Samstag, 9. Januar 2021

[Rezension] Das Parfum - Patrick Süskind

 


Titel:
 
Das Parfum

Autor:  Patrick Süskind
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 2012
Anzahl der Seiten: 319
Cover und Inhalsangabe: © Diogenes


Begonnen: 19.11.2020
Beendet: 24.11.2020


"Im achtzehnten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten dieser an genialen und abscheulichen Gestalten nicht armen Epoche gehörte. Die spannende Geschichte – märchenhaft, witzig und zugleich fürchterlich angsteinflößend – vom finsteren Helden Grenouille."



Die Geschichte rund um "Das Parfum" von Patrick Süskind war mir durch die Verfilmung bereits bekannt. Nun kam ich durch einen Bücherschrankfund endlich in den Genuss, das Buch zu lesen, das ja schon zu Lebzeiten des Autors zu einem echten Klassiker wurde.

In "Das Parfum" geht es um Jean-Baptiste Grenouilles, der einen einmaligen Geruchssinn hat, leider aber selbst keinen eigenen Körpergeruch besitzt. Geboren auf einem stinkenden Fischmarkt wird er schon in jungen Jahren immer wieder verstoßen, findet aber dennoch seinen Weg und auch seine "Berufung".

Sehr eindringlich beschreibt Patrick Süskind die einzelnen Gerüche, angefangen bei dem Gestank in Paris bis zu den verschiedenen Bestandteilen eines Parfums. Ich hatte beim Lesen durchwegs das Gefühl, all das Beschriebene selbst riechen zu können. Sehr fantasievoll treibt der Autor die Geschichte voran, die zwar sehr düster bleibt, aber auch einen guten Humor besitzt.

Jean-Baptiste Grenouille ist hierbei kein echter Held. Vielmehr ist er ein Mensch, der sich langsam in ein Monster verwandelt, aber dennoch eine gewisse Anziehungskraft ausübt. Er ist durch seinen ausgeprägten Geruchssinn ein echtes Genie und so lernen wir mit ihm gemeinsam mehr über die Parfumherstellung, was ich hier sehr interessant fand.

Mich hat "Das Parfum" gut unterhalten und teilweise sogar echt mitgenommen, denn Jean-Baptiste Grenouille ist ebenso faszinierend wie verstörend. Ein großer Roman, der tief in die Abgründe der menschlichen Seele führt!


"Das Parfum" gehört definitiv zu den Büchern, die man gelesen haben sollte. Ein intensives Werk, das einen die Welt der Gerüche näherbringt und das Leben eines Mörders aufzeigt, der sowohl Abscheu, aber auch Bewunderung hervorruft!

Ich vergebe 5 von 5.








Mittwoch, 6. Januar 2021

[Rezension] Dornen des Glücks (Foxworth-Saga, Band 3) - V.C. Andrews

 


Titel: Dornen des Glücks (Foxworth - Saga 3)

Autor:  V.C. Andrews
Genre: Thriller, PSychothriller, Roman
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2017
Anzahl der Seiten: 381
Cover und Inhalsangabe: © Edel Elements


Begonnen: 16.11.2020
Beendet: 19.11.2020

ACHTUNG! TEIL 3 EINER REIHE, REZENSION ENTHÄLT SPOILER!


"Die Brüder Jory und Bart entdecken voller Entsetzen, dass eine alte Dame aus der Nachbarschaft auf unerklärliche Weise ihrer Großmutter ähnelt. Diese hatte einst ihre eigenen Kinder jahrelang im Dunkel eines Dachbodens versteckt. Als die beiden Jungen Nachforschungen anzustellen beginnen, kommen sie einem schrecklichen Geheimnis der alten Dame auf die Spur..."


Die "Foxworth"-Reihe hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich sie unbedingt zeitnah fortsetzen wollte, auch wenn ich zwischen den einzelnen Büchern erst einmal ein wenig Zeit gebraucht habe, um das alles, was den Kindern passiert ist, zu verdauen. Natürlich geht auch diese Fortsetzung wieder an die Nieren!

"Dornen des Glücks" wird nicht wie die Vorgänger aus Cathys Sicht geschildert, sondern beschäftigt sich mit ihren beiden Kindern Jory und Bart. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein, stammen sie doch von verschiedenen Vätern. Jory ist ein sehr intelligenter Junge, der wie seine Eltern Tänzer ist, während Bart doch recht tollpatschig ist. 

Ins Nachbarhaus zieh eine alte Frau, die sich schließlich mit Bart anfreundet und ihm das Gefühl gibt, geliebt und geachtet zu werden. Doch mit dieser Frau kehrt die schreckliche Vergangenheit von Cathy und Chris zurück und legt sich wie ein Schatten auf die gesamte Familie.

Bart steht hier im Fokus der Geschichte und sein Verhalten hat mir hier oft eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen. Besonders sein Hundepony und die Parallelen, die hier vorhanden sind, haben mich echt fertig gemacht, Obwohl Bart noch sehr jung ist, entwickelt er doch einige sehr erschreckende Charakterzüge, was wohl daran liegt, dass er so werden will wie sein verstorbener Großvater - mächtig, von allen geachtet und unabhängig ...

Auch in "Dornen des Glücks" gibt es wieder einige sehr schockierende Momente, auch wenn ich teilweise schon das Gefühl hatte, mich mittlerweile an V.C. Andrews psychologische Schrecken gewöhnt zu haben. Die Mutter von Cathy und Chris, die sich im Verlauf der Reihe für mich zu einem regelrechen Hassobjekt entwickelt hat, wird hier noch einmal von einer anderen Seite beleuchtet. Wie auch zuvor mag ich, wie facettenreich die Charaktere doch sind. Es gibt nicht nur Gut und Böse, sondern sehr viel dazwischen.



Ein weiterer Teil der Reihe, der mir echt an die Nieren ging. Wer Psychothriller mag, kommt an V.C. Andrews wohl nicht vorbei!

Ich vergebe 5 von 5.




Dienstag, 5. Januar 2021

[Rezension] Good as Gone - Amy Gentry

 


Titel: Good as Gone: Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück.

Autor:  Amy Gentry
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2017
Anzahl der Seiten: 321
Cover und Inhalsangabe: © C. Bertelsmann


Begonnen: 16.11.2020
Beendet: 18.11.2020


"Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …
Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale."


"Good as Gone" war ein Buch, das ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit im Kofferraum liegen hatte. Warum ich bisher nie danach gegriffen habe? Zum einen lag es sicher daran, dass die Geschichte sich selbst wenig originell angehört hat und das Buch vor Jahren auch mal wieder so gehypt wurde, dass es mich doch abgeschreckt hat. Nun wollte ich der Geschichte aber dennoch eine Chance geben.

In diesem Thriller geht es wieder mal um ein Mädchen, das verschwindet und nach Jahren wieder auftaucht, sich dann aber vollkommen anders verhält und eine wenig glaubhafte Story von ihrem Verschwinden erzählt. Nun stellt sich die Frage, ob diese Julie die echte Julie ist oder eben nur eine Fremde, die ihren Platz einnehmen will.

Das Buch ist zwar halbwegs interessant aufgebaut, geht es doch um das Thema, was die eigene Identität ausmacht und wie leicht es doch ist, sich selbst vollkommen neu zu erfinden. Mitfühlen konnte ich mit den Charakteren allerdings eher weniger, denn für meinen Geschmack waren sie viel zu eindimensional. Da haben wir die Mutter, die sich an die "neue" Julie klammert, der Vater, der irgendwie distanziert wirkt und die Schwester, die viel zu lange vernachlässigt wurde.

Amy Gentry peppt das Buch zwar mit einem recht interessanten Stil auf, wird doch ein Teil der Geschichte rückwärts erzählt, doch dies führte bei mir dazu, dass ich relativ schnell wusste, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird. Es fehlte mir doch sehr an Spannung und einer etwas originellen Wendung ... Gut zu lesen, aber mehr irgendwie auch nicht ...


"Good as Gone" ist ein netter Thriller, der sich zwar fix lesen lässt und einen interessanten Stil besitzt, mich von der doch sehr vorhersehbaren Story nicht vom Hocker reißen konnte. Schade!

Ich ergebe 3 von 5.





Montag, 4. Januar 2021

[Rezension] Gibt`s ein Baby, das nicht schreit? - Celia Fremlin

 


Titel: Gibt`s ein Baby, das nicht schreit?

Autor:  Celia Fremlin
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1991
Anzahl der Seiten: 125
Cover und Inhalsangabe: © Diogenes


Begonnen: 12.11.2020
Beendet: 14.11.2020


"Ein verträumtes fünfzehnjähriges Schulmädchen aus 'gutem Hause' wird schwanger und ist furchtbar stolz, Mutter zu werden. Da ihre besorgten Eltern aber glauben, daß Miranda gar nicht absehen kann, was es heißt, mit 15 ein Kind zu bekommen, überreden sie sie zu einer Abtreibung. Danach beginnt sie ihre Eltern zu hassen und läuft von zu Hause weg. Fast wie von selbst entsteht durch Mirandas Tagträume eine verhängnisvolle Lüge: Sie behauptet, wegen ihrer Schwangerschaft von zu Hause ausgerissen zu sein. Diese Lüge zieht andere nach sich."


Vor ein paar Monaten habe ich mein allererstes Buch von Celia Fremlin gelesen und ich war so begeistert, dass ich Ausschau nach weiteren Werken von ihr gehalten habe. So stieß ich nun auf "Gibt`s ein Baby, das nicht schreit?" und ich durfte noch einmal in diesem sehr intensiven und auch erschreckenden Roman noch einmal erleben, was für eine brillante Schriftstellerin Celia Fremlin doch war.

In "Gibt`s ein Baby, das nicht schreit?" geht es um Miranda, die mit einem Jungen ihr doch sehr enttäuschendes erstes Mal erlebt und schwanger wird. Da ihre Eltern sie für viel zu jung halten, um ein Baby zu bekommen, drängen sie Miranda zu einer Abtreibung. Dies hat jedoch sehr drastische Folgen, denn Miranda verkraftet den Verlust ihres Kindes nicht. Sie läuft, als Hochschwangere verkleidet, von ihrem Elternhaus weg und gerät in eine Wohngemeinschaft, in der sich die Leute sehr liebevoll um sie kümmern. Doch ihr angeblicher Entbindungstermin rückt immer näher und Miranda wachsen ihre eigenen Lügen über den Kopf ...

Sehr eindringlich beschreibt Celia Fremlin das Leben eines Mädchens aus guten Hause, doch schnell werden auch die Schattenseiten sichtbar. So werden in Mirandas Familie Probleme nur ungern zur Sprache gebracht und so wollen sich ihre Eltern auch nicht weiter mit der Schwangerschaft auseinandersetzen. Hier hatte ich beim Lesen oft eine Gänsehaut, hat es mich doch auf erschreckende Weise an meine eigenen Eltern und Schweigereltern erinnern und mir wieder einmal gezeigt, dass manche Menschen einfach keine Kinder bekommen sollten ..

In der Wohngemeinschaft selbst blüht Miranda regelrecht aus. Sie wird dort umsorgt und alle freuen sich mit ihr auf das Baby. Obwohl sie eigentlich dort fort möchte, kommt sie einfach nicht von diesen Leiten, die mittlerweile zu einer Familie für sie geworden sind, los. Mit Miranda habe ich beim Lesen echt mitgelitten, ist sie doch ein unfassbar naives und auch unschuldiges Mädchen, das sich zeitgleich selbst in ihre eigene Fantasiewelt zurückzieht.

Celia Fremlin beweist zum Ende hin, dass sie eine wahre Meisterin der Wendungen und Überraschungen ist, denn es kommt hier doch ganz anders, als der Leser anfangs vermutet. Ich mochte den Plot Twist sehr gerne und weiß schon jetzt, dass "Gibt`s ein Baby, das nicht schreit?" definitiv ein Buch ist, an das ich noch oft denken werde. Ein echtes Highlight!


Wer Celia Fremlin und ihre Werke kennenlernen möchte, sollte mit diesem psychologisch sehr ausgeklügelten Roman beginnen, in dem es um ein naives Mädchen und um Lügen, aber aucb um viele überraschende Wahrheiten geht. Ein wahres Meisterwerk!


Ich vergebe 5 von 5 mit einem Extratropfen!


Samstag, 2. Januar 2021

[Jahresrückblick] Mein verrücktes Jahr 2020 - Im Auto und in Büchern

Jetzt liegt ein sehr turbulentes Jahr hinter uns alle und wie immer um die Weihnachts- und Neujahrzeit werde ich doch ein wenig melancholisch und nachdenklich. Früher hatte ich mir immer eine Familie und Rückhalt gewünscht, ehrliches Interesse an meiner Person, Unterstützung und Verständnis, doch gerade das Jahr 2020 hat wieder einmal gezeigt, wie allein wir doch sind und wie wenig Leute sich doch für uns interessiert und mal nachgefragt haben, wie es uns denn geht ...

Ich habe jetzt das ganze Jahr im Auto zugebracht und ich muss ehrlich gestehen, dass ich es mir am Anfang doch leichter vorgestellt habe. Durch die ganze Pandemie-Sache bin ich nicht mehr so oft allein wandern gegangen wie früher und ich habe doch den größten Teil des Jahres in unserem kleinen Auto verbracht.Ich bereue ziemlich viele Dinge, besonders, dass ich mich nicht schon früher für diese Art von Leben entschieden habe, denn in den letzten Jahren hat sich doch gezeigt, dass ich in dieses "normale" Leben nicht hineinpasse und auch nicht hineinpassen will. Ich habe zwar ein recht gutes Immunsystem, aber kam doch gerade in der kalten Jahreszeit an meine Grenzen. Wer weiß, wie lange ich noch durchhalte und wie mein Leben in Zukunft noch aussehen wird. Es ist aber nicht schlimm, tief zu fallen, solange man aufsteht und in Bewegung bleibt!

Begriffen habe ich in diesem besonderen Jahr wieder eine Menge. Viele haben mir 2020 geschrieben, dass sie mich für meinen Mut bewundern, ja, dass sie auch gerne so frei wären. Allerdings bewundere ich vielmehr Leute, die sich irgendwie doch anpassen können und dabei zumindest halbwegs glücklich sind. Ich vermisse es nicht, in einer Wohnung zu leben, denn das würde ich tatsächlich nur für andere tun und nicht für mich selbst. Ein heißes Bad oder ein Bett wäre mal ganz nett, aber ich habe mittlerweile keine Motivation mehr, mich wieder einem Leben anzupassen, in das ich nicht passe. Es ist seltsam, aber ich habe in diesem Jahr angefangen, die kleinen Dinge zu schätzen, freue mich über einen Apfel, den ich vom Baum pflücken kann oder auch ein Buch, das ich in einem öffentlichen Bücherschrank ziehe, tierisch.

Ich war in diesem Jahr vielleicht nicht oft glücklich, aber ich hatte eine gewisse Zufriedenheit, die mich angetrieben hat. Ich habe so viel wie noch nie geschrieben und auch extrem viel gelesen. Bücher und das Schreiben waren auch in diesem Jahr mein wichtigster Halt. Und deswegen komme ich jetzt auch zu den erfreulicheren Themen ... nämlich meinen gelesenen Bücher! Betonen möchte ich an dieser Stelle allerdings noch einmal, dass das Lesen kein Wettkampf ist und es letztendlich auch nicht auf die Anzahl ankommt, sondern auf den Spaß! Ich mache dies hier nur, um für mich selbst zu schauen, wie meine Auswahl an Büchern ausgefallen ist und vor allem auch, welche Autoren es geschafft haben, mich nicht nur zu unterhalten, sondern auch zu inspirieren.


Insgesamt habe ich 154 Bücher gelesen.


5+ Sterne = 17 Bücher

5 Sterne = 40 Bücher

4 Sterne  = 62 Bücher

3 Sterne = 27 Bücher

2 Sterne = 8 Bücher

1 Sterne  = 0 Bücher

5+ Sterne (Highlights)


Gibt`s ein Baby, das nicht schreit - Celia Fremlin
Whisper I Love you - Mila Olsen (Rezi folgt!)

5 Sterne

1984 - George Orwell (Rezi folgt)
Das Parfüm - Patrick Süskind (Rezi folgt!)
Das Versteck - Dean Koontz (Rezi folgt)
Die Holunderschwestern - Teresa Simon (Rezi folgt)
Die unheimliche Bibliothek - Haruki Murakami Rezi folgt!)
Dornen des Glücks - V.C. Andrews
Frostgrab - Allie Reynolds (Rezension folgt)
Ich sehe was, was du nicht siehst - Mel Wallis de Vries (Rezi folgt!)
Lost Place - Jellas Geheimnis - Simone Holthaus (Rezi folgt!)
Vollendet - Die Flucht (Band 1) - Neal Shusterman (Rezi folgt!)
Wer sich umdreht oder lacht ... - Mel Wallis de Vries (Rezi folgt!)

4 Sterne

Good as Gone - Amy Gentry
Großvaters Haus - Jon Athan (Rezi folgt!)
Joséphine - Sandra Gulland (Rezi folgt)
Lieber jetzt als irgendwann - Lauren Graham (Rezi folgt!)
Lügenmeer - Susanne Kliem (Rezi folgt!)
Nacht im Central Park - Guillaume Musso (Rezi folgt!)
Schnee, der auf Zedern fällt - David Guterson (Rezi folgt!)

3 Sterne

Alfred Hitchcook: Krimi-Knüller, Band 2 (Rezi folgt!)
Kiss Online - Kiara London (Rezi folgt!)

2 Sterne



So, das waren dieses Jahr echt eine Menge ... Irgendwie zeigt sich hier doch deutlich, dass ich in diesem Jahr den größten Teil meiner Zeit doch in Büchern verbracht habe! Übrigens ist ein Autositz nicht der gemütlichste Leseort, aber es geht, wenn man in der Lage ist, gedanklich komplett in ein Buch zu tauchen. Zum Glück ist mir das gelungen!

Besonders froh bin, in diesem Jahr endlich mit den Büchern von V.C. Andrews begonnen zu haben.
© Bertelsmann Club

Einige meiner Bloggermädels haben mich nun auch dazu gebracht, direkt ihre allererste Reihe zu lesen und was soll ich sagen? Ich habe mich unsterblich in diese Autorin verliebt, denn ihre Bücher haben mich emotional echt mitgenommen! Im kommenden Jahr werde ich auf jeden Fall ihre anderen Reihen in Angriff nehmen!

Ein weiteres Buch, das mich besonders mitgenommen hat, war "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", das ich im Sommer aus einem öffentlichen Bücherschrank gefischt und förmlich verschlungen habe. Im Herbst habe ich das Buch übrigens noch einmal als Hörbuch gehört, was ich auf dem Blog nicht
© Stern Magazin

erwähnt hatte, was aber zeigt, wie sehr mich die Geschichte von Christiane F. doch mitgenommen hat! Mit Drogen hatte ich nie etwas zu tun, aber das Buch hat mir doch irgendwie gezeigt, wie viele Probleme es auf dieser Welt doch gibt und wie gerne man vor diesen doch die Augen verschließt!

Auch in diesem Jahr konnte ich mal wieder ein paar Klassiker lesen. Unter anderem endlich "1984"
© Insel Verlag

von George Orwell, das doch perfekt zu der aktuellen Situation gepasst hat, mich allerdings auch ein wenig deprimiert hat, weil er doch aufzeigt, dass sich eigentlich nie etwas ändert. Mein absolutes Highlight im Klassikerbereich war in diesem Jahr aber "Frankenstein" von Mary Shelley, das es direkt in die Liste meiner Lieblingsbücher geschafft hat!

2020 habe ich auch einige neue Schriftsteller entdeckt, die mich inspiriert haben. Zum einen war das Celia Fremlin, die mich doch sehr an eine meiner liebsten Autorinnen Patricia Highsmith erinnert hat. Aber auch einige Bücher von Margaret Millar waren wieder dabei. Diese drei Schriftstellerinnen haben doch einen sehr ähnlichen Stil und ich muss echt sagen, dass mir dieser wirklich gut gefällt. Auch hier werde ich im kommenden Jahr wieder die Augen offenhalten!

Vom Gefühl her kam das Thrillergenre für mich in diesem Jahr etwas zu kurz, was vor allem wohl daran lag, dass ich mich nicht mehr auf Neuerscheinungen stürzen konnte. Dennoch gab es für mich eine
© Droemer

große Entdeckung, wenngleich ich seine Bücher eher dem Psychothrillergenre zuordnen würde: Iain Reid, der mich mit seinem Buch "The Ending" absolut umgehauen hat!

Erwähnen muss ich an dieser Stelle auch noch Robert Bloch, der es mit seinen Werken ebenfalls geschafft hat, nun zu meinen Lieblingsautoren zu gehören. Seine "Psycho"-Reihe ist genial, aber auch seine Kurzgeschichten haben mich echt gegruselt und übrigens dazu inspiriert, endlich mal wieder selbst an kürzeren Storys zu arbeiten!

Im Horrorbereich kam ich auch an diesem Jahr an den drei Größen dieses Genres nicht vorbei. Stephen King hat mich besonders mit "The Stand" in den Bann gezogen, was für mich perfekt in dieses Jahr gepasst und eine schöne Endzeit-Stimmung verbreitet hat. John Saul gehört schon
© Bastei Lübbe

lange zu meinen Lieblingsautoren in diesem Genre und "In den Klauen des Bösen" war mein Favorit in diesem Jahr. Dean Koontz und mich verbindet eine Art Hass-Liebe. Viele seiner Werke liebe ich, aber es gibt ebenso viele, die ich absolut schlecht fand ... Dieses Jahr war, was seine Bücher betrifft, recht durchwachsen. Zum Ende hin hatte ich aber zum Glück in "Das Versteck" doch noch ein Highlight entdeckt!

So, und jetzt beginnt ein neues Jahr. Ich bin gespannt, an welche Orte es mich bringen wird und vor allem, wie sich die Welt (also die echte!) weiter entwickeln wird. Bedanken möchte ich mich hier am Ende noch an alle, die an mich geglaubt habe, die mich nicht verurteilen und die mir hin und wieder motivierende Worte schicken. Ihr wisst nicht, wie viel mir jede einzelne Zeile bedeutet hat und wie froh ich war, 2020 wieder einige tolle Buchgespräche geführt und einige neue Leser meiner Bücher kennengelernt zu haben. Ich bleibe motiviert, auch wenn es manchmal schwer ist und ich hoffe, ihr bleibt es auch, denn aufgeben ist keine Option! Zeit ist kostbar! Denkt daran!

Eure Jeidra Rainey 







Freitag, 1. Januar 2021

[Rezension] Frostgrab - Allie Reynolds

 


Titel: Frostgrab 

Autor:  Allie Reynolds
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: 27. Oktober 2020
Anzahl der Seiten: 416
Cover und Inhalsangabe: © HarperCollins


Begonnen: 12.11.2020
Beendet: 14.11.2020


"Die Snowboarderin Milla trifft auf einer einsamen Lodge in den französischen Alpen ihre Clique von früher wieder. An diesem Ort haben sie vor zehn Jahren gemeinsam trainiert, bis eine Tragödie alles zunichtemachte. Doch was Milla als harmloses Wiedersehen ansah, entwickelt sich schnell zum gnadenlosen Psychospiel. Plötzlich sind die Handys verschwunden, und die Seilbahn steht still. Dann ist der Erste von ihnen tot. Die eisige Bergspitze droht zum Grab für sie alle zu werden, wenn sie nicht ihr düsterstes Geheimnis offenbaren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Besonders Milla."


Im letzten Jahr habe ich "Neuschnee" von Lucy Foley gelesen und dabei mal wieder gemerkt, wie sehr ich doch Thriller liebe, in denen es um eine ehemalige Freundesclique geht, die sich nach Jahren wieder trifft und dann plötzlich unheimliche Dinge erlebt und ein dunkles Geheimnis aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit aufdecken muss. Als Horrorfilm findet man solche Storys oft, doch in Buchform muss man schon etwas danach suchen. Umso glücklicher bin ich, in "Frostgrab" wieder einen solchen Thriller entdeckt zu haben.

Das Buch wechselt zwischen zwei Zeitebenen hin und her. In der Gegenwart erfahren wir, wie sich die fünf ehemaligen Freunde in einer Skiherberge treffen. Außer ihnen ist dort niemand und sie wissen auch gar nicht so genau, wer sie denn eingeladen hat. Vor zehn Jahren verschwand an diesem Ort zudem ein Mädchen, das sie alle kannten und nun scheint es, dass sich jemand an ihnen rächen will ....

Ich habe es schon oft erwähnt, tue es aber an dieser Stelle noch einmal: Ich liebe Slasher, beziehungsweise solche Horrorfilme, in denen eine Gruppe von Freunden im Zentrum steht und so war ich auch gleich Feuer und Flamme für diesen Thriller. Als Protagonistin haben wir hier Milla, die ehemals eine leidenschaftliche Snowboarderin war und seit Jahren nicht mehr auf dem Board stand. Ich mochte sie, denn sie ist, auch wie alle anderen Charaktere, alles andere als makellos.

Schon allein die Tatsache, dass die fünf Freunde ganz allein oben auf dem Berg sind, sorgt für eine tolle Atmosphäre. Zeitgleich sorgt die Autorin auch mit ihrem Wissen übers Snowboarden dafür, dass ich als Leser am liebsten selbst mal gerne einen der beschriebenen Tricks ausprobiert hätte. Ich konnte die Kälte des Schnees förmlich spüren und habe mich zeitweise sogar als Teil dieser Gruppe gefühlt.

"Frostgrab" besitzt eine tolle Dynamik und viele kleine und große Cliffhanger, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Nach und nach wird in beiden Strängen das eine oder andere Geheimnis aufgedeckt und schließlich auch die Wahrheit hinter der Vermissten aufgedeckt. Für Fans des Genres und besonders ähnlich aufgebauter Horrorfilme ein echtes Muss und für mich definitiv ein Highlight. Ich will mehr solcher Thriller!


"Frostgrab" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten. Ein eisiger Thriller über ein Ereignis, das zehn Jahr zurückliegt und fünf Freunde, die plötzlich die schreckliche Wahrheit herausfinden müssen! Eine klare Empfehlung!
Ich vergebe 5 von 5.


Mittwoch, 30. Dezember 2020

[Rezension] Die Philosophin - Peter Prange

 


Titel: Die Philosophin

Autor:  Peter Prange
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2004
Anzahl der Seiten: 576
Cover und Inhalsangabe: © Knaur


Begonnen: 09.11.2020
Beendet: 12.11.2020


"Paris 1747. Von Gott und den Menschen verraten, gerät Sophie in die brodelnde Hauptstadt des Königreichs. Um zu überleben, arbeitet sie im Café "Procope", Treffpunkt der Freidenker und Aufrührer. Gegen ihren Willen verliebt sie sich in einen Gast: Denis Diderot. Der Philosoph plant das gefährlichste Buch der Welt seit der Bibel, eine Enzyklopädie mit dem ganzen Wissen der Menschheit - Sprengstoff für die morsche Monarchie. Schon bald begreift Sophie, dass es dabei um viel mehr geht als nur um ein Buch. Es geht um ihr eigenes Leben, ihr Recht auf Freiheit, Liebe und Glück."


Mit historischen Romanen tue ich mich für gewöhnlich doch recht schwer, denn meistens sind diese für meinen Geschmack zu überladen, zu aufgebläht und mitunter auch zu erschlagend. Zum Glück bin ich aber nun in einem öffentlichen Bücherschrank auf "Die Philosophin von Peter Prange gestolpert.

Schon der Prolog hat mich so sehr gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hier erzählt der Autor sehr eindringlich, was die junge Sophie am Tag ihrer Erstkommunion erlebt und wie dies ihr ganzes Leben verändern soll. Als sie erwachsen ist, verliebt sie sich Hals über Kopf in den Philosophen Diderot, der sich in den Kopf gesetzt hat, eine Enzyklopädie zu veröffentlichen ... Nur leider macht er sich damit viele Feinde.

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in den Bann gezogen. Nach dem schweren Schicksalsschlag in ihrer Kindheit verdient Sophie hier etwas Glück, doch dieses soll ihr erst einmal verwehrt bleiben. Ist Diderot doch längst verheiratet und ein echter Frauenheld. Zudem muss sie selbst noch verarbeiten, was in der Vergangenheit passiert ist und zeitgleich um ihre eigene Unabhängigkeit kämpfen.

Peter Pranges Schreibstil ist sehr eindringlich, besitzt aber zeitgleich eine gewisse Leichtigkeit, die den Roman wirklich schnell lesen lässt. Die 576 flogen nur so dahin und es gab einige sehr interessante, historische Personen kennenzulernen. Allen voran hier der Philosoph und Autor Diderot, der hier die erste französische Enzyklopädie mithilfe einer Vielzahl an anderen Autoren veröffentlichen möchte.

Auch die Kirche und der doch recht festgefahrene Glaube spielt noch eine große und auch sehr traurige Rolle. Das eigenständige Denken wird nicht gefördert und es gibt sogar einen Kriminalbeamten, der otenziell "gefährliche" Autoren beobachtet. "Die Philosophin" ist ein fesselnder und lehrreicher Roman über einen Denker, der sich nicht einschränken lassen will und eine Frau, die ebenfalls lernt, dass sie ein Recht auf Freiheit, Liebe und Glück hat.



Mich hat "Die Philosophin" von Peter Prange vielen interessanten, historischen Persönlichkeiten nähergebracht, zeitgleich aber auch gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt. Ein echtes Highlight und endlich mal wieder ein historischer Roman, der mich wirklich in den Bann gezogen hat!

Ich vergebe 5 von 5.