Dienstag, 18. Januar 2022

[Rezension] Die gruseligsten Spukgeschichten - Rudyard Kipling, Oscar Wilde, Mark Twain u.a

 


Titel: Spukgeschichten

Autor:   Rudyard Kipling, Oscar Wilde, Mark Twain u.a

Genre: Anthologie
Erscheinungsjahr: 200
Anzahl der Seiten: 290
Cover: © Tosa

Begonnen: 01.01.2022
Beendet: 05.01..2022




Ich wollte das neue Jahr mit ein paar unheimlichen Spukgeschichten begrüßen und so war ich sehr froh, dass ich vor kurzem diese Anthologie mit den Geschichten zahlreicher bekannter Autoren gefunden habe.

In den insgesamt 17 Geschichten geht es in erster Linie um Geistererscheinungen und dem klassischen Spuk, beispielsweise in gemieteten Zimmern, in Häusern oder auf Schiffen. Einige Schriftsteller reisen aber auch in ferne Länder oder interpretieren alte Legenden neu.

In dieser Sammlung durfte ich mich zum ersten mal an eine Geschichte von H.P. Lovecraft heranwagen. Bisher habe ich noch keinen Zugang zu seinen Werken gefunden, war aber doch positiv überrascht, dass mir das Abenteuer von Houdini in "Gefangen bei den Pharaonen" doch sehr gut gefallen hat. Als etwas überladen empfand ich seinen Schreibstil allerdings. Es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis ich mich seinen anderen Werken widmen werde.

Mit einigen wenigen Geschichten konnte ich in dieser Anthologie nichts anfangen. So beispielsweise mit Theodor Storms "Am Kamin" oder mit Nikolai Gogols "Die verhexte Stelle". Auch die sehr kurze Geschichte "Die Harzreise" von Heinrich Heine kam mir irgendwie unpassend vor. Dennoch fand ich es toll, einen Einblick in den Stil verschiedener Autoren zu bekommen.

Gegruselt habe ich mich leider bei kaum einer Geschichte, aber unterhalten konnte mich der größte Teil. Besonders gefreut hatte ich mich auf die Geschichte von Oscar Wilde. "Das Gespenst von Canterville" kannte ich zwar schon als Hörspiel, aber hier musste ich wirklich beim Lesen oft lachen. Was für eine originelle Idee, einmal ein Gespenst mit Spuk zu konfrontieren.

Weitere Highlights in diesem auch waren für mich "Der Bronzespiegel" von Irmgraud Krempl, in der ihr Sohn plötzlich verschwindet, nachdem er auf dem Markt einen Spiegel bekommen hat und "Die Scheune der Toten" von Eric Ambrose. Diese Anthologie hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und mich näher an Autoren herangeführt, von denen ich bisher noch nichts gelesen habe.


17 sehr unterschiedlich Spukgeschichten bieten in dieser Anthologie nicht nur gute Unterhaltung, sondern machen den Leser auch mit den Schreibstilen verschiedener Autoren bekannt! Es lohnt sich!

Ich vergebe 4 von 5.


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