Mittwoch, 25. März 2020

[Rezension] Zwei an einem Tag - David Nicholls

Titel: Zwei an einem Tag
Autor:  David Nicholls
Genre: Roman, Liebesroman
Erscheinungsdatum: 2010
Anzahl der Seiten: 560
Cover und Inhaltsangabe: © Kein und Aber

Begonnen: 20.02.2020
Beendet: 25.02.2020





»Gerade stelle ich mir dich mit vierzig vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden sie an
genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?"





Die Geschichte von Emma und Dexter beginnt im Jahre 1988. Am Tage ihrer Abschlussfeier haben die zwei etwas miteinander und im Laufe der kommenden Jahre entwickelt sich eine sehr enge Freundschaft, auch wenn sich ihre Leben doch in unterschiedliche Richtungen entwickeln.

Als Leser treffen wir die beiden Protagonisten immer am 15. Juni der kommenden Jahre und erfahren, was sie bisher aus ihrem Leben gemacht haben. Dabei gibt es natürlich bei beiden einige Höhen und Tiefen - so wie das Leben eben ist.

Diese Grundidee, zwei Liebende immer an einem Tag des Jahres zu betrachten, empfand ich als ungemein fesselnd. Ihre Entwicklungen, sowohl privat, als auch beruflich sind interessant und zeigen auf, wie oft das Leben doch augenscheinlich in eine Sackgasse führt, aber auch, wie viele tolle Momente es trotzdem gibt und wie vielen wunderbaren Menschen man doch begegnet.

Natürlich geht es in dem Buch auch um die vielen Tiefschläge, die ein jeder von uns einstecken muss. Tiefschläge, aus denen wir doch sehr viel lernen können. Ein bestes Beispiel hierfür ist auf jeden Fall Dexter, der doch seinen Platz in der Welt nicht wirklich findet und sich immer wieder selbst im Weg steht.

Emma habe ich schnell in mein Herz schließen können, während ich mit Dexter ein paar Probleme hatte. Er bliebt für mich (leider) den gesamten Roman lang ein echter Unsympath, was leider auch für etwas Frust gesorgt hat. Seine ganzen Frauengeschichten gingen mir irgendwann doch sehr auf die Nerven und ich hatte erst zum Ende hin das Gefühl, den "echten" Dexter kurz durchschimmern zu sehen.

"Zwei an einem Tag" war, trotz meiner Abneigung Dexter gegenüber, doch ein sehr fesselnder Liebesroman, der zeigt, wie zwei Menschen voneinander abdriften, aber auch wieder zueinander finden. Die Tragik zum Ende hin hat mir auch gefallen, wenngleich die ganz großen Emotionen für mich leider nicht spürbar waren!




"Zwei an einem Tag" hat mich von der Grundidee, zwei Menschen über mehrere Jahre immer an ein und denselben Tag zu betrachten, absolut begeistert, nur mit Dexter, dem "ewigen" Frauenhelden wurde ich nicht so recht warm. Dennoch ein sehr unterhaltsamer Roman mit einem Hauch Tragik am Ende!


Kommentare:

  1. Hallo Jessi,

    einen Moment lang dachte ich, ich hätte mich im Blog geirrt. :D Liebesromane sieht man ja sehr, sehr selten bei dir. Und jetzt bin ich neugierig geworden. Um "Zwei an einem Tag" war ja ein regelrechter Hype. Vielleicht sollte ich mir das Buch mal näher anschauen. Manchmal darf es Liebe in Romanform sein.

    Liebe Grüße & gesund bleiben,
    Nicole

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    1. Huhu Nicole :D

      Da hast du absolut recht, aber manchmal muss auch das sein :D Ich mag hin und wieder echt mal einen Liebesroman zum Abschalten! :D

      Den Hype habe ich damals auch mitbekommen, aber ich lese Bücher ja eh meistens erst sehr spät. Ich glaube, jedes Buch braucht seinen richtigen Zeitpunkt! Ich kann "Zwei an einem Tag" auf jeden Fall empfehlen, ich hatte schöne Lesestunden, wenngleich Dexter doch zu einem meiner Hasscharaktere geworden ist! :D

      Liebe Grüße und bleib du auch gesund!
      Jessi

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