Donnerstag, 11. Februar 2021

[Rezension] Valentinstag mit den Padderborns - Sandra Pulletz

 


Titel: Valentinstag mit den Padderborns

Autor:  Sandra Pulletz
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 5. Februar 2020
Anzahl der Seiten: 128
Cover und Inhalsangabe: © Sandra Pulletz

Begonnen: 29.01.2021
Beendet: 01.02.2021


"Valentinstag – Das Fest der Liebenden. Becca wünscht sich, sie wäre länger in Australien geblieben, damit sie nicht mitfeiern muss. Doch ihre Mutter besteht darauf, immerhin organisiert sie ein großes Valentinsevent. Es kommt noch schlimmer: Becca soll mit Begleitung erscheinen. Sie kennt aber keinen süßen Kerl, den sie mitnehmen könnte. Deshalb schaltet sich ihre Mutter ein … Das kann nur in einem Chaos enden, oder?"

Ich habe mich tierisch gefreut, als ich erfahren habe, dass die Geschichte der Padderborns nach dem chaotischen Weihnachtsfest und dem witzigen Treffen an Silvester direkt weitergeht und dann auch noch endlich die supersympathische Becca in den Fokus rückt. Sie kehrt aus Australien zurück und wird liebevoll von ihrer Familie begrüßt, zeitgleich aber auch ins kalte Wasser geschubst wird. Sie erfährt nämlich, dass ihre Mutter ein Fest veranstaltet und Becca soll dort nicht alleine erscheinen.

Besonders witzig fand ich hier die Mutter der Familie, denn sie versucht echt alles, um Becca zu verkuppeln. Dabei schießt sie, animiert von einer aktuellen, sehr beliebten Serie, aber weit übers Ziel hinaus. Hier musste ich sehr oft beim Lesen schmunzeln, denn es geht echt so einiges schief.

Becca als Charakter fand ich hier toll. Ich muss sagen, dass sie mein liebstes Familienmitglied ist, denn ich liebe ihre freche, aber dennoch sehr liebevolle Art. Die Liebesgeschichte fand ich hier auch sehr süß eingebaut. Eine perfekte Lektüre für den Valentinstag, zum Träumen und Schmunzeln!



Auch der dritte Teil der Reihe rund um die Padderborns hat mich wieder gut unterhalten. Das perfekte Buch für den Valentinstag! 

Ich vergebe 5 von 5.


Mittwoch, 10. Februar 2021

[Mein nächstes Buchbaby] Bluebell Calwyn - Die Hexe von Rainfield - Jeidra Rainey

Mein nächstes Buch steht in den eisigen Startlöchern und als erstes muss ich mich bei euch und eure motivierenden Worte bedanken. Ich werde wohl noch lange daran zurückdenken, unter welchen extremen Bedingungen dieser Roman entstanden - geschrieben habe ich ihn handschriftlich größtenteils im Auto, abgetippt und formatiert nun bei Minusgraden. Ich kam echt an meine Grenzen - aber das passt wohl auch gut zu Bluebells Leben, das ebenfalls mit sehr viel Leid und Aufopferung verbunden ist.


"Bluebell Calwyn - Die Hexe von Rainfield" ist passenderweise meine 13. Veröffentlichung und ich bin mächtig stolz, dass nun auch wieder Rainfield gewachsen ist. Es war nie geplant, mehr als ein Buch an diesem Ort spielen zu lassen, aber mittlerweile ist es jedes Mal wie dieses "nach Hause kommen", wonach ich schon mein ganzes Leben gesucht hatte. Auch in Zukunft werde ich Rainfield sicherlich noch wachsen lassen, in meinem Kopf habe ich tatsächlich noch zahlreiche Ideen, auch, was eine doch neue Richtung anbelangt. Ihr dürft also gespannt sein.


Jetzt werde ich erst einmal diese Veröffentlichung genießen. Der nächste Kurzgeschichtenband ist handschriftlich schon fertig, das nächste Manuskript schon zu einem Drittel. Es ist Wahnsinn, wie viel ich schaffe, seit ich wohnungslos und mit allem abgeschlossen habe, was mir so lange nicht gut tat. Ich merke nun wieder, dass es, trotz der Kälte, dem stundenlangen Sitzen im Auto und auch der aktuellen schweren Pandemielage eine gute Entscheidung war. Es gibt in dieser Welt einfach keinen anderen Ort als Rainfield an dem ich wirklich das Gefühl habe, "angekommen" zu sein.


Hier kommt nun der Inhalt meines neuen Buches, das auf zwei Zeitebenen spielt. Es erscheint in genau einer Woche am 17.02 als Ebook und Taschenbuch!

Klappentext

"Hat im 17. Jahrhundert eine echte Hexe in dem Gebiet des zukünftigen Rainfields ihr Unwesen getrieben? Und hat sie etwas zurückgelassen, das den Ort ein weiteres Mal ins Unglück stürzen könnte?

Im Jahre 1650 tritt Amaya Calwyn die Reise über den großen Ozean an und bringt in der neu


gegründeten Siedlung ein Kind zur Welt, das Jahre später für all das, was im Ort schief läuft, verantwortlich gemacht wird. Bluebell ist äußerlich zu perfekt und den Bewohnern deswegen ein Dorn im Auge. Schnell wird sie das Opfer zahlreicher Anfeindungen, doch dann bekommt sie die Chance, sich zur Wehr zu setzen …

Oktober 2020: Dylan wird von seinen Eltern vernachlässigt und von seinen Mitschülern ausgegrenzt. Trost sucht er bei der vermeintlichen Hexe im Dew Wood und es scheint, als hätte Bluebell ihn erhört, denn genau wie Ellery verfügt er plötzlich über eine Fähigkeit, die ihm endlich ein besseres Leben verspricht. Endlich kann er sich an seiner Familie und an seinen Mobbern rächen, doch ist Zerstörung wirklich der Weg ins Glück? Führt das Chaos, das in Rainfield ausbricht, wirklich zu einem friedvollen Miteinander?"


Ich wünsche euch nun viel Spaß in Rainfield und würde mich sehr über eure Rückmeldungen freuen! Bleibt genauso motiviert wie ich!



Montag, 8. Februar 2021

[Rezension] Die Holunderschwestern - Teresa Simon

 


Titel: Die Holunderschwestern

Autor:  Teresa Simon
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1. August 2002
Anzahl der Seiten: 512
Cover und Inhalsangabe: © Heyne

Begonnen: 17.12.2020
Beendet: 22.12.2020


"München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt.
München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden?"


Ich habe nun bereits einige Bücher von Teresa Simon gelesen und bisher hat sie mich immer gut unterhalten, auch wenn der Aufbau ihrer Geschichte doch immer gleich ist. Es gibt einen Vergangenheit- und einen Gegenwartsstrang und ein "dunkles" Familiengeheimnis.

Der Gegenwartsstrang nimmt hier allerdings den größten Teil der Handlung ein. Wir lernen Katharina kennen, die als Restauratorin arbeitet und plötzlich an das Tagebuch ihrer Urgroßmutter, über die sie selbst nicht allzu viel weiß. Nun taucht Katharina in das Leben von Fanny ein, die nach dem Tod ihrer Mutter ihre Zwillingsschwester Fritzi und ihren Vater verlässt, um in München ein neues Leben anzufangen.

Mit Fanny erleben wir nun die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Historisch sicherlich interessante Jahre, doch die Autorin legt den Fokus eher auf ihre Charaktere, baut aber ein paar berühmte Personen der Zeitgeschichte ein, was mir gut gefallen hat.

Für meinen Geschmack war der Gegenwartsstrang aber zu füllend und die Geschichte rund um Fanny dadurch viel zu kurz und leider auch sehr oberflächlich. Ich hatte nicht das Gefühl, ihr wirklich nahe zu kommen. Katharina, ihre Urenkelin, war hingegen eine sympathische Frau, allerdings passiert in ihren Abschnitten reichlich wenig, geht es hier doch nur um das große Geheimnis, das nach und nach aufgedeckt wird. Aufgepeppt wird das noch mit einer Liebesgeschichte, die es für mich allerdings nicht gebraucht hätte.

Das Ende empfand ich als gelungen, allerdings fehlte es mir auch hier an Tiefe. "Die Holunderschwestern" war für mich dennoch ein netter Roman für Zwischendurch. Allerdings haben mir andere Bücher der Autorin deutlich besser gefallen!


Für mich war die Geschichte der "Holunderschwester" ein gutes Buch für Zwischendurch, bei dem es mir aber an einem etwas intensiveren Vergangenheitsstrang gefehlt hat ... Ein eher schwächeres Buch der Autorin!

Ich vergebe 3 von 5.


Samstag, 6. Februar 2021

[Rezension] 1984 - George Orwell


Titel:
 
1984

Autor:  George Orwell
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1976
Anzahl der Seiten: 281
Cover und Inhalsangabe: © Ullstein

Begonnen: 17.12.2020
Beendet: 20.12.2020


"Als Mitarbeiter des Ministeriums für Wahrheit verbringt Winston Smith seine Tage damit, die Geschichte zugunsten der regierenden Partei umzuschreiben. Aber in seinem Inneren wächst ein Widerstand gegen das totalitäre System, in dem das Leben aufs Strengste reguliert und überwacht wird. Als Winston sich verbotenerweise verliebt, erfährt er, was der Wunsch nach Freiheit kostet."


Schon lange wollte ich "1984" von George Orwell lesen und nun habe ich das Buch endlich in einem öffentlichen Bücherschrank finden können. Der Zeitpunkt war dabei wirklich perfekt, denn schließlich gab es in diesem Jahr viele neue Regeln, Gesetze und Einschränkungen, wodurch die Gesellschaft eine gewisse Spaltung durchlebt hat.

Demnach ist "1984"ein Klassiker, der nach wie vor aktuell und auch wichtig ist, geht es hier doch um die Probleme einer Gesellschaft, die sich von einer Obrigkeit, in diesem Fall dem "Großen Bruder" unterdrücken lässt. Auf den ersten Blick ist unser Protagonist "Winston", der selbst im Wahrheitsministerium arbeitet, ein Mensch, der sich angepasst hat - wären da nicht seine Gedanken und der Wunsch, diese mit jemanden zu teilen beziehungsweise etwas mit ihnen zu bewirken.

George Orwell hat eine Welt erschaffen, in der es eine ständige Kontrolle und Manipulation gibt. Sehr erschreckend zeigt er auf, wie diese "perfekte" Staatsmachinerie agiert und wie ein gewisses Gedankengut in die Köpfe der Menschen gepflanzt wird. Dabei stellt sich nicht nur für den Protagonisten eine Frage: Geht es im Leben immer darum, sich anzupassen? Und wie kann man ein Teil einer Gesellschaft werden, die man im Grunde verabscheut?

Gewisse Parallelen zur heutigen Zeit zieht der aufmerksame Leser recht schnell. Seien es die Medien, die bewusst manipulieren, die immer größer werdende Überwachung, die "Erziehung" der Kinder und das beliebte Spiel mit den Ängsten der Menschen. Mir wurde beim Lesen teilweise echt schlecht, denn Orwell spricht schonungslos all das an, was viel zu oft verschwiegen wird und was in der Vergangenheit, der Gegenwart und auch in der Zukunft noch aktuell sein wird. Nach der Lektüre beschäftigt mich besonders die Tatsache, inwieweit unsere Gedanken eigentlich tatsächlich frei sind und wie sehr wir doch tagtäglich beeinflusst werden ...

"1984" ist sicherlich keine einfache Kost. Orwells Stil ist an einigen Stellen recht trocken und besonders viel Handlung gibt es auch nicht, denn unser Protagonist wird doch sehr eingeschränkt. Wir durchleben mit ihm die verschiedenen Phasen wie beispielsweise sein "Erwachen", dann seinen stillen Wiederstand und schließlich auch eine große Niederlage. Die Geschichte ist stellenweise schon sehr deprimierend, aber genau das muss sie auch sein, um diesen Nachklang zu erzeugen, der uns doch zwingt, die Augen vor Problemen nicht zu verschließen!


"1984" ist ein sehr beklemmender und teilweise auch sehr ungemütlicher Roman, der den Leser förmlich zwingt, die Probleme der Gesellschaft zu analysieren und sich selbst der Frage zu stellen, inwieweit man sich anpassen will!

Ich vergebe 5 von 5.






Freitag, 5. Februar 2021

{Rezension] Drei mal wir - Laura Barnett

  


Titel: Drei mal wir

Autor:  Laura Barnett
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 11. März 2016
Anzahl der Seiten: 496
Cover und Inhalsangabe: © Kindler Verlag

Begonnen: 18.01.2021
Beendet: 23.01.2021


"Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen.
Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar."


Die Gestaltung dieses Buches hat mir ebenso gut gefallen wie die Grundidee. Wir begleiten hier nämlich ein Paar in drei Versionen ihres Lebens, die von ihren persönlichen Entscheidungen abhängt. So kommen sie mal schneller zusammen, werden mal zu Geliebten und verlieren sich auch in einer Version aus den Augen.

Im Buch sind die unterschiedlichen Versionen farblich gekennzeichnet. Zu Beginn hatte ich großen Spaß, die zwei Charaktere, die beide Künstler werden wollen, kennenzulernen, doch ich muss gestehen, dass es für mich immer schwieriger wurde, der Geschichte zu folgen. Die drei Versionen ähneln sich leider zu sehr und so war es für mich kein sonderlich entspanntes Lesen, da ich immer wieder in meinen Aufzeichnungen nachschauen musste, was genau in dieser Version nun im Vorfeld vorgefallen ist.

Der einfache Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, aber echte Emotionen kamen beim Lesen nicht auf, was sicherlich daran lag, dass natürlich jede Version recht kurz ist und alles schnell abgearbeitet wird. Es gibt kaum Zeit für die beiden, mal ein echtes Date zu haben oder auch andere Leute ausgiebig kennenzulernen. So bleibt das Buch leider sehr oberflächlich ...

In ihrem Debüt hat Laura Barnett auch für meinen Geschmack zu wenig Mut bewiesen. In allen drei Versionen zeichnet sie recht typische Entwicklungen auf. Es geht also um Frust in der Ehe, ums Kinderkriegen, ums Fremdgehen, um Verlust und um die berufliche Orientierung. Alles ist vorhersehbar und war für meinen Geschmack viel zu klischeehaft.

Die Umsetzung dieser genialen Grundidee ist für mich leider nicht gelungen. Die Versionen hätten sich deutlicher unterscheiden müssen, vielleicht hätten auch zwei ausgereicht, um zu zeigen, wie sehr unsere Entscheidungen unser Leben verändert und wie das Schicksal dennoch oftmals eingreift ...


Die Grundidee, die Geschichte eines Paares in drei unterschiedlichen Versionen zu erzählen, hat mir gut gefallen, allerdings hapert es doch an der Umsetzung. Für mich war es ein sehr anstrengendes Buch, das viel zu oberflächlich ist und alles recht klischeehaft abarbeitet ...

Ich vergebe 2 von 5.


Donnerstag, 4. Februar 2021

[Rezension] Nacht im Central Park - Guillaume Musso

  


Titel: Nacht im Central Park

Autor:  Guillaume Musso
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1. April 2016
Anzahl der Seiten: 384
Cover und Inhalsangabe: © Piper

Begonnen: 14.12.2020
Beendet: 16.12.2020


"New York, acht Uhr morgens. Alice, eine Polizistin aus Paris, und Gabriel, ein amerikanischer Jazzpianist, wachen auf einer Bank im Central Park auf – mit Handschellen aneinander gefesselt. Und sie sind sich nie zuvor begegnet. Wie in aller Welt sind die beiden hierhergekommen? Und vor allem: warum?"

"Nacht im Central Park" war mein allererstes Buch von Guillaume Musso und ich muss gestehen, dass ich beim Lesen zwei Phasen durchlaufen habe. Nach den ersten Seiten habe ich mich erst einmal gefragt, ob dieses Buch überhaupt etwas für mich ist, da die Charaktere doch sehr merkwürdig reagieren und alles doch sehr realitätsfern war.

Die Ausgangslage mochte ich allerdings und so war ich animiert, erst einmal am Ball zu bleiben. Wie die beiden Protagonisten wird auch der Leser erst einmal ins kalte Wasser geworfen. Wir erfahren, dass sowohl die Polizistin Alice, als auch der Jazzpianist Gabriel am vergangenen Abend noch in einem anderen Land waren - nun wachen beide in New York City auf und wissen nicht, warum sie aneinandergekettet sind.

Statt direkt zu Polizei zu gehen, fängt Alice, das sie Blut auf ihrer Kleidung und eine ihr fremde Pistole bei sich hat, auf eigene Faust an zu ermitteln. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, Straftaten zu begehen, was für mich am Anfang schon recht gewöhnungsbedürftig war, denn schließlich wird immer wieder betont, wie gesetzestreu sie als Polizistin eigentlich ist.

Ich bin froh, dass ich am Ball geblieben bin, denn irgendwann hatte ich mich an diese doch sehr verrückte Story gewöhnt und damit habe ich dann die zweite Phase beim Lesen erreicht. Eine Phase, in der ich einfach nur Spaß hatte. Klar, die Geschichte selbst ist stellenweise recht unlogisch und auch Alice ist alles andere als eine Sympathieträgerin, aber dennoch hat mich das Lesen hier bestens unterhalten. Es war wie eine Schnitzeljagd, bei der zwar nicht alle Puzzleteile zusammenpassen, aber die einen doch Freude bereitet.

Über das Ende lässt sich mit Sicherheit streiten. Die einen werden es sicherlich vollkommen überzogen und stellenweise auch nicht ganz plausibel finden, die anderen wiederum mutig und originell. Ich gehöre definitiv zur zweiten Gruppe, auch wenn ich diesen Kitsch am Ende nicht gebraucht hätte. Alles in allem war "Nacht im Central Park" aber ein echt cooles Erlebnis. Ich bin auf weitere Bücher von Guillaume Musso gespannt!


Beim Lesen des Klappentextes und Betrachten des Covers hätte ich niemals eine solch verrückte Story erwartet. Ein echt durchgeknalltes Abenteuer, bei dem man allerdings keine Logik suchen sondern einfach nur genießen sollte!

Ich vergebe 4 von 5.

Dienstag, 2. Februar 2021

[Rezension] Kiss Online - Kiara London

 


Titel: Kiss Online

Autor:  Kiara London
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2017
Anzahl der Seiten: 320
Cover und Inhalsangabe: © Ravensburger Verlag

Begonnen: 11.12.2020
Beendet: 14.12.2020


"Einen ihrer besten Freunde küssen? Ein No-Go für Juniper! Schließlich haben sie, Jasper und Lenny einen supererfolgreichen Video-Blog. Gefühle stören da nur. Doch ihre Fans sind anderer Meinung und fordern Juniper heraus, Jasper vor laufender Kamera zu küssen. KISS CAM wird ein Riesenerfolg - und Juniper hat auf einmal Schmetterlinge im Bauch. Was, wenn ein Kuss doch nicht nur ein Kuss ist ...?"


Da mir mal wieder nach einer leichteren Lektüre zumute war, habe ich aus einem öffentlichen Bücherschrank das Jugendbuch "Kiss Online" von Kiara London mitgenommen. Es ist die Geschichte zweier bester Freunde, die sich ineinander verlieben.

Juniper ist ein Mädchen, mit dem sich sich der jugendliche Leser hier wohl gut identifizieren kann. Sie vlogt mi ihren beiden Freunden Jasper und Lenny. Mit ihnen gemeinsam stellt sie sich immer wieder den Challenges ihrer Online-Community, was dazu führt, dass sie Jasper plötzlich vor laufender Kamera küssen muss. Ihre Follower wollen aber immer mehr und auch bei den beiden entwickeln sich plötzlich Gefühle ...

Ich mochte es, wie Kiara London das Online-Thema und besonders das Vloggen einbaut. Dadurch wirkt das Buch sehr modern und für die Zielgruppe definitiv ansprechend. Aus den Charakteren hätte man meiner Meinung nach aber viel mehr machen können. Von Juniper, Jasper und Lenny erfährt man reichlich wenig, vom Gefühl her waren es nur die gemeinsamen Videos, die ihre Freundschaft zusammenhält.

Die Geschichte selbst lief so ab, wie ich sie mir nach den ersten Seiten vorgestellt habe. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, aber hätte an einigen Stellen doch mutiger sein können. Es gab leider zu wenig Überraschungen und das Knistern zwischen Juniper und Jasper war für mich nicht spürbar.

"Kiss Online" ist aber dennoch eine nette Geschichte für Zwischendurch, bei der sich der Kopf gut abschalten lässt. Lange in Erinnerung bleiben wird mir dieses Buch wohl allerdings nicht ...


Eine nette kleine Liebesgeschichte, in der Welt der Vlogs und Online-Challenges. Angenehm zu lesen, aber leider auch recht oberflächlich ...

Ich vergebe 3 von 5.