Donnerstag, 13. Dezember 2018

[Rezension] Vanillekipferlküsse - Sandra Pulletz

Titel: Vanillekipferlküsse 
Autor:  Sandra Pulletz
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2018
Anzahl der Seiten: 193
Cover und Inhaltsangabe © Sandra Pulletz

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar!




"Nur ein Weihnachtswunder kann Künstlerin Sarah noch vor dem Bankrott retten. Da taucht plötzlich ein Weihnachtsmann namens Lorenz in ihrem Leben auf, der sich als ungeheuer attraktiver Mann entpuppt. Als Sarah ihn auf dem Landsitz seiner Mutter besuchen soll, wird sie prompt als Kindermädchen engagiert. Dabei will sie bloß ihren Traummann wiedersehen …"



Obwohl ich ein echter Weihnachtsmuffel bin, komme ich an den sehr abwechslungsreichen Geschichten von Sandra Pulletz einfach nicht vorbei. Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Weihnachten einen Kurzroman von ihr, der auf die besinnliche Zeit vorbeireiten soll.

Ich mag Sandra Pulletz Schreibstil sehr. Er ist sehr flüssig und durch die Dialoge sehr lebendig. Schon nach wenigen Sätzen bin ich stets komplett in der Geschichte gefangen. So war es auch hier. Dieses Mal erzählt die Autorin ihre Geschichte allerdings aus zwei Sichten, wodurch der Leser natürlich tief in dieses weihnachtliche "Liebeschaos" hineingezogen wird.




- Sarah -

Mit Sarah konnte ich mich sehr gut identifizieren. Sie ist eine Künstlerin und lebt eigentlich nur für ihren Laden, in dem sie ihre Bilder ausstellt und verkauft. Leider läuft dieser schon lange nicht mehr allzu gut und es scheint, dass sie ihren Traum bald begraben muss.

Ich habe Sarah zu Beginn als sehr zurückhaltenden Menschen erlebt, der sich nicht traut, nach Hilfe zu fragen und auch schlecht darin ist, ihre eigene Kunst überhaupt zu vermarkten. Hier konnte ich absolut mit ihr mitfühlen und natürlich habe ich gehofft, dass es für sie hier noch ein Weihnachtswunder gibt!

- Lorenz -

Lorenz ist von Anfang an hin und weg von Sarah. Man kann es hier auf jeden Fall Liebe auf den ersten Blick nennen, denn er sieht sie est einmal nur durch das Schaufenster ihres Ladens. Bald laufen sie sich aber über den Weg und Lorenz sucht im Anschluss immer wieder ihre Nähe.

Lorenz halte ich für einen sehr liebevollen und vor allem sehr einfühlsamen Mann, was besonders die Beziehung zu seiner Nichte beweist, die momentan bei Lorenz Mutter lebt. Ich konnte Sarah und auch Lorenz auf jeden Fall in mein Herz schließen.




"Vanillekipferküsse" war meine einzige weihnachtliche Geschichte in diesem Jahr und wie nicht anders zu erwarten, hat Sandra Pulletz es auch bei einem Weihnachtsmuffel wie mir geschafft, Stimmung zu kommen. So konnte ich natürlich erst einmal mit Sarah mitfühlen, die kaum das Geld hat die Miete für ihren Laden zu bezahlen und sich an ihren Traum, Künstlerin zu sein, klammert, obwohl sie kaum ein Bild verkauft.

Zufällig trifft sie auf Lorenz und zwischen den beiden scheint sich etwas zu entwickeln, doch natürlich lässt die Autorin hier wieder einmal einige Missverständnisse aufkommen. Missverständnisse, die schlussendlich dazu führen, dass Sarah im Haus von Lorenz griesgrämiger Mutter landet und dort das Weihnachtsfest verbringt.

Ich empfand diesen Kurzroman als absolut unterhaltsam und berührend. So mochte ich das langsame Annähern von Lorenz und Sarah, aber auch die Nebenhandlung mit Klara, der Nichte von Lorenz, die hier noch eine größere Rolle spielen wird und die ich sehr schnell in mein Herz geschlossen habe!

Die Geschichte ist nicht nur eine simple Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte über das Finden von Glück. So läuft alles ohne großen Kitsch ab, was ich absolut toll fand. So mochte ich den Handlungsstrang mit Klara sehr, die hier auch ein wundervolles Weihnachtsfest verdient hat.

Das Ende empfand ich hierbei als wundervoll, auch wenn es natürlich ein typisches Happy End ist, dass es im echten Leben so natürlich nicht geben wird. Aber aus diesem Grund lesen wir wohl Geschichten, was? Um der Realität zu entfliehen und sich einfach einmal verzaubern zu lassen. Für mich ist "Vanillekipferlküsse" die perfekte Weihnachtslektüre, die mich tatsächlich von meinem doch recht tristen Dezember abgelenkt hat!




Wieder ist Sandra Pulletz ist mit "Vanillekipferlküsse" eine wundervolle und emotionale Einstimmung auf das Weihnachtsfest gelungen. Na, wer ist bereit für ein kleines Weihnachtswunder?

Dienstag, 11. Dezember 2018

[Reading in english] The Hobbit or There and Back again - J.R.R Tolkien

Titel: The Hobbit or There and Back again
Autor:  J.R.R Tolkien
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 199
Anzahl der Seiten: 310
Cover und Inhaltsangabe © HarperCollinsPublishers




"Whisked away from his comfortable, unambitious life in his hobbit-hole in Bag End by Gandalf the wizard and a company of dwarces, Bilbo Baggins finds himself caught up in a plot of raid the treasure hoard of Smaug the Magnificient, a large and very dangerous dragon ..."




Nun habe ich mich gleich einmal an mein zweites englisches Buch gewagt und nach "Harry Potter" wohl einen sehr großen Sprung gemacht. "The Hobbit" ließ sich hierbei etwas schwieriger lesen, vor allem da natürlich viele Fantasybegriffe vorkamen, die ich mir erst einmal übersetzen musste.

Now I began my second English book. After "Harry Potter" it really makes a big jump to "The Hobbit", because it was full of "Fantasy-words" I had to translate, so it was a bit more difficult to read.

Nichtsdestotrotz habe ich durchgehalten. Ich habe ein wenig langsamer gelesen, war aber irgendwann tatsächlich komplett in der Geschichte drin, die ich dann auch vollständig genießen konnte! Tolkiens Schreibstil ist sehr bildhaft und so war es nicht schwer, sich alles genau vorzustellen.

I read a little bit slower, but at some point it was completely in the story, which I was able to fully enjoy! Tolkien's writing style is very graphic and it was not hard to imagine everything exactly.




- Bilbo Baggins --

Ich mag Hobbits und das ist auch der Grund, warum ich Bilbo Baggins doch recht schnell in mein Herz geschlossen habe. Zu Beginn sträubt er sich gegen das Abenteuer, lernt dann aber die große weite Welt von Mittelerde kennen und findet heraus, was wahre Freundschaft bedeutet.

I like hobbits and that's why I've come to love Bilbo Baggins quite quickly. At the beginning he resists the adventure, but then gets to know the big wide world of Middle-earth and finds out what true friendship means.





Ich muss ja gestehen, dass ich mich mit dem Fantasygenre stets etwas schwer getan habe und ich Orks, Elfen und dergleichen doch recht wenig abgewinnen kann. Auch bei den "Herr der Ringe"-Filmen bin ich stets eingeschlafen, weil mich solche epischen Schlachten doch recht langweilen und ich das Gefühl hatte, der Story nur schlecht folgen zu können. Dennoch habe ich mich jetzt an mein erstes Buch von Tolkien gewagt - und das auch noch auf englisch!

I have to confess that I've always struggled with the fantasy genre, because I don`t really like orcs, elves and so on. I always fell asleep while trying to watch the "Lord of the Rings" movies, because such epic battles really bore me and I had the feeling that I could not follow the story. Nevertheless, I have now ventured on my first book by Tolkien - and also in English!

Das Buch war gerade zu Beginn etwas schwerer zu lesen, was mit Sicherheit daran lag, dass viele für mich unbekannte Worte vorkamen. Auch gewisse Begriffe werden hier anders benutzt. So gibt es beispielsweise das Wort "Orc" im englischen nicht, stattdessen werden diese als "Gobblins" bezeichnet!

The book was a bit harder to read right at the beginning, which was certainly because many words that were unfamiliar to me occurred. Also certain terms are used differently here. For example, there is not the word "orc" in English, instead they are called "gobblins"!

Irgendwann hatte ich dann in die Geschichte hineingefunden und einige Stellen fand ich wirklich wundervoll und sehr witzig. Es hat Spaß gemacht, an Bilbos Seite dieses Abenteuer zu bestehen und die Welt zu erkunden. Anders als im Film gibt es hier zum Glück keine ewig langen Schlachten sondern alles wird kurz und knapp und sehr atmosphärisch erzählt!

At some point I had then found in the story, which was really wonderful and very funny. It was fun to insist on Bilbo's side of this adventure and explore the world. Unlike in the movie, there are fortunately no eternal battles but everything is told in a nutshell and very atmospheric!

Besonders toll und intensiv empfand ich den Moment, in dem Bilbo den Ring bekommen hat. Hier haben mir besonders die Rätsel gefallen, die Gollum unserem kleinen Hobbit stellt. Desweiteren hält Tolkien fast für jeden Moment ein passendes Lied parat, das entweder von unseren Helden oder den Feinden gesungen wird.

I felt the moment Bilbo got the ring very intense. Here I particularly liked the riddles Gollum sets for our little hobbit. Furthermore, Tolkien has a song ready for just about any moment, sung either by our heroes or the enemies.

Ich bin auf jeden Fall froh, dieses Abenteuer endlich gemeistert zu haben und kann nun verstehen, warum die Bücher mittlerweile zu den absoluten Klassikern gehören. Aus mir wird zwar nie ein echter Fantasy-Fan, aber dennoch empfand ich dieses Buch als tolles und intensives Leseerlebnis - sogar auf englisch!

I'm definitely glad to have mastered this adventure and can now understand why the books are now among the absolute classics. Although I never become a true fantasy fanatic, I still found this book a great and intense reading experience - even in English!




Das Abenteuer von Bilbo Baggins hat mir hier großen Spaß gemacht. Die Geschichte ist witzig, spannend und besitzt einige tolle Momente! Auf Englisch war es nicht immer leicht, aber ich bin froh, mich dieser Herausforderung gestellt zu haben!

The adventure of Bilbo Baggins was a lot of fun. The story is funny, exciting and has some great moments! It has not always been easy in English, but I am glad to have taken up this challenge!

Sonntag, 9. Dezember 2018

[Rezension] Den Himmel stürmen - Paolo Giordano

Titel: Den Himmel stürmen
Autor:  Paolo Giordano
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2018
Anzahl der Seiten: 528
Cover und Inhaltsangabe © Rowohlt




"Teresa kommt jede Sommerferien zu ihrer Großmutter nach Apulien. Eines Nachts beobachtet sie, wie drei Jungs, fast noch Kinder, heimlich in das Schwimmbad eindringen. Sie sind frei, voller Leidenschaft. Die nächsten zwanzig Jahre werden sie gemeinsam verbringen, einen Hof führen, dem Rhythmus der Natur angepasst, säen, ernten, zerstören, auf der fiebrigen Suche nach dem Feuer, das sie am Leben hält. Mit einer enormen Beobachtungsgabe schreibt Paolo Giordano über Beziehungen, über Menschen, die ihre Ideale leben. In ihrer Sehnsucht nach einer alternativen Welt sind sie zu allem bereit. Sie kennen keine Grenzen, sie wollen den Himmel stürmen."





Der Schreibstil von Paolo Giordano ist sehr tiefgründig, sehr bildhaft und definitiv sehr intensiv. Er ist ein begnadeter Schriftsteller, der ein gutes Auge zum Detail hat und nicht umsonst solch einen internationalen Erfolg genießt.

Dennoch hatte ich einige Schwierigkeiten ins Buch zu finden. Einiges war mir zu detailliert, es wurde sich auf Dinge versteift, die mich als Leser weniger interessiert haben, wodurch das Buch für mich leider keine einfache Kost war!



- Teresa -

Teresa verbringt ihre Ferien bei ihrer Großmutter und verliebt sich dort in Bern, der mit ein paar anderen Jungs auf einen Hof lebt. Sie finden zusammen, aber nur, weil Bern die Zügel von Anfang an in die Hand nimmt und ja, so kann man es hier ganz klar sagen, Teresa an einer Leine hält, die "Freiheit" verspricht.

Ich weiß nicht, was genau ich über Teresa denken soll. Auf der einen Seite wirkte sie auf mich furchtbar schwach, vor allem wenn sie Dinge getan hat, die nicht von ihr selbst kamen, sondern wieder einmal Bern als Initiator hatten. Auf der anderen Seite ist sie aber auch stark, dass alles beinahe ein Leben lang zu "ertragen". Für sie hat es sich in dem Moment vielleicht nicht so angefühlt, aber mir tat sie streckenweise wirklich furchtbar leid.

- Bern -

Ja, Bern ist der Mittelpunkt dieses Romans und es fällt mir auch hier schwer, zu sagen, wie er beim Lesen auf mich gewirkt hat. Sympathisch auf keinen Fall und auch Verständnis konnte ich ihm leider nicht entgegenbringen.

Ich mag Menschen, die eigene Ideale haben, die sich nicht anpassen wollen und die gegen den Strom schwimmen, aber Bern führt dies ins Extreme und merkt gar nicht, wie er sein gesamtes Umfeld manipuliert.

Habe ich Bern gehasst? Ja, vielleicht ... Beim Lesen habe ich im Bezug auf ihn tatsächlich nur negative Gefühle gehabt - ein weiterer Grund, warum das Buch wirklich anstrengend zu lesen war.




"Den Himmel stürmen" von Paolo Giordano ist das allererste Buch, bei dem ich einfach nicht sage kann, ob es mir nun gefallen hat oder nicht. Auf der einen Seite mochte ich den Schreibstil, der sehr intensiv ist. Paolo Giordano hat hier auch einige wundervolle Zitate geschaffen, die ich noch lange in Erinnerung behalten werde.

Auf der anderen Seite war mir sein Stil aber, wie oben bereits erwähnt, zu detailliert. Teilweise habe ich mich durch ellenlange Beschreibungen des Hofes gequält, musste dann noch irgendwie den wirren Auffassungen von Bern folgen und mich an Teresas Seite durch ein Leben kämpfen, dass alles andere als gesund ist.

Ich bin eigentlich ein sehr verständnisvoller Mensch, der ja auch recht alternativ und fern des gesellschaftlichen Lebens lebt, doch Berns "Vision" habe ich hier nicht so wirklich verstanden. Es waren ein paar gut und zum Nachdenken anregende Ansätze vorhanden, aber allgemein verfiel er mir zu sehr ins Extreme. Es ist gut, eine eigene Weltanschauung zu besitzen, allerdings sollte man diese nicht anderen Menschen aufzwingen.

Bern war daher ein sehr schwieriger Charakter und ich habe mich deswegen auch an der Seite von Teresa alles andere als wohl gefühlt. Ich habe versucht, die Liebe, die zwischen den beiden ist, zu verstehen, aber es gelang mir einfach nicht.

Der Autor gibt hier verschiedene Blickwinkel auf und spinnt hier eine Geschichte zusammen, die sich über viele Jahre erstrickt und immer wieder Bern in den Fokus rückt. Ich habe sehr lange gebraucht, um das Buch zu Ende zu lesen und weiß nicht, was oder ob ich überhaupt etwas nach dem Zuschlagen des Buches empfunden habe.




"Den Himmel stürmen" ist eine Geschichte, die ich an dieser Stelle nur schwer bewerten kann. Ich weiß einfach nicht, ob ich es nun gut oder schlecht fand, ja, ob ich überhaupt eine Meinung zu der Story und den Charakteren habe. Ich konnte mich nicht reinfühlen, nicht abtauchen, nichts empfinden. Und das ist etwas, dass ein Buch tatsächlich noch nie bei mir ausgelöst hat ...




Freitag, 7. Dezember 2018

[Rezension] Kuhime 1: Die Menschenfresserin - Hideo Takenaka

Titel: Kuhime 1: Die Menschenfresserin
Autor:  Hideo Takenaka
Genre: Manga
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2018
Anzahl der Seiten: 176
Cover und Inhaltsangabe © Cross Cult

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!





"Sie wartet auf dich. Sie will dich. Sie will dein Fleisch. Verschlingt dich mit Haut und Haar. Sie ist eine Menschenfresserin.

Es sollte eigentlich nur eine harmlose Mutprobe werden. Doch als sich Seiji und seine Freundin Mai in ein altes, verlassenes Haus wagen, treffen sie auf Lady Nene, ein menschenfressendes Monster im Körper einer attraktiven Frau, das Mai auf grausame Art und Weise das Leben nimmt. Als Seiji panisch die Flucht ergreift, bekommt er unverhofft Hilfe von Kiri, einem Mädchen mit schneeweißem Haar, das dieselben mysteriösen Fähigkeiten zu besitzen scheint, wie das Monster in Frauengestalt."




Heute möchte ich euch mal wieder einen Manga vorstellen, den ich zusammen mit anderen Lesern auf "Lovelybooks" entdecken durfte. Gerade im Mangabereich ist es schwer, gute Horrorgeschichten zu finden. Umso glücklicher war, endlich mal wieder eine spannende und auch leicht gruselige Story gefunden zu haben!

Der erste Teil von "Kuhime" beginnt mit einer Mutprobe, die leider alles andere als gut endet. Ein paar Freunde wollen sich ein altes, verlassendes Hotel ansehen, ahnen aber nicht, was im Inneren auf sie lauert.

Hier geht es gleich zu Beginn des Mangas mächtig zur Sache und es wird wirklich sehr blutig und brutal, was ich hier aber absolut passend finde. Im Zentrum des ganzen stehen nämlich Monster, die Menschenfleisch essen ...

So müssen unsere Freunde bald ums Überleben kämpfen, geraten von einem Schlamassel aber schnell ins nächste. Der gesamte Manga ist superspannend aufgebaut und lässt sich sehr flott lesen, da eher die Bilder, als der Text im Fokus stehen.

Der Zeichenstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Gerade zu Beginn in dem verlassenen Haus kommt hier eine tolle Atmosphäre aus. Auch die Monster wirken sehr bedrohlich und es ist interessant, dass sie von den Menschen unterschiedlich gesehen werden!

Ich bin gespannt, wie Kiri zu solch einem Monster geworden ist und vor allem, wie es mit Lady Nene, von der auf jeden Fall die größte Gefahr ausgeht, weitergeht. Dieser erste Band hat definitiv Lust auf mehr gemacht!




"Kuhime" ist ein Manga mit einem tollen Zeichenstil und einer durchgehend spannenden Geschichte! Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil!


Mittwoch, 5. Dezember 2018

[Rezension] Die Beobachterin - Caroline Eriksson

Titel: Die Beobachterin
Autor:  Caroline Eriksson
Genre: Thriller, Psychothriller
Erscheinungsdatum: 12. November 2018
Anzahl der Seiten: 336
Cover und Inhaltsangabe © Penguin Verlag

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!




"Elena mietet ein Häuschen in einer schwedischen Kleinstadt, um nach der Trennung von ihrem Mann von vorn anzufangen. Ihre Tage sind leer, die Wohnung verlässt sie kaum. Ablenkung findet sie einzig darin, vom Küchenfenster aus die Menschen im Haus gegenüber zu beobachten: eine ganz normale, glückliche Familie. Doch als im Nachbargebäude plötzlich seltsame Dinge geschehen, ist Elena überzeugt davon, dass hinter den verschlossenen Türen ein Geheimnis lauert. Je besessener sie ihre Nachbarn beobachtet, desto mehr fürchtet sie, dass bald etwas Schreckliches passieren wird – und trifft eine Entscheidung, die sie selbst in tödliche Gefahr bringt ..."




Vor ein paar Jahren habe ich bereits "Die Vermissten" von Caroline Eriksson gelesen. Der Psychothriller hat der breiten Masse damals nicht gefallen, mir allerdings schon, weil er eben etwas ganz Eigenes an sich hatte und sich von vielen anderen Bücher in diesem Genre unterschieden hat. Besonders das Verwirrspiel hat mich begeistert und ist mir noch immer in Erinnerung geblieben.

"Die Beobachterin" ist ebenso mysteriös wie "Die Vermissten" aufgebaut. Die Autorin bleibt ihrem Stil hier treu und lässt den Leser erst einmal unzählige Fragen aufkommen. Gerade im Psychothrillerbereich finde ich es sehr interessant, wenn ein Autor es schafft, seine Leser in eine gewisse Richtung zu drängen. Caroline Eriksson ist dies auch in ihrem zweiten Buch definitiv gelungen, auch wenn ich sagen muss, dass ich auf die eigentliche Lösung des ganzen hier schon recht schnell gekommen bin.




- Elena -

Elena ist Autorin und vielleicht konnte ich mich genau deshalb so gut in sie hineinversetzen. Da sie seit der Trennung von ihrem Mann nichts mehr geschrieben hat, versucht sie, die Tage irgendwie herumzubekommen und als Lektorin ein wenig Geld zu verdienen.

Als Elenas Schwester ihr rät, sich mit Arbeit "abzulenken" und sie an das Motto ihres Verlegers erinnert, nämlich "Grabe, wo du stehts", beginnt sie wieder zu schreiben. Zufälligerweise beobachtet sie nämlich durch das Fenster ihres Fensters das Nachbarhaus, in dem ein Geheimnis verborgen zu sein scheint ....

Ich empfand Elena als sehr tiefgründigen Charakter. Sie hat mit eigenen Problemen zu kämpfen, taucht aber dennoch tief in das Leben ihrer Nachbarin ein. Als Autorin agiert sie hier natürlich als Beobachterin, doch entspricht das, was sie sieht, wirklich der Wahrheit?

- Leo -

Leo, der Sohn der Nachbarin, empfand ich als weiteren spannenden Charakter. Er möchte wie Elena schreiben und gibt ihr im Laufe der Geschichte auch etwas zu lesen, dass sie recht verstört zurücklässt.

Er ist es auch, der Elena tiefer in die Geschehnisse seiner Familie hineinzieht und das fand ich hier echt interessant.




Wer "Die Vermissten" von Caroline Eriksson gelesen hat, wird hier bei "Die Beobachterin" einen kleinen Vorteil haben. Es werden ähnlich viele Fragen aufgeworfen und es wird ähnlich mit der Wahrnehmung des Lesers gespielt,

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, aber dennoch tiefgründig. Der Hauptstrang beschäftigt sich mit Elena, die selbst als Schriftstellerin arbeitet, momentan aber aufrund einer fehlenden Idee nicht schreibt. Erst als sie das seltsame Verhalten ihrer Nachbarin beobachtet, setzt sie sich wieder an den Laptop und beginnt ein neues Manuskript ...

Zwischen ihren Kapiteln gibt es immer wieder Einblicke in das Leben eines Ehemanns und einer Frau, die es anscheinend auf ihren Mann abgesehen hat. Es geht um Untreue, Verrat und eine Liebe, die vielleicht doch nicht ausreicht. Natürlich stellt sich hier die Frage, um wen es in dieser Geschichte geht ...

Gekonnt verschmilzt hier Realität mit der Geschichte, die immer wieder aufgeworfen wird und der Leser wird wirklich geschickt verwirrt und in eine gewisse Richtung gedrängt!

Durch die vielschichtigen, aber recht undurchschaubaren Charaktere bleibt das Miträtseln bis zum Ende sehr spannend. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit dieser Auflösung tatsächlich schon zu Beginn gerechnet habe, was aber auch einfach daran liegt, dass ich schon viele Thriller gelesen habe, die sich in diese Richtung entwickelt haben.

So passend ich das Ende auch fand, so muss ich auch ehrlicherweise sagen, dass es nicht allzu viel Neues bietet. Ich habe mich durch das Buch zwar sehr gut unterhalten gefühlt, aber die große Überraschung war für mich leider nur eine Bestätigung meiner eigenen Theorie!




Auch wenn die Grundidee nicht neu ist, weiß dieser Psychothriller doch zu unterhalten. Das Ende war für mich zwar früh abzusehen, dürfte aber besonders jene Leser überraschen, die noch nicht allzu viel im Thrillerbereich gelesen haben! Ich mochte die vielschichtigen Charaktere und konnte mich besonders mit Elena sehr gut identifizieren!

Montag, 3. Dezember 2018

[Rezension] Spiele-Comic Noir: Loup Garou - Pegasus Spiele

Titel: Spiele-Comic Noir: Loup Garou
Genre: Spiele-Comic
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2018
Cover und Inhaltsangabe © Pegasus Spiele

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!



"Willkommen in einer Fantasy-Welt, in der neben Menschen auch Werwölfe, Vampire und andere Monster hausen. Du bist der Lehrling eines berühmten Magiers. Eines Tages wirst du im finsteren Wald von einem Werwolf angefallen und kannst dich fortan selbst in einen verwandeln, wenn du willst. Du erlebst in der Folgezeit viele Abenteuer und meisterst einige Kämpfe, bei denen dir deine Werwolf-Kräfte durchaus nützlich sind. Doch dann wartet deine ultimative Aufgabe auf dich: Immer mehr Werwölfe verschwinden spurlos, und die Vampire in ihrer Feste stellen plötzlich ein großes Heer auf  ..."




Loup Garou war nun mittlerweile mein vierter Spiele-Comic und ich bin nach wie vor überaus begeistert von diesem Spielprinzip. Im Gegensatz zu normalen Abenteuerspielebüchern werden diese Geschichten in Form von Comicbildern erzählt und wir als Leser schlüpfen in die Rolle des Protagonisten und müssen eigene Entscheidungen treffen und so einige Kämpfe bestreiten.

Während es in den "Sherlock Holmes Spiele-Comics" eher ums Lösen eines Falles ging, steht in "Loup Garou" ganz das Rollenspiel im Mittelpunkt, was hier wirklich unfassbar abwechslungsreich in die Geschichte eingebaut wurde. Es gibt keine unendlich lange Anleitung, nein, alles wird innerhalb des Comics sehr einfach erklärt, sodass selbst Anfänger in dem Bereich schnell in die Handlung einsteigen können.

So füllen wir zu Beginn erst einmal unseren Charakterbogen aus, den man sich auch ganz einfach auf der Homepage von Pegasus-Spiele ausdrucken kann. Im Laufe des Abenteuers werden wir so einige Gegenstände finden, einige Waffen und Kleidungstücke und sogar treue Begleiter, die an unserer Seite kämpfen!

Außerdem gibt es verschiedene Fähigkeiten, die wir erlernen können, wodurch unser Held noch einmal spezialisiert wird. All das und das Kampfsystem empfand ich als sehr angenehm und leicht, sodass man sich wirklich auf die Geschichte konzentriere konnte und nicht auf hundert Werte achten musste. Dennoch gab es sehr individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, wodurch dieser Comic durchaus mehrere Male gelesen werden kann.

Als Leser schlüpfen wir in die Rolle von Eoras, der sich zu Beginn "leider" in einen Werwolf verwandelt. Wir können im späteren Verlauf selbst entscheiden, wann wir uns verwandeln und wann wir besser in Menschengestalt bleiben, sodass auch hier noch einmal viele Richtungen aufgezeigt werden, in die sich die Geschichte entwickeln kann.

Neben der Suche nach dem vermissten Magier und dem Herausfinden, warum so viele Menschen beziehungsweise Werwölfe verschwinden, gibt es einige "Quests", die witzig in die ganze Geschichte eingebaut sind. Diese Quests sind wichtig, um an Goldstücke zu kommen, die benötigt werden, um die Ausrüstung zu verbessern!

Die Kämpfe, die zu Beginn noch recht einfach erschienen, werden im Verlauf viel härter und leider in vielen Fällen auch tödlich. Ich weiß nicht, wie oft ich bei einem der Kämpfe gestorben bin, aber zum Ende hin war es oft so, dass man nicht einmal mehr würfeln beziehungsweise die Scheibe bemühen musste, weil die eigenen Lebenspunkte so gering waren, dass der Kampf eh von Anfang an verloren war. Das war aber teilweise die eigene Schuld, weil ich es tatsächlich nicht geschafft habe, genug Leben wiederherzustellen. In dieser Hinsicht wird das Buch zum Ende hin aber echt hart und sehr herausfordernd.

Neben den Quests und den Kämpfen gibt es auch wieder einige Rätsel zu lösen, was auch großen Spaß gemacht hat! Ich fand diesen Spiele-Comic wieder äußerst gelungen und abwechslungsreich und kann wirklich sagen, dass mir diese Art noch eine Spur mehr gefällt als stinknormale Abenteuerspielebücher. Ich hatte einfach das Gefühl, noch tiefer in der Geschichte drin zu sein!




Wieder einmal ein toller Spielecomic, der ein tolles und abwechslungsreiches Abenteuer bereit hält!
Klare Empfehlung!

Samstag, 1. Dezember 2018

[Monatsrückblick] Mein Lesemoat Novemer 2018

Der Monat November war für mich lesetechnisch ein sehr starker Monat. Zum einen fing er mit einer wunderbaren Leserunde zu einem weiteren Stephen King Buch an, das uns alle ungemein fasziniert hat, zum anderen habe ich mal wieder Autoren entdecken dürfen, die mich angenehm überrascht haben.

Ich habe mir zudem vorgenommen, von nun an mindestens ein Buch auf englisch im Monat zu lesen. Angefangen habe ich mit dem ersten Band von "Harry Potter" und war überrascht, wie gut es sich doch lesen ließ. Nun bin ich positiv gestimmt, in Zukunft auch Bücher im Original lesen zu können!

Im November habe ich 12 Bücher gelesen.


- Roman -


- Thriller -


- Jugendbuch -


- Horror -


- Abenteuer-Spielbuch -




Cover © Bloomsbury
Ich habe gerade gemerkt, dass ich in diesen Monat tatsächlich wenige Bücher mit weiblichen Protagonisten gelesen habe. Die Männer waren im November hier tatsächlich einmal in der Überzahl, was mich selbst überrascht. Als tollen weiblichen (Neben-)Charakter habe ich allerdings Hermione Granger in "Harry Potter and the Philosophers Stone"empfunden. Zu Beginn der Geschichte ging es für sie nur darum, selbst gut dazustehen, doch schließlich beweißt sie Mut und lernt dadurch echte Freundschaft kennen!

Cover © Diogenes




Robert Beck ist von seiner Art her nicht unbedingt ein sympathischer Charakter, nein, ganz im Gegenteil. In "Becks letzter Sommer" hat seine Geschichte mich dennoch berührt. Becks, der selbst nie seinen Traum verwirklicht hat, versucht dies nun mit einem seiner talentierten Schüler nachzuholen. Doch ist das tatsächlich der Weg, der alle Beteiligten glücklich macht?

Cover © Goldmann



Den spannendsten Buchmoment hatte ich auf jeden Fall mit "Angstrausch" von Sarah Lotz. Nach diesem Buch hat sie es endgültig geschafft, sich einen Platz auf der Liste meiner absoluten Lieblingsautoren zu sichern. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und mich gefühlt, als wäre ich selber gerade auf dem Weg zum "Mount Everest". Die Geschichte besaß ein hohes Spannungsniveau und einige echt intensive Momente, bei denen ich förmlich die Kälte und die Anstrengung spüren konnte.

Cover  © Droemer



So direkt emotional berührt hat mich in diesem Monat leider kein Buch. Traurig fand ich aber die Geschichte, die sich in "Grenzgänger" offenbart hat und die sich so oder so ähnlich tatsächlich zugetragen haben könnte. Es ist eine Geschichte über ein Kinderheim, in dem wirklich schreckliche Dinge geschehen!



Meinen gruseligsten Buchmoment hatte ich auf jeden Fall mit "Desperation" von Stephen King. Es
war ein Horrorbuch, das diesen Namen tatsächlich verdient und mich seit langen mal wieder wirklich gruseln konnte. Von der ersten Seite an ist das Buch ungemein spannend und die beinahe 800 Seiten verfliegen hier tatsächlich wie im Flug!


Und wie sah euer November aus?