Titel: Boy`s Life - Die Suche nach einem Mörder
Autor: Robert McCammon
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 18. März 2020
Anzahl der Seiten: 582
Cover und Inhalsangabe: © Luzifer
Begonnen: 28.01.2021
Beendet: 04.02.2021
"Es ist 1964 in dem kleinen idyllischen Städtchen Zephyr, wo die Bewohner entweder in der Papierfabrik am Tecumseh River oder in dem örtlichen Milchbetrieb arbeiten. Es ist ein einfaches Leben, aber doch voller Wunder für den zwölfjährigen Cory Mackenson.
Eines Morgens werden er und sein Vater Zeuge, wie ein Auto vor ihnen von der Straße abkommt und in einem See versinkt. Am Steuer aber befand sich ein nackter, geschundener Körper, mit Handschellen an das Lenkrad gefesselt. Mit der Zeit vergessen oder verdrängen die Bewohner des Ortes den seltsamen Vorfall, doch Cory und sein Vater wollen dem Geheimnis auf die Spur kommen. Ihre Suche führt sie in eine Welt, wo Unschuld und Bosheit aufeinanderprallen und Magie und Fantasie mit der Realität zu verschmelzen scheinen …"
"Boy´s Life" ist ein sehr vielschichtiger Roman, der sich nicht in eine Schublade pressen lässt. Im Fokus steht der zwölfjährige Cory, der ein besonderes Jahr seiner Kindheit beschreibt. Dabei geht es, wie der Untertitel vermuten lässt, auch um einen Mord. Dieser geschieht schon auf den ersten Seiten, denn Cory muss mit ansehen, wie ein ans Auto gefesselter Mann im See verschwindet. Dieser Vorfall bildet den Auftakt für eine Reihe merkwürdiger Vorkommnisse.
Ich war von der allerersten Seite an gefesselt, denn ich liebe Bücher, die aus der Sicht von Kindern geschrieben sind. Kinder, die auf der einen Seite alles mit ganz eigenen Augen wahrnehmen, die aber dennoch immer wieder mit der Welt der Erwachsenen kollidieren. Gewisse Parallelen zu den Bücher von Stephen King waren für mich sehr offensichtlich, doch Robert McCammon baut hier viele sehr originelle Ideen ein, die diese Geschichte zu einem einzigartigen Leseerlebnis machen.
Als Protagonist und als sehr fantasievoller Erzähler tritt hier Cory auf, den ich schon nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen habe. Natürlich hat mich hier besonders fasziniert, dass er Schriftsteller werden will und sich auch ersten zaghaften Schreibversuchen hingibt.
Überrascht hat mich, wie viele Nebengeschichten Robert McCammon hier doch einbaut, Wir haben hier zum Beispiel eine spirituell angehauchte Lady, eine wilde "Dämonin", einen Jungen, der unfassbar gut werfen kann, ein unheimliches Flussmonster und ein Äffchen, das die Stadt terrorisiert. Für mich hat Robert McCammon hier ein wahres Meisterwerk erschaffen. Ich habe bis zum Ende mit Cory gelacht, geweint, gekämpft, gelitten und gehofft. Genau so muss ein gutes Buch sein!












