Samstag, 22. Januar 2022

[Rezension] Dornenliebe - Christine Fehér

 


Titel: Dornenliebe

Autor:  Christine Fehér

Genre: Jugendbuch, Jugendthriller
Erscheinungsjahr: 2010
Anzahl der Seiten: 288
Cover: © cbt

Begonnen: 05.01.2022
Beendet: 07.01.2022




Beim Lesen von "Dornenliebe" habe ich gemerkt, dass ich dieses Buch schon vor einigen Jahren gelesen habe. Dies passiert wohl, wenn man einfach zu viel liest und gerade im Jugendthriller-Bereich nicht sonderlich viel Auswahl hat. Ich habe diese Geschichte dennoch weitergelesen, denn ich wollte wissen, ob mein Leseempfinden gleich geblieben ist.

In "Dornenliebe" geht es um Luna, die nach dem Tod ihres Bruders nach Berlin zieht, um dort zu studieren. Auf den ersten Seiten breitet sich hier eine angenehme und passende Melancholie aus. Luna wirkt verloren und kann sich nicht so gehen lassen wie andere Jugendliche.

Sie lernt auf einer Party schließlich Falk kennen, mit dem sie relativ schnell zusammenkommt. Und hier ist auch schon das Hauptproblem, das ich sowohl damals als auch heute mit dem Buch hatte: alles geht viel zu schnell. Die beiden küssen sich am ersten Abend, sind am nächsten Morgen schon fest zusammen und sprechen von der großen Liebe. Nur wenig später ziehen sie zusammen, obwohl Falks Eifersucht schon beim ersten Date sehr offensichtlich durchschimmert.

Die Geschichte liest sich zwar gut und besitzt einige sehr bedrohliche Momente, aber irgendwie war mir alles eine Spur zu oberflächlich und vorhersehbar. All das, was ich auch beim ersten Lesen empfunden hatte, wiederholte sich. Mir fehlte es bei Falk an Tiefe, denn gerade er mit seiner krankhaften Eifersucht bietet er wirklich viel Potential, das allerdings nicht ausgeschöpft wird. Es gab nur ein paar Sätze als Erklärung für sein Verhalten, was wirklich schade war, denn ich mochte es, dass Luna bis zum Schluss versucht hat, ihn irgendwie zu verstehen.

Das Ende läuft dann genauso schnell wie die Handlung ab. Alles wirkt zu überstürzt, zu hektisch und zu einseitig. Die Autorin macht es sich viel zu einfach, um die Geschichte mit einem Ereignis zu beenden, das einfach frustriert zurücklässt. Schade, denn die Grundidee ist wirklich gut ...


Mein unbeabsichtigter Re-read hat mir gezeigt, dass ich auch Jahre später das Buch als ähnlich oberflächlich und viel zu hektisch empfunden habe. Spannung ist vorhanden und der Stil sowie die Charaktere sind gelungen, aber die Handlung ist leider zu einseitig und oberflächlich ...

Ich vergebe 3 von 5.



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