Titel: Seelen
Autor: Stephanie Meyer
Genre: Roman, Dystopie, Jugendbuch, Sci-Fi
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenzahl: 864
Cover: © Carlsen Verlag
Begonnen: 18.04.2024
Beendet: 24.04.2024
Beinahe die gesamte Menschheit ist von einer außerirdischen Spezies, den sogenannten Seelen, besetzt. Melanie konnte sich lange dagegen wehren, selbst zum Wirt werden, doch dann wird sie gefangen und eine uralte Seele namens Wanderer steckt plötzlich in ihr. Verzweifelt kämpft Mel darum, ihren Bruder Jamie und ihre große Liebe Jared wiedersehen zu können, die sich bei anderen Rebellen in der Wüste verstecken. Auch Wanderer, die später Wanda genannt wird, sehnt sich nach Jared, doch dann trifft sie auf Ian ...
Als großer Twilight-Fan wollte ich schon lange den dystopischen Roman der Autorin lesen. Mir gefällt Stephenie Meyers Ideenreichtum und auch ihr Mut, hier eine ganz eigene Zukunftvision zu erschaffen. In ihrer Welt gibt es kaum noch Menschen. Die meisten Körper werden von den Seelen benutzt und es ist äußerst selten, dass das menschliche Bewusstsein noch Zugriff auf den Körper hat. Genau das passiert aber Wanda, die sich nicht nur an Mels Körper gewöhnen muss, sondern immer wieder mit ihren Erinnerungen und auch Gefühlen konfrontiert wird.
Wanda, die den Körper fast komplett steuert und kontrolliert, steht im Fokus der Geschichte. Gleichzeitig ist da aber auch Mel, die weiterhin um ihren Körper und damit auch gegen Wanda kämpft. Dieser innere Konflikt hat mir von Anfang an gut gefallen, denn die Situation ist für beide Individuen sehr schwer.
Durchwegs spannend wird in "Seelen" davon erzählt, wie Mel und Wanda sich langsam akzeptieren und anfreunden. Sie erkennen, dass es einfacher ist, am selben Strang zu ziehen. Nur die beiden Männer, zu denen sie sich auf ganz unterschiedliche Art hingezogen fühlen, machen es ihnen immer wieder schwer. Zeitgleich wird auch die Welt beschrieben, die seit der Invasion deutlich friedlicher ist.
Ich war anfangs skeptisch aufgrund der Dicke dieses Buches und auch wenn es ein paar Längen gab, habe ich die Geschichte doch verschlungen. Es gibt viele spannende Momente, viel Verzweiflung und auch Kritik an der Menschheit, die sich das Anrecht auf diesen Planeten dofh zu oft verspielt hat. Die Liebesgeschichten konnten mich genauso stark berühren, wie die Freundschaft zwischen Mel und Wanda. Ich bin froh, dieses Buch, das definitiv zeigt, dass Stephenie Meyer eine talentierte Geschichtenerzählerin ist, endlich gelesen zu haben!












