegen Ausgrenzung und Diskriminierung bleibt erfolglos. Gegen Leute wie Josh, Grace, Bella und Ashley, die alle großen Gefallen daran gefunden haben, Heather, Ethan und den armen Danny zu verletzen, kommt er einfach nicht an. Erst als ein wahnsinniger Killer auftaucht, erkennen die Campteilnehmer, dass sie viel zu weit gegangen sind. Doch für Reue ist es längst zu spät ...

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Es ist wieder soweit, mein nächstes Buchbaby steht in den Startlöchern und wie sollte es anders sein: Es geht wieder nach Rainfield! :D

Ich habe in Rainfield echt eine Art Zuhause gefunden und ich bin wirklich sehr dankbar dafür! Im Camp Hiddenhope, einem ganz besonderen Sommercamp, hatte ich echt großen Spaß - vor allem, da ich nun wieder zu meinem liebsten Genre zurückkehre: den Jugendthrillern. Ich hab mich nun also wieder etwas vom Paranormalen entfernt und bin gespannt, wohin diese Reise nun führen wird.

Ich hatte einfach große Lust auf einen Slasher, auf einen "wahnsinnigen" Killer, auf ein Camp voller sehr verschiedener Leute und natürlich auf liebenswürdige Außenseiter, die sich durchkämpfen müssen! 

So, nun gibt es ab heute den ersten Rainfield Slasher und ich hoffe ihr habt Lust auf dieses neue Kapitel aus dieser verregneten Kleinstadt! <3

Wir sehen uns im Dew Wood! Ich warte auf euch! :D