Montag, 19. Januar 2026

[Rezension] Das Schneemädchen - Eowyn Ivey

 


Titel: Das Schneemädchen

Autor:  Eowyn Ivey

Genre: Roman

Erscheinungsjahr: 2012

Seitenzahl: 464
Cover: © Rowohlt
Begonnen: 29.12.2025
Beendet: 04.01.2026


Mabel und Jack fangen in den 20er Jahren ein ganz neues Leben als Farmer in Alaska an. Sie fliehen vor dem Schmerz darüber, keine Kinder bekommen zu können. Der erste Winter stellt sich bereits vor einer großen Herausforderung, besonders da Mabel immer depressiver wird. Doch dann bauen sie gemeinsam ein Mädchen aus Schnee und nur einen Tag später taucht ein Wintermädchen auf, das ihr Leben komplett auf den Kopf stellt ...

"Das Schneemädchen" ist ein sehr ruhiger, teilweise sehr poetischer Roman, der in die Einsamkeit Alaskas entführt. Sehr melancholisch beschreibt die Autorin das einfache Landleben und die Ehe von Mabel und Jack. Beide leben mit den Jahreszeiten, kümmern sich im Winter um ihre Felder und hoffen im Winter, irgendwie über die Runden zu kommen. Doch dann taucht da dieses Mädchen auf, das beide aus der Melancholie führt.

Beinahe magisch wird zu Beginn von dem rätselhaften Mädchen erzählt, von dem auch der Leser erst einmal nicht weiß, ob es real ist oder nicht. Für mich ließ die Geschichte aber irgendwann leider nach, als das Mädchen immer realer und greifbarer wird. Von der Handlung her passiert in diesem Buch nämlich reichlich wenig. Ich hatte ein wenig das Gefühl, dass die Autorin in erster Linie die Einsamkeit Alaskas und die Hürden eines solchen einfachen Lebens beschreiben will. Mabels Entwicklungen haben mir gefallen, doch das Ende selbst kam mir lieblos und etwas unkreativ. Die Seele des Romans ging in einem der vielen Winter leider verloren!


Magisch beginnt dieser sehr ruhige und melancholische Roman, doch dann geht immer mehr verloren und ich weiß letztendlich gar nicht so recht, was die Autorin hier genau erzählen wollte ...

Ich vergebe 3 von 5.


5 Kommentare:

  1. Hallo Jessi,

    von dem Buch war ich sehr angetan. Ich hatte ebenso den Eindruck, dass das Hauptmotiv der Autorin der Winter an sich ist. Das fand ich sehr bezaubernd umgesetzt.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Huhu Nicole

      wow, ja, der Winter an sich als Hauptmotiv klingt wirklich komplett nach dieser Geschichte.
      Vielleicht konnte ich das Buch auch daher nicht so genießen, weil ich die Schönheit vom Winter nicht so wirklich sehen kann. Für mich ist die Jahreszeit immer noch von allen die Anstrengenste.

      Liebe Grüße
      Jessi

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    2. Hallo Jessi,

      von Winter und Kälte in Büchern bin ich total fasziniert. Im echten Leben hasse ich die Kälte und mag den Winter gar nicht. Dennoch liebe ich es, darüber zu lesen. :D Vielleicht denkt sich mein Unterbewusstsein: Kenne den Fein. XD

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Hi Jessi!

    Schade, dass dich die Geschichte gegen Ende verloren hat!
    Bei mir es ja schon wieder eine Weile her und ich vergesse dann leider Details ... ich hab jetzt nochmal in meine Rezension reingelesen und ich hab die Atmosphäre einfach gemocht! In dieser verschneiten Einsamkeit geht es einfach ruhiger zu, da hätte zu großes Tempo nicht gepasst, auch wenn ich wohl selbst manchmal gewünscht habe, dass es zügiger vorangeht :D
    Vor allem das Ehepaar, wie sie sich anschweigen und ihre Probleme nicht klären - und sich aber immer wieder zusammenraufen, auch durch das Auftauchen des Mädchens? Das weiß ich nicht mehr. Jedenfalls dieses alte Paar hat es mir angetan, wenn man so lange zusammen ist und immer noch an sich und dem Zusammenleben arbeiten muss. Irgendwie so ging die Richtung, die mich hier angesprochen hat.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu Aleshanee

      Oh ja, ich fand so die Atmosphäre eigentlich auch sehr stimmig, der Winter hat hier wirklich den Takt des Erzählens angegeben. Auch das Paar selbst mochte ich eigentlich, mir gefällt ja auch dieses einfache Leben sehr, die Einsamkeit und dieser Zusammenhalt in schlechten Zeiten.

      Eventuell hätte ich das Buch auch nicht im Winter lesen sollen, den ich eh nicht mag. Das hat manches verstärkt beim Lesen, anderes aber auch schwächer erscheinen lassen, weil ich mich gerne an mehr als nur die eisige Kälte geklammert hätte.

      Liebe Grüße
      Jessi

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