Titel: Das Phantom der Oper
Autor: Gaston Leroux
Genre: Roman, Klassiker
Erscheinungsjahr: 1988
Anzahl der Seiten: 348
Cover: © Hanser
Begonnen: 23.04.2022
Beendet: 27.04.2022
In der Pariser Oper treibt sich ein Phantom herum. Personal und Sänger erzählen sich die unheimlichen Geschichten und bald gibt es mit dem Maschinenmeister den ersten Toten. Für die junge Sängerin Christine, die plötzlich zum Star der Oper wird, sollte eigentlich eine aufregende Zeit anbrechen, doch sie steht längst unter dem Einfluss des Phantoms ...
Wer kennt die Geschichte des "Phantoms der Oper" nicht? Es gibt unzählige Verfilmungen, Hörspiele und Anspielungen in anderen Werken. So war mir die Handlung selbst bereits bekannt, aber es war dennoch interessant, endlich in diesen Klassiker eintauchen zu können.
Zu Beginn hatte ich allerdings große Probleme, mich an den recht nüchternen und distanzierten Schreibstil zu gewöhnen. Ich habe mich durch die ersten Kapitel kämpfen und mich erst einmal an der Pariser Oper zurechtfinden müssen. Es werden viele Begrifflichkeiten eingebaut, mit denen ich nicht vertraut war und auch mit den aufgeführten Stücken konnte ich nur wenig anfangen.
Das Durchhalten am Anfang hat sich allerdings gelohnt, denn als Christine und Raoul auf der Bildfläche erscheinen, die sich lieben, aber nicht zusammen sein können, wurde die Geschichte deutlich fesselnder. Auch eine angenehme Atmosphäre baute sich auf, die durch die vielen übernatürlichen Ereignisse bis zum Ende aufrecht erhalten bleibt.
Die Auflösung selbst war mir natürlich bekannt, aber das Ende ist hier dennoch der stärkste Teil dieses Klassikers, zeigt er doch mal wieder sehr schön, wie die sich Menscheit seit jeher ganz alleine ihre "Monster" erschafft, um sie fsnn verstoßen zu können. Ich empfand die Geschichte des Phantoms als wirklich sehr bitter und traurig und ich muss sagen, dass ich mit ihm mehr gelitten habe als mit Christine und Raoul. Passenderweise habe ich schon vor Monaten ein Buch gefunden, das sich mit der Vorgeschichte des Phantoms beschäftigt und das ich bald als Ergänzung zu diesem Klassiker lesen werde. Denn irgendwie lässt einen "Das Phantom der Oper" doch mit einem sehr melancholischen Gefühl zurück, dem Gefühl, das noch nicht alles erzählt wurde ...
Ich hatte zu Beginn ein paar Probleme in die Geschichte hineinzufinden, doch dann hat mich die doch sehr traurige Geschichte vom Phantom definitiv in den Bann ziehen können! Ein Buch, das ähnlich wie Mary Shelleys Frankenstein aufzeigt, dass es immer die Menschen sind, die sich ihre eigenen "Monster" erschaffen ...
![]() |
| Ich vergebe 4 von 5. |














