Sonntag, 7. Januar 2018

[Rezension] GötterFunke - Hasse mich nicht (Band 2) - Marah Woolf

Titel: GötterFunke - Hasse mich nicht
Autor:  Marah Woolf
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 25. September 2017
Anzahl der Seiten: 464
Cover und Inhaltsangabe © Dressler

ACHTUNG! TEIL 2 EINER TRILOGIE! REZENSION ENTHÄLT SPOILER!



"Das neue Schuljahr beginnt und Jess versucht, Cayden zu vergessen, nach allem, was er ihr angetan hat. Aber Zeus und seine Götter haben anscheinend andere Pläne, und schon am ersten Schultag steht Cayden plötzlich vor ihr. Schwebt Jess etwa in Gefahr? Ist Agrios ihr womöglich nach Monterey gefolgt? Jess möchte nicht in den Kampf der Götter hineingeraten, sondern wünscht sich ein ganz normales Leben. Aber was ist schon normal, wenn man die Welt der Götter sehen und betreten kann? Und vor allem: Wie lange kann sie Cayden wirklich hassen?"



Endlich habe ich es geschafft, den zweiten Teil von „Götterfunke“ in Angriff zu nehmen. Vor ein paar Monaten habe ich den ersten Band gelesen und war, obwohl ich Göttersagen sonst weniger interessant finde, doch sehr angetan von der Geschichte.

Besonders mochte ich die Verschmelzung dieser Göttersagen mit einer sehr jugendlichen und modernen Geschichte, in der es natürlich auch um die Liebe geht. Im zweiten Band kehren wir nun mit Jess von dem Feriencamp zurück und müssen feststellen, dass die Götter nun auch an ihrer Highschool ihr Unwesen treiben.



- Jess -

Ich mag Jess nach wie vor, auch wen ich sagen muss, dass sie mir manchmal doch recht verloren vorkommt. In diesem Buch gerät sie hier auch zwischen die Fronten. Sie hat natürlich allen Grund, sauer auf die Götter und besonders auf Cayden zu sein, haben sie ihr doch nie die Wahrheit gesagt.

Jess tat mir teilweise auch leid, weil sie noch immer nicht von Cayden fortkommt und jetzt auch wieder einmal mit ansehen muss, wie er zahlreiche andere Mädchen aufreißt. Ihre Liebe zu ihm muss hier allerdings tatsächlich unendlich sein, so viel wie sie hier erträgt …


- Die Götter -

Nun haben wir hier wieder die Götter, die zwar versprochen haben, für immer zu verschwinden, nun aber doch bei Jess in der Schule auftauchen. Cayden/Prometheus ist bereit für die nächste Wette und lässt mal wieder nichts anbrennen. Auch wenn ich seine Hintergrunde rund um seinen Wunsch, ein Mensch zu sein, verstehen kann, so fand ich ihn hier doch an einige Stellen echt nervig und sehr verletzend.

Natürlich treffen wir auch wieder auf Zeus, Hera, Apollo, Athene und eine Vielzahl anderer Götter. Besonders viel Sympathien konnte ich den Göttern hier aber nicht mehr entgegenbringen, da sie Jess weiterhin belügen und teilweise sogar in Lebensgefahr bringen! Es sind eben immer noch Götter, die das Wohl der Menschen recht wenig zu interessieren scheint. Zeus geht es zum Beispiel nur um seine Macht und die Verteidigung seines Throns …

- Robin -

Obwohl Robin hier eher Randfigur ist, muss ich sie doch erwähnen. Ich fand sie im ersten Teil schon absolut unmöglich, aber hier hat es sich tatsächlich noch gesteigert. Sie gehört definitiv zu den Hasscharakteren schlechthin.

Nachdem sie im letzten Band mit Cayden geschlafen hat und Jess damit verletzt hat, mutiert sie hier zum absoluten Miststück. Ihr einstige beste Freundin ist ihr vollkommen egal und zum Glück erkennt Jess dann doch noch, wie sehr sie sich zuvor in Robin getäuscht hat …




Der erste Teil von „Götterfunken“ hat mich vor wenigen Monaten wirklich begeistern können, besonders weil es nicht die typische Liebesgeschichte ist, sondern mit viel Herzschmerz verbunden ist. Wir haben hier einen Gott, der unbedingt ein Mensch sein will und deswegen eine Wette mit Zeus abgeschlossen hat. Er muss Mädchen aufreißen, sie so sehr um den Finger wickeln, bis diese mit ihm schlafen wollen und dann eine Abfuhr bekommen. Doch alle Mädchen stehen auf ihn und niemand hat ihm bis jetzt eine Abfuhr erteilt …

Im ersten Band hat Cayden/Prometheus, besagter Gott, mit Robin geschlafen, der besten Freundin von Jess. Das ist erst einmal der Anfang von diesem Buch. Die Götter sind weg und Jess steht vor den Scherben der einstigen Freundschaft und ihrer "Liebe". Unmöglich und nicht nachvollziehbar fand ich die Tatsache, dass Jess sich am Anfang ernsthaft bei Robin entschuldigen wollte … Sie ist wirklich viel zu gutherzig!

Der ganze Trubel vom Feriencamp geht weiter, als die Götter in der Schule auftauchen. Runde zwei der Wette beginnt und Cayden/Prometheus lässt wirklich nichts anbrennen. Ich konnte Jess und ihren Hass ihm gegenüber verstehen, auch wenn ihre Liebe unendlich stark zu sein scheint. Sie muss hier einiges ertragen und schafft es leider auch nicht, sich von den Göttern fernzuhalten, denn anscheinend hat sie, in ihrer Rolle als Diafani, die Fähigkeit, Zeus im Kampf gegen seinen Sohn Agrios zu helfen. Dieser will nämlich noch immer die Herrschaft haben und die Menschheit zerstören!

„Götterfunke, Hasse mich nicht“ ist auf jeden Fall wieder sehr abwechslungsreich. Es gibt wieder einige Gefahren, denen sich Jess stellen muss und einige tolle und intensive Momente zwischen ihr und Cayden. Ich habe selbst angefangen Cayden und diese ganze Wette zu verabscheuen, denn sie bringt hier tatsächlich nur Leid. Irgendwann kam ich allerdings an einen Punkt, an dem ich tatsächlich gehofft habe, dass Jess endlich von Cayden los kommt, es ist irgendwie eine Liebesgeschichte, die von Anfang an unter keinen guten Stern stand und die ich irgendwie auch nicht mit einem Happy End sehen kann.

Toll fand ich, dass hier auch die Mutter von Jess thematisiert wird, die selbst Probleme hat, aber endlich für ihre beiden Kinder da sein möchte. Durch sie entwickelt sich auch Jess und zeigt endlich einmal Stärke.

Auch wenn mich dieser Band wieder gut unterhalten hat, muss ich sagen, dass mir der erste doch um einiges besser gefallen hat. Dort konnte konnte ich Cayden wenigstens halbwegs verstehen, hier in diesem Teil habe ich ihn regelrecht gehasst, genau wie Robin, die sich hier wirklich absolut daneben und unfair benimmt … Warum hat Jess sie im ersten Teil nur gerettet?

Interessant waren allerdings die ganzen Götterlegenden, die auch hier wieder Teil der Geschichte sind. So wird beispielsweise der Krieg von Troja oder die Büchse der Pandora thematisiert. Auch der Handlungsverlauf ist sehr spannend gehalten, auch wenn eine „Wendung“ dann doch schon sehr früh abzusehen war … Das Ende hat mir aber gefallen, denn dieses macht auf jeden Fall Lust auf den dritten Band!




Jess muss sich ein weiteres Mal mit den Göttern herumschlagen, obwohl sie endlich von Cayden/Prometheus lösen möchte. Alles geht hier drunter und drüber, die Göttersagen sind perfekt in die jugendliche Geschichte eingefügt und es gibt einige sehr spannende Momente und einen tollen Showdown … Nur Cayden kann ich nach diesem Band einfach nicht mehr sympathisch finden …

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