Es geht natürlich um das Schreiben, weil es das ist, was nun schon seit vielen Jahren in Zentrum meines Lebens steht. Karin Alvtegen hat mit ihrem Werk die verschiedensten Motivationen hinter dem Schreiben angesprochen. Sei es einfach der Drang, sich auszudrücken in der Welt, in der das
gesprochene Wort oft keinen Nachklang besitzt oder aber der Wunsch, einen kleinen oder aber großen Fußabdruck zu hinterlassen.
Versteht mich an dieser Stelle nicht falsch, ich lese auch fast immer die Informationen, die über den Autoren in Büchern abgedruckt ist, so oberflächlich sie auch manchmal sein mögen. Dennoch ist es mir meistens egal, wie viele Preise er gewonnen hat, auf wie vielen Bestellerlisten er stand und mit was sonst noch geworben wird.
Ich will ein Buch unvoreingenommen lesen, ja, ich will den Autoren beim Lesen kennenlernen und so in seine Welt eintauchen. Das ist wohl auch der Grund warum ich schreibe. Ich tue es nicht des Ruhmes wegen, sondern ich will verstanden werden. Ich möchte, dass der Leser in meine Welt abtaucht, Spaß hat, am Ende auch eine kleine Verbindung zu mir aufbaut, das Buch vielleicht irgendwo in seinem Inneren abspeichert und mit sich herumträgt ...
Was ich nicht will, und da unterscheide ich mich wohl von anderen Autoren, ist es selbst im Mittelpunkt zu stehen. In dieser Branche muss man gut darin sein, sich selbst zu vermarkten, um überhaupt wahrgenommen zu werden, doch dafür besitze ich wohl kein allzu dickes Fell und diese ganze Ellbogentaktik ist auch nichts für mich ...
Schade, dass Autoren sehr oft gegeneinander arbeiten, aber das sind wohl die angesprochenen Schattenseiten ... Ich habe in den letzten Jahren wirklich viele tolle und sehr inspirierende Autoren kennengelernt, doch leider auch Autoren, denen der Ruhm zu Kopf gestiegen zu sein scheint. Ich werde natürlich an dieser Stelle keine Namen nennen, aber ich finde es wirklich krass, mit welchen Mitteln manchmal versucht wird, an 5-Sterne-Rezensionen zu kommen oder wie die Autoren von ihrem Neid getrieben andere Kollegen fertigmachen. Ich hatte als Blogger und auch als Autor tatsächlich schon einige sehr negative Erfahrungen gemacht, einige, die mich mal wieder an dieser ganzen Buchwelt zweifeln ließen ... Darunter waren leider auch sehr große und ungemein erfolgreiche Autoren ...
Ich bin in dieser Hinsicht froh, doch sehr klein und unbedeutend zu sein. Ich schreibe, weil ich schreiben muss, weil das wohl meine Berufung ist und ich nichts dagegen machen kann. Aber wirklich berühmt/bekannt will ich nicht werden, aus Angst, dass mich diese Welt irgendwie zum negativen verändern würde. Ich möchte einfach nur stolz auf mich sein, mit Freude und Leidenschaft an das Schreiben gehen und mich nicht verbiegen lassen. Für Glück brauche ich keine Bestsellerlisten, sondern einfach nur einen Stift und etwas Papier ...
So, ich hoffe ich habe euch mit diesem Beitrag der etwas anderen Art nicht genervt. Mich hat Karin Alvtegens "Schatten" einfach mal wieder animiert, das Negative herauszulassen und in etwas Positives zu verwandeln. Es gibt so viele talentierte Autoren da draußen, so viele Bücher, die entdeckt werden wollen. Wir haben so wohl als Leser, als auch als Schriftsteller immer die Wahl, in welche Richtung wir uns entwickeln und inwieweit wir uns beeinflussen lassen ...
Wie steht ihr dazu? Sind Autoren für euch kleine Stars? Geht es oftmals nicht vielmehr um die Autoren als um die Bücher selbst?





















