Dienstag, 8. Oktober 2013

Gesetze der Lust - Tiffany Reisz

Wieder einmal habe ich mich bei BlogDeinBuch für ein Buch beworben, das erst nach Versenden enthüllt worden war. Ich muss gestehen, dass mich das Video etwas neugierig gemacht hat, ich jedoch mit anderen Erwartungen an das Buch herangetreten bin. Für mich wirkte Nora in dem Video schwach und so, als würde sie zu etwas gezwungen werden, was sie nicht will. Als das Buch endlich bei mir ankam und ich es ausgepackt habe, konnte ich mir ein Lachen erst einmal nicht verkneifen, denn Erotik gehört nicht zu meinen bevorzugten Genres, ich habe noch nicht einmal "Shades of Grey" gelesen. Nun war ich etwas geschockt, als ich "Gesetze der Lust" von Tiffany Reisz erschienen im Mira Verlag im Briefkasten fand. Ich wollte mich aber nicht vom Titel oder von meinen eigenen Buchvorlieben beeinflussen lassen und habe auch sogleich angefangen zu lesen.

Inhalt

Gemeinsam mit ihrem dominanten Lover, dem Priester Soren, lebt Nora ihre dunklen Fantasien hemmungslos aus. Als eine Reporterin beginnt, in Sorens Privatleben herumzuschnüffeln, schickt er Nora aufs Land. Dort soll sie sich bei seinem Freund, dem Playboy Griffin, verstecken und gleichzeitig den bisexuellen Michael als Sklaven ausbilden.

Cover

Was soll ich zu dem Cover sagen? Frauen lieben ja Highheels, da mache ich wohl keine Ausnahme und auch die Covergestaltung finde ich für einen Erotikroman sehr Ansprechend, muss jedoch eingestehen, dass ich das Buch im Laden niemals in die Hand genommen hätte, da es einfach nicht mein Genre ist. Trotzdem finde ich, dass sich der Mira Verlag bei der Covergestaltung stets große Mühe gibt und sie immer sehr ansprechend aussehen. 

Charakter

Zum Einen wäre da Nora, die eine sehr selbstbewusste Erotikautorin und ehemalige Domina ist und sich stets das nimmt, was sie will. Sie verbindet viel mit dem Priester Soren und man merkt auch, das beide eine gewisse Abhängigkeit zueinander habe. Ich vermag es jetzt vielleicht nicht Liebe nennen, denn ich besitze eine etwas andere Anschauung, doch trotzdem denke ich, dass Gefühle eine sehr wichtige Rolle spielen. Leider konnte ich mich mit Nora nie so wirklich anfreunden und oftmals ging sie mir gehörig auf die Nerven. Selbstbewusstsein ist schon sehr gut, aber ich finde bei ihr ist es maßlos übertrieben. 

Auch Soren, der Priester der auf SM steht war mit nie recht sympatisch. Das alles war einfach nicht meine Welt. Ich bin zwar nicht religiös, aber trotzdem war mir alles "too much". Ich möchte mir solche Sache einfach nicht vorstellen und muss gestehen, dass ich manche Sexstellen einfach nur überflogen habe. Nicht das ich prüde bin, aber für mich hat das keinerlei Reiz zu lesen wie jemand beim Sex mit einem Messer geschnitten wird oder ähnliches. Wie oben schon erwähnt, passt dieses Buch einfach nicht zu mir, wohl auch ein Grund warum ich hier nur meine persönliche Meinung von mir geben kann.

Es kommen noch einige weitere wichtige Charaktere vor. Unter anderem eine Journalistin, ein Jugendlicher, der die SM Szene erkundet und noch so andere "schräge Vögel". Ich denke, diese Person sollte man als Leser selbst kennenlernen, weswegen ich hier nicht näher auf diese Menschen eingehen werde.

Meine Meinung

Seit ich das Buch bekommen habe, frage ich mich schon, wie ich meine Meinung zu dem Buch formulieren soll, denn leider war es eine wirkliche Qual es zu lesen. Ich habe keinen wirklichen roten Faden erkennen können, wurde nur von Sexszene zu Sexszene begleitet und habe zahlreiche Diskussionen über das Leben und die Liebe über mich ergehen lassen. 

Das einzige was ich angenehm an dem Buch fand, war der sehr einfache Schreibstil, der einen schnell von Kapitel zu Kapitel geführt hat. Ich zweifele nicht daran, dass die Autorin ihr Handwerk versteht und einen sehr guten Schreibstil hat, doch konnten mich ihre Charaktere und Ideen nicht fesseln. 

Leider fand ich viele Stellen auch sehr weit hergeholt, wie beispielsweise jene, in der Michael den Priester kennen lernt. Das hatte in mir nicht wirklich einen guten Geschmack hinterlassen und ich war kurz davor, das Buch beiseite zu legen. Doch letztendlich habe ich mich doch noch durchgequält, weiß nur leider nicht so recht wofür. Ich wurde weder unterhalten, noch habe ich etwas aus dem Roman mitgenommen, einzig und allein habe ich gelernt, dass ich mich wohl nur noch auf Bücher bewerben werde, bei denen ich vorher den Klappentext kennen. 

Fazit

Ein Buch, das leider ganz und gar nicht meinen Geschmack getroffen hat, da ich einfach die falsche Zielgruppe dafür bin. Für Erotikfans aber sicher eine willkommene Abwechslung. 

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten. 

Dienstag, 1. Oktober 2013

Dead End - Sharon Bolton

Über dieses Buch bin ich zufällig im Buchladen gestolpert, da es mich besonders wegen dem Cover angesprochen hat. Ich mag Geschichten, die in sogenannten „Lost Places“ spielen oder aber auch nur Bücher, wo ein altes, heruntergekommenes Gebäude erwähnt wird. Bei „Dead End“ von Sharon Bolton handelt es sich auf jeden Fall um ein Buch der zweiten Kategorie.

Inhalt

An einem College häufen sich die Selbstmorde, die zudem recht seltsam zu sein scheinen. Zuletzt versuchte ein Mädchen sich zu verbrennen, doch sie hat überlebt. DC Lacey soll sich in die Cambridge Universität einschleichen und Undercover ermitteln, doch da gerät sie plötzlich selber ins Visier und nach und nach verliert sie die Kontrolle....

Cover

Wie bereits am Anfang erwähnt, fand ich das Cover im Buchladen sehr ansprechend. Das Gebäude das gezeigt wird hat etwas einsames und verlassenes und doch kann man seine Erinnerungen erahnen. Nun, nachdem ich das Buch gelesen habe, denke ich, dass das Cover nur eine Metapher sein soll für die menschliche Seele, die ebenfalls verlassen und einsam sein kann.

Charaktere

Für mich bestand das Buch aus zwei Hauptcharaktere. Einmal DC Lacey Flinn, die eigentlich recht tough wirkt, im Inneren aber sehr verletzlich zu sein scheint. Mit ihr gemeinsam begibt sich der Leser in die Ermittlungen und man merkt schnell, dass etwas unheimliches in Cambridge vor sich geht.

Ein zweiter Charakter ist die Psychologin Evi, die die Selbstmorde schon lange Zeit merkwürdig gefunden hatte. Man merkt jedoch schnell, dass in ihrem Leben auch so einiges schief läuft und recht merkwürdige Dinge passieren. Evi fand ich sehr sympathisch und ich habe mich stets gefragt, ob sie sich die Sachen nur einbildet oder ob diese tatsächlich real sind.

Auch erfährt man viel aus der Sicht der Täter und auch der Opfer, was recht gruselige Stellen sind. Die Ängste der Mädchen, die als Opfer auserkoren wurden, werden deutlich gemacht und mir ging es beim Lesen oft so, dass ich diese Stellen am spannendsten fand und mir manchmal gewünscht hatte, dass noch viel mehr erwähnt worden wäre, um den Ernst der Lage noch zu verdeutlichen.

Meine Meinung

„Dead End“ ist ein toller, spannender Thriller, den man nicht mehr beiseite legen kann, wenn man ihn einmal aufgeschlagen hat. Alle Personen habe eigene Charaktereigenschaften und sind sehr verschieden. Die Frage nach den Tätern deckt sich nach und nach auf, für meinen Geschmack jedoch etwas zu Oberflächlich, was aber den Genuss des Buches nicht geschwächt hat.

Teilweise war das Buch sehr unheimlich und ich bin froh, dass ich es nicht in der Nacht gelesen habe, denn dann hätte ich mit Sicherheit kein Auge mehr zugemacht. Wie es sich für einen Thriller gehört gab es natürlich auch Puzzleteile, die sich nach und nach zusammengefügt haben, doch mir hat es etwas gefehlt, noch mehr über die Beweggründe der Täter zu erfahren.

Lieblingsstelle

Das Buch hat viele tolle Stellen, viele gruselige, viele nachdenkliche, einige emotionale und auch einige Besondere. Passend fand ich das Ende und die Worte von Laceys Kollegen. Sehr emotional und wirklich ein gelungener Schluss.

Fazit


Ein toller Thriller, der mich von Anfang an überzeugen konnte. Lesen lohnt sich auf jeden Fall.  

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

Donnerstag, 26. September 2013

Die spur der Kinder - Hanna Winter

Im Moment bin ich gerade total im Krimi- und Thrillerfieber, was wohl daran liegt, dass ich gerade auch selbst an einem Thriller arbeite. Nun habe ich vor kurzem Hanna Winter entdeckt und war wirklich begeistert von ihrem Erstlingswerk "Stirb", sodass ich mir auch gleich dieses Buch besorgt habe.

Inhalt

Eine junge Frau irrt verzweifelt durch den Wald. In einer abgelegenen Hütte findet sie Zuflucht. Zur gleichen Zeit erhält die Schriftstellerin Fiona Seeberg in Berlin eine schreckliche Nachricht. Zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter werden erneut Kinder entführt. Die Spur führt Fiona und Kommissar Piet Karstens zu einer einsamen Hütte im Spreewald. Offenbar wurden die Kinder dort einem grausamen Ritual unterzogen. Und jede Hilfe scheint zu spät …

Cover

Das Cover finde ich, ähnlich wie bei "Stirb" sehr ansprechend. Es wirkt düster und gruselig und macht auf jeden Fall Lust, sich direkt ins Lesevergnügen zu stürzen.


Charaktere

Am Anfang des Buches lernen wir gleich einmal Fiona kennen, eine erfolgreiche Schriftstellerin, die vor 2 Jahren ihre kleine Tochter verloren hat. Sophie war entführt wurden und ist nie wieder aufgetaucht. Noch immer trauert Sophie und schafft es nicht, zu schreiben. Ich fand ihren Charakter sehr interessant, denn sie ist eine selbstbewusste Frau, die zwar innerlich leidet, aber trotzdem sehr viel Willensstärke beweist. Sie hat mich sehr an die Protagonistin aus "Stirb" erinnert. In jeden Fall konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren.

Wir lernen nun auch einen Kommissar näher kennen. Ich finde Piet sehr sympatisch, auch wenn ich mir schon von vorneherein darüber klar war, wie sich die Geschichte zwischen ihm und Fiona entwickeln wird. Aber ich will hier jetzt nicht soviel verraten.

Es kommen eine Menge Verdächtige vor. Am Ende habe ich wirklich zwischen zweien geschwankt und habe doch daneben gelegen. Das gute an Hanna Winters Büchern ist, dass man miträtseln kann und am Ende doch überrascht wird. sie präsentiert einfach sehr viel mögliche Täter, was für einen Thriller meiner Meinung nach sehr wichtig ist.

Meine Meinung

Wieder war ich von Anfang gefesselt von dem Buch und habe das ein oder andere Mal sogar eine Gänsehaut gehabt. In "die Spur der Kinder" schreibt Hanna Winter über ein recht sensibles Thema. Das eigene Kind, dass verschwindet, ist wohl der Alptraum einer jeden Mutter. Obwohl ich selbst keine Kinder habe, konnte ich mich doch sehr gut in die Situation hineinversetzen und Fionas Schmerz spüren.

Wie bei "Stirb" ändern sich auch in diesem Buch die Sichtweisen, was mir ungemein gut gefällt. Man lernt verschiedene Charaktere kennen ohne dabei so extrem viel von Unwichtiges von diesen zu erfahren. Am Ende hatte ich von jeder Person ein klares Bild vor Augen und das ist wirklich sehr bemerkenswert, da doch schon einige Personen vorkamen.

Das Ende hat mich wieder einmal überrascht, auch wenn ich nach der Hälfte des Buches schon eine leise Ahnung hatte, was mit der kleinen Sophie passiert ist. Der Spannungsbogen ist sehr hoch angesetzt und man kann zum Ende hin das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.


Lieblingsstelle

Eine Szene ist mir noch immer in Erinnerung geblieben, da ich wirklich eine Gänsehaut hatte. Die Rede ist von Frau Garcia und ihre kleine Tochter. Leider kann ich dazu nichts genaueres schreiben ohne zu Spoilern, von daher: LEST DAS BUCH EINFACH SELBST. Ihr werdet es nicht bereuen.

Fazit

Erneut ein toller Thriller von Hanna Winter, den ich allen Fans dieses Genres nur ans Herz legen kann.

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.

Mittwoch, 25. September 2013

Hab acht auf meine Schritte - Mary Higgins Clark

Hier komme ich nun zu einem weiteren Thriller, den ich als Hörbuch gehört habe. In letzter Zeit höre ich ganz gerne einmal spannende Bücher, vielleicht weil ich auch selbst gerade an einem Thriller schreibe. Ich bin mir aber sicher, dass ich bald auch wieder einmal ein Buch eines anderen Genres zur Hand nehmen werden. Bevor ich hier aber nun vom Thema abschweife, kommt hier meine Rezension zu „Hab acht auf meine Schritte“ von Mary Higgins Clark.

Inhalt

Bei einem schrecklichen Unfall tötet die kleine Liza Barton aus Versehen ihre eigene Mutter. 24 Jahre später kehrt sie an den Ort des Geschehens zurück und erkennt langsam, dass hinter dem angeblichen Unfall von damals der perfide Plan eines Mörders steckte. Und plötzlich ist ihr eigenes Leben in Gefahr.
Cover

Auch hier fand ich das Cover wieder sehr passend für einen Thriller. Es wirkt geheimnisvoll und wirft schon vor dem Lesen bzw. Hören einige Fragen auf.

Charaktere

Leider hat mich die Protagonistin schon einmal gar nicht überzeugt. Klar sollte sie recht emotional und verletzlich wirken, doch ich fand, ihr hat etwas die „Eigeninitiative“ gefehlt. Meiner Meinung nach hat sie sich die ganze Story über nur treiben lassen und das hat mich ein klein wenig gestört.

In „Hab acht auf meine Schritte“ treten eine Vielzahl von Charakteren auf. Manche eher am Rande, doch trotzdem werden viele Vor- und Nachnamen erwähnt, was ich etwas störend fand. Manchmal konnte ich einige Personen, die vorher mit dem Vornamen angeredet worden sind, nicht so recht zuordnen. Das hat leider beim Hören ziemlich frustriert und ich musste einige Stellen noch einmal hören, weil meine Konzentration einfach schwand.



Meine Meinung

Leider konnte mich das Buch nicht so recht fesselnd, obwohl ich tatsächlich schon sehr viel gutes über Mary Higgins Clark gehört habe. Dies war jedoch nun mein erstes Buch von ihr und vielleicht habe ich einfach den Fehler gemacht, dieses als meinen Erstling auszusuchen.

Auf mich wirkte die Geschichte eher wie ein Krimi, in dem pausenlos ermittelt wurde. Mir fehlte etwas der Spannungsbogen, denn selbst die Morde, die während der Geschichte passiert sind, ließen mich kalt, da man keinerlei Bezug zu den Personen hatte.

Leider war mir auch der Täter schon recht schnell klar. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich das bereits nach 20 Minuten und das war wirklich sehr frustrierend. Von einem Thriller bzw. Krimi erwartet man doch eine überzeugende Auflösung, doch diese wurde mir hier nicht gegeben. Stattdessen wurde irgendwas unlogisches zusammengereimt. Das finde ich wirklich sehr schade, denn ich dachte wirklich Mary Higgins Clark steht für tolle Spannung.

Lieblingsstelle

Auch eine Lieblingsstelle kann ich hier schlecht benennen, da ich irgendwie überhaupt keine hatte. Das Buch konnte mich einfach nicht fesseln und auch die Charaktere konnte mich nicht so recht überzeugen.

Fazit


Mein erstes Buch von Mary Higgins Clark, das mich leider nicht auf den Geschmack ihrer Bücher bringen konnte.  

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.

Dienstag, 24. September 2013

Stirb - Hanna Winter

Da wir gerade umgezogen sind und noch kein Internet hatten, kommt diese Rezension etwas später. Natürlich hatten mich in den letzten 2 Wochen aber einige Bücher begleitet und das erste will ich euch nun nicht länger vorenthalte. Es handelt sich hierbei um „Stirb“ von Hanna Winter.

Inhalt

Gerade hat sich Lara Simons ihren großen Traum vom eigenen Café erfüllt, da wird sie in einer dunklen Nacht brutal überfallen. Sie entkommt in letzter Sekunde. Was Lara nicht weiß: Der Täter kennt sie. Von früher.  Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen. Aber der Killer holt sie ein, und dieses Mal hat er kein Erbarmen ...
Cover

Das Cover der Buches fand ich von Anfang an sehr passend für einen Thriller. Ich finde, dass man schon auf den ersten Blick erkennen sollte, ob man eine dunkle Geschichte erwarten darf und das hat dieses Cover auf jeden Fall geschafft.

Charaktere

Besonders mitfühlen konnte ich tatsächlich mit der Protagonistin, die während der ganzen Geschichte sehr viel durchmachen muss. Erst entkommt die dem perfiden Frauenmörder, doch dann, Jahre später beginnt der Alptraum von Neuem. Während der gesamtem Geschichte konnte ich mich sehr gut in ihre Haut versetzen und ihre Ängste sehr gut verstehen.

Auch ihre Tochter Emma, die nach dem ersten Unglück nicht mehr gesprochen hat, war mir sehr ans Herz gewachsen. (Das passiert mir wahrlich nicht oft bei Kindern). Auch sie tat mir schrecklich Leid.

Natürlich kamen noch viele andere tolle Charakter vor, wie beispielsweise der schwule Gerichtsmediziner und gleichzeitig beste Freund von Lara, den ich auch von Anfang an sehr sympathisch fand. Jedoch gab es auch einige Charaktere, die mir von Anfang nach nicht sympathisch waren und die sehr verdächtig waren. Hanna Winter hat es jedoch geschafft, alle Personen verdächtig wirken zu lassen, sodass man als Leser sehr gut rätseln kann, wie alles zusammenpasst.

Meine Meinung

Ich suche stets nach neuen, guten Thrillern und so bin ich auch auf die deutsche Autorin Hanna Winter gestoßen. In den letzten Jahren sind besonders die Thriller der deutschen Autoren wirklich besser geworden und so habe ich mich einmal an diese, mir völlig unbekannte, Autorin gewagt.

Die Geschichte beginnt gleich mit einem sehr hohen Spannungsbogen. Alle Personen konnte ich sofort klar und deutlich vor mir sehen, was wohl an der sehr einfachen Schreibweise lag. So muss ein Thriller sein, ohne langes Gerede und mit einem enormen Tempo.

Man lernt zu Beginn Lara kennen, die ein kleines Café in Berlin eröffnet. Alles scheint gut zu sein, auch wenn sie ihren Exmann mit einer anderen flirten sieht und ein Mann, mit dem sie eine kurze Affäre hatte, urplötzlich ausrastet. Doch das alles trübt ihre Stimmung nicht, denn sie hat sich endlich ihren Traum vom eigenen Café erfüllt.

Dann gerät jedoch alles aus den Fugen und der Thriller beginnt mit Hochtouren und mit erbarmungsloser Spannung. Besonders gefallen habe mir auch die Stellen aus Sicht des Täters, denn diese habe gezeigt, wie er zu dem Mann geworden ist, der er heute ist. Wirklich sehr aufregend und vor allem interessant.

Für mich war dieses Buch eine echte Achterbahnfahrt, bei der ich kaum einmal zum Durchatmen kam. Hanna Winter schreibt sehr einfach, aber dennoch sehr treffend und mit einem enormen Tempo, den ein Thriller wirklich braucht. Für mich war dieser Thriller seit langem der Beste, den ich gelesen habe.

Lieblingsstelle

Da das Buch durchwegs spannend war, fällt es mir schwer eine Lieblingsstelle zu benennen. Ganz toll fand ich auch jeden Fall die falsche Fährte am Ende, die sich dann schließlich zu dem Zeitpunkt aufgelöst hat, an dem der Leser bereits dachte, dass alles vorüber ist. Über solch ein Ende kann man wirklich nur staunen und alles hat sich tatsächlich zum Ende hin noch wie ein Puzzle zusammengefügt.

Fazit

Ein toller Thriller einer deutschen Autoren, der einen so schnell nicht mehr loslässt. Ich werde definitiv noch mehr Bücher der Autorin lesen.

Wir vergeben 5 von 5 Käseratten.



Montag, 9. September 2013

Engelsasche - Kat Martin

Vor vielen Jahren habe ich eine ganze Zeit lang gerne sogenannte "Ladythriller", also romantische Crimegeschichten gelesen. Bei BlogDeinBuch gab es letztens dieses Buch hier zum Rezensieren und so habe ich schnell zugeschlagen, denn besonders die Beschreibung mit dem Stalker hat mir sehr gut gefallen. Doch manchmal trügt eben der erste Schein, so war es auch bei "Engelsasche" von Kat Martin vom Mira Taschenbuch. Das Buch kann man hier bestellen.

Inhalt

Maggie O'Connell hat rote Locken. Und wenn Privatdetektiv Trace Rawlins etwas schwach macht, dann das. Dabei sollte er es besser wissen, denn auch seine Ex war rothaarig - und ein ausgekochtes Miststück dazu. Aber den Job übernimmt er trotzdem: Die schöne Fotografin wird von einem Stalker verfolgt. Er lauert, hinterlässt Briefe, ruft sie nachts an. Als Trace in Maggies Haus eine Kamera und an ihrem Wagen einen GPS-Sender entdeckt, erkennt er, wie groß die Gefahr für seine Klientin wirklich ist. Maggie braucht mehr Schutz, als er dachte: Sie braucht ihn. Doch mit der Nähe kommt die Leidenschaft füreinander. Lichterloh brennt sie - genau wie Maggies Haus, das eines Nachts in Flammen aufgeht.

Cover

An und für sich gefällt mir das Cover recht gut, doch nun, nach dem Lesen, muss ich sagen, dass es überhaupt nicht zu der Geschichte passt. Man erwartet einen Thriller, der spannend, geheimnisvoll ist, doch letztendlich bekommt man nur eine recht oberflächliche Liebesgeschichte. Hätte ich das Buch im Laden gesehen hätte ich es wahrscheinlich angeschaut und vielleicht, aufgrund der Beschreibung auch gekauft. Letztendlich hätte ich jedoch die sprichwörtliche Katze im Sack gekauft.


Charaktere

Im Grunde besteht das ganze Buch aus der "Liebesgeschichte" von Maggie und Trace, wobei ich das was die beiden haben nicht als Liebe bezeichnen würde. An manch einer Stelle hatte ich das Gefühl in einem Pornoroman gelandet zu sein und ich musste mich echt zwingen weiterzulesen. 

Man erfährt charakterlich nicht viel von den Beiden, nur ein paar Dinge aus dem Leben und recht oberflächliche Dinge, die mich als Leser überhaupt nicht interessiert hatten. Ich konnte zu keinem der beiden Charaktere eine Beziehung aufbauen und fand sie am Ende nur noch nervig. 

Trace war mir zuviel der "Macho", ein durchtrainierter, "heißer" Cowboy eben, der auf Rothaarige steht und eine ungemeine Potenzfähigkeit besitzt. Wahrscheinlich soll er den Traum aller Frauen darstellen, doch ich fand ich eher sehr lächerlich und manchmal habe ich mich wirklich gefragt, wie solch ein Typ Privatdetektiv werden konnte.

Maggie, die rothaarige Schönheit hatte für mich zwar mehr Charakter als Trace, aber ihr ständiges hin und her ging mir sehr auf die Nerven. Sie soll wohl stark wirken, doch für mich war ihr "Selbstbewusstsein" nur Fassade. 



Meine Meinung

Selten musste ich mich durch ein Buch so durchquälen wie durch dieses hier. An vielen Stellen war ich kurz davor es einfach abzubrechen und gegen eine Wand zu werfen. Ich hatte keinerlei Freude beim Lesen und doch habe ich mich bis zum Ende gezwungen, in der Hoffnung doch noch etwas Spannung oder endlich einmal den versprochenen "Thriller" zu finden. 

Wie oben bereits erwähnt hatte ich früher sehr gerne einmal "Ladythriller" gelesen und nur deswegen habe ich mich für dieses Buch beworben. Ich mag Geschichten über Stalker und dergleichen, doch in "Engelsasche" fehlte vom Thriller jegliche Spur. Ich glaube ich kann an einer Hand die Szenen abzählen in denen der "Stalker" vorkam und etwas dazu erwähnt wurde. Wenn ich allerdings die Szenen in der Maggie und Trace sich liebten zählen soll fehlen mir bereits die Finger dazu...

Inmitten des Buches hat die Autorin auch einfach einmal eine weitere Handlung hinzugeführt, die etwas vom Stalker ablenkt und es wird schlussendlich eine kurze Erklärung für alles gegeben. Auch der Stalker, der im ganzen Buch nicht vorkam, wird dann gelüftet und man fühlt sich als Leser echt hintergangen. Wo bitte ist der Thriller? Sollte man als Leser nicht miträtseln können? 

Für mich klang das Ende so, als wollte die Autorin schnell noch einen Täter präsentieren, wobei egal ist, wer dieser ist. Klar, die Story hat sich eh nur um Maggies und Traces ausgiebiges Sexleben gedreht, aber dennoch erwartet man doch eine Steigerung der Handlung. Der einzige Höhepunkt, der sich in diesem Buch fand, war jedoch der der beiden Protagonisten und als Leser bleibt man unbefriedigt zurück....


Wieso das Buch "Engelsasche" heißt blieb mir bis zum Schluss verborgen. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich kein Buch der Autorin mehr lesen würde und "Engelsasche" definitiv nicht für Thrillerfreunde empfehlen kann.

Fazit

Für mich der Flop des Jahres. Ich kann es persönlich nicht empfehlen, aber vielleicht ist das auch Geschmackssache. Wer hier jedoch einen Thriller erwartet wird bitter enttäuscht werden.

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten. 

Donnerstag, 5. September 2013

Getäuscht - James Siegel

Auf einer sehr langen Autofahrt haben wir mal wieder ein Hörbuch gehört, dass wir euch hier nun gerne vorstellen würden. Es handelt sich dabei um einen spannungsgeladenen Thriller von James Siegel und das Hörbuch wurde von dem Schauspieler Matthias Köberlin gelesen.

Inhalt

Joanna und Paul können keine Kinder bekommen. Aus diesem Grund reisen sie nach Kolumbien, um ein Baby zu adoptieren. Doch dann vertrauen sie ihre kleine Joelle einer einheimischen Amme an und als sie wiederkommen stellen sie fest, dass es nicht mehr Joelle ist, sondern ein anderes Baby. Dann passiert plötzlich ein Überfall und Paul soll Drogen nach Amerika schmuggeln, um seine Frau und sein Kind zu retten. Was soll er nur tun?

Cover

Das Cover gefällt mir wirklich recht gut, allerdings sagt es nicht wirklich viel über den Inhalt aus. Man sieht ja ein Puzzleteil, was wahrscheinlich symbolisieren soll, dass sich die ganze Geschichte wie ein Puzzle zusammenfügt. Doch ich hätte etwas aussagekräftigeres besser gefunden. 

Charaktere 

Hauptcharakter ist auf jeden Fall Paul, der alles versucht, um seine Frau und sein Baby aus der Gefangenschaft der Kidnapper zu befreien. Dabei muss er so einige Hürde überstehen und wird mit Gewalt und Verrat konfrontiert. 

Auch Joanna spielt noch eine wichtige Rolle, da sie einen wichtigen Teil zur Auflösung beiträgt. Ihre Rolle als besorgte Mutter für ein Kind, dass sie erst vor kurzem adoptiert hat, hat mir besonders gefallen, denn man hat gemerkt, wie sehr sie das Kind liebte. 

Unsere Meinung

In James Siegels "Getäuscht" kommt man keine Sekunde zur Ruhe und oft fehlt einem schier die Luft zum atmen. "Getäuscht" ist ein spannungsgeladener Thriller, der einen von Anfang an in den Bann zieht. Mir persönlich gefallen solche Thriller, die Überraschungen aufweisen sehr gut, doch mein Mann, der eher das Fantasygenre bevorzugt, hatte ein paar Probleme zu folgen, denn die Geschichte läuft wirklich in einem wahnsinnigen Tempo ab. Alles reiht sich zusammen und erst am Ende wird eine ganze Geschichte geformt. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. 

Was mir besonders bei dem Thriller gefallen hat waren die Personen denen man erst einmal vertraut hat, die sich dann jedoch als falsch herausgestellt haben. Die Wendungen waren wirklich sehr spannend, doch auch ich muss zugeben, dass das Buch für Leute, die eher weniger Thriller lesen bzw. hören, etwas kompliziert sein könnte. Man muss also wirklich sehr aufmerksam lesen bzw. hören.



Lieblingsstelle

Da das Hörbuch durchgehend Spannend war fällt es mir schwer eine Stelle zu benennen, die ich besonders gut fand. Auf jeden Fall fand ich Pauls Sicht oftmals besser als die von Joanna, da er die "treibende Kraft" war und sich in so einige Gefahren begeben hat. Sehr mutig fand ich zum Beispiel, dass er 36 mit Kokain gefüllte Kondome geschluckt hatte nur um seine Familie zu retten.



Fazit

Wer spannende Thriller mag und eine gut durchdachte Story, die sich erst zum Ende hin auflöst, mag, wird dieses Buch lieben. 

Wir vergeben 4 von 5 Käseratten.